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Pferdeforum  |  Rund ums Reiten  |  Klassisch - back to the roots (Moderatoren: esge, Rübe)  |  Thema: Klassiker tratschen drucklos weiter 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Klassiker tratschen drucklos weiter  (Gelesen 13670 mal)
Figonero
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« Antwort #15 am: 03.11.11, 14:16 »

Ja esge, damals als Du Vento "umstrukturiert hast", dachte ich mir auch, aha, sie macht nun das Dampfventil auf.....gottseidank hast Du erst das Ende des Pfeifens abgwartet, bevor Du den Deckel aufgemacht hast!
Ja, die Zeit hatte ich natuerlich nicht.....ich fragte nur einen Bereiter, der auch Pferde von eben diesem Grobian zur Genuege hatte, was mach ich denn jetzt? Seine einfache Antwort: "Das, mit dem Du besser ueberleben kannst. Dem Pferd kannst Du nicht mehr helfen." Dieser Bereiter (deutlich mutiger als ich) hat dann auch rasch den Deckel wieder draufgemacht, bevor das Pferd verkauft wurde .... nicht grob, nur mutig halt und Konsequent. Das haett ich nicht gekonnt!

Wir wurden mal zu einem Problemfall gerufen....ein Pferd, das den Longenfuehrer hinterhaeltig und gmein angriff. Er hatte wohl schon Jemand den Finger abgebissen! Wir also da hin, mein Freund Sattelte und Trenste das Pferd selbst, zog den Sperriemen auf Anschlag an .... der Arme, dachte ich noch, so als Deutscher Gutmensch.....
Nun, dann longiert, mein Freund in Hab-acht-Stellung, Nix. Pferd laeuft seine Kreise. In dem Moment, wo er den Kopf zu uns Zuschauern drehte und sagte "Der macht doch ghar nix", spurtete das Pferd in die Mitte, und biss voll zu...wollte zumindest zubeisse, dank Sperriemen ist es nur beim Jacke knappsen geblieben. Meinen Freund hat er dabei umgenietet einfach ueberrant! Das fiuese daran war, dass das Pferd ganz genau den Moment abgewartet hatte, wo die Aufmerksamkeit woanders war! Ein ausgebuffter Profi!
Den Ratschlag, dieses Pferd als gemeingefaehrlich in die Dose zu geben, wollte die Besi natuerlich nicht hoeren! Das muss man doch hinbekommen, so ein schoenes Pferd....blabla.
Kerstin
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zaino
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« Antwort #16 am: 03.11.11, 16:59 »

Je nun, die letzten Beiträge bestätigen nur meinen alten Verdacht, dass das totale gewaltsame Unterbuttern letztlich in Punkto Verlässlichkeit des Pferdes auch nicht viel bringt. Beispiel einige Import-Criollos die hier bei zu netter Behandlung zur Furie mutierten.

Diskussion Druck oder nicht Druck: Ich glaub, präsent sein und auch mal Grenzen zeigen sind für ein Pferd ok. Druck empfinden sie dann als widerlich und entnervend, wenn er nicht konsequent eingesetzt wird, also das fatale Beispiel, mal grasen lassen unterwegs und mal nicht, und wenn das Pferd dann doch wieder anfragt, ihm gereizt eins überbrezeln. DAS ist negativ. Entweder ich bleibe bei Nein, oder ich akzeptiere das Anfragen und bin in der Lage, emotionslos und sanft aber bestimmt ein "Nein" zu kommunizieren, geht nämlich.
Genau wie die Beispiele vom SS, mit Hauen auf die Vorderhand erzielt. Geht nicht.
Sagte mein Freund die Tage, er fände das unnatürlich, wenn ich das den Russen machen lasse. Halloooooo?
ich hab ihm erklärt, dass das insbesondere bei braunen Russenmöchtegernhengschten zum eingebauten Imponiergehabe gehört und dass ichs kultivieren musste, weil ich es satt hatte, wie ein einarmiger Futterspender-Bandit behandelt zu werden. Also auf Abruf und dann bitte halbwegs korrekt mit mitgehender HH. Dass das Pferd dabei Aufrichtung und Spannung aufbaut, find ich jetzt, beim meist exorbitant entspannten (*flüster* faulen) Russen zur Abwechslung ganz gut, den Knopf zu finden, wo er sich 1x pro Abend gescheit aufbläst  Grinsend, kann nix schaden. Ist ja nicht so, dass er deswegen den Herzkasper bekäme.
Es fing also eher damit an dass ER MICH gehauen hat statt umgekehrt  Cool...
Ansonsten halt ichs mit esge und donau, möglichst klare Ansagen, dinge auch mal einwirkend "erklären" und eben notfalls auch mal eine Grenze setzen. Haue? Fällt da ein leichter Gertenklaps schon drunter? Glaub ich nicht... wenn man sieht wie manche Pferde richtig durchgehauen werden, systematisch und regelmässig und die Reiter wundern sich dann über pathologische Ängstlichkeit und Un-Vertrauen in Krisenlagen