28. Januar 2002

Gentechnik: Japaner entwickeln Spinat-Schwein

Themen: Archiv — info @ 16:01

Osaka (agrar.de) – Nach einem Bericht des ‚New Scientist‚ haben japanische Forscher der Kinki Universität in Osaka ein Spinat-Gen namens FAD2 in die Eizelle eines Schweins und diese danach erfolgreich dem Muttertier eingepflanzt. Das erste dieser Spinat-Schweine ist den Angaben zufolge schon vor dreieinhalb Jahren geboren worden. Mittlerweile haben die Wissenschaftler bereits die zweite Generation der genmanipulierten Tiere gezüchtet.

Weltweit sei es das erste Mal, dass man Säugetiere, die Pflanzengene enthalten, züchten konnte, so die Forscher. Gesundheitliche Probleme habe es mit dem Mischwesen bislang nicht gegeben.

Ganz klar ist noch nicht, was die Spinatgene beim Schwein verändern. Vermutet wird aber, dass ihr Fleisch bekömmlicher ist und bis zu 20 Prozent weniger Fett als das ’normaler‘ Schweine habt, da FAD2 gesättigte Fettsäuren in Linolsäure umwandelt.

Nach eigenen Angaben unternehmen Forscher der Univeristät verschiedenste weitere Versuche, um die Fleischqualität von Rindern, Schweinen und Geflügel zu verbessern, indem sie den Tieren Gene zum Beispiel von Pflanzen oder Meeresorganismen einschleusen.

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