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Pferdeforum  |  Rund ums Reiten  |  Verhalten & Training (Moderator: ahpe)  |  Thema: Mein Pferd steht nicht ruhig beim Putzen! 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Mein Pferd steht nicht ruhig beim Putzen!  (Gelesen 3996 mal)
Kimble03
And don't forget- the light at the end of the tunnel is a train...
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« Antwort #15 am: 16.02.05, 18:03 »

@Mausi:
Ich weiß ja nicht ob Viki das so gemeint hat, aber sowas ist durchaus möglich.
*flüster* Sogar ganz ohne Kurs von wem auch immer. *wieder lauter red*

Einfach konsequent sicher sein, dann wird das schon. *einfach red*
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Entgegen allen anders lautenden Meinungen und Darstellungen ist es wirklich großartig, auf einem großartigen Keks zu sitzen und das erste Mal im Gelände den großartigen Galopp kennen zu lernen und großartige Glückslaute von sich zu geben und auch noch anhalten zu können, ohne großartig was zu tun.
mausi28989
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« Antwort #16 am: 16.02.05, 18:27 »

@ Kimble : *zurückflüster* Wunderkinder solls geben.. Zwinkernd
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Viki
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« Antwort #17 am: 16.02.05, 23:31 »

@mausi/kimble: Also ich bin kein Wunderkind und hab mein langes Reiterleben bis vor etwa 6 Jahren auch mit dem verbracht, was man so lernt in Reitställen (oder der Islandszene) und hab mich gewundert, warum schimpfen nicht wirkt.
Das AHA-Erlebnis war der erste Kurs mit einem PatParelliTrainer. Der braucht keinerlei Wortsprache für seine Botschaften, als Profi... Bei einem eingespielten Team gehts mit der Zeit auch für Jedermann ohne Worte, aber ich red trotzdem zusätzlich (Whoa, Back, Um, Komm oder "Stell dich nicht so an!" oder...), weil der Mensch halt gewöhnt ist, zu REDEN.

Das Wortkommando ist schon gut für Nichtprofis, weil es etwas unklare Körpersprache klarer machen kann und als Ankündigung - aber entscheidend ist die KÖRPERSPRACHE!
Wenn ich aufrecht und entschlossen in einer bestimmten Spannung auf meinen Hafl. zugehe, dann weicht er zurück - mit oder ohne "Back" - wenn ich nur "Back" sage und lasch rumsteh, passiert garnix.
Lest mal dazu Waddingtons Kommentar zu "Mein Pferd will nicht aus der Box" (akute Probleme)!
Probiert das mal an euch selber aus, wie weit ihr kommt ohne Wortsprache! Der heutige Mensch ist total fixiert auf WÖRTER
und hat deswegen eine unterentwickelte und vor allem oft zweideutige Körpersprache.

Man muss sich im Reitstallalltag immer wieder klarmachen, was für ein Wesen ein Pferd im Gegensatz zum Menschen ist - Ein Pferd hat eine eigene Sprache - es kann nicht Deutsch - es kann nur kurze Kommandos und besonders den Stimmklang unterscheiden, aber vor allem reagiert es auf das, was der Menschenkörper sagt. Ein Pferd kann nur nachgeben, wenn es das Gefühl hat, der Mensch sorgt für seine Sicherheit (deshalb "Sein-wie-ein-Fels") - sonst übernehmen dominante Pferde selber das Kommando (mit allen unangenehmen und gefährlichen Konsequenzen.
Es ist unmöglich, das ganze Prinzio hier in Kürze hinzuschreiben - aber glaubt mir, es verändert den Umgang mit dem Pferd entscheidend! Es gibt Pferde, mit denen hat man auch ohne richtige Körpersprache keine Probleme, aber die anderen (wie mein anfangs sehr schwieriger Haflinger) brauchen die Sicherheit von klaren Botschaften und dann läufts auch.
Ich kann euch nur dringend empfehlen, einen Kurs für Bodenarbeit/Erziehung zu besuchen: Richtung PatParelli / NaturalHosemanship /Penquitt/Tellington.. Man kann oft umsonst zuschauen und wenn euch einer gefällt, könnt ihr mit Pferd hingehen. Adressen könntet ihr hier im Forum rauskriegen.
Entscheidend ist nicht das ganze Guruzeug, was da oft drumrum gemacht wird, sondern das Prinzip.
Lasst euch nicht abschrecken von LevelI/II/III und teuren Videos und Spezialistendebatten - ihr braucht für eine vernünftige Erziehung einen Basiskurs, ein Knotenhalfter mit 4m-Leine und einen Trainer, der im Notfall mal kommt (falls kein Hänger da ist).
Das ist bezahlbar und mit Konsequenz und Geduld habt ihr ein Pferd, das ohne Zwangsmittel und Geschrei jeden Tag Spaß macht (etwas verkürzt ausgedrückt).
Das ist ziemlich lang geworden... aber es ist einfach die entscheidende Basis. Und es ist ganz egal, welches Pferd und welche Reitweise - ihr macht euch und den Pferden das Leben einfacher, wenn ihr dieses Grundprinzip durchdenkt und praktisch lernt und anwendet  Smiley

@steppel: Die Kopien sind unterwegs... müssten spätestens Anfang der Woche bei dir sein. 
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Kimble03
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« Antwort #18 am: 17.02.05, 14:53 »

Viki, tut mir leid, aber ich werde ganz bestimmt keinen wie auch immer gearteten NHP-Kurs besuchen, denn mein Pferd und ich sind ein eingespieltes Team, normalerweise reicht ein leichtes Räuspern von mir um mein Pferd von "Untaten" abzuhalten.
Sonst klappt so gut wie alles wortlos.
Wie gesagt, ganz ohne Kurs.
Und ganz ohne Knotenhalfter und 4m Leine geht er auch alleine in jeden Hänger.

