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Autor Thema: Nur spielen oder doch schon zu heftig?  (Gelesen 3294 mal)
Tecontender
Gast
« Antwort #15 am: 19.01.05, 12:21 »

Ich habe zwei Ponys - zwei Wallache - die halten sich gegenseitg an der Schweifrübe fest und ziehen sich wechselseitig über die Weide. Die sind unglaublich. Anfangs dachte ich, dass wäre ein Aggressionsverhalten, weit gefehlt. Der Schecke packt den Falben an der Schweifrübe, zieht, und wenn er irgendwann losläßt prescht der Falbe buckelnd über die Weide um sich dann an den Schecken ranzumachen und diesen seinerseits an der Schweifrübe zu packen. So geht das Spiel hin und her. Natürlich fliegen da auch Haare durch die gegend und es gab auch schon leichte Bißverletzungen. Aber, ich würde die beiden von ihrem neuen Spiel nicht abhalten. Wozu? Bloß weil ich Narben an meinen Pferden nicht sehen möchte? Nö.
Und "Probleme" mit der Rangordnung haben nur wir Menschen .... nicht die Pferde.
Stuten sieht man in der Tat selten oder gar nicht spielen. Das "Spiel" resultiert im Endeffekt aus den Hengstrangeleien. Meine Nachbarn haben zwei Youngsters, 2 und 3 jährig, die spielen gerade auf kleinem Raum stundenlang, zwingen sich "in die Knie", Steigen, toben auf einer Mini-Volte - da könnte ich stundenlang zugucken.

Viel Platz ist mE die wichtigste Komponente bei der Pferdehaltung. Unsere Pferde kommenwinters abends auch rein um in Ruhe Rau- und Kraftfutter zu fressen. Im Sommer stehen sie allerdings ganztags draußen - Jung wie alt.

Füttertechnisch ist es auf alle Fälle von Vorteil, mehr Haufen Heu anzubieten als Pferde da sind. Die Pferde haben mehr Ausweichmöglichkeiten und  es hat sich immer wieder gezeigt,dass sie nach dem Stillen des ersten Hungers, entspannter mit der Fressituation umgehen. Schließlich frißt sich das Pferd an auf der Weide auch täglich um die 12 - 15 Stunden von Ort zu Ort. Sie verweilen nicht an einer Stelle. Mehrere Heuhaufen bedeuten BESCHÄFTIGUNG, die ist auf Paddocks gar nicht so unwichtig!


Rieke
« Letzte Änderung: 19.01.05, 12:27 von Tecontender » Gespeichert
Lillebror
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Beiträge: 345


« Antwort #16 am: 20.01.05, 12:33 »

Hallo maatsch,

das Sich-gegenseitig-in-die-Unterlippe-beißen-und-festhalten macht mein Hafi mit seinen Paddockkumpeln auch (und ich hab mich auch schon gefragt, ob das normal ist). Er hat sogar öfters offene Stellen davon, die sich aber weiter keine Probleme machen. Die Tasthaare sind da auch alle ganz kurz.

Immerhin weiß ich jetzt, daß andere Pferde das auch machen. Ich denke im übrigen, wenn es ihn wirklich stören würde, würde er sich schon wehren.
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Wären wir unendlich, so wandelte sich alles.
Da wir aber endlich sind, bleibt vieles beim Alten.
B. Brecht
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