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(Moderator:
ahpe
) | Thema:
Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Autor
Thema: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an (Gelesen 3245 mal)
Carlinalein
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Beiträge: 21
Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
«
am:
13.12.04, 16:33 »
Ich habe ein sehr dominantes und dickköpfiges Stütchen, dass lange gebraucht hat um Respekt gegenüber den Menschen allgemein aufzubauen. Sie ist bei uns geboren und von einer Aufzüchterin aufgezogen worden, die auch Problempferde korregiert. Im Großen und Ganzen klappt nun alles und wir wollten im Roundpen mit ihr arbeiten (natürlich immer nur eine Person) aber sobald man sie vorwärtsschicken will, steigt sie einen an "boxt" mit den Vorderhufen und bleckt die Zähne.
Wenn man den Führstrick zur Hand nimmt und sie ruft, kommt sie nach kurzem Stutzen brav auf einen Zugedackelt und läßt sich anleinen. Will man sich durchsetzen und scheucht sie weg, rast sie unkontrolliert hin und her, pfeffert aus und steigt einen immer wieder an. Wir weichen natürlich nicht nach hinten aus und haben ihr auch schon ordentlich eine geklatscht, aber es nutzt nichts. Läßt man sie auf dem Reitplatz laufen, zusammen mit ihrer Mutter, läßt sie sich problemlos treiben auch in verschiedenen Gangarten etc. Im Umgang ist meistens recht brav und beim Reiten sogar sehr brav, auch im Gelände, da ist sie eine Lebensversicherung.
Wie gehe ich am Besten vor?
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geolina
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #1 am:
13.12.04, 18:40 »
hallo,
das erste was mir sofort aufgefallen ist....sie läuft unkontrolliert hin und her.
das musst du als erstes unterbinden, wenn sie beständig vorwärtslaufen muss und nicht immer wieder zum abbremsen kommt - dann ist das gesteige auch schon viel schwieriger.
meine möglichkeit der wahl, ich würde sie an die longe hängen und noch eine person mit dazunehmen die sie erst außen zusätzlich führt - bis ihr euch sicher sein könnt dass sie auch verstanden hat was ihr wollt. evtl. ist sie gar nicht unmöglich sondern nur unwissend - denn wenn sie sich an mutter anhängen kann ist sie ja auch brav - weil sie weiss was sie soll.
dann du hast doch eine longenpeitsche in der hand - wie kann da das pferd drehen...sei schneller.
wenn sie bremst - blitzschnell von hinten nachtreiben...das tempo ist dann erst egal - erst die richtung einstellen...erst später bestimmen in welcher gangart (sprich so blöd und unhorsemännisch das aussehen mag - wenn der schritt erstmal wegfällt dann ist das schon ok - führ sie halt 10 min zum aufwärmen und abspannen).
genauso wenn sie sich zu euch dreht - du musst schneller sein, das am besten schon in den augen sehen...nur der ansatz zum bremsen (in der jeweiligen gangart) wird durch die peitsche unterbunden...da hilft meist schon die korrekt zu halten...
immer auf höhe des hintern des pferdes...so als kleine drohung...ich nutz die nicht...aber ich könnte.
und wenn sie darauf nicht hört, na bitte - dann eben mal eine auf den hintern. aber wenn du erst anfängst mit der peitsche zu arbeiten wenn sie sich schon herumgedreht hat...dann ist es klar dass du verloren hast und auch klar dass du dann damit ins schlagen kommst - wenn du aber schon früher einfach mal drohst - das kann auch durch die stimme unterstützt werden, dann wird die peitsche das was sie sein soll, ein verlängerter zeigestab und kein marterinstrument.
alex
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Es gibt viel mehr Leute, die freiwillig aufgeben, als solche, die echt scheitern.
Henry Ford
Saorsa
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Beiträge: 1252
Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #2 am:
13.12.04, 22:48 »
Hi Alex
Warum longiert ihr sie nicht an? Ganz normal, wie geolina schon beschreibt, mit Führperson an der Longe und in Ruhe? Zumal sie ansonsten ja wie du beschreibst sehr kooperativ ist.
Dass die Arbeit im roundpen nicht unbedingt so "gewaltfrei" sein muss, wie behauptet, ist ja nun keine neue These. Könnte sein, sie ist nicht nur sehr dominant sondern auch blitzgescheit: ihr ist klar, dass sie keine Fluchtmöglichkeit hat, sie ist ziemlich unter Druck (z.B. weil sie nicht weiss, was ihr von ihr wollt), ihr macht zusätzlich Druck, und als 1. intelligentes Tier merkt sie, dass Flucht nicht geht und als 2. dominant stellt sie sich, sprich: wehrt sich.