Grundsätzlich gebe ich dir schon recht, daß eine fundierte Erziehung wichtig und wertvoll und meiner Ansicht nach auch unbedingt notwendig ist.
Aber dazu braucht man definitiv keine Levels, keine Dual-Aktivierung, kein nichts, außer Konsequenz und Einfühlungsvermögen.
Und eine gewisse Führungsqualifikation aus der Sicht des Pferdes.
Ich gebe zu, das fällt manchen Leuten schwer, aber wers nicht "im Gefühl" hat, der tut sich halt auch mit dem Lernen evtl. schwer.
Und da hilft dann auch nicht das Knotenhalfter/die MontyRobertslonge/..., sondern wenn schon der "Lehrer", der dem Menschen sagt, was er falsch macht, was dieser dann wiederum mit etwas Glück abstellen kann.

Übrigens habe ich doch schon mal einen Kurs mitgemacht, bei einer Verhaltensforscherin, wo es nicht um Bodenarbeit/Dominanz (in ihren Augen übrigens Hasswörter) ging, aber die Kommunikation mit meinem Pferd ist dadurch nicht anders geworden, höchstens noch feiner.

« Letzte Änderung: 17.02.05, 15:07 von Kimble03 » Gespeichert

Entgegen allen anders lautenden Meinungen und Darstellungen ist es wirklich großartig, auf einem großartigen Keks zu sitzen und das erste Mal im Gelände den großartigen Galopp kennen zu lernen und großartige Glückslaute von sich zu geben und auch noch anhalten zu können, ohne großartig was zu tun.
Viki
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« Antwort #19 am: 17.02.05, 17:17 »

@Kimble: wo ist denn da das Problem? Da braucht dir doch nichts leid zu tun - dann passt doch alles für Dich? Ich hab ja ausdrücklich geschrieben, dass es NICHT um irgendeinen Guru geht und dass es Pferde gibt, für die das Thema nicht vorrangig ist. Das Board hier ging ja von Steppel aus und auf deren Lage bezieht sich die Antwort.
Alles klar, oder?  Smiley
Übrigens gabs natürlich auch schon vor 100 Jahren und sicher auch vor 1000 Jahren "Wunderkinder", die es auch mit schwierigeren Pferden ohne PP/NHS etc. konnten - es geht ja nicht um Namen oder Hilfsmittel, sondern ums Prinzip.
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geolina
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« Antwort #20 am: 17.02.05, 17:27 »

hallo,

es geht hier aber nicht um wunderkinder viki.

und vor 100 jahren hatten v.a. leute was mit pferden zu tun, die von der pike auf den umgang gelernt haben - die hätten pp oder monty oder wen auch sonst noch schallend ausgelacht.

und wenn ich mich hier so einlese ist das problem ja weniger dass das pferd beim putzen nicht stillsteht, sondern dass es den putzenden völlig ignoriert und umrennt bzw. nach seiner pfeife tanzen lässt. also lieg die lösung, die waddi beschrieben hat schon auf der hand - lass dich nicht herumdrängeln, wenn es nicht anders geht nimm eine gerte in die hand und sag hier bin ich und hier bleibe ich...wenn das pferd auf dich zudrängelt mach dich groß und werde zum fels. sollte der fels doch übersehen werden dann würde ich auch mal die gerte zur hilfe nehmen  Zwinkernd.

alex
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Es gibt viel mehr Leute, die freiwillig aufgeben, als solche, die echt scheitern.

Henry Ford
Kimble03
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« Antwort #21 am: 17.02.05, 17:32 »

@mausi/kimble: (...) Ich kann euch nur dringend empfehlen, einen Kurs für Bodenarbeit/Erziehung zu besuchen

Sorry Viki, aber das klingt für mich nach einer direkten Aufforderung an mich.

Geolina: Danke, das meinte ich. Nix mit Wunderkindern oder Gurus...
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Viki
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« Antwort #22 am: 17.02.05, 19:48 »

Mein vorletzter Beitrag war vermutlich zu lang bzw. zu sehr auf meine persönlichen Erfahrungen mit einem meiner Pferde bezogen und deshalb vielleicht missverständlich. Wenn das belehrend geklungen hat, wars keine Absicht.

1. Die "Wunderkinder" stehen in Anführungszeichen - ich hab mich auf Mausis Beitrag weiter oben bezogen...
Hier sind sich offensichtlich alle einig, dass es nicht um Wunderkinder und Gurus gehen sollte.
2. Ich hab mit der Kursempfehlung gemeint, dass es sich lohnt, die Arbeit bestimmter Leute anzuschauen - dann kann jeder selber sehen, ob er das braucht oder nicht. Ich hab mich auch nur widerwillig hinschleifen lassen und fand manches faszinierend...
Und ich hab für Steppel gemeint, dass es evtl. mehr bringt, das eigene Verhalten + das vom Pferd von einem Außenstehenden anschauen zu lassen, als nur Tipps zu lesen.
3. Ich kenne weder pp noch monty noch sonst eine Größe aus der Szene persönlich - interessiert mich auch nicht. Von den zwei Leuten, mit denen ich zu tun hatte, ist einer menschlich sehr nett (und ohne offiziellen "Level") und der andere (mit Level) braucht halt die Anbetung durch das weibliche Publikum - das Arbeitsprinzip ist das gleiche und über die Arbeit hätten auch die alten Stallmeister nicht gelacht (wohl über Teile des Publikums...).
 
Jetzt hoff ich, dass der Beitrag klarer ist und wünsche Steppel, dass sie für den Umgang mit ihrem Pferd eine gute Lösung findet.



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