28. Juni 2002

DBV: Landbau mit und ohne Grüne Gentechnik nur mit Schwellenwert

Themen: Gentechnik,Umwelt,Verbände — info @ 10:06

Berlin (agrar.de) – Wenn die Bedingungen stimmen, dann ist es in Deutschland und in Europa möglich, unter dem Stichwort Koexistenz nebeneinander Landbau mit und ohne den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen zu betreiben. Diese Position hat der Deutsche Bauernverbandes (DBV) auf der vierten Diskursveranstaltung am 25./26. Juni 2002 in Mayschoß eingenommen. Zu ihr hatte das Bundesverbraucherschutzministerium von den Befürwortern der Grünen Gentechnik bis hin zu den Totalverweigerern alle beteiligten gesellschaftlichen Gruppen eingeladen. Gemeint mit Koexistenz ist das Nebeneinander von konventionellem Ackerbau ohne Gentechnik, konventionellem Anbau unter Einsatz gentechnisch veränderter Organismen und ökologischem Anbau ohne Gentechnik.

Will die europäische Land- und Agrarwirtschaft nicht den Anschluss im internationalen Wettbewerb verlieren, ist dieses Nebeneinander aufgrund der internationalen Handelsverflechtungen und der Importe von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln notwendig. Voraussetzung für den DBV ist es, dass Verbraucher wie auch Landwirte die Wahlfreiheit behalten. Diese Wahlfreiheit gilt es zu gewährleisten und abzusichern. Die Koexistenz setzt eindeutige Kennzeichnungsregeln voraus, die am Produkt überprüft werden können. Notwendig sind auch praktikable Schwellenwerte für das zufällige Vorhandensein gentechnischer Organismen. Null-Toleranzen hingegen sind ungeeignet, erklärte der DBV. Ohne Schwellenwerte, die unter praktischen Bedingungen eingehalten werden können, ist eine Koexistenz nicht möglich.

Dialog mit Greenpeace

In einem zweistündigen Gespräch hat DBV-Präsident Sonnleitner mit der Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, Brigitte Behrens, dem Greenpeace-Agrarreferenten Martin Hofstetter sowie dem Referenten für Gentechnikfragen, Dr. Christoph Then, in Berlin die Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik erörtert.

Neben der Frage zur Gentechnik in der landwirtschaftlichen Produktion war die Biopatentrichtlinie Inhalt des Gesprächs. Bei dem in guter Atmosphäre stattfindenden Meinungsaustausch kamen ferner die Zertifizierung in der Holzwirtschaft und das von der Wirtschaft im Aufbau befindliche System Qualität und Sicherheit /%url4%QS%/%) für Fleischprodukte zur Sprache.

Information: Deutscher Bauernverband (DBV), Reinhardtstraße 18, 10117 Berlin, Tel.: 030-31904-239, Fax: 030-31904-431, %url2%E-Mail%/%.

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