Nur mal so ein Gedanke...
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walk unafraid
Beagle-Petra
Ima Rainbow Too
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #3 am:
15.12.04, 10:31 »
Wobei ich anmerken möchte: Pferde, die sich so verhalten, also nach einer Möglichkeit des sich entziehens suchen und diese immer wieder finden, aufgrund der naturgegebenen lahmarschigen Reaktion des Führers auch immer wieder auf dem Silbertablett serviert bekommen, wird man es auch an der Longe schwer haben. Da hilft nicht zuletzt auch eine grundliche Arbeit an sich selber: Wacher sein, reaktionsschneller werden, reaktionssicherer werden, auch "härter" und bestimmter in Aktionen werden, sich nicht zu Reaktionen zwingen lassen, um dem Pferd zuvorzukommen und es auf den angewiesenen Weg zu halten. Dazu brauchts eine ganze Menge Erfahrung und Sicherheit. Ich selbst würde solche Pferde auch immer nur sehr kurz arbeiten, und zwar um meinetwegen, um nicht in die Phase reinzukommen, in der meine Aufmerksamkeit und Aktionsschnelligkeit nachlässt. Manche Pferde sind verdammt gute Beobachter und profitieren von jeder Nachlässigkeit des Führers. Diese Gelegenheit darf man ihnen nicht geben - aber damit sind die meisten Pferdehalter überfordert, einfach weil Menschen nun mal langsamer sind und auch sehr unsauber und unbestimmt in ihrer Körpersprache. Das wäre mal ein guter Schulungsansatz.
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Nur echt mit dem Beagle!
Carlinalein
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #4 am:
15.12.04, 12:11 »
Sie ist 4 und seit dem letzten Sommer bei uns, nach dem Einreiten. Freilaufen im Roundpen kennt sie noch nicht, sie wurde auch bei der Ausbildung zum Einreiten niemals frei gearbeitet.Wir haben jetzt mit der Longe angefangen und sie läuft jetzt schon kleine Kreise im Schritttempo um mich herum, ohne 2.Führperson und ganz brav und im Roundpen.
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Laddie
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #5 am:
15.12.04, 14:38 »
Ich möchte da Zaino widersprechen: wenn ein Pferd sich im Roundpen befindet und man ihm Zeit gegeben hat, sich mit diesem geschlossenen Raum anzufreunden, fühlt er sich früher oder später gut damit. Wenn man dann selber weiß, was man tut und in der Lage ist, den Druck, den man aufbaut, höchst sorgfältig zu dosieren, hat jedes Pferd eine gute Orientierung und müßte sich dann frei wohler fühlen als mit Leinen u.ä. eingeschränkt. Naturgegeben reagiert ein Pferd auf jede Art Einengung zunächst mit Unwohlsein, das eine natürlich mehr, das andere weniger. Man muß als Mensch nur wissen, was für ein Pferd Einengung bedeutet. Wenn es so aussieht, daß ein Pferd der neuen Situation gegenüber zunächst erstmal unsicher ist, braucht es einfach mehr Zeit um sich damit anzufreunden. Ich halte nichts davon gleich Longe o.ä zu benutzen um dem Pferd zu zeigen wo es langmuß, das weiß es sehr gut selber. Ich muß ihm nur helfen zu verstehen wohin ich es haben möchte. Und damit muß ich an mir arbeiten.
M.E. hängen Aktionen/Reaktionen der Pferde größtenteils von der Tatsache ab, wie man sich als Mensch ihnen gegenüber präsentiert.
Carlinaleins Pferd ist so jung ja auch nicht mehr, sie braucht nur Konsequenz und Zeit.
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Laddie
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #6 am:
15.12.04, 18:07 »
Das Ansteigen werte ich nicht als Angriff. Rückblickend kann ich sagen, daß immer, wenn mich ein Pferd antieg, es sehr unsicher war, und immer, wenn eins nach mir gekickt hatte, ich zu schnell zu viel Druck aufgebaut hatte. Ich hatte es also provoziert.
