Autor Thema: Herangehensweise 600kg Freie Klasse  (Gelesen 21618 mal)

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #60 am: 07.11.2017, 22:23:55 »
Hi Sascha,

danke für die Tabelle, die ist Gold wert! Oder mindestens mal ein paar goldfarbene Getränke wenn man sich mal trifft ;)

Die Spritbaustelle sollte geregelt sein. Habe jetzt hier eine Hilborn 175B Pumpe, alternativ noch eine OBX Pumpe sowie einen Aeromotive A1000 Druckregler. Die Verschlauchung und die Filter kommen von BAT-Motorsport. Hab auch die 2200ccm Injektoren, allerdings nur einen pro Zylinder.
Wenn jetzt das letzte Bauteil für die Gussform des Ansaugkrümmers fertig wird können wir bald gießen. ;)

Gruß

Stefan

Offline Sascha

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #61 am: 08.11.2017, 13:09:36 »
Moin,

habe ich mir gedacht, dass du damit was tun kannst ;)

Vermute, du hast die gleichen Bosch Düsen wie ich auch.


Ich weiß nicht, wo du leistungstechnisch hin willst, aber ich denke bei so 110 PS pro Düse bei 2 bar / ohne Intercooler und Wasser (da kann man dann doch einiges an Sprit sparen) ist wohl leider irgendwo Schluss.


Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #62 am: 08.11.2017, 20:07:49 »
Wir verwenden die 0 280 158 821 CNG Injektoren. Sind aber scheinbar aus der selben Baureihe.

Leistung, Leistung...gute Frage. ;) Ziel sind so erstmal um die 400 PS. Das macht der Motor ohne größeren Umbau mit. Schön wäre es wenn wir das bei 1 Bar Ladedruck schaffen. Schnürrt man später einmal das große Paket mit Kolben, Pleuel, Stehbolzen und Nockenwellen geht da noch deutlich mehr.

Das man mit knapp 200 PS Deutscher Meister in der 600kg FK werden kann wenn man die Kraft nur auf die Erde bekommt wurde bewiesen. 

Fürs erste ist dabei sein alles.

Gruß

Stefan

Offline Sascha

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #63 am: 08.11.2017, 21:41:44 »
Methanol ist bei weitem nicht so brutal wie Benzin. Ordentlich Spiel inne Ringe (das und Drehzahl killt die meisten Pleuelstangen), Zündung pro 2 PSI 1 Grad zurück und Druck auf die Hütte...

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #64 am: 25.11.2017, 17:49:02 »
Im Moment hänge ich ein wenig am Zugpendeldesign und frage mich wie hoch die Zugpendelkraft wohl ist. Jappa und Thorsten sagten mir das sie die Suzukiachsen regelmäßig krumm ziehen. Das will ich wenn´s geht vermeiden.

Jetzt hab ich mal wieder versucht zu denken... ::):

P=F*v

Sagen wir mal die Reifen machen 72km/h was 20m/s sind. Leistet der Antrieb jetzt 250kW würde das bedeuten: 250000W / 20m/s= 12500N was 1,25 Tonnen wären. Kann das denn sein? Also das die Rechnung stimmt da bin ich mir sicher. ;) Aber kann ein 600kg Schlepper so eine Zughakenkraft erzeugen?

Gruß

Stefan

Offline Sascha

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #65 am: 27.11.2017, 14:08:45 »
Der Traktor hat ja auf der Hinterachse mehr als 600kg, weil du die Kufe des Bremswagens quasi mit anhebst. 

Offline Badga

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #66 am: 28.11.2017, 20:27:13 »
Hi,
wenn es um das krummziehen geht, hätte ich eher an die "dynamischen" Kräfte gedacht, also wenn es eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Traktor und Bremswagen gibt, und dann die Kette plötzlich wieder gespannt ist.
Das passiert ja schon öfters mal.

Mit
m=Masse; F=Kraft; E=Energie; a=Beschleunigung
s=Strecke; v=Geschwindigkeit

Es sei m=F/a und E= m/2*V^2 daraus folgt

E = F * [v^2/(2*a)]
E = F * [v²/(2*a)]  => F = E / (v² / 2a) = F = E / s

Mit einer Geschwindigkeitsdifferenz von 10 m/s hätten wir also eine kinetische Energie von 30000J. Wenn die Bremsstrecke sehr kurz wird, steigt die wirkende Kraft.
Bei einem Meter Bremsstrecke auf die Geschwindigkeit des Bremswagens wären es also 30000Nm / 1m = 30kN.
Wenn man mal richtig in die Kette rucken würde, käme man auf ziemlich heftige Kräfte.

