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Autor Thema: Im Namen des Pferdes...  (Gelesen 1942 mal)
terra
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« Antwort #15 am: 17.04.12, 10:40 »

Ohne Gefahr auf der Weide bewegen, ja, das sollte jedes Pferd können - aber bei Ausbrecherkönigen gehts ja nicht um die Weidegefahr an sich, sondern um die Ausbruchsverletzungen und -unfälle.

Bei meinem Copperfield-Houdini-Verschnitt habe ich auch schon Blut geschwitzt (und die Haftpflichtversicherung auf Maximum gesetzt), glücklicherweise geht Frau Neugierde nur flanieren  Augen rollen - aber was da schon hätte passieren können  Schockiert Die war schon als Saugfohlen alleine "auf Achse"...
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Fasani
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« Antwort #16 am: 17.04.12, 10:55 »

Edward Gal hat in einem Interview gesagt, dass sie Totilas in jüngeren Jahren auf die Koppel gestellt und regelmäßig mit Verletzungen runter geholt haben, weil er so abgegangen ist. Ist es tierschutzgerecht wenn sich ein Pferd verletzt, weil es artgerecht gehalten wird? Ich denke mehr als eine halbe Stunde Bewegung pro Tag wird gewährleistet sein. Z.B. Morgens Führmaschine, Mittags Longe, nachmittags reiten.

ich find es immer beeindruckend ahnungslos, wenn die menschen sich wundern, dass die pferde sich verletzen. ü 20 std eingeknastet, dann kommen sie mal auf die wiese, toben sich aus und aaaaaach jetzt ist die sehne hinne? koooomisch.  Zwinkernd

ausbrecherkönige sind da was anderes, aber auch die kriegt man eingezäunt, da bin ich sicher
  Grinsend
muss man halt hoch genug bauen, wie bei deiner bestie, terra  Grinsend oder beeindruckend genug  Grinsend
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Was hätten Sie anders gemacht?

" Ich hätte gewartet, bis ich meine Piaffen und Passagen hinbekomme, und dann hätte ich vielleicht mal über das Drucken von Totilas-Shirts nachgedacht."
Ludger Beerbaum
zaino
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« Antwort #17 am: 17.04.12, 11:11 »

*beisabinounterschreib* Wenn Rausgehen an sich schon sooo aufregend ist, dass man sich dabei jedesmal ohne Rücksicht auf Verluste alles schrottet, ist das Pferd entweder irgendwo "blöd im Kopf" oder von klein auf komisch gehalten.

..wobei mir mal von einem wundervollen Hannoveraner erzählt wurde, der irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn war. Ein Traumpferd bezüglich Bewegung und Schönheit, aber mehrere Halbtote u. Verletzte am Hof weil der Krampen noch nichtmal das Krabbeln einer Fliege am Fell ertrug und völlig durchdrehte, mehrere Zäune plättete und am End auf 3 Beinen stehend, zitternd u. schweissbedeckt in einer Ecke vom Stall festsass, wo man ihn dann einsammeln und dem Tierarzt übergeben konnte... natürlich liess man ihn dann nimmer auf die Koppel, nachdem mehrere solcher Experimente ähnlich abgelaufen waren. Die Besitzerin meinte, das Pferd sei schwierig, und nicht ganz "normal", und ihr Freund hätte schon gemeint, ER oder ICH (nachdem er selber schon im KH gelandet war weil Gaul über ihn drüber gefegt) und der Zeitaufwand, dieses Tier mental auf dem Teppich zu halten, immens war.
Verhökert war er worden, nachdem er nach einer Eliteauktion angefangen hatte, reihenweise Bereiter an Wände zu kleben. Als ich ihn in Aktion sah, ging er brav, ausgebunden (keine Bange, nicht bös verschnürt) ab und an im Schulbetrieb mit, die spätere Besitzerin hatte ihn also schon beachtlich hingebogen.

Der damals war allerdings zum Glück Wallach... muss man in der Breite und auf Dauer wirklich mit wahnsinnigen Genies züchten?Huch

wobei keine Ahnung, ob Totilas das Opfer falscher Haltung ist und im Grunde ein herzensgutes normales Pony oder auch in die Kategorie der Spinner fiele? Letzteres glaub ich eigentlich nicht, so rein vom Gefühl her.. .
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terra
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« Antwort #18 am: 17.04.12, 11:44 »

@Fasani: das mit dem "höher/massiver bauen" kann ein gewaltiger Schuss in den Ofen werden! Wir hatten am Stall vor einigen Jahren so einen Fall: ein älteres VS-Kaderpferd hat sich beim Ausbruchssprung über den erhöhten Zaun vertan und das Genick gebrochen.