Ich habe u.a. mit einer jungen Stute gearbeitet, die von ihrer Besitzerin als gefährlich beschrieben wurde. In der Tat hüpfte sie nur in der Gegend herum, stieg mich an und trat nach mir. Ich habe das ignoriert und meine Bodenarbeit mit ihr gemacht, und schon während der ersten Sitzung veränderte sich das Pferd zusehends. Die Übungen haben ihr eine Aufgabe gegeben, sie hatte plötzlich Anleitung und einen Plan, was sie tun soll. Ich habe ihre Füße dahin gelenkt wo ich sie hinhaben wollte, und sie hat das nach kurzer Verwunderung akzeptiert und war zufrieden damit. Das Pferd war nur verunsichert (durch das Unvermögen der Besitzerin auf ihr Pferd angemessen zu reagieren) und hat sich dadurch einen Haufen Blödsinn einfallen lassen. Das Pferd wußte natürlich nicht daß sein Verhalten verkehrt war. Was in einem solchen Fall Sinn macht ist nicht, das Pferd für sein Verhalten zu bestrafen, sondern ihm ein alternatives Verhalten beizubringen, das ist konstruktiv und etwas, das das Tier versteht.
Übrigens habe ich nichts von dem, was ich gesagt habe, selber erfunden, das habe gute Horsemen lange vor mir getan. Sehr praktisch, denn ich muß nur deren Erkenntnisse für mich umsetzen, und es funktioniert. Allerdings setzt es eine gewisse Erfahrung vorraus mit Pferden wie Carlinaleins zu arbeiten, denn durch Unerfahrenheit kann man manches u. U. nur schlimmer machen.
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Saorsa
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #7 am:
15.12.04, 19:00 »
Laddie, dass Ansteigen (wenn nicht im Spiel, auf der Wiese z.B.) ein Abwehrverhalten ist, ist aber doch Konsens, oder? Nicht ganz ungefährlich obendrein.
Das Stütchen wurde hier bisher bei keiner der Antworten problematisiert, oder? Sondern eigentlich haben alle gesagt: Druck rausnehmen, überlegen was man tut, schneller sein, eindeutig handeln.
Auch wichtig: wenn ich mich schon in eine Situation manövriere/plötzlich da wiederfinde, wo Konfrontationskurs gefahren wird, dann sollte ich diese Auseinandersetzung tunlichst auch gewinnen. Oder ohne "Gesichtsverlust" gegenüber dem Pferd geschickt entschärfen können. Besser wär sowieso, solche Kämpfe so selten wie möglich ausfechten zu müssen; im Idealfall nie das altbekannte 1 Pfund Hirn vs 500kg Muskeln
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Letzte Änderung: 15.12.04, 19:02 von Saorsa
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walk unafraid
Laddie
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #8 am:
15.12.04, 23:30 »
Saorsa, klar ist das ein Abwehrverhalten, ein ganz natürliches. Und ein für den Menschen gefährliches dazu, keine Frage. Daher sagte ich auch, daß man bei Pferden, die dazu tendieren sich so zu äußern, Erfahrung braucht. Am besten hat man diese generell bei der Pferdeausbildung, denn nur dann kann man Konsequenzen des eigenen Verhaltens gegenüber dem Pferd vorraussehen und einschätzen. Dadurch sinkt auch die Gefahr. Wenn man Gefahr läuft, dauernd Konfrontationen mit seinem Pferd zu haben, sollte man sich kompetente Hilfe suchen, nicht nur im Interesse des Pferdes, sondern auch im eigenen.
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Saorsa
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #9 am:
16.12.04, 09:50 »
Na, dann sind wir uns ja alle einig
Carlinalein, ich hab den Eindruck, du hast ein sehr intelligentes, selbstbewusstes Stütchen, welches grundsätzlich kooperativ ist. (Ist nur ein virtueller Eindruck, und viel hast du ja auch noch nicht geschrieben). Für meinen Geschmack sind das die besten! Mag ich eionfach lieber als die "treudoof"-Fraktion oder desinteressierte Pferde. Allerdings ist da der Weg vom Flegel zum grundausgebildeten Pferd auch sicherlich der anspruchsvollste und gerade solche Pferde werden dann oft irgendwann zum unhandelbaren Wanderpokal.
Offen bleiben für andere Wege, sich selbst realistisch einschätzen, kompetente Hilfe zur Seite und direkte Konfrontation möglichst gar nicht erst entstehen lassen gilt hier nochmal in besonderem Masse. Wahrscheinlich weisst du das eh alles, oder? Ist sie der erste Jungspund, den du selbst ausbildest? Wie läuft´s denn so die letzten Tage?
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walk unafraid
Carlinalein
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #10 am:
16.12.04, 13:03 »
Es läuft ganz gut. Ich zerflücke die "Aufgabe" einfach in winzig kleine Stücke und dann geht es stressfreier.Der Kreis um mich herum wird immer größer- bisher aber nur im Schritt.
