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752667 Beiträge in 5160 Themen von 5182 Mitglieder
Neuestes Mitglied: bertobo
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Pferdeforum  |  Rund ums Reiten  |  Verhalten & Training (Moderator: ahpe)  |  Thema: Machen Leckerlies Pferde bissig ??? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Frage: Machen Leckerlies Pferde bissig Huch
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Autor Thema: Machen Leckerlies Pferde bissig ???  (Gelesen 11331 mal)
Ipanema
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Beiträge: 560


« Antwort #15 am: 25.11.04, 11:43 »

Tja, und wie würdest du es beurteilen, wenn man Leckerli nur als Belohnung füttert, und es trotzdem zu Missverständnissen kommt? Bevor es also negativ ausartet, stelle ich eben die Fütterung ganz ein. Das Pferd sieht's gelassen! Der mag mich nicht mehr und nicht weniger als vorher und ist auch nicht mehr oder nicht weniger motiviert.

Ich würde sagen, Hafel war durch den neuen Stall nach deiner Beschreibung verunsichert, hat sich vielleicht noch mehr an dich angeschlossen, wollte von dir noch öfter die Bestätigung, dass alles in Ordnung ist und gut ist (denn das sagt das Belohnungsleckerli ja "Das hast du gut gemacht") und wollte deshalb das Leckerli noch schneller. Äh, ich will ihn natürlich nicht zu sehr vermenschlichen, aber so ähnlich stelle ich mir das vor, hoffe du verstehtst das. Vielleicht war er aber auch nur ein bisschen hungriger, weil ihn die neuen Kumpels nicht gleich ans Futter gelassen haben? Das weiß ich natürlich nicht.
Jedenfalls scheint's als hättest du einfach den Zeitpunkt verpasst, deutlich zu sagen: Leckerli nehmen ja, aber vorsichtig. Es gibt halt Pferde/Situationen, da kann man die von mir beschriebene Fütterungserziehung so nebenbei erledigen, manchmal ist es aber auch nötig Futtererziehung separat als Lektion wie Kompliment oder Rückwärtsrichten zu üben.

Oder man lässt es halt ganz. Man MUSS ein Pferd nicht mit Leckerli belohnen. Beim Reiten gibt's bei mir auch nur gaaanz selten und bei besonderen Verständnisleistungen was, insbesondere wenn wir uns vorher festgefahren hatten (z.B. der erste Schritt rückwärts nach anfänglichem völligem Unverständnis des Pferdes). Streicheln, Stimmlob, Übung beenden etc. erfüllen ihren Zweck. Übt man aber z.B. Zirkuslektionen wird man meistens doch feststellen, dass Pferd mit Leckerli besser und schneller reagiert (oder hat jemand von euch Tricks wie Apportieren, Ja- und Nein-Sagen oder auch Kompliment komplett ohne Leckerli eingeübt? Würde mich ehrlich interessieren.)

Fazit: Lieber gar keine Leckerli füttern, als "falsch" füttern. Und in manchen Fälle hat eine Fütterungserziehung einfach keinen Sinn bzw. ist nicht möglich, z.B. wenn viele Personen mit dem Pferd umgehen, die sich nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen können. Ich finde es daher durchaus nachvollziehbar, in großen Schulställen das Füttern aus der Hand ganz zu verbieten.
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Sue
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« Antwort #16 am: 25.11.04, 20:42 »

Hi,

ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich ein Ohnegrundleckerliegeber bin. Es gibt bei mir nur Karotten oder Brotstücke ganz selten Kräuterleckerlis (auf die ist er ganz wild, er meint einen Kräuterleckstein muss man auf einmal ins Maul stecken). Ich habe das große Glück, dass mein Süßer kein Bettler ist. Er weis auch nie wann eins kommt. Also nicht so dass ich im zuerst eins in der Box gebe, dann auf dem Putzplatz oder nach jedem gegebenen Huf usw. Ich gebe ihm vielleicht mal eins in der Box, dann ein anderem mal erst eins auf dem Putzplatz usw.

Sollte er mal betteln, wenn grad dass Nachbarpferd daneben belohnt wird, reicht ein ernstes NEIN und es ist schluss damit. Das einzige wo er meckert ist, wenn ich ihm nach dem Reiten seine Karotten und sein Öl nicht schnell genug in seinen Futtertrog gebe. Er schaut mich dann immer an, z. B. wenn ich erst die Halle abgemistet habe, mit einem Blick der sagen will "Wo bleibst du denn ich hab Hunger" und schnaubt dabei ein bischen.

