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Pferdeforum  |  Rund ums Reiten  |  Verhalten & Training (Moderator: ahpe)  |  Thema: Koppen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Koppen  (Gelesen 14132 mal)
snerra
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Beiträge: 2


« Antwort #15 am: 25.06.05, 16:19 »

hi,

es gibt eine studie, in der die zusammenhänge zwischen koppen und magenproblemen untersucht wurden.
dabei ist so ziemlich das gleiche rausgekommen, was hier schon erwähnt wurde.
koppen ist nicht ansteckend ( durch nachahmung) und alle kopper hatten magen-, bzw. darmprobleme.
alle kopper der studie hatten während ihres lebens wenig raufutter bzw. stroh bekommen und relativ viel kraftfutter. (leistungspferde)
das koppen diente den pferden der speichelproduktion. pferde produzieren nur speichel, wenn sie kauen, dazu diente als ersatz das aufsetzen. der speichel ist basisch und puffert das zuviel an magensäure etwas ab.
wenn sich die stereotypie entwickelt hat, ist es oft nicht möglich diese wieder abzubauen, selbst wenn die ursache abgestellt ist.
falls es jemanden tiefergehend interessiert...an der vetmed gießen beim prof für tierschutz kann man sicher mehr infos über die studie bekommen.
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sigy
Gast
« Antwort #16 am: 25.06.05, 20:29 »

Hallo Snerra!
Das find ich total spannend, wo hast Du darüber gelesen? Liebe Grüße
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Beryll
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 56


« Antwort #17 am: 25.06.05, 23:36 »

Hi,
fände es auch klasse mehr darüber zu erfahren.

Meine Stute (5 jährig) fing an zu koppen, als sie von Stall zu Stall verkauft wurde. Bei der Vorbesitzerin legte sich ihre Kopper- und Weberei nach 1 Monat Eingewöhnungsphase. Als sie zu mir in eine Paddackbox kam, webte sie überhaupt nicht. Die Kopperei hat sie aber nicht abgelegt. Der SB schiebt es auf die Vererbung. Seit ca. 3 Wochen steht sie in einem Offenstall, hier hat sie jetzt so viel Streß, dass sie nicht zum Koppen kommt, aber webt dafür heftigst.
Aber die Magen- Darmproblematik werd ich mal im Auge behalten und den Hafer mal weglassen

Beryll
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kiwi
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Beiträge: 7


« Antwort #18 am: 26.06.05, 03:54 »

Koppen kann zu massiven Schaeden an den vorderen Zaehnen des Pferdes fuehren. Das kann so weit gehen, dass die Pferde nicht mehr grasen koennen. Magen- und Darmprobleme, Zahnprobleme, Aerger mit den Stallnachbarn, ... sind schon nicht zu vernachlaessigen.

Ich wuerde das Pferd mal fuer ein halbes Jahr auf eine Weide ohne Moeglichkeit zum "Aufsetzen" stellen. Dort gibt es dann nur Gruen - oder Rauhfutter.

Manche Pferde sind wahrscheinlich nicht geeignet im Stall gehalten zu werden.   
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snerra
Mitglied
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Beiträge: 2


« Antwort #19 am: 26.06.05, 05:05 »

sorry, ich hab nichts drüber gelesen. ich studiere und hab es ausnahmsweise mal geschafft in die tierschutzvorlesung zu kommen. dort hat prof würbel zum thema stereotypien gelesen und da ging es eben auch um kopper.
eine kommilotonin hat einen galopper in offenstall und sommerdauerweide, der erst bei ihnen anfing zu koppen.
koppen sei eine stereotypie, die multifaktorell ausgelöst werden könne, meinte der prof. sie wollten sich noch eingehender über den kopper unterhalten, aber ich weiß nicht was dabei rausgekommen ist.

p.s. wichtig war ihm auf jeden fall herauszustellen, dass koppen immer eine organische grundlage habe (magengeschwür, darmentzündung). die wiederum kann unterschiedliche ursachen haben.

« Letzte Änderung: 26.06.05, 05:50 von snerra » Gespeichert
Stephie
Gast
« Antwort #20 am: 06.07.05, 16:32 »

Ich kenne leider auch das Problem mit den Koppern.............

Habe selber zwei. Der eine ist imzwischen 20 Jahre alt und koppt schon so lange wie ich ihn habe (und das siind schon 11 Jahre). Er hatte nie Probleme mit der Gesundheit oder den Zähnen (er ist über das Aufsetzen schon hinaus....er Koppt frei  Grinsend   )
Es ist leider auch egal wie man ihn hält. Ob nun Box oder Auslauf oder Weide oder, oder, oder..........

Dann habe ich noch einen 4 jährigen der sich das Koppen leider schon mit einem halben Jahr angewöhnt hatte. Er hat sich als Absetzer das Strahlbein gebrochen und musste drei Monate in einer kleinen Box verbringen. Ist für so einen kleinen Wurm nicht das Beste........
Der TA hatte empfohlen ihn Einzuschläfern. Das habe ich Gott sei Dank nicht getan. Er ist heute ein sehr gutes Turnierpferd für das mir schon sehr viel Geld geboten wurde.......
Bei ihm ist es aber so, je Artgerechter (also mit Koppel und Auslauf und offene Boxen mit kontakt zu anderen Pferden) um so schlimmer wird das Koppen. Wenn ich ihn halte wie ein ausgesprochenes Turnierpferd, sprich Einzelbox, zwei mal pro Tag Reiten und Führanlage und ansonnsten in der Box, um so weniger koppt er.

Aber eins ist gewiss : Koppen ist nicht ansteckend.

Also viellleicht ausprobieren wie es dein Pferd möchte........
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Aske
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 111

...träum ich noch?...


« Antwort #21 am: 07.07.05, 15:41 »

Kann man einem Pferd das Koppen eigentlich abgewöhnen?

Ich denke nämlich gerade daran wie schrecklich ich es fand als das an Sommerekzem erkrankte Pony in einem Stall, wo ich mal war, zwanghaft auf Ausläufen gehalten wurde, wo es nicht schubbern und kratzen konnte. Das Tier tat mir so leid, bin dann zu ihm hingegangen und habe es anderthalb Stunden erstmal ausgiebig gekrault (fand es ganz toll).

Und einen Kopper auf eine Wiese stellen wo nix zum koppen da ist? Das ist ja als würde man mir die Zigaretten wegnehmen und mich in einem Raum ohne Tabak einsperren (bin passionierte Raucherin - Asche auf mein Haupt). Und wenn Pferde das halt zum Stress abbauen brauchen... ich könnte mir gut vorstellen, wenn meiner Koppen würde und ich hielte ihn davon - wie auch immer - ab, der würde mir nen Tag später mit dem nackten Hintern ins Gesicht springen!
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mopstier
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Beiträge: 147



« Antwort #22 am: 07.07.05, 17:58 »

Explizit abgewöhnen... keine Ahnung !!
Ich habe gerade einen Ex-Kopper. Im alten Stall waren die Boxen zur Stallgasse hin halb offen... da fing er wegen krankheitsbedingter sehr langer Stehzeit mit dem Sch... an. War ein schleichender Prozess! Am Anfang nur ganz selten, dann immer häufiger und zum Schluss konnte man es durch Lekkerlis usw. richtig provozieren. Das ganze ging fast ein Jahr so.
Als er dann in der Klinik war, hatte er dort nichts adequates zum Aufsetzen... und koppte logischerweise nicht.
Zurück im Stall ging es dann wieder von vorne los.

Am Anfang der Kopperei habe ich es mal mit schnellem Hinrennen und Gertendrohung versucht... bin aber immer nur hin und her gewetzt. Kopperriemen und so etwas habe ich nicht probiert.

Jetzt sind wir seit Mai in einem anderen Stall... Gitterboxen. Und er koppt nicht mehr !! Den Transfer von Holzkante auf z.B. Tränkebecken oder frei koppen hat er nicht gemacht (oder noch nicht... ich weiß es nicht).
Ich kann auch nicht feststellen, dass er jetzt durch das verhinderte Koppen irgendwie Suchtsymptome zeigt. Im Gegenteil - der Stallwechsel hat ihm gut getan (er kommt regelmäßig raus, kein Schulbetrieb usw) und vllt fällt es ihm auch dadurch leicht, aufs Koppen zu verzichten  Grinsend Grinsend

Das Pferd meiner Freundin hat im alten Stall angefangen zu weben -- und webt jetzt auch nicht mehr.

Na ja.. vllt haben wir auch nur Glück gehabt...

Ich bin übrigens auch rauchtechnischer Suchtkrüppel.. und mir dürfte man die Kippen nicht so einfach wegnehmen.
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Fatima
Sport-und Springpferd
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mich mag keiner beim Reiten fotografieren...


« Antwort #23 am: 09.07.05, 11:27 »


Hallo! Ich kenne vile Pferde, die koppen und es hat oft etwas damit zu tun wenn Pferde langeweile haben! Und dann hat es bei meinem Pflegepferd auch etwas gebracht wie ich mit ihm viel Verschiedenes geamacht habe! Zu Bleistift Schocktraining mit Abdeckplane, seitdem koppt er nich mehr djangolover Lächelnd
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niveve
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« Antwort #24 am: 10.07.06, 22:36 »

Hallo! Hab auch einen Kopper, der noch nie eine Kolik hatte. Nur hab ich auch leider Probleme, da die Ansicht der Ansteckungsgefahr immer und überall vorhanden ist.
Gibt es homöopathisch ein Mittel welches helfen könnte ? Es muss doch von der Medizin schon ein MIttel geben, welches, das gleiche Gefühl??? hervorrufen kann wie das Aufsetzen.
 Huch
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Bantu
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« Antwort #25 am: 10.07.06, 22:52 »

Homöopathisches Mittel?  Huch  Augen rollen  Zunge

Lass ihn koppen, wenn er damit glücklich ist.
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irida
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Beiträge: 11


« Antwort #26 am: 07.02.07, 10:44 »

Hallo seid ihr noch interessiert? Ich habe natürlich auch eine koppende Budjonnystute, 7 Jahre alt.
Hab sie mit 3 gekauft als Import vom Kirovgestüt (haben 1600 Pferde), wachsen dort sicher nicht in der Box
auf. Hat schon gekoppt und ich dachte im Offenstall mit ganzjähriger Weidehaltung vergehts - war nicht so.

Sie hat alle Anzeichen eines typ. Koppers, überdurchschnittlich intelligent, leistungsbereit (ständig unterfordert)...

Aber eines hat geholfen:

Typisch war das koppen sofort nach dem Kraftfutter. Ich hab ihr dann mal regelmäßig 2x tgl. Schwammerltee und EM gegeben.
Daraufhin hat  sie aufgehört, allerdings hat sie beim Absetzten des Tees wieder angefangen.

Meine Frage: besteht die Gefahr dass es ihr Fohlen nachmacht?
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wolkennavigator
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Beiträge: 240


« Antwort #27 am: 07.02.07, 11:13 »

Hallo Irida!

Die Gefahr besteht nur, wenn das Fohlen eine genetische Disposition drin hat, was es meiner Meinung nach über die Mutter durchaus drin haben könnte. 

Noch ein kleiner Nachtrag: Ich habe nun die Fütterung meines Koppers umgestellt, kein Hafer mehr, dafür thermisch aufbereitete Gerste und Mais. Seitdem ist koliktechnisch Ruhe, er hat keinen aufgeblähten Bauch mehr und koppen tut er trotzdem weiterhin  Augen rollen!

Was ist denn EM?
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hält durch mit seinem Herzen,
gewinnt mit seinem Charakter
Fatima
Sport-und Springpferd
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 69


mich mag keiner beim Reiten fotografieren...


« Antwort #28 am: 09.02.07, 16:38 »

 Smiley Wir haben auch ein Schulpferd bei uns im Reitstall, ein Haflinger, der koppt nach der Futteraufnahme. Aber ich weiß nicht, ob eine Futterumstellung bei dem verfressenen Pony etwas nützen würde...aber was gibt es denn noch für Möglichkeiten einem Pferd das Koppen zu Unterbinden, bzw. so einzustellen, dass der Körper nicht darunter leidet!?

GLG
Fatima

Was ist EM? das macht mich jetzt auch mal neugierig! Lächelnd
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freue mich über PMs!! GLG
Krümel 99
Gast
« Antwort #29 am: 09.02.07, 19:05 »

Ich hatte auch mal einen Kopper, der immer irgendwo etwas zum aufsetzen fand,  Augen rollen zur Not koppte er frei Cool
Dieses Pferd war überdurchschnittlich intelligent sehr menschenbezogen und leistungsbereit.. zu leistungsbereit für mich, zu der Zeit war ich noch jung mit weniger Erfahrung als jetzt, ich habe ihn dann weit unter Wert verkauft, weil ihn keiner wegen der Kopperei haben wollte Ärgerlich dabei war es ein tolles, schickes Pferd mit super Abstammung und Vermögen..

er hatte einmal eine Sandkolik, sonst gabs nie Probleme. Es fing auch nie ein Pferd wegen ihm an zu koppen.. Zwinkernd

Die Wirkung von EM kann ich mir nur dadurch erklären, das es eben magenschonend wirkt und gut für die verdauung ist, das würde ja bestätigen das viele Kopper Magenprobleme haben.

Züchten würde ich mit einer koppenden Stute übrigens nicht, es gibt genug nicht koppende Stuten mit Zuchtpotential..

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