Autor Thema: Bremswagen  (Gelesen 2315 mal)

Offline remedyTopic starter

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Bremswagen
« am: 10.08.2016, 20:29:40 »
Hallo,

ich hätte da bitte eine Frage an die Edewechter (oder andere Insider) bzgl. Bremswageneinstellungen in Hinblick auf die Veranstaltung am Klopeiner See (rein Zwecks Interesse und keinesfalls als Kritik - Einstellungen waren aus meiner Sicht nämlich im Wesentlichen in Ordnung), da sich einige Traktoren beim Wegkommen schwer getan haben, z.B. der Coyote, welcher als einziger gar nicht weggekommen ist, aber auch der Iwan und der Four no Hemi sind nicht gerade weggesprintet (war aber auch kein Fehler, wenigstens musste er danach mehr Gas geben;-))

Gäbe es die Möglichkeit, den Anfahrwiderstand weiter zu reduzieren und gleichzeitig den Widerstand ab ca. 70 m zu erhöhen? Da die Back in der Startstellung ja die Kufe aushebelt, müsste dies durch mehr Gewicht in der Back möglich sein, oder?

PS: War aus meiner Sicht eine tolle Veranstaltung am Klopeiner See.
PS2: Was ist eigentlich mit dem Smoking Devil? War bei beiden bisherigen österreichischen Rennen auf der Starterliste aber nie da!

BG Martin
« Letzte Änderung: 10.08.2016, 20:32:29 von remedy »

Offline cha cha

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Re: Bremswagen
« Antwort #1 am: 10.08.2016, 21:15:28 »
Beim Start ist die Bahn im Laufe der Veranstaltung einfach zu weich geworden
Die Starter mit zu wenig Gewicht auf der Hinterachse (in der 0,95er auch der Crazy Horse) kamen überhaupt nicht weg, die anderen mussten kämpfen, um nachher genug Schwung aufbauen zu können

Offline remedyTopic starter

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Re: Bremswagen
« Antwort #2 am: 11.08.2016, 21:10:58 »
Die ist eigentlich schon mit der 3,5 t Klasse weich geworden - deswegen ja auch meine Frage, was da noch möglich gewesen wäre.

Offline antique_puller

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Re: Bremswagen
« Antwort #3 am: 12.08.2016, 12:52:19 »
Ich bin da jetzt nicht deeeer Experte - aber in diesem Zusammenhang wie oben beschrieben ist das ein Teufelskreis:
Wenn im Startbereich wenig Grip ist und man gibt den Traktoren weniger (zu wenig) Gewicht auf die Hinterachse - dann wir das Wegfahren noch schwieriger.
Man kommt aber sehr schell in das Problem, dass mit mehr Gewicht auf der Hinterachse auch mehr Gewicht auf die Bremskufe wirkt .....
Ich meine das "Wegfahrproblem" kann grundsätzlich nur mit einer griffigen Bahn gelöst werden - ich weiß dass das keinesfalls so einfach ist wie es sich anhört.
Wenn man einen Blick auf die Bahnen in Europa macht - dann sieht man dass es durchaus möglich ist auch mit sehr unterschiedlichen Materialzusammensetzungen eine passable Bahn
zuwege zu bringen.
Wenn man sich z.b. die Materialzusammensetzung in Norwegen oder Finnland im Vergleich zu Holland oder Belgien ansieht - so sind da sehr große unterschiede
bez. der Ton und Lehmarten und auch im Bezug auf den Sandanteil (und da auch wieder die Korngrößen)
ich meine die größte aller Herausforderungen beim Anlegen und Pflege einer Pulling Bahn liegen beim zeitgerechten Beginn der Vorbereitungsarbeiten, dem tiefen einbringen
von Wasser - und vor allem Zeit - wenn man einen Blick auf die Chemie der Tonminerale wirft - dann sieht man dass es zeit braucht bis Ton Wasser aufnehmen kann und quillt.
und nicht zu vergessen der Ton muss "geknetet" werden damit der Ton plastisch werden kann.
(höhrt sich super einfach an - ist aber MEGA kompliziert - gerade was die RICHTIGE Wassermenge und den RICHTIGEN Zeitpunkt anlangt)
Wenn wir nun die perfekte Bahn haben - dann kommt am Veranstaltungstag die nächste Herausforderung - nämlich das Bahnmaterial genau in dem Feuchtigkeitskorridor zu halten wo es gut
und einfach zu verdichten ist ....     
....
lg

Offline peppi

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Re: Bremswagen
« Antwort #4 am: 12.08.2016, 21:23:18 »
Gibt glaube ich noch eine Möglichkeit . Habe ich glaube in Eext
schon mal gesehen das die Bahn gedreht wurde . Das heisst das Ziel
wurde zum Start und der Start zum Ziel . Hat gut Funktioniert .
LG Peter !

Offline Sascha

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Re: Bremswagen
« Antwort #5 am: 13.09.2016, 11:20:18 »
Ich bin da jetzt nicht deeeer Experte - aber in diesem Zusammenhang wie oben beschrieben ist das ein Teufelskreis:
Wenn im Startbereich wenig Grip ist und man gibt den Traktoren weniger (zu wenig) Gewicht auf die Hinterachse - dann wir das Wegfahren noch schwieriger.
Man kommt aber sehr schell in das Problem, dass mit mehr Gewicht auf der Hinterachse auch mehr Gewicht auf die Bremskufe wirkt .....
Ich meine das "Wegfahrproblem" kann grundsätzlich nur mit einer griffigen Bahn gelöst werden - ich weiß dass das keinesfalls so einfach ist wie es sich anhört.
Wenn man einen Blick auf die Bahnen in Europa macht - dann sieht man dass es durchaus möglich ist auch mit sehr unterschiedlichen Materialzusammensetzungen eine passable Bahn
zuwege zu bringen.
Wenn man sich z.b. die Materialzusammensetzung in Norwegen oder Finnland im Vergleich zu Holland oder Belgien ansieht - so sind da sehr große unterschiede
bez. der Ton und Lehmarten und auch im Bezug auf den Sandanteil (und da auch wieder die Korngrößen)
ich meine die größte aller Herausforderungen beim Anlegen und Pflege einer Pulling Bahn liegen beim zeitgerechten Beginn der Vorbereitungsarbeiten, dem tiefen einbringen
von Wasser - und vor allem Zeit - wenn man einen Blick auf die Chemie der Tonminerale wirft - dann sieht man dass es zeit braucht bis Ton Wasser aufnehmen kann und quillt.
und nicht zu vergessen der Ton muss "geknetet" werden damit der Ton plastisch werden kann.
(höhrt sich super einfach an - ist aber MEGA kompliziert - gerade was die RICHTIGE Wassermenge und den RICHTIGEN Zeitpunkt anlangt)
Wenn wir nun die perfekte Bahn haben - dann kommt am Veranstaltungstag die nächste Herausforderung - nämlich das Bahnmaterial genau in dem Feuchtigkeitskorridor zu halten wo es gut
und einfach zu verdichten ist ....     
....
lg

Wow - da hat aber einer aufgepasst!