13. November 2002

Gülle: Ausnahmen für Acker und Grünland in Bayern

Themen: Archiv — info @ 09:11

München – Für die Ausbringung von Gülle auf Acker und Grünland sind wegen der nässebedingt unbefahrbaren Böden derzeit Ausnahmeregelungen möglich. Nach Auskunft des Landwirtschaftsministeriums gilt dabei Folgendes:

Ackerflächen: Die für den Vollzug der Düngeverordnung zuständigen Landwirtschaftsämter können per Allgemeinverfügung die Ausbringung von Gülle nach Beginn der offiziellen Sperrfrist am 15. November für zwei Wochen bis 29. November zulassen. Von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen können Landwirte, deren Flächen in den von den Ämtern festgelegten Gebieten liegen. Sie müssen das Ausbringen unter Angabe der Flächen und des Zeitpunktes vor Beginn schriftlich dem Landwirtschaftsamt anzeigen. Von der Kostenpflicht sind sie befreit. Die Sperrfrist für diese Landwirte verlängert sich um zwei Wochen auf den 31. Januar. Nach wie vor können auch Einzelgenehmigungen beim Landwirtschaftsamt beantragt werden. Diese sind aber kostenpflichtig.

Abweichend hiervon gilt für Dauergrünland: Die Ämter können die Sperrfrist per Allgemeinverfügung von 15. November bis 15. Januar auf 5. Dezember bis 5. Februar verschieben. Entsprechende Regelungen werden im Amtsblatt des jeweiligen Landkreises veröffentlicht.

Für Landwirte, die am „Umweltorientierten Betriebsmanagement“ des Kulturlandschaftsprogramms teilnehmen, gilt folgende Sonderregelung: Das üblicherweise vom 15. November bis 15. Februar geltende Ausbringungsverbot flüssiger Wirtschaftsdünger kann ausnahmsweise auf den Zeitraum 30. November bis 2. März verschoben werden. Eine Ausbringung vom 15. bis 29. November ist aber nur in den Gebieten erlaubt, in denen per Allgemeinverfügung Ausnahmen von der Sperrfrist nach der Düngeverordnung zugelassen sind. Auch hier ist eine schriftliche Anzeige an das Landwirtschaftsamt vor Beginn der Maßnahme erforderlich. Wer trotz Verlängerung den Flüssigmist nicht ausbringen kann, sollte versuchen, auf nicht mehr benötigten Lagerraum in aufgegebenen bzw. stillgelegten Betrieben auszuweichen.

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