Mein Stütchen ist ein sehr kluges Tier und jeder kleine "Fehler" im Umgang mit ihr, wird postwendend quittiert.
Hat sie z.B. am Abend jemand vom Paddock geholt, der sie alleine in die Box laufen lässt, merke ich das sofort.Sie versucht das dann bei mir auch, oder hat andere Widersätzlichkeiten parat.
Bei mir muß sie nämlich vor der Türe stehen bleiben, auf "komm" hinter mir in die Box gehen, umgehen und parallel zur Wand an der Seite stehen bleiben. Solange bis das Halfter ab ist und ich ihr erlaube ans Futter zu gehen.
Bei Nichtbeachtung muß sie die Box wieder verlassen, mit einem energischem Nein. Das tut sie dann auch.
Das ist nur ein Beispiel. Sie ist bei uns geboren (wußten nicht das Stute tragend ist) und da es das erste Fohlen war, haben wir sie zur Aufzucht in kompetente Hände gegeben. Dennoch, muß ich mir bei ihr alles selber verdienen.
Ich mag sie trotzdem gerne und sie wiehert mir entgegen wenn ich komme. Auf Zuruf kommt sie auch von der Weide, oder vom Paddock, egal wie lange sie schon dort ist.
Es ist sicherlich kein einfaches Pferd, aber ich will das unbedingt schaffen.
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Django
Pferden helfen heißt: - lernen sie zu verstehen!
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Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #11 am:
11.01.05, 20:15 »
Hallo,
grundsätzlich gehören Pferde mit aggressivem Potenzial im Roundpen in Fachkompetente Hände! Die Möglichkeiten Fehler zu machen sind sehr groß wie du selbst erfahren hast. Es reicht oft ein kleiner Schritt zuviel in eine Richtung, um soviel Druck aufzubauen, daß dem Pferd keine andere Möglichkeit mehr bleibt als anzugreifen.
Ich empfinde es auch als nicht ganz ungefährlich, in solchen Fällen per Ferndiagnose Hilfestellungen zu geben. Das Risiko, daß durch Mißverständnisse zwischen Leser und Schreiber verheerende Folgen entstehen können, ist sehr groß!
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Viele Grüße
Django Thümer
Carlinalein
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Beiträge: 21
Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #12 am:
13.01.05, 21:00 »
Da hast du ganz recht, aber in der Zwischenzeit haben wir das Problem komplett gelöst. Es klappt bestens.
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Tecontender
Gast
Re: Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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Antwort #13 am:
18.01.05, 10:35 »
Hallo Leute,
ich habe vor kurzem einen 4jährigen Traberwallach gekauft, der aus schlechter Haltung kam, nicht altersentsprechend entwickelt ist und er stieg und an - er stieg auch beim Aufsitzen.
Das Mittel meiner Wahl ist die Doppellonge. Im Roundpen rennt er unkontrolliert herum und vor allem denke ich, bringt es dem Pferd nichts wenn er laufend vor mir zurückweichen soll und im Endeffekt so auch keine großartige Bindung aufbauen kann denn sein Kopf sagt: Flucht.
Ich habe ihn also ersteinmal an die Doppellonge gewöhnt, mit ganz leichter Arbeit begonnen, habe ihn linksrum rechtsrum longiert. Habe dann begonnen einige Übungen einzubauen, Rückwärtsrichten, Schulter herein und als er diese leichten Übungen tollerierte, gut mitarbeitete und ausgeglichener wurde, habe ich begonnen mit Doppelonge hinter ihm zu gehen. Als er das
problemlos mitmachte, haben wir Aufsitzen an der Doppelonge geübt. Siehe da, dass Pferd steigt nicht mehr, er geht nicht mehr auf uns los und ist ausgeglichen.
Holzhammermethoden sind in solchen Fällen abzulehnen. Ich persönlich habe gute Erfahrungen im Einsatz mit der Doppelonge gemacht. Ich habe eine kleine Zucht und die Pferde, die bei mir bleiben,
werden grundsätzlich erst am Boden ausgebildet, sprich an der Hand und an der Doppellonge. Bisher hat keines Auffälligkeiten geboten, sie haben eine gute Muskulatur, vor allem der Rücken ist gut bemuskelt und es zeigten sich in all den Jahren - immerhin über 30 Jahre - keine Probleme die vom
Gebäude und der Muskulatur herrührten.
«
Letzte Änderung: 18.01.05, 10:39 von Tecontender
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ahpe
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Steigt uns bei Arbeit im Roundpen an
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