20. März 2002

Bayerische Weinerzeugung im Jahr 2001 höher als im Vorjahr

Themen: Anbauflächen,Erntebericht,Statistik,Wein — info @ 11:03

Deutlich weniger Qualitätswein mit Prädikat

München (agrar.de) – Mit insgesamt 468.500 Hektolitern haben Bayerns Winzer im vergangenen Jahr rund 11 Prozent mehr Wein und Traubenmost als im Vorjahr erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, können davon nur knapp drei Zehntel oder 133.200 Hektoliter als Qualitätswein mit Prädikat ausgebaut werden. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei fast 80 Prozent.

Die Auswertung der durch eine EU-Verordnung vorgeschriebenen Weinerzeugungsmeldungen (‚Weinbaukartei‘) bayerischer Winzer durch das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung ergab für das Jahr 2001 eine Erzeugung von rund 468.500 Hektolitern Wein und Traubenmost, rund 45.600 Hektoliter oder rund 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wird das Anfang Dezember 2001 veröffentlichte vorläufige Ergebnis zur Weinmosternte (489.000 Hektoliter), welches auf Schätzungen amtlicher Berichterstatter beruhte, mengenmäßig weitestgehend bestätigt.

465.800 Hektoliter – das sind 99,4 Prozent der bayerischen Weinerzeugung – stammten aus dem Anbaugebiet Franken, der Rest von 0,6 Prozent bzw. 2.700 Hektolitern aus den übrigen Gebieten (Untergebiete Donau und Bayerischer Bodensee).

Auf Weißwein entfielen knapp 90 Prozent (419.800 Hektoliter) der Gesamterzeugung und auf Rotwein rund ein Zehntel (48.700 Hektoliter).

Über sieben Zehntel (331.400 Hektoliter) der Gesamterzeugung konnten als Qualitätswein und knapp drei Zehntel (133.200 Hektoliter) als Qualitätswein mit Prädikat ausgebaut werden, der Rest (knapp ein Prozent bzw. 3 900 Hektoliter) zu Tafelwein. Im Vorjahr war das Verhältnis von ‚Qualitätswein‘ zu ‚Prädikatswein‘ mit rund zwei zu acht Zehnteln umgekehrt.

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