Viele Grüße

sue
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Eureka23
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« Antwort #17 am: 25.11.04, 23:49 »

Hallo,

@ Waddington: ich wollte dir antworten, aber Ipanema ist mir zuvorgekommen. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. (Nur mit den Zirkuslektionen kenne ich mich nicht wirklich aus.)

Wenn es Mißverständnisse gibt, lieber ganz drauf verzichten, bevor es ausartet. Diese Mißverständnisse muss man nicht mal selbst produzieren, es sei denn, man ist der absolut einzige Mensch, der das Pferd anrührt.

Es ist auch von Pferd zu Pferd verschieden, manche betteln nie, andere empfinden Menschen als lebende Futterspender und gehen JEDE Tasche durch oder schnappen schon mal zu, wenn es ihrer Meinung nach jetzt was geben müsste.

Liebe Grüße

Eureka23
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haukur
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« Antwort #18 am: 26.11.04, 03:42 »

Wenn die Pferde Ponies sind und die Leckerlis unkontrolliert gegeben werden, definitiv ja. Eben, ein Bedienungspoblem... bzw. ein Menschgemachtes Problem.  Das grosse Problem ist, dass ich als Pferdebesitzer nicht will, dass mein Pferd von irgendjemand anderen als mir etwas bekommt.  Wir hatten so ein, zwei Exemplare im Stall, die haben immer gleich die ganze Boxenreihe durchgefüttert... oder bei jeder Gelegenheit ohne Gegenleistung des Pferdes Leckerli reingestopft (zB am Putzplatz) und die konnten nie verstehen, wieso sie meinen Isländer nicht auch ein Leckerli reinschieben durften... Nur kann der mittlerweile sehr gelassen am Putzplatz neben einem Pferd stehen, dass auf einem Leckerli rummümmelt.  Die anderen können das nicht, wenn er mal seine Belohnung bekommt (nach der Arbeit).

Charly
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angi
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« Antwort #19 am: 26.11.04, 11:15 »

Gib ihm das Leckerlie einfach so lange nicht, bis er es ordentlich nimmt. Wenn Pferd nach meinem Bein schnappen würde, würde ich zuerst zurücktreten (hm, wie sagt man zurücktreten politisch korrekt? das Fehlverhalten mit meiner Fußspitze korrigieren!? Grinsend), nein sagen, das Leckerlie anbieten und so lange mit einem Nein wieder verschwinden lassen und mich notfalls meiner Haut wehren, bis es das sanft und ohne Hektik aus der Hand nimmt. Lernziel: Je mehr du mich hetzt, desto länger dauerts, bis du das Leckerlie bekommst. Niemlas nie nicht ein Leckerlie geben, wenn Pferd vorher herumgestreßt hat, oder wie die Clickertante sagt, du kriegst was du clickst, also pass auf, wann genau du die Belohnung freigibst Zwinkernd
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Laddie
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« Antwort #20 am: 26.11.04, 16:11 »

Beißen, schnappen, drängeln etc. sind Respektlosigkeiten. Diese kann man mit Leckerchen-aus-der-Hand-füttern provozieren, und zwar aus folgendem Grund: für Pferde untereinander hat der Aspekt, den individuellen Bereich um ein Tier herum zu respektieren, große Bedeutung. Der ist bei jedem Tier unterschiedlich ausgeprägt. Ich bringe meinem Pferd, u.a. aus Sicherheitgründen, bei der Bodenarbeit bei, meinen Bereich zu respektieren. Mit aus-der-Hand-füttern erlaube ich meinem Pferd dagegen, in diesen Bereich einzudringen, für das Pferd ist dann die Schlußfolgerung: ich muß den Bereich doch nicht ernst nehmen. Daraus resultiert mangelnder Respekt, den ich allein provoziert habe.
Kein ranghöheres Pferd erlaubt einem rangniedrigeren, mit seinem Maul an ihm herumzusuchen o.ä.. Das ist eine Respektlosigkeit, die nicht toleriert wird. Ich als Mensch erlaube aber genau dies meinem Pferd, nämlich auf der Suche nach Leckerchen mit seiner Nase in meiner Jacke, meinen Taschen etc. herumzufummeln. Damit signalisiere ich: Pferd, Du bist im Rang über mir, und entsprechend zudringlich kann das Pferd werden. Ich finde sowas gefährlich. Außerdem ist es unfair, das Pferd zunächst quasi dazu einzuladen, zudringlich zu werden, dann aber zu entscheiden, daß es mit zu viel wird und ihm dann auf die Nase schlagen. Das ist schlechte Horsemanship.
Ich finde das oben Beschriebene sehr logisch aus der Sicht des Pferdes, und so sind die Erkenntnisse von Horsemen wie Tom Dorrance und Ray Hunt. Sie gehen nach dem Motto vor: Probleme erkennen bevor sie passieren, und mit Leckerchen können eindeutig Probleme heraufbeschworen werden, die nicht sein müssen. Letztlich zieht das Pferd den kürzeren, da es für ein Verhalten gemaßregelt wird, das fremdprovoziert ist.

