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Autor Thema: Welches Gebiß zum Decken?  (Gelesen 2874 mal)
elena
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Beiträge: 274


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« am: 23.05.05, 23:32 »

Hallo,
eine Frage, welches Gebiß nehmt ihr, wenn euer Hengst deckt?
Normalerweise geht mein Araberhengst auf KK-ultra und wir haben ein Kabelhalfter mit einem dünnen, feinen Gebiß. Das wäre zwar sehr gut zum Decken, aber er soll ja schon den richtigen Impuls bekommen, wenn er ein bestimmtes Gebiß drauf bekommt und mit dem Gebiß vom Showhalfter geht er ja auf Hengstvorstellungen. Also nicht das richtige Gebiß zum decken.
Also so ein Monsterteil wie ein Steigergebiß sollte es nicht sein.....
Eleni
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Coyana
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Beiträge: 205


« Antwort #1 am: 24.05.05, 07:59 »

Moin
Warum ein Gebiss?
Bei der Station, wo ich zum decken hinfahre, decken alle Hengste am Stallhalfter. Im Normalfall wird noch nicht mal der Führstrick straff. Die reagieren alle auf Stimme, Handzeichen und im ärgsten auf kurzes antippen mit einer Gerte. Sie sind so gutartig und wohlerzogen, daß das kein Problem ist.
Und das sollte für jeden Hengst in der Zucht gelten.
Ich würde meine Stuten nie von einem Hengst decken lassen, der nur mit Gebiss zu händeln ist.
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elena
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Beiträge: 274


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« Antwort #2 am: 24.05.05, 08:28 »

morgen,
coyana:, es dreht sich dabei nicht darum, daß der hengst nicht zu händeln ist, sondern daß er zu unterscheiden weiß, mit dem normalen kk-ultra gebiß wird dressur gearbeitet, distanzritte gegangen usw. und mit einem bestimmten gebiß gehts zum decken.
natürlich könnte ich ihn mit stallhalfter auch decken lassen, aber es gibt ja auch stuten, die schlagen (oder andere situationen, wo ein gebiß einfach besser ist) und dann soll er auf leichtes zupfen am führstrick sofort abbrechen. auf ziehen am stallhalfter lasse ich mich erst garnicht ein. stallhalfter gehört in der stall, zum transport und auf die weide.
verstanden?
eleni



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Coyana
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Beiträge: 205


« Antwort #3 am: 25.05.05, 08:12 »

Nö.
Die Hengste meiner Stammdeckstation probieren auch ab. Natürlich schlagen die Stuten. Da gibts aber kein ziehen am Stallhalfter, sondern ein zupfen am Strick und teilweise nen leisen Stimmbefehl. Der Halter kann seinen Hengsten sogar zu verstehengeben, wann sie eine Stute decken sollen, also quasi ihnen vorschreiben wie lange sie nur rumtändeln sollen.
Das funktioniert alles ohne gezerre am Halfter.
Die wissen ganz genau was sie tun sollen. Man kann sie sogar von einer deckbereiten Stute wieder wegführen wenns Not tut.

Mir fällt keine Situation ein, in der ein Gebiss besser sein soll. Im Gegenteil, mit Gbiss ist die Verletzungsgefahr viel höher. Und Du hälst Deinen Hengst auch mit Gebiss nicht, wenn der los will. Pferde sind nunmal stärker. Da geht nur was mit Erziehung.

Und meinst Du nicht, daß Du vielleicht etwas viel Intelligenz von einem Pferd verlangst, wenn es anhand eines Gebisses unterscheiden soll was seine Aufgabe ist?
Ich verstehe Dein Problem überhaupt nicht. Verstanden?
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Die-2-Pfaelzer
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Beiträge: 87


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« Antwort #4 am: 26.05.05, 07:01 »

Hallo,

ich weis jetzt nicht ob Gebiss oder nicht oder nur ein bestimmtes.....ich persönlich würde verschiedene "Zäumungsarten" nehmen oder wenn möglich sowieso die Weidebedeckung vorziehen.

