Autor Thema: Herangehensweise 600kg Freie Klasse  (Gelesen 8398 mal)

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #45 am: 24.07.2017, 20:41:38 »
Achso, verstanden.  ;D

Ist ein Argument, wenn auch nicht das beste, aber so ziemlich....äh....das schlechteste ;) ;)

Wobei das mit dem Aufschaukeln kam mich auch schon in den Sinn. (Also das jetzt ganz ohne Spass)

Gruß

Stefan

Offline pace setter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #46 am: 25.07.2017, 08:54:50 »
Hallo,

Maximal 1600mm breit. Bedeutet, Du darfst den auch ruhig schmaler bauen, nur eben so, dass die Hinterräder noch in der Spur der Vorderräder laufen.  je schmaler der TRaktor ist desto mehr fängt er an zu "kippeln". Vor allem wenn die Bahnen nicht astrein gleichmässig präpariert sind. Und das sind die wenigsten. Das "kippeln" kann soweit führen bis ein Hinterrad komplett vom Boden abhebt. Das macht Dir dann mehr Schwierigkeiten als der Bahnunterschied der vom einen Hinterrad zum anderen in 1600mm Entfernung liegt.

Gruß  Gordon

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #47 am: 25.07.2017, 15:55:31 »
Also die maximale Breite reduziert sich bei uns ganz natürlich auf 1500mm...einfach weil die Tür vom Crafter nicht breiter ist ;) Dafür versuche ich den Schwerpunkt so weit wie möglich nach unten zu bringen. Wirkt dem Kippeln auch entgegen.

Ich mach mir gerade ein paar Gedanken zur allgemeinen Gewichtsverteilung. Macht es nicht Sinn soviel Gewicht wie eben möglich nach vorne zu bringen? Sollte dann der Grip nicht ausreichen um die Räder etwas über den Boden zu heben -wie z.B. beim Wild Michi Power- kann man die Nase doch über ein längeres Zugpendel nach oben "hebeln"
Die Zugpendelbefestigung muss dann nur so konstruiert werden das die Hebelkräfte sicher aufgenommen werden.
Ein langes Zugpendel hätte auch den Vorteil, dass es den Kraftangriffspunkt der Kette beim Steigen schneller absenkt und sich so der Schlepper während des Pulls leichter auf den Winkel mit leicht abgehobenen Vorderrädern einstellen lässt.
Oder hab ich da mal wieder einen Denkfehler?

Gruß

Stefan

Offline Ty-Rex

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #48 am: 25.07.2017, 17:23:15 »
Mir sagte mal Jemand aus der Landwirtschaft, je schmaler die Spur desto mehr Traktion. Erklären konnte er es nicht ;-)

Breite Spur wirkt umkippen entgegen, ob wichtig fraglich. Breite Spur heißt auch mehr Gewicht, mehr Achsrohr, mehr Welle..

Konstruktiv ergibt sich die Breite von alleine. Körperbreite, ROP, Kotflügel, Luft, 2x Reifenbreite, entweder hast du einen breiten U-förmigen ROP und sitzt mir den Schultern zwischen den Kotflügeln, oder einen aufwendigeren ROP,
wie die meisten CD, die eine vorgeschriebene Rahmenbreite habe (max. 420mm). Mein Rahmen hat 680mm Breite, sitze sehr tief und ich denke mit 1540mm die breiteste Spur.

fixe Gewichtsverteilung ist abhängig davon, was du am Ende an bewegliche Gewichten hast. Hast du 50kg über kannst du den Motor ganz noch vorne packen.

Blue Attraction hat den Motor ganz vorne, der Motor wiegt auch recht wenig, im Vergleich zu meinem, 250kg.

Ich habe 240g kg auf der Vorderachse, und 25kg theoretisches Gewicht.

Zugpendel:
Theorie und Praxis. In der Praxis wirst du sehen, dass die Masse bestrebt ist den Anlenkpunkt möglichst dicht an die Achsemitte zu bekommen, deshalb ist im Reglement die Mindestlänge (gemessen Mitte Achse) vorgeschrieben.