Die Bestie ist nicht doof, seit hinten Slider drauf sind, springt sie seeehr vorsichtig - dafür kann sie zwischenzeitlich die E-Zäune am Griff aufmachen  Augen rollen Erst seitdem sie regelmässigen Freigang auf der Anlage bekommt -wenn keiner mehr draussen reitet, darf sie alleine ihren Kontrollgang machen  Grinsend während ich z.B. meine Blumenkästen giesse oder noch etwas Büro mache- sind die Ausbrüche deutlich zurückgegangen.
Verletzungskünstler war die Mutter der Bestie, da ´ne Schramme, dort ´ne Beule, Eisen ausgezogen, Kronrand aufgeratscht, blöd gelegene Stiche, wenn was reiben konnte, Pferd wund, Rain scald ...  trotz von Geburt an meistens draussen und nie  eingepackt

@Zaino - ach, ich weiss nicht, in meiner alten Box steht jetzt ein artgerecht aufgezogener (kenne den Betrieb) junger Wallach - der hat schätzungsweise ne halbe Stunde Regenerationszeit, dann ist er erneut abspackbereit, absolut Marke Klassenkaspar. Beim Reiten ist das ein ganz Netter ohne Unarten.
« Letzte Änderung: 17.04.12, 12:06 von terra » Gespeichert
Kimble03
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« Antwort #19 am: 17.04.12, 12:27 »

Edward Gal hat in einem Interview gesagt, dass sie Totilas in jüngeren Jahren auf die Koppel gestellt und regelmäßig mit Verletzungen runter geholt haben, weil er so abgegangen ist.
Klar, was soll er denn auch sonst sagen? Grinsend
Alles andere wäre ja auch medien-untauglich.
Demnach kommen also alle anderen Pferde bei ihm 12h täglich mindestens auf die Koppel, nur halt die Tortilla nicht, weil grad genau der sich verletzt...


Das Urteil ist großartig, wenn es denn tatsächlich so weiter geht, können wir ja dann alle gemeinsam alle möglichen Blödreiter verklagen. Grinsend
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Entgegen allen anders lautenden Meinungen und Darstellungen ist es wirklich großartig, auf einem großartigen Keks zu sitzen und das erste Mal im Gelände den großartigen Galopp kennen zu lernen und großartige Glückslaute von sich zu geben und auch noch anhalten zu können, ohne großartig was zu tun.
Fasani
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« Antwort #20 am: 17.04.12, 12:55 »



Das Urteil ist großartig, wenn es denn tatsächlich so weiter geht, können wir ja dann alle gemeinsam alle möglichen Blödreiter verklagen. Grinsend
machen wir doch eh immer schon. zumindest theoretisch.

@Fasani: das mit dem "höher/massiver bauen" kann ein gewaltiger Schuss in den Ofen werden! Wir hatten am Stall vor einigen Jahren so einen Fall: ein älteres VS-Kaderpferd hat sich beim Ausbruchssprung über den erhöhten Zaun vertan und das Genick gebrochen.

tragisch.  Unentschlossen wie hat der denn den VS-kader überlebt??  Schockiert
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Ludger Beerbaum
terra
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« Antwort #21 am: 17.04.12, 13:30 »

gesund  Smiley, und den Zaun ist der vor der Erhöhung auf über 1,60m problemlos gehüpft - war also wohl "Macht der Gewohnheit" Verlegen
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Fasani
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« Antwort #22 am: 17.04.12, 13:32 »

Zaun ist der vor der Erhöhung auf über 1,60m problemlos gehüpft - war also wohl "Macht der Gewohnheit" Verlegen
oh. wirklich nicht schön  Verlegen
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« Antwort #23 am: 17.04.12, 14:46 »


Demnach kommen also alle anderen Pferde bei ihm 12h täglich mindestens auf die Koppel, nur halt die Tortilla nicht, weil grad genau der sich verletzt...