Ich selber gebe meinem Pferd natürlich leckere Sachen, weil es auch mir Spaß macht, jedoch nie aus der Hand. So angewandt, und im richtigen Moment, könne ich mir vorstellen daß sie motivierend wirken.
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Kimble03
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« Antwort #21 am: 26.11.04, 16:42 »

Stopp!
Rashid wurde nicht beschuldigt und hat das auch nicht geschrieben.
*mischt du etwa die Boxen Zaino, hä?!*

Es ist ganz einfach: der Privatbereich ist genau so groß, wie ihn das Ranghöhere gerade beansprucht.
Ob 20m oder 0,1mm.
Wenn der Chef will, dann weicht der andere.
Und er kommt nur wenn er "eingeladen" wird näher.
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Entgegen allen anders lautenden Meinungen und Darstellungen ist es wirklich überraschend, dass so ein Junggemüse-Keks das allgemeine Gedöns, das mit dem Werden und Sein eines Reitpferdes zusammen hängt, so unglaublich einfach, willig und großartig umsetzt und dabei auch noch wahnsinnig gut aussieht.
Kimble03
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« Antwort #22 am: 26.11.04, 17:19 »

Jou, zähle Erbsen. Sind 42. Grinsend
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Entgegen allen anders lautenden Meinungen und Darstellungen ist es wirklich überraschend, dass so ein Junggemüse-Keks das allgemeine Gedöns, das mit dem Werden und Sein eines Reitpferdes zusammen hängt, so unglaublich einfach, willig und großartig umsetzt und dabei auch noch wahnsinnig gut aussieht.
angi
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« Antwort #23 am: 26.11.04, 17:31 »

Genau Zaino und Kimble!
Laddie, ich lade dich herzlich zu uns in den Offenstall ein, da wird teilweise zu viert Nase an Nase Heu gemümmel und es ist mit Nichten so, daß der Chef sich die anderen ständig vom Leib hält... nur wenns ihm gerade einfällt Zwinkernd
Abgesehen davon, bin ich ein Pferd? Alles was es braucht, sind fürs Pferd verständliche immer gleichbleibender Regeln, an die es sich halten kann. Und die müssen meiner Meinung nach in einer Pferd-Mensch Beziehung absolut nicht so aussehen, wie in einer Pferd-Pferd Beziehung. O.K. man kann sich an das Herdensystem halten, das ist eine funktionierende Möglichkeit. Aber wenn ich weiß, wie Erziehung (Lernen) funktioniert und wenn ich genug Selbstbeherrschung habe, immer auf der selben Linie zu bleiben, dann kann ich den Umgang mit meinem Pferd so gestalten, wies mir gefällt. Aber um das zu erkennen, muß man vom Herdenstandpunkt aus ein paar Schritte zurückgehen und ein bisschen mehr vom Ganzen sehen Zwinkernd
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Steffi
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« Antwort #24 am: 26.11.04, 21:30 »

ich muss ehrlich zugeben, dass mein pferd auch manchmal "einfach so" ein leckerli bekommt ... trotzdem kommt sie nie auf die idee zu schnappen oder die taschen zu untersuchen. wieso sie in der hinsicht so "pflegeleicht" ist, weiß ich nicht.

wenn sie ein leckerli nimmt, hab ich es noch nie erlebt (und ich kenne sie seit 5 jahren), dass sie einmal euch nur irgendwie aus hektik mit den zähnen gezwickt hat ...

aber manchmal ist es auch ein bisschen blöd, so ein pferd zu haben  Zwinkernd bei meinem pferd kann ich sicher sein, auch wenn ich einmal 5 minuten nicht aufpasse, dass sie nicht gleich in meine jacke zwickt oder zu betteln beginnt - bei anderen pferden denke ich mir das dann auch meistens, und passe einfach nicht mehr auf ... da steh ich halt mal neben dem pferd am putzstand ... wer denkt auch dran, dass das pferd plötzlich in deine jackentasche beißt (oder ähnliche aktionen aufführt) ...

