13. Juli 1998

Schweinepest in MV: Jagd auf Wildschweine einzige Maßnahme?

Themen: Schweine,Schweinepest,Tierseuchen — info @ 10:07

Witzenhausen/Schwerin (agrar.de) – In einer gemeinsamen Erklärung geben BUND und der Landesjagdverband von Mecklenburg-Vorpommern dem ‚falschen und ungenügenden Handeln von verantwortlichen Menschen‘ eine Mitschuld und warnen, das Ministerium für Landwirtschaft und Naturschutz hätte und habe die Vorkommnisse um die Schweinepest nur unbefriedigend unter Kontrolle.

Die Verbände halten die Vorgehensweise des Ministeriums für nicht ausreichend und wehren sich gegen die ‚einseitige Bejagung von Schwarzwild als einzige Maßnahme gegen die Schweinepest‘. Landwirtschafts-und Naturschutzminister Brick wird aufgefordert, konkrete Handlungsweisen einzuleiten, die dem Ausmaß der Schweinepest und den dadurch entstandenen Schäden angemessen sind und den Ursachen entgegenwirken.

Als Handlungsweisen werden gefordert: – die Impfung der Hausschweinebestände – Erfassung und Kontrolle der Hausschweinebestände und deren Bewegungen – Einschränkung der Tiertransporte auf ein Mindestmaß – Förderung von regionalen Vermarkungskreisläufen und artgerechter Tierhaltung – einheitliches Handeln und stärkere Unterstützung der Schweinehalter bei der Durchsetzung veterinärhygienischer Maßnahmen.




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