13. Dezember 2002

Rheinland-Pfalz: Soviel Rotwein gab es noch nie

Themen: Anbauflächen,Erntebericht,Statistik,Wein — info @ 13:12

Bad Ems (agrar.de) – Der Herbst 2002 bescherte den Winzern in Rheinland-Pfalz eine Rekordernte an Trauben für Rotweine. Den endgültigen Ertragsschätzungen der Weinbauberichterstatter des Statistischen Landesamtes in Bad Ems zufolge konnten fast 1,9 Millionen Hektoliter aus roten Rebsorten gekeltert werden, das waren fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Zusammen mit dem nach wie vor dominierenden Weißmost (5,3 Millionen Hektoliter, plus 18,6 Prozent) ergibt sich eine Gesamternte an Weinmost von 7,2 Millionen Hektolitern. Diese deutliche Zunahme der Erntemenge gegenüber den ersten Schätzungen im Sommer ist auf die für die Rebenentwicklung günstige Witterung im Herbst zurückzuführen. In den letzten zehn Jahren wurde nur einmal, und zwar 1999, mit acht Millionen Hektolitern mehr gelesen.

Auch die Qualität des Lesegutes konnte 2002 erneut zufrieden stellen. Besonders die Mostgewichte der weißen Rebsorten (Landesdurchschnitt 79 Grad Öchsle) deuten auf ein hohes Qualitätsniveau hin: Fast 70 Prozent der Weißmoste haben die Voraussetzungen, zu einem Qualitätswein mit Prädikat ausgebaut zu werden. Bei Mosten aus roten Rebsorten hingegen liegt der Anteil mit 26 Prozent deutlich niedriger. Dies zeigt sich auch beim Vergleich der beiden Leitsorten Riesling und Dornfelder. Während Rieslingmoste überwiegend (83 Prozent) im Prädikatsweinbereich angesiedelt sind, eignen sich nur 15 Prozent der 2002er Dornfelderpartien dafür.

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