... man wird mit einem "braven" pferd ganz einfach unvorsichtig!
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Eureka23
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« Antwort #25 am: 27.11.04, 00:52 »

Hallo,

was Laddie schreibt, finde ich absolut korrekt.

Meine Stute käme nie auf die Idee, Leckerlie einzufordern (sie macht dann zwar schöne Augen, aber das toleriere ich, da es mich nicht belästigt). Sie bekommt hauptsächlich die leckeren Sachen in den Trog (wenn ich komme, oder sie geruht, sich von der Weide holen zu lassen, dann findet sie ein "Begrüßungsgeschenk" im Napf). Ausnahme: Satteln, da sie massiven Sattelzwang hat, der sie dazu bringt, sich flach auf die Gasse zu schmeißen. Das konnte ich abstellen mit Leckerliegabe, wenn sie einfach stehenblieb. Jetzt starrt sie verklärt DIE Jackentasche an, wo gleich die Belohnung rauskommt und vergisst, sich hinzuwerfen.

@ Waddington: laß die Leckerchen einfach weg. Machst du ja auch und es trübt die Beziehung zum Pferd keinesfalls.
Das Konditionieren über den Fresstrieb kann leicht nach hinten losgehen, denn sie lernen daraus sehr viel, leider nicht immer das, was wir guten Glaubens beabsichtigt haben.
Ich schreibe das als gelegentliche Mitreiterin eines "Leckerchen-Pferdes", das vollgestopft wird zur Beruhigung (der Besitzerin) und beim Anhalten beim Training.
Als dieses Pferd auf dem Weg zum Reitplatz meinte, sich aufregen zu müssen, hat es mich unkonventionell in eine bei Frauen exponierte Stelle gekniffen *AUA* Schweigend. Das Reiten an sich ist auch kein Spaß, wenn das Pferd alle paar Minuten stocksteif stehen bleibt und sofort den Kopf rumreißt um mir ins Knie zu beißen Ärgerlich Das braucht kein Mensch.

Bei dem Zwicken in meinen "Balkon" hat sich das Pferd eine Tracht eingefangen, da legte sich schlagartig jede Aufregung.
Die Strafe war nicht wegen des "Mißverständnisses", sondern für die unerlaubte Verletzung MEINES Individualbereiches. DAS hat das Pferd auch sofort verstehen können, auch wenn ich selbst kein Pferd bin. Seitdem ist Ruhe!

Liebe Grüße

Eureka23
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Kimble03
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« Antwort #26 am: 27.11.04, 09:52 »

Siehste, und schon hattest du dem Pferd erklärt, daß DU entscheidest, wann es Leckerlies kriegt, daß DU deinen Raum für dich beanspruchst und daß DU der Chef bist.
Gut.

Aber was hat das mit den Leckerlies zu tun?
Das hättest du bei dem Pferd wahrscheinlich sowieso klarstellen müssen, so wie du seine Besitzerin beschreibst.
Die ganz offensichtlich NICHT weiß WIE man Leckerlies füttern muß. Als Belohnung, nicht als Bestechung.
Oder halt mal so zwischendurch, das ist ja auch ok.

Ganz ehrlich, meiner schaut mich auch nur bittend an, wenns Click gemacht hat, weil er gelernt hat, daß abwarten wesentlich schneller geht.
Er weiß einfach "ui, das war jetzt gut!"
Wenn ich nicht schnell genug bin *Leckerlie in Hosentasche klemmt* passiert es eher, daß er die Übung nochmal und mit Nachdruck wiederholt als daß er mich bedrängt. Und wenn's ihn doch mal ansatzweise überkommt, dann genügt ein strenger Blick und er verzieht sich.

Ich versteh einfach nicht, warum du nicht DEIN Pferd, bei dem das mit den Leckerlies gut klappt als Beispiel nimmst, sondern das Pferd von einer Besitzerin, die damit so gut wie alles falsch macht.
*wieder beim Bedienerfehler lande*

Das ist so als ob ich Westernreiter/Klassiker/Springreiter/Turnierreiter als Idioten bezeichne, weil bei mir in der Nachbarschaft einer ist, der nicht mit seinem Pferd umgehen kann.
Dafür kann die Reitweise nichts.