Denn es ist Fakt das man einen Hengst hinsichtlich des Geschlechtstriebes über die Zäumung konditionieren kann (das hat rein gar nichts mit Intelligenz zu tun), ob das wünschenswert ist ich weis nicht.....
Klar stellt er dann vielleicht die Dressurarbeit mit dem Kk nicht in Frage, es kann aber dann passieren das die Zäumung fürs Decken und nicht die Deckbereite Stute seinen Geschlechtstrieb steuert. Schon x-fach erlebt, die haben die Stute noch nicht mal gesehen und haben ratz-fatz wenn man ihnen die "Deckzäumung" überzog voll ausgeschachtet und standen unter Strom, was das Handling nicht gerade einfacher machte.

Erlebten dieses Jahr wieder was in die Richtung, hat jetzt nichts mit der Zäumung zu tun hat aber ähnliche Folgen. 4jähriger hengst, sehr anständig, an Stallhalfter zu handeln........sein Besitzer deckt meist alleine und probiert vor der Box des Hengstes die Stute ab, wenn rossig, dann öffnet er die Tür und die Stute wird beim Hengst in der Box geparkt und am Strick gehalten. der hengst deckt frei ohne alles.
Dieses Jahr war der Junge Mann so perplex da er auf der Station an die er verpachtet war plötzlich ausserhalb der Box decken sollte, da ging z.T. gar nichts. er war so auf diese bestimmt Deckmethode ausgerichtet das er mit allem anderen Überfordert war, die Stute konnte ihn anrossen etc. nichts!!!

Wieder beim besitzer hatte er noch einige Anlaufschwierigkeiten aber dann gings wieder...

Leider wird der Geschlechtsakt bei den meisten Pferden auf ein Minimum reduziert, wenig Vorspiel, sieht Stute nur zum decken......dann kommt es eben oft zu Verhaltenauffälligkeiten in die eine oder andere Richtung, eben weil Hengste sich so einfach konditionieren lassen, sonst wäre es auch mit KB oft nicht so einfach, denn wie viele Hengste brauchen nach einiger Anlaufzeit wirklich eine Stute nebendran wenn sie aufs Phantom springen sollen?

tschüssi Tina


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Coyana
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Beiträge: 205


« Antwort #5 am: 26.05.05, 07:50 »

Da hast Du natürlich recht, Weidebedeckung ist das Beste. Aber das ist nicht immer möglich.
Ich finde es ja schon toll für die Hengste, die ich verwende, daß sie Auslauf bekommen und am Ende der Decksaison auf die Weide dürfen. Aufgeteilt auf die Stutengruppen und - wenn möglich - den 1 und 2jährigen Hengsten.

Stute in der Box des Hengstes.... Gefällt mir nicht. Wär mir persönlich zu wenig Platz. Wir lassen immer draußen decken. Anprobieren hinter ner halbhohen stabilen Holzwand und bei Rossigkeit dann freistehend. So sind alle Beteiligten sicher.
Wenn mal ein Junghengst (frisch gekört) meint sich aufgeilen zu müssen (erst dieses Jahr gehabt), nimmt man einfach ne nicht rossende rabiate Stute und stellt sie frei mit viel Platz hin. Das macht man zweimal und erhält nen sehr vorsichtigen ruhigen Hengst. Grinsend Den kann man jetzt sogar freilassen, der nimmt sich Zeit.

Ich finde grundsätzlich, daß sich auch ein Hengst, der decken soll, absolut händeln lassen muß. Ich sehe ja, daß es geht - ohne Gewalt.
Wenn es zum Deckstand geht (nur da wird anprobiert) heißt das nicht, daß immer ne rossige Stute dasteht. Und selbst wenn, darf er nicht immer decken.
Klar kann man Hengste gut konditionieren, aber muß das sein? Wie schon geschrieben wurde kann das auch Nachteile haben.

