Willkommen
Gast
. Bitte
einloggen
oder
registrieren
.
Haben Sie Ihre
Aktivierungs E-Mail
übersehen?
23.05.13, 03:01
1 Stunde
1 Tag
1 Woche
1 Monat
Immer
Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Suche:
Erweiterte Suche
Herzlich willkommen im @grar.de Pferdeforum!
748886
Beiträge in
5145
Themen von
5168
Mitglieder
Neuestes Mitglied:
ardana
Übersicht
|
Hilfe
|
Kalender
|
Login
|
Registrieren
Pferdeforum
|
Pferdezucht, Aufzucht
|
Pferderassen
(Moderator:
Melly
) | Thema:
Arabären galoppieren in den Frühling
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Seiten:
1
[
2
]
3
4
...
35
|
Nach unten
Drucken
Autor
Thema: Arabären galoppieren in den Frühling (Gelesen 15145 mal)
Christa
Mitglied
Offline
Beiträge: 98
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #15 am:
15.04.12, 00:01 »
Eri-Eleni - kennst Du diesen Tellington-Ohren-Touch? Vielleicht wär das auch was?
Wir haben hier Regen Regen Regen mit ein paar kurzen Unterbrüchen. Gut für das Gras, weniger gut für Aktivitäten. Und Pferde kriegen so langsam etwas den Koller. Ich hatte aber heute den Luxus, dass jemand anders sich mein Pferd vorgenommen hat, juhu. Das ist schon toll. Jetzt kann ich morgen ganz frei nach Lust und Laune und Wetter entscheiden, ob ich was mache oder auch lieber nicht :-)
Francis, wenn ich das richtig verstanden hab, dann darf der Sorento einfach nur Schritt und Du hast Stress wenn Du spazieren gehst mit ihm, weil Du unbedingt verhindern willst, dass er was anderes als Schritt geht? Und das tolle ist jetzt, dass er so gut auf Dich hört, dass Du den Trick mit dem Grasen kaum noch brauchst? Wie lange hat er denn noch "Knast"? Ich bin sehr sehr froh, dass ich mein Pferd noch nie ruhig stellen musste. Das stell ich mir echt schlimm vor, weil die doch einfach nicht verstehen, was das soll. Daher hoffe ich, Euer gemeinsames Leiden hat bald ein Ende, alles wächst bestens zusammen und er darf wieder wie sein Herz begehrt.
Ich war zuletzt am Donnerstag morgen reiten, und irgendwie gar nicht gut im Strumpf. Dass Nikita trotzdem gut gelaufen ist, rechne ich ihm hoch an! Und mir ist auf dem Ritt aufgefallen, dass ich schon länger keine Probleme mehr hab mit dem hinten gehen, auch nicht im Galopp. Wow, seit wann ist das eigentlich so? Vorne geht auch gut, aber da fällt er manchmal vom Galopp in den Trab, weil er was gucken muss, und das ist für die hinten nicht so angenehm. Hinten ist er wirklich gut, er zieht zwar an, lässt sich aber gut auf Abstand halten. Was diesmal auch nötig war, weil die Kollegin vorne eine etwas chaotische Situation hatte, als ihr Handpferd versuchte, das Führpferd im Galopp zu überholen. Das gelegentliche Bocken ist übrigens wohl wirklich vom Wetter abhängig: sobald es schön und trocken war, hat er es kaum noch gemacht. Und jetzt wo es feucht-kühl ist, tendiert er wieder eher dazu.
Alles Liebe reihum,
Christa
Gespeichert
francis
Mitglied
Offline
Geschlecht:
Beiträge: 335
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #16 am:
15.04.12, 09:26 »
Hallo Christa,
joo, so isses mit Sorento. Nur leider ist das phasenweise sehr unterschiedlich. Mal gehts super, dann hat er wieder Tage an denen er bei Kleinigkeiten erschrickt.
Knast noch bis Ende Mai, dann neuer Ultraschall und hoffentlich darf ich ihn dann auf die Koppel entlassen. Schrittphasen werden bis dahin auch weiter langsam gesteigert, alle 8 Tage 5 Minuten mehr und ab heute darf ich auch führen teilweise durch Schritt reiten ersetzen, dann allerdings wieder etwas kürzer. Ende Mai legen wir dann auch den weiteren Therapieplan fest, also wie weit ich die Schrittphasen steigern darf und ob ich dann auch mal über weicheren Boden gehen kann.
Regen darfst du gerne zu mir schicken, ich hab das Gefühl wir sind die Wüste Bayerns.
Gespeichert
Reiten macht Spaß - viel Reiten macht viel Spaß!
Starfairy
Bewohner
Offline
Beiträge: 138
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #17 am:
16.04.12, 06:21 »
Ich nehm auch einen Tag Regen. Hier hat es zwar etwas geregnet, aber eigentlich nur so viel, das es eklig ist, draußen zu sein. Aber bei weitem nicht genug, das der Boden nass wäre.
Dafür ist ein irre kalter Wind und man denkt, es ist mitten im Winter. Am WE war morgens draußen auch alles weiß.
Tausche Wind und Kälte gegen Regen ein.
Francis, mein Carino mußte auch mal wegen einer Sehnengeschichte Schritt gehen. Und sobald ich reiten durfte, hat er sich überraschend schnell daran gewöhnt. Allerdings, als er dann etwas traben durfte, das war dann schwierig. Weil etwas traben und dann noch langsam, das wollte er gar nicht einsehen. Entweder Schritt oder richtig laufen.
Gespeichert
Monnef0805
Mitglied
Offline
Beiträge: 420
Gewalt beginnt wo Wissen endet!
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #18 am:
16.04.12, 06:26 »
Ich nehme dann auch was von dem Regen. Hier hat es seit Monaten nicht mehr geregnet
Wenn das so weiter geht kriegen wir bald nen Problem denn es wächst wieder nichts.
Gestern kam dann in den Nachrichten das es Montag in RLP wieder trockener wird. Super dafür müsste es erstmal regnen
Rest soweit ok. Shirk ist wieder bissi blöd im Moment. Und monnef geht von einem extrem ins nächste
Erst rennt er nur durch die Gegend und wird richtig heftig wenn es Richtung Stall geht, oder wie seit zwei Tagen wo er die Füße nicht aus dem Boden bekommt
. Ne gute Mischung da draus würde mir mal gefallen.
Gespeichert
Kiowa
Bewohner
Offline
Beiträge: 2241
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #19 am:
17.04.12, 10:11 »
Wir bräuchten auch mal Regen. Auf unserer Wiese steht zwar noch das Wasser, aber das ist auch die, die wir bisher noch nicht gedüngt haben
. Die anderen sind jetzt geschleppt und gedüngt, da müsste es mal ein paar Tage schönen Landregen geben. Ich hoffe ja immer noch auf ein ganz "normales" Jahr, mit etwas Regen im April, schöner Sonne im Mai Juni, einer guten Heuernte und dann von mir aus immer mal ein paar Gewittertage
Ansonsten nichts Neues, ich komme irgendwie gar nicht zum Reiten
Die letzten 3 Wochenenden war immer irgendwas, dazwischen muss man irgendwann auch mal arbeiten. Heute morgen kam dann noch ein Nachbar, der gern Mist haben wollte ... wieder ne halbe Stunde weg usw, usf. ... Kalt ist es hier auch, aber da die Sonne so schön scheint, nimmt man es kaum wahr
Hab schon an manchen Tagen den Ofen gar nicht mehr an gehabt
Teymoon ist erkältet, mit gelbem Schnodder und etwas Husten - bin gespannt, wie lange das noch dauert. Ob man da auch homöopathisch was machen kann? Leider ist unser Heu ja auch nicht so toll wie sonst, so dass doch immer mal ein etwas staubiger Ballen dabei ist ... im Grunde müsste man alle Pferde täglich 20 Min. locker traben lassen, damit sie evtl. Staubschnodder auch loswerden können
Oder das Heu nassmachen mit der Gießkanne. Aber soooo schlecht ist es dann eben auch nicht wieder.
Hat jemand Erfahrung damit, was mehr/weniger Staubbelastung gibt, das Heu erst gründlich aufzuschütteln (nat. wenn die Pferde nicht ihre Nasen drin haben) oder ob es besser ist, wenn sie es sich selbst aus den Scheiben rausziehen?
Gespeichert
"God put me on this earth to accomplish a certain number of things. Right now I am so far behind that I will never die." (Bill Watterson)
ceterum censeo: Team Bill
Monnef0805
Mitglied
Offline
Beiträge: 420
Gewalt beginnt wo Wissen endet!
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #20 am:
17.04.12, 13:18 »
Also bei uns sieht es echt schlecht aus. Wenn ich überlege das "früher" um die Zeit das Gras fast Kniehoch gestanden hat. Wir schaffen nicht mal Knöchelhöhe
Auf jeden Fall kannst Du homöop. unterstützen. Oder was auch sehr gut hilft ist Schwarzkümmelöl.
In dem Fall würde ich allerdings zum nass machen, oder wenigstens anfeuchten, vom Heu raten.
Wenn das Immunsystem im Moment schon angeschlagen ist kann so was schon mal chronisch werden.
Ausschütteln bringt meiner Erfahrung nach nicht viel. Zwar besser als nichts aber gebunden (sprich nass) ist es doch besser.
Gespeichert
Christa
Mitglied
Offline
Beiträge: 98
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #21 am:
17.04.12, 15:06 »
Wegen Staub im Heu: wir schütteln es auch jeweils auf, aber da die Pferde meist dabei stehen, frage ich mich, ob das wirklich was bringt.
Wir experimentieren zur Zeit mit einem neuen Heu, das für uns sehr gut geeignet ist, da es auf Paletten abgepackt geliefert wird und die winzigen Ballen viel besser auf unseren Heuboden passen (wir haben leider extrem wenig Lagerplatz im Stall). Dieses Heu wird aus Grossballen gewonnen, die geöffnet, von Staub befreit, und zu niedlichen Kleinballen gepresst werden. In diesen Kleinballen hat erstaunlich viel Heu drin Platz, da sie sehr stark gepresst sind. Und das Heu ist deutlich weniger staubig und es ist auch sonst einfach sehr schönes Heu. Leider ist es teurer als das örtliche Heu - doch von diesem kriegen wir nie genug, da die meisten Bauern nur noch Grossballen produzieren, die wir ja nicht lagern können.
Leider husten unsere Pferde zur Zeit trotzdem gelegentlich, vor allem beim Reiten, z.B. nach Galopp.
Wir haben jetzt mit Angrasen begonnen, was sehr zeitaufwändig ist. Heute war ich alleine, und da muss ich ja zweimal laufen mit je 2 Pferden. Wenn ich da zu einer guten Grasstelle laufe, kommt da leicht eine Stunde zusammen. Wenn man zu zweit ist, gehts besser, weil man dann alle auf einmal mitnehmen kann. Grast ihr auch Minutenweise und an der Hand an, oder wie handhabt ihr das?
Habe gerade auf Facebook die tollen Fotos vom Distanzritt in Frauenfeld bestaunt. Das sieht so nach enorm viel Spass aus, und die Pferde und ReiterInnen wirken so lebhaft und engagiert... Das macht wirklich Lust! Dabei war das Wetter mies, scheint aber keine/n gestört zu haben. Zu Schade, dass ich für sowas zu ängstlich bin. Ausserdem hätte ich wohl auch noch Probleme mit der Fitness, so lange könnte ich wohl gar nicht durchtraben.
Alles Liebe,
Christa
Gespeichert
Kiowa
Bewohner
Offline
Beiträge: 2241
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #22 am:
17.04.12, 15:42 »
@Christa: das mit der Fitness ergibt sich von selbst, wenn Du dein Pferd auf so was vorbereitest ;-)
Mit dem Angrasen sind wir relativ locker, weil wir da noch nie echte Probleme hatten bzw. kein besonders empfindliches Pferd dabei haben. Es gibt immer satt Heu, bevor sie auf die Weide gehen, das bleibt auch noch bis in den Sommer hinein so, bis wir die Wiese ganz aufmachen. Dann fangen mir mit ca. 30 Minuten an, wobei wir nicht so genau auf die Uhr gucken. Sollte irgendwer Durchfall bekommen, wird das Programm natürlich wieder zurückgefahren. Wir stecken derzeit von einem kleinen Stück, das direkt an den Auslauf grenzt, den Zaun ein paar/Paar Meter weiter und dann nach einer Zeit wieder zurück. In Lübeck hatten wir "am Wegesrand" kleine Brachstücke eingezäunt und die Pferde dann dorthin gebracht, auch immer mit ca. 30 Minuten angefangen.
Allerdings steigern wir die Zeiten dann eher langsam, d.h .sie gehen ein paar Tage ca. 30 Minuten und dann wieder ein paar Tage etwas länger usw. Nur ... so genau guck ich nicht auf die Uhr
, kann also sein, dass sie auch schon mal länger im Gras waren. Da ich aber nur einen schmalen Streifen freigebe, ist das Risiko nicht so hoch.
In ein, zwei Wochen, wenn es etwas mehr Gras gibt, lass ich sie dann stundenweise auf ein abgezäuntes Stück. Meistens sind wir dann ein paar Wochen dabei geblieben, dass sie morgens 1-2 Stunden drauf waren und haben das dann langsam auf den Vormittag ausgedehnt. 2x am Tag grasen lassen, wäre zwar gesünder, aber sie warten dann den ganzen Tag nur darauf, dass die Weide wieder aufgemacht wird und fressen in der Zwischenzeit kein Heu. Morgens sind sie schön hungrig, dann fressen sie das Heu und man kann sie auf die Weide lassen, wenn sie schön satt sind und viel trockenes Zeug im Bauch haben
Gespeichert
"God put me on this earth to accomplish a certain number of things. Right now I am so far behind that I will never die." (Bill Watterson)
ceterum censeo: Team Bill
Starfairy
Bewohner
Offline
Beiträge: 138
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #23 am:
17.04.12, 21:11 »
Christa, das habe ich auch schon oft gedacht, das ich das niemals duchhalten würde. Wir kommen mit kleinen Büscheln auch besser zurecht, und es ist viel schneller gefüttert. Außerdem denke ich, in den Kleinballen war das Heu i.d.R. viel weniger staubig wie in den Rundballen.
Wir schütteln das Heu draußen auch gut auf. Und ich denke schon, das bringt was, weil da echt viel Staub sofort vom Wind weggeblasen wird. Müssen wir innen füttern, nehmen wir die paar Büschel, die wir heuer haben.
Ja, ich würde auch gerne angrasen. Auch vor dem Hintergrund, das unser Heu echt knapp wird. Und hier gibt es auch kaum noch Heu zu kaufen.
Aber bei uns steht noch gar nichts. Also wirklich nichts. Man sieht gerade, das die Wiesen grün sind. Allerdings muß ich dazu sagen, das ist bei uns hier oben auf dem Berg normal. Wenn die bei mir in der Arbeit zum 1. Mal das Gras mähen, fang ich hier langsam mit dem Anweiden an.
Gespeichert
Monnef0805
Mitglied
Offline
Beiträge: 420
Gewalt beginnt wo Wissen endet!
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #24 am:
18.04.12, 06:34 »
Wir grasen auch an. Aber nicht wie manche so 5min. weise. Starte je nach Lust und Laune (sprich Zeit) mit ca. ner halben Stunde. Bei dem einzigen wo wir langsam machen ist der meines Freundes. Der stand letztes Jahr kurz vor einer Rehe. Das steigern wir dann.
Allerdings sehe ich dieses Jahr schwarz mit Gras. Bin gestern mal unsere Wiesen abgeritten. Da ist kaum was drauf. Man verschwindet nicht mal mit der Sohle im Gras
Und Regen auch wieder keiner in Sicht.
Gespeichert
Christa
Mitglied
Offline
Beiträge: 98
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #25 am:
18.04.12, 12:09 »
Ja, Gras haben wir hier auch nicht viel. Dort wo die Sonne mehr hinkommt, ist es besser. Aber die Weiden, die wir mitnutzen dürfen, sind schattig, und das wächst wirklich schlecht. Da wir genug Regen haben, nehm ich mal an das wächst sobald es wärmer wird. So jedenfalls meine Hoffnung. Wir liegen ja auch eher hoch hier. Mir ist es ja auch nicht sooo wichtig, dass viel Gras auf der Weide ist, für unsere Pferde ist das eher Auslauf/Abwechslung als reine Futteraufnahme. Aber ich denk mal wir können nicht drauf bevor es dem Bauer nicht genug Gras hat. Von daher sind wir abhängig.
Ich finde es spannend zu hören, wie ihr es mit dem anweiden bzw. angrasen haltet. Das stimmt natürlich, dass es ganz anders geht, wenn man abstecken kann. Das hatte ich auch mal in einem Stall, da konnten wir Stück für Stück dazu geben und so schön regulieren. Das geht jetzt natürlich nicht bei den fremden Weiden. Auch ganz kurz auf die Weide bringen ist schwierig, da wir ja ein Stück laufen, und dann müsste man quasi dort warten und sie dann einzufangen versuchen ;-) Von daher macht es für uns schon Sinn an der Hand, auch wenn es mühsam ist - ist ja nicht für ewig.
Also an alle Distanzreiterinnen hier: wie bereitet man denn ein unerfahrenes Pferd auf so einen ersten, kürzeren Ritt vor? Täglich reiten? Wie lange? Nach und nach steigern? Viel Trab? Ich frag das aus blosser Neugierde, ich komm ja doch nicht dazu ihn täglich zu reiten, und sehe auch nicht, dass ich an so einen Anlass reise. Vermute ich richtig, dass da schon noch eine Bandbreite ist zwischen freizeitmässigem Training für gelegentliche Ritte, und richtigem Profitraining, oder?
Christa
Gespeichert
Jolly
Mitglied
Offline
Beiträge: 294
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #26 am:
18.04.12, 12:43 »
Nein, täglich reiten muss nicht sein ... ich reite normalerweise so 2-5x pro Woche ... also vermutlich nicht mehr als die meisten anderen Freizeitreiter auch ..
meist mache ich einen längeren Ritt pro Woche (so 2-5 Std.), die anderen Male dann "normale" Ausritte oder Dressurarbeit. Selbst im Hochleistungsbereich wird nicht unbedingt
häufiger trainiert, sondern meist "nur" effektiver
Gespeichert
Kiowa
Bewohner
Offline
Beiträge: 2241
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #27 am:
18.04.12, 13:13 »
@Christa: die Frage wird immer wieder und gern gestellt. Im Grunde reitet man erst einmal "normal". Wichtig ist, dass das Pferd regelmäßig ins Gelände geht, so 2-3x die Woche. Und dazu vielleicht noch ein, zwei Mal auf dem Platz. Ist es einigermaßen rittig, ist das aber nicht unbedingt nötig. Viele nahmhafte Distanzreiter reiten nicht öfter als 3-4x die Woche, im Winter auch weniger. Ist das Pferd gesund, 2-3 Jahre schon unter dem Sattel ohne große gesundheitliche Rückschläge und regelmäßig im Gelände geritten, so kann man es ohne Probleme innerhalb von 3-4 Monaten auf einen Distanzritt in gewohntem Gelände vorbereiten.
Dazu ist es erst einmal wichtig, den aktuellen Trainingszustand zu beurteilen. Man nimmt sich also eine Karte des eigenen Reitgeländes und misst die Runden aus, die man so normalerweise reitet, und überlegt, wie lange man darauf normalerweise so unterwegs ist. Damit kann man schon mal einschätzen, was das Pferd derzeit leistet. Reitet man z.B. gewöhnlich ohne Probleme und große Vorbereitung Runden von 15 - 20 km, so kann man davon ausgehen, dass das Pferd auf einem Distanzritt in ähnlichem Gelände auch 30 oder 35 km schaffen kann. Natürlich muss man damit rechnen, dass man auf dem Wettbewerb etwas schneller als zu Hause geht. Also kann man mal schauen, wie das Pferd eine der kleineren Runden zu Hause in ca. 10 km/h wegsteckt. Und wie man sich selbst dabei fühlt
Und ob die Ausrüstung dann noch passt. Das genaue Beobachten ist im ganzen Training und beim Ritt das A und O.
Als zweiten Test kann man sich eine schöne Strecke suchen, auf der man mal 15-20 Minuten durchtrabt. Bewältigt das Pferd das ohne Mühe, hält man an und misst den Puls. Dieser sollte innerhalb von 5-10 Minuten auf einen Wert unter 64 Schläge / Minute fallen. Ist das Pferd deutlich angestrengt, sollte man natürlich das nicht gleich wiederholen bzw. nicht so lange traben, ist es aber locker und gut gelaunt und der Puls rasch gefallen, hängt man noch einmal 15-20 Min. dran und misst noch mal. Ändert sich nicht viel an den Pulswerten, dann ist es schon ganz ordentlich vorbereitet.
Davon ausgehend kann man trainieren. Indem man entweder die Streckenlängen steigert, also eher langsam als gewöhnlich mal ein größeres Stück reitet, oder das Tempo, also eine eher kleinere Runde mal flotter geht (dabei eher ein möglichst gleichmäßiges Tempo bevorzugend, abhängig vom Gelände natürlich). Insgesamt muss man bei jedem Training bedenken, dass die Wirkung erst in der Ruhephase NACH dem Trainingsreiz einsetzt! Weshalb diese Phasen mindestens genauso wichtig sind, wie die Trainingsreize selbst. Gleichbleibende Trainingsreize führen zu Gewöhnung, steigern aber nicht. D.h. , ein Pferd, das man täglich im selben Tempo über dieselbe Strecke schredddert, wird ziemlich bald nicht mehr besser, sondern verschleißt nur. Weshalb ein guter Trainingsaufbau meistens weniger Reiten beinhaltet als man denkt. Und mehr Denken, Beobachten, Fühlen *g*
Die meisten Leuten bauen ihre Pferde mit 3-4x die Woche reiten auf, austrainierte Pferde werden in der Saison oft eher wenig geritten zwischen den Wettbwerben, da dient der Wettbewerb als Trainingsreiz und die Zeit dazwischen der Regeneration. Generell ist es wichtig, einen Plan zu haben, aber nicht unbedingt sinnvoll, zwanghaft nach Plan zu trainieren (s. Beobachten, Mitdenken). Und irgendwie muss das Ganze ja auch zum Berufs- und Familienleben passen. Also reitet man unter der Woche eher in der Bahn oder kurz und flott, am Wochenende eher mal eine längere Strecke eher in ruhigem Tempo und widmet sich nach einem langen Sonntagsausritt im Wanderreitstil in der Woche eher wieder der Regeneration und der Rittigkeit. Alle speziellen Trainingsformen sind für Anfänger kaum sinnvoll umzusetzen.
Als Faustregel gilt, dass das Pferd am Ende der Trainingsphase unter der Woche insgesamt etwa so viele Kilometer gehen soll, wie auf dem Ritt geplant, d.h. wenn Du auf dem Ritt ca. 35 km gehen möchtest, müsstest Du am Ende Deines Trainings pro Woche 2x 15 km ausreiten und dazu noch 1-2x was in der Bahn für die Rittigkeit tun. Wenn Du dazu noch ein paar mal gut 20 km im angepeilten Tempo geritten bist, und das Pferd das locker weggesteckt hat, bist Du ausreichend vorbereitet.
Hier mal ein paar Beiträge, die Dir vielleicht weiter helfen. Hier den Beitrag von
Ulrike (Pottrick))
. Sie ist Trainerin und hat bereits mit verschiedenen Pferden erfolgreich an internationalen Championaten teilgenommen und die Pferde auch gesund in Rente schicken können.
Diese Seite zu den
Trainingsprinzipien
verlinke ich auch immer wieder gern, da wird erklärt, wie Training funktioniert. So ein Pferd ist ja auch nur ein Mensch ;-)
Gespeichert
"God put me on this earth to accomplish a certain number of things. Right now I am so far behind that I will never die." (Bill Watterson)
ceterum censeo: Team Bill
Christa
Mitglied
Offline
Beiträge: 98
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #28 am:
18.04.12, 13:23 »
Danke, Jolly. Ja, das macht irgendwie Sinn, dass Qualität wichtiger ist als Quantität beim Training... Hm - ich fürchte ich bin in unserer Region noch nie auch nur 2 Stunden ausgeritten. Vielleicht war ich einzelne Male so lange unterwegs, aber dann war da auch noch eine Strecke zu Fuss mit drin. Wie ist es mit dem Gelände: spielt es eine Rolle wie flach oder bergig das ist? Wir haben hier ja wenig flache Strecken... Könnte also unebenes Gelände auch zur Effektivität des Trainings beitragen? Ich vermute mal, dass sowieso immer mit Pulsmessung geritten werden muss, damit man überhaupt weiss, ob ein Trainingseffekt besteht? Vielleicht sollte ich mal meinen Vater fragen, der kennt sich mit (menschlichem) Training gut aus ;-)
Aber eigentlich bin ich ja im Moment weniger am reiten und suche vermehrt wieder nach anderen Möglichkeiten, auch von der Zeit her, und für die Situationen, wo ich allein bin mit Nikita. Habe jetzt mit meinem Kater angefangen zu klickern, habe ich das schon erzählt? Das ist wirklich genial und macht süchtig ;-) Da wir mehrmals täglich üben (man darf ja immer nur ganz kurz) geht es extrem schnell voran und er lernt unglaublich schnell. Ich will das unbedingt auch mal mit einer fremden Katze ausprobieren um zu sehen, ob er ein Spezialtalent ist, oder ob das immer so einfach geht.
Im Prinzip mache ich das als Vorbereitung auf Klickern mit Nikita, aber ich schrecke noch davor zurück, einfach damit anzufangen. Die vielen Leckerli geben mir zu denken, und dann merke ich auch, dass ich die Bewegungsabläufe meines Pferdes viel schlechter kenne als die meiner Katze. Peinlich, ich weiss. Nun, es scheint mir auch generell viel einfacher, auf die Schnelle eine grosse Auswahl von "Tricks" für die Katze auszudenken (er kann jetzt sitzen, dem Stab folgen, auf den Stuhl (und sitzen), vom Stuhl, vom Sofa auf Stuhl, ne Art Männchen (wobei er aber noch nach dem Stab schlägt), hinlegen - und neu kommt jetzt das Rollen dazu. Alles Dinge, die bestimmt nicht für ein Pferd passen. Werde jetzt nochmals hinter die Bücher sitzen, nachdem ich jetzt doch einen klarere Vorstellung habe, wie es funktioniert.
Mit Nikita habe ich zuletzt (Montag) endlich wieder mal an der Doppellonge gearbeitet. Und wie jedes mal kann ich nicht verstehen, wieso ich das nicht öfter mache! Zum ersten Mal hatte ich zusätzlich zum Halfter auch noch eine Trense drin (Idee von Maria), wobei durch die Halfterringe verhindert wird, dass man zu hart an der Trense reissen kann. Er ist gaaaanz gaaaanz toll gelaufen, in allen Gangarten, und ich hatte auch viele alte Probleme nicht, z.B. konnte ich ihn früher fast nicht gerade an der Bande gehen lassen. Ein Stück weit schiebe ich das mal auf die für uns neue Arbeit nach Longenkurs, ich glaub das hat uns beiden viel gebracht, wenn man betrachtet, dass wir das gar noch nicht lange (und häufig) machen.
Christa
(Achtung, dieser Beitrag hat sich mit dem von Kio gekreuzt, den ich erst jetzt lesen gehe)
Gespeichert
Kiowa
Bewohner
Offline
Beiträge: 2241
WWW
Re: Arabären galoppieren in den Frühling
«
Antwort #29 am:
18.04.12, 13:50 »
Zitat von: Christa am 18.04.12, 13:23
Danke, Jolly. Ja, das macht irgendwie Sinn, dass Qualität wichtiger ist als Quantität beim Training... Hm - ich fürchte ich bin in unserer Region noch nie auch nur 2 Stunden ausgeritten. Vielleicht war ich einzelne Male so lange unterwegs, aber dann war da auch noch eine Strecke zu Fuss mit drin. Wie ist es mit dem Gelände: spielt es eine Rolle wie flach oder bergig das ist? Wir haben hier ja wenig flache Strecken... Könnte also unebenes Gelände auch zur Effektivität des Trainings beitragen? Ich vermute mal, dass sowieso immer mit Pulsmessung geritten werden muss, damit man überhaupt weiss, ob ein Trainingseffekt besteht? Vielleicht sollte ich mal meinen Vater fragen, der kennt sich mit (menschlichem) Training gut aus ;-)
Ob das Training effektiv ist, merkst Du daran, wie gut Du und Dein Pferd es bewältigen und ob sich etwas verändert. Pulswerte sind zwar ein guter Hinweis, aber selten das, was man am Anfang trainieren muss. Sprich: man scheitert nur selten am Puls
(es sei denn, man startet mit einem Isländer im Winterpelz auf einer Bergstrecke oder reitet doppelt so schnell, wie man es trainiert hat oder das Pferd ist mit der Wettkampfsituation überfordert usw.). Weshalb man als Anfänger den Puls nur locker im Blick halten und sich auf die wichtigen, leistungsbegrenzenden Faktoren konzentrieren sollte. Bei dem Link zum Marathontraining für Menschen gibt es auch einen sehr klugen Artikel über die Tücken des Trainings mit Pulsmessgerät.
Gespeichert
"God put me on this earth to accomplish a certain number of things. Right now I am so far behind that I will never die." (Bill Watterson)
ceterum censeo: Team Bill
Seiten:
1
[
2
]
3
4
...
35
|
Nach oben
Drucken
Pferdeforum
|
Pferdezucht, Aufzucht
|
Pferderassen
(Moderator:
Melly
) | Thema:
Arabären galoppieren in den Frühling
Gehe zu:
Bitte wählen Sie ein Ziel:
-----------------------------
WICHTIG !!! Unbedingt lesen !
-----------------------------
=>
Neues rund ums Pferdeforum
-----------------------------
Willkommen
-----------------------------
=> Wichtiges & Allgemeines
=> Erste Hilfe
=> Teststrecke, sonstiges
-----------------------------
Aktuell & Interaktiv
-----------------------------
=> Akute Probleme / Hilfegesuche
=> Smalltalk, Bewohnerfeiern und Bowlewiese
=> Bücherecke
=> Tierschutz
=> Sonstiges
=> Bastelecke
=> Foto-Boxen
=> Tauschbörse und MFG
===> Biete ...
=====> Reitbeteiligung
=====> Mitfahrgelegenheit für Pferd, Pony etc.
=====> Reiterausrüstung
=====> Sättel & S.-Zubehör
=====> Pferdeausrüstung
=====> Stall u. Wiese
===> Suche ...
=====> Reitbeteiligung
=====> Mitfahrgelegenheit für Pferd, Pony etc.
=====> Reiterausrüstung
=====> Sättel & S.-Zubehör
=====> Pferdeausrüstung
=====> Stall u. Wiese
===> Tausche ...
=> Kalender
-----------------------------
Interessengemeinschaften
-----------------------------
=> Allg. Gruppen
=> Treffpunkt Nord
=> Treffpunkt Süd
=> Pferdejugend, Reitbeteiligungen uvm.
=> Rechtsfragen und Politik
=> Therapeutisches Reiten
=> Tierische Begleiter
-----------------------------
Pferdezucht, Aufzucht
-----------------------------
=> Allgemein
=> Pferderassen
=> Züchter
===> Hengste
===> Stuten
===> Fohlen
===> Abstammungen/Vorfahren/Nachfahren
-----------------------------
Treffpunkt für Vereine und Stallbesitzer
-----------------------------
=> Allgemein
=> Reit- und Fahrvereine
=> Kunden
-----------------------------
Rund ums Reiten
-----------------------------
=> Allgemein
=> Verhalten & Training
=> Problempferde und -Besitzer
=> Ausrüstung
===> für Zweibeiner
===> für Vierbeiner
=====> Zaumzeuge/Halfter/Gebisse etc.
=====> Sättel/Reitkissen etc.
=====> Pferdeanhänger und das Drum und Dran
=> Distanzreiten
=> Dressur
=> Spring-, Jagd,- und Vielseitigkeitsreiter
=> Western
=> Klassisch - back to the roots
=> Wanderreiten, Urlaub mit Pferden, Reiterferien...
=> Orientierungsritte, TREC, Trail, Trekking, Mounted Games...
=> Rennsport
=> andere Reitweisen ...
=> vom Boden aus...
=> Alles rund um uns 2-Beiner
=> Aus- und Weiterbildung
===> Suche Reitunterricht...
-----------------------------
Rund ums Fahren
-----------------------------
=> Allgemein
=> Fahrsport und Zugpferde
-----------------------------
Haltung, Stallbau, Weidewirtschaft, Futter und Fütterung
-----------------------------
=> Stall und Box
===> Boden und Bodenbeläge
=> Weide und Zaun
===> Was wächst denn da? Fragen rund ums Grünzeug
=> Fütterung und Futtermittel
=> Junge Pferde, alte Pferde...
-----------------------------
Das kranke Pferd
-----------------------------
=> Lahmheiten und Beinprobleme aller Art
=> wenn der Tierarzt kommt ...
===> Atemwege
===> -Magen-Darm (Kolik, Durchfall...)
=> Homöopathie, Osteotherapie, Akupunktur
=> Fell, Haar und Haut
=> Hufschutz und Hufprobleme
=> Stoffwechselprobleme
-----------------------------
Archiv
-----------------------------
=> Peking 2008
=> EQUITANA 2007
=> Weltreiterspiele
Loading...