Pruuuuuuust Grinsend
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Anja
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« Antwort #24 am: 17.04.12, 15:32 »

Wichtig ist es, die Pferde Pferde sein zu lassen: Bei uns kommen die auf kleinere Paddocks oder zum Grasen raus. Es ist wichtig, dass die Pferde nach anstrengenden Wettkämpfen auch wieder klar im Kopf werden können. Sonst wollen die auch nicht mehr mitmachen. Man muss sie immer wieder positiv bestärken. Und sie jeden Tag loben. Dann machen sie gerne mit.

Quelle:

http://www.pferdplus.com/news/edward-gal-im-interview-%E2%80%9Ees-geht-einfach-immer-weiter

Von 12 Stunden Weide steht da allerdings nicht.... Wäre vielleicht auch ein bisschen viel verlangt, das sind Hochleistungssportler.....
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Das Leben ist kein Ponyhof und das ist auch gut so.
zaino
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« Antwort #25 am: 17.04.12, 15:37 »

Klar Anja,
aber einfach mal dumm rumstehen, "abhängen", in die Gegend gucken und sich wenigstens ein paar Meter nach eigenem Gusto bewegen dürfen, das sollte auch beim Hochleistungssportler mal drin sein, wenn irgendwie machbar (und das Tier sich nicht s. Beispiel, selber derrennt.
12 Stunden lang Gras in sich reinstopfen ist in solchen Fällen ja wirklich eher kontraproduktiv.

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Fasani
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« Antwort #26 am: 17.04.12, 15:51 »

Wichtig ist es, die Pferde Pferde sein zu lassen: Bei uns kommen die auf kleinere Paddocks oder zum Grasen raus. Es ist wichtig, dass die Pferde nach anstrengenden Wettkämpfen auch wieder klar im Kopf werden können. Sonst wollen die auch nicht mehr mitmachen. Man muss sie immer wieder positiv bestärken. Und sie jeden Tag loben. Dann machen sie gerne mit.

Quelle:

http://www.pferdplus.com/news/edward-gal-im-interview-%E2%80%9Ees-geht-einfach-immer-weiter
ich find ja nach wie vor, die tortilla wäre bei der frikandel besser aufgehoben.  Grinsend
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Ludger Beerbaum
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« Antwort #27 am: 18.04.12, 09:28 »

12 Stunden lang Gras in sich reinstopfen ist in solchen Fällen ja wirklich eher kontraproduktiv.
Echt? Also ich bin schon der Ansicht, dass auch ein in OS-Haltung lebendes Pferd Hochleistung bringen kann, selbst wenn es oh Wunder längere Zeit Gras fressen kann.

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« Antwort #28 am: 18.04.12, 10:11 »

... naja, Kimble, wenn ich an dieses komische Kuhgras denke, das sie in einem Stall auf allen weiden hatten, die Pferde waren NIE wirklich satt & immer aufgebläht.... andererseits geb ich Dir schon recht, man denke an manche Wanderreiter, 8 h mit Gepäck unterwegs, nachts Weide, und die Rösser laufen und laufen. Wenn das keine Hochleistung ist, weiss ich nimmer.  Zwinkernd
Wenn man natürlich auf angespannte "Präsenz" angewiesen ist, hält man das Tier am besten im Dunkeln, dann flutscht es jeweils aus der box wie ein Korken aus der Flasche und ist dankbar, wenns an die Sonne darf... gleiches Prinzip wie beim Rollkuren übrigens. Tricks der Unterwerfung und Formung sind das. 
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ReserlM
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« Antwort #29 am: 18.04.12, 10:21 »

Einen kleinen Hauch mehr Komplexität würde ich dem Sport schon zutrauen.   Zunge

Und um Totilas muss man sich sicherlich keine Sorgen machen, der hat einen ganzen Schwarm von Pflegern um sich rum, der wird sicherlich ausreichend Ausgleich bekommen.
Denn ein Pferd was nur zum reiten rauskommt ist eben nicht zu Hochleistungen fähig, der Ausgleich sieht eben nur anders aus. Wenn so ein Pferd mental dicht macht, sind auch die Verletzungen nicht mehr weit und Kooperation kann man eben nicht ins Pferd reinzwingen, spätestens in der Prüfung bekommt dann der Reiter die Quittung.
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Das Reh springt hoch das Reh springt weit, warum auch nicht es hat ja Zeit
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