Ja, es stimmt, wenn ich die Leckerlies falsch einsetze, kann es passieren, daß das Pferd aufdringlich wird.
Aber das muß ich dann halt "nur" abstellen.
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Waddington
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« Antwort #27 am: 27.11.04, 12:41 »

Kimble, ich behaupte mal, dass ich mir sehr wohl Gedanken gemacht habe, richtige die Leckerlis zu füttern. Nämlich als Belohnung. Mein Herr Pony leitet seine eigenen Gesetzmäßigkeiten ab. Und wenn ich nicht ein halbes Psychologiestudium absolvieren möchte, weil wegen der dämlichen Leckerlifütterung Probleme auftauchen, dann lass ich es halt bleiben. Herr Pferd stirbt nicht und es hat bei IHM halt nicht funktioniert. Er ist nämlich Gewerkschaftsfunktionär und sehr strikt in der Auslegung von Anstrengung/ Belohnung.

Hilft mir echt nicht weiter. Denn wie Ipanema schrieb, kann es ja wohl auch nicht der Sinn sein, jede Übung zu unterbrechen, um Herrn Pferd Dank seiner Dienste auszusprechen. Er HAT zu diensten und DAS muss ich dem Knaben erst mal unmissverständlich klarmachen. Was in nem halben Jahr ist, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt ja noch nicht sagen. Die Unterscheidung Leistung/ Besondere Leistung hat jedenfalls nicht funktioniert.
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Laddie
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« Antwort #28 am: 27.11.04, 19:15 »

Das Problem, das ich mit Leckerchen habe, beschränkt sich darauf daß sie aus der Hand gegeben werden. Ich bin sicher, daß Futter als Belohnung eine motivierende Wirkung haben kann, und wenn es paßt würde ich es auch so einsetzen, nur eben nicht aus der Hand. Ich kenne zu viele Pferde, die nicht wirklich an mir Interesse haben wenn ich mich ihnen nähere sondern an dem, was sich evtl. in meinen Taschen befindet. Ich mag das einfach nicht.
Ich werde für ein Pferd nie ein anderes Pferd sein. Trotzdem fällt es einem Pferd leichter, Dinge zu lernen und zu verstehen, die ihm auf eine ihm bekannte Art präsentiert werden. Beispiel: sinnvolle Arbeit im Roundpen. Man kann sich natürliche Verhaltensweisen durchaus zunutze machen.
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Eureka23
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« Antwort #29 am: 28.11.04, 00:13 »

Hallo,

@ Kimble: das Negativ-Beispiel hatte ich gebracht, um die Eingangsfrage zu beantworten. Nämlich nicht die Leckerlies, sondern die "Fehlbedienung" derselben führt zu Problemen.

Bei meinem Pferd funktioniert das mit Leckerchen so gut, weil es jahrelang (während des Unterrichts bei den Hardlinern) keine gab, wenn dann aus dem Napf, keinesfalls aus der Hand.
Angefangen habe ich das erst, um den Sattelzwang in erträglichen Ausmaßen zu halten, da besorge ich mir schnell eine Möhre oder altes Brot, wenn ich den Sattel hole. Ansonsten sind meine Taschen auch immer leer, fertige Leckerchen in allen Farben und Formen besitze ich selten. Um die zu kaufen, muss ich einen "Pferd-Verwöhn-Anfall" haben und die Dinger zufällig beim Einkaufen sehen, extra besorgen würde ich die nie.
Mein Pferd war auch, seit ich es kenne, immer sehr respektvoll mir gegenüber, meinen Individualbereich brauchte ich nicht groß zu behaupten. Darum habe ich es gekauft, weil es im Umgang so einfach war.
Wenn ich heute dem Pferd mal was aus meiner Hand gebe, freut es sich schon, es kann das aber an keiner Situation festmachen, um es einzufordern.

Ich würde jetzt gerne einen Rat parat haben, in Richtung "Wie stecke ich mienem Pferd Leckerchen zu, ohne dass es mich eines Tages bedrängt", hab ich aber nicht.

Darum meine Frage an die "Zirkusartisten": WIE schafft ihr das, dass ihr Pferde mit Leckerchengaben zu Lektionen motiviert, OHNE dass sie ständig z.B. ein Kompliment vorführen, weil es dann was zu Naschen gibt? Oder weil jemand zufällig die Hand an eine bestimmte Stelle hält, wo eigentlich das Leckerchen fürs Kompliment sein sollte?

Liebe Grüße

Eureka23
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