Die willst ja nicht Wippe um die Achse spielen, sondern dein verfügbare Gewicht möglichst effektiv einsetzen, und da gilt möglichst kurzer Hebelarm.

Du kannst du darfst nicht davon ausgehen, dass der Bremswagen sich ideal Actio - Reaction verhält und du nicht mittig der Bahn wie auf Schienen fährst, sondern unterschiedlich Gripp machst, nicht 100%ig exakt vor der Bremse stehst,
die Kufe unterschiedlich in der inhomogenen Bahngreift und du laufend korrigieren musst. Da wirkt die Last an einem lange Hebel ganz böse auf die Fahrstabilität.

Gerade deine letzte Aussage bewirkt ja, das Gegenteil, wenn du im Zug kur Gas weg nimmst und wieder drauf gehst, steigt und fällt der Tractor sofort.



Gruß
Raphael


Offline pace setter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #49 am: 26.07.2017, 09:01:11 »
Hallo,

Das Steigverhalten des Traktors über die Länge des Zugpendel zu regulieren halte auch ich für unnötig schwierig. Wenn der Traktor vorne hoch kommt verändert sich der Winkel der Kette mehr als bei kurzem Zugpendel. Dadurch verliert der Traktor Gewicht durch den Zug am Bremswagen, die Räder drehen mehr durch, die Front schnellt nach unten, durch den nun wieder vermehrten Grip der Hinterrräder schaukelt sich die Kiste wieder nach oben usw. Sieht zwar von außen spektakulär aus, ist für möglichst viele Meter auf der Bahn aber nicht so günstig.
Zugpendel so kurz und hoch wie möglich, dass Steigverhalten des Traktors nur über die Balastgewichte einstellen, so sieht der Idealfall aus.

Gruß  Gordon

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #50 am: 26.07.2017, 12:34:57 »
Danke für den Input. Wieder ein paar Sachen die ich nicht bedacht habe ;)

So unterscheidet sich die Sicht von jemandem der jahrelang aktiv dabei ist zu meiner noch nicht durch Erfahrung getrübten Naivität ;) ;)

Gruß

Stefan

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #51 am: 22.08.2017, 17:19:31 »
Hallo zusammen, auch wenn hier ziemlich tote Hose zu sein scheint, am Schluckspecht geht es jetzt richtig los. Alex ist am Abgaskrümmer, die anderen fangen mit der Form für den Ansaugkrümmer an. Parallel läuft natürlich die Konstruktion weiter.

Bitte tut mir einen Gefallen: Wenn Ihr irgendetwas seht was gar nicht funktionieren kann oder gar gegen das Reglement ist-->Sofort raus damit ;) ;)

Gruß

Stefan

Offline Another One

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #52 am: 23.08.2017, 12:09:50 »
Grossen Respekt für Euch Jungs!Das hat alles Hand und Fuss!Da steckt jetzt schon sehr viel Arbeit drin.
Mit euren Möglichkeiten, Fähigkeiten und Begeisterung hoffe ich, euch eines Tages auch beim Bau eines "grossen" zusehen zu können.
Ihr geht den richtigen Weg!Weiter so!
VG
MfG und Full Pull

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #53 am: 19.09.2017, 08:06:29 »
Im Zuge der Konstruktion von Getriebe und Achse -bzw. der Verbindung dazwischen- hat sich wieder mal eine Frage ergeben. ;)

Laut Reglement sind Kreuzgelenke und Gleichlaufgelenke verboten. Bei den Kreuzgelenken ist das soweit auch klar.

Nur ab wann ist ein Gleichlaufgelenk ein Gleichlaufgelenk?
Mir wurde in Kalkar nahegelegt gerade die Antriebswelle vom Motor zum Differential blos nicht starr auszuführen. Das soll alles winkelnachgiebig und axial verschiebbar sein.
Das macht ja auch Sinn.

Auf Wikipedia heißt es: "Ein homokinetisches Gelenk, auch Gleichlaufgelenk, ist ein Gelenk zur gleichmäßigen Winkelgeschwindigkeit- und Drehmomentübertragung von einer Welle auf eine winklig dazu angebrachte zweite Welle."

Ist nun eine Rotexkupplung oder eine Bogenzahnkupplung auch ein Gleichlaufgelenk? Wo ist da die Grenze zwischen einer Kupplung die Winkelversatz zulässt und einem Gleichlaufgelenk?

Oder anders herum: Was ist der Sinn des Verbots im Reglement? Wenn das verstanden ist kann man sich die Antwort selber geben.

Gruß

Stefan


Offline Powershifter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #54 am: 19.09.2017, 10:01:11 »
Mit einem Gelenk kann die Welle das schlagen anfangen, meistens wird einfach mit Verzahnungen gearbeitet,
Ab und an auch mit einer Duplex Kette und Zahnrädern

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #55 am: 19.09.2017, 11:43:14 »
Ok, ist verstanden. Wenn ich also eine Kupplung baue die vielleicht 3° Winkelversatz erlaubt und dann sperrt (Verzahnungskupplung) und/oder komplett abreißt (Kettenkupplung) bin ich auf der sicheren Seite.
Zumal ich aller Voraussicht nach eh eine Welle länger 1270mm haben werde und der Wellenschutz mit 2 8mm Stahlseilen gesichert werden muss.

Ich überlege mir die Tage mal was. Das Ergebnis ist dann auf meiner Homepage zu sehen. Wenn da was nicht regelkonform ist, immer sofort schreien ;)

Danke und Gruß

Stefan

Online Robibib

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #56 am: 06.11.2017, 14:01:29 »
@Stefan

Warum baust Du eig den Krümmer so linear auf und nicht in "Fächerkrümmer" Art?

Oder ist das bei einer Turboaufladung nicht von Nöten?

Sry aber kam mir grad so in den Sinn die Frage als ich die Pics gesehen habe.  :D

Offline Dj NafetsTopic starter

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #57 am: 06.11.2017, 22:13:49 »
Die "Fächerkrümmer" die Du ansprichst ( https://de-de.facebook.com/greenscareracing/ ) sind Stoßaufladungskrümmer. Bei denen bezieht der Turbo einen Großteil seiner Energie aus der kinetischen Energie der Abgase. Bei diesen Krümmern ist es wichtig das die Rohre einen verhältnismäßig kleinen Querschnitt und alle die gleiche Länge haben. Der Vorteil liegt in erster Linie im schnellen Ansprechen des Laders aus Teillast und geringeren Abgasgegendrücken.

Wir bauen einen Stauaufladungskrümmer. Da bezieht der Lader die Energie aus dem Druckgefälle der Abgase. Im Endeffekt sollte das nicht dieselbe Effektivität erreichen wie eine Stoßaufladung, der Nachteil ist allerdings vernachlässigbar.
Cooler wäre noch gewesen wenn man die Zylinder 1,2,3 und 4,5,6 in einem Sammler zusammenfasst und dann je auf eine Einlassseite der Turbine blasen lässt. Der Grund liegt in der Zündfolge. Die Zylinder beeinflussen sich dann nicht gegenseitig.

Zündfolge VW VR6:

15 ist zu Jung
36 ist zu Alt
24 ist genau richtig

Cool, woll?  ;D

Gruß

Stefan

Online Robibib

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #58 am: 07.11.2017, 11:34:05 »
Das mit der Zündfolge hatte ich vor Jahren auch mal gelesen.

Aber das es da tatsächlich noch weitere Unterschiede gibt wusste ich bisher nicht.

Wieder was gelernt.  :)

Hier ist das auch gut erklärt. https://www.bar-tek-tuning.de/Infos/tipps/turbo-tipps

Offline Sascha

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Re: Herangehensweise 600kg Freie Klasse
« Antwort #59 am: 07.11.2017, 20:38:57 »
Hi! Wie weit seid ihr in Sachen Spritaufbereitung?

Habe da noch was für dich, was evtl. hilfreich ist, bevor du dir Kolben kaput machst:


Kommt aus einem laufenden, Methanol Turbo V8, ist aber auf "Benzinskala" für A/F.
macht ca. 1200 PS mit 2 2200ccm Düsen pro Zylinder.

Die ist auch recht hilfreich... die meisten gehen ja nicht soweit runter:

« Letzte Änderung: 07.11.2017, 20:45:33 von Sascha »