Das Ganze hat absolut keinen Anspruch auf Richtig- oder Vollständigkeit ;-)

MfG Oli

Offline Sascha

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #67 am: 29.11.2017, 15:26:44 »
wo ist der Upvote Button?  ;D

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #68 am: 11.01.2018, 13:07:37 »
Die Achsverstärkung habe ich nach einigem Grüblen auch auf die Reihe bekommen. Ich denke das sollte reichen. (siehe Homepage)

Nach längerer Zeit mal wieder eine Nachfrage. Auch wenns eigentlich banal klingt: Welches Motoröl soll man für den Alky-VR6 verwenden?
Ich meine richtig heiß wird das Öl nicht werden, daher würde ich eher zu dünnerer Plörre tendieren. Andererseits hat dickeres Öl tendenziell einen stabileren Schmierfilm.
Oder gibt es gar ein Öl was für die Anwendung "Etwas warm-kurz fürchterliche Belastung-Aus" modifiziert ist?
Oooooder aber mach ich mir da einfach zu viel Gedanken?

Longlife-Öl wäre wohl Verschwendung.... ;D

Heute habe ich ein Buch bekommen was ziemlich der Hammer ist wenn man Alkohol auf nen Motor schütten möchte: Alkoholkraftstoffe von H.Menrad und A.König http://www.springer.com/de/book/9783709186640

Absolut irre was da ein Wissen drin steckt. Die 70 Euro sind mal gut investiert.

Gruß

Stefan


Offline Robibib

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #69 am: 13.01.2018, 18:45:06 »
Bei deinem Problem kann ich dir leider nicht helfen.

Wollte nur noch mal kurz anmerken wie Klasse dein Baubericht bzw. deine Homepage ist.

(Auch wenn ich dort nicht kommentiere  ;) lese ich doch fleißig und schaue Bilder. :D )

Gruß Robert

Offline Sascha

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #70 am: 16.01.2018, 22:00:23 »
Steck das in den Motor, was für "heiße Tage" da rein gehört. Also super dünn muss es nicht sein, weil die "Kaltstartnummer bei minus 10 Grad" kriegt er nicht.
Wahrscheinlich kommst du mit einem 10 W 40 gut hin.
Aber: Nach dem Rennen entweder weg mit dem Zeug oder am Montag abkochen, dass das Methanol und Wasser da raus kommt. Das Methanol frisst dir auf die Dauer sonst alle Additive...
Und gesunde Motorentlüftung...

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #71 am: 17.01.2018, 09:42:05 »
Robert, danke für die Blumen. Update kommt kürzlich. Gibt viel (praktisches) neues. Hier steht ein Antriebsstrang rum ;)

Sascha, danke für die Infos. Das mit dem Abkochen hatte mir Japa schon mal gesagt, da wäre ich in 100 Jahren nicht selber drauf gekommen...

Wenns nach mir ginge würde ich die Motorentlüftung ins Endrohr einleiten (Weg ist wie nie da gewesen), da hat nur das Reglement was gegen ;)

Gibt es Erfahrungswerte wie hoch die Abgastemperatur direkt am Motor sein darf wenn man Methanol im Turbobetrieb verfeuert?

Gruß

Stefan

Offline Badga

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #72 am: 17.01.2018, 14:34:15 »
Robert hat absolut Recht, und ich möchte mich da gleich anschließen, TOP Sache, wie Ihr das aufzieht!
Schluckspecht-pulling.de ist zumindest bei mir im Schnellstart  8)

Freue mich echt auf Füchtorf, und die 600kg Modifieds erzeugen bei mir wirklich das Gefühl, dass ich etwas verpasse (nichts gegen die Sport Leute).

Macht weiter so und vielen Dank für jeden Kanal abseits von Facebook  ;D

MfG Oli


Offline Sascha

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #73 am: 18.01.2018, 13:42:49 »

Gibt es Erfahrungswerte wie hoch die Abgastemperatur direkt am Motor sein darf wenn man Methanol im Turbobetrieb verfeuert?


Das hängt eher an den Materialien im Motor als am Sprit :)
So ab 550°C fängt's an Spass zu machen, bei 620°C würde ich aufhören.
Aber generell erstmal:
Mindestens 8er Wärmewert bei NGK Kerzen (meistens so 2.Takt Zeug)
Dann: http://www.wallaceracing.com/plug-reading-lm.html  RUNTER scrollen zum Methanolteil!!! Traue deinen Kerzen, nicht dem Datalogger. Wenn die Kerzen passend angebrannt sind, dann vergleich das mit dem was du auf dem Logger hast. Da willst du hin, danach richtet sich alles.

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #74 am: 22.03.2018, 22:38:11 »
Aus gegebenem Anlass hier nochmal der Link zu Seite:

http://schluckspecht-pulling.de/

Der Motor läuft!

Gruß

Stefan