Die Hengste hier gehen auch auf Turniere (mit Jugendlichen im Sattel) sind gut zu handhaben. Da wird auf Tunier oder Schau sch nicht aufgegeilt, bloß weil Stuten da sind. Und so muß das auch sein.
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elena
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Beiträge: 274


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« Antwort #6 am: 26.05.05, 22:26 »

hallo,
ich will jetzt nicht darüber diskutieren, ob ein pferd mit gebiß oder ohne besser zu händeln ist.
mein hengst hat seine 1. decksaison und ich möchte von anfang an alles richtig machen.
zur zeit habe ich eine stute zum decken da und die beiden sind nach 3 tagen decken aufeinander eingespielt wie ein altes ehepaar. dies läuft dann so ab:
der hengst wird auf abstand mit ihr zum deckstand geführt und bereits auf dem weg dorthin gelten die normale regeln, kein aufspielen, kein tänzeln, sondern ruhiges gehen an der hand und zwischendurch anhalten auf kommando.
die stute steht sehr bereitwillig und ruhig am deckstand, der hengst muß noch einmal kurz auf kommando hören und wenn er ausgeschachtet hat, darf er auf unseren befehl hin aufspringen. dies alles klappt hervorragend und so ist der hengst weder für stute noch für den menschen gefährlich.
anfangs haben wir versucht beide mit einander auf der koppel, bzw. in der reithalle zusammen laufen zu lassen, aber die verletztungsgefahr für beide pferde ist viel zu hoch. irgendwann kommt der zeitpunkt, dann jagt der hengst die stute (ein normales verhalten) bis sie still steht, aber in unserem zivilisierten land gibt es kein solches weites land mehr, daß zäune oder wände dieses normale verhalten für eine gefahr für beide werden läßt.
deshalb wird heute meistens an der hand gedeckt, außer bei einzelnen in stutenherden bereits integrierte hengste.

ich möchte von meinem hengst, daß er weiß, er geht zum decken und dabei gelten bestimmte erlernte regeln. und mit diesen erlernten regeln kann er ein bestimmtes gebiß in beziehung bringen. ich finde dieser gehorsam ist wichtig, denn ich habe nicht immer solche bereite stuten zum decken da und er muß sofort abbrechen können, wenn die stute schlägt und sich nicht decken lassen will.
ich werde ihm jetzt ein einfach gebrochenes gebiß kaufen, welches in der stärke zwischen dem KK ultra und dem showgebiß liegt.

eleni



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Biggi77
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« Antwort #7 am: 10.06.05, 00:06 »

Mein Hengst hat an der Hand gedeckt. Ich merke aber immer noch, dass er mit Reiter unterm Sattel die reinste Kuh ist, ganz brav, schrecksicher´und´von Kindern zu handeln, aber an der Hand ohne Sattel rumführen, z.B. auf Turnier, da wirde er schon ziemlich rallig und grell! Er ist halt an der Hand zum Decken geführt worden.

Mein Rat, entweder auf normaler Trense oder aber auf Steiger-Gebiß!!!!! Das hat nix mit unerzogenem Pferd oder fieser Tierquälerei zu tun, sondern es ist halt einfach ein sehr scharfes dünnes Gebiß, bei dem Pferdchen gleich weiß, das es gar nicht erst auf dumme Gedanken kommen sollte.

Ein Hengst bleibt ein Hengst, bei dem auch schon mal die gute Erziehung im Kopf aussetzt, wenn es zur Stute geht, aber wenn er weiß, dass da im Maul was ist, was ganz unangenehm werden kann, driftetet er gar net erst so los!!

Man muß ja dann nicht dran rumroppen, aber zum Führen heftigerer Pferde ist es ansonsatn ganz ut zu gebrauchen!

Ich rate also Steigergebiß überm Stallhalfter, abgemildert mit dem Stricknur am Halfter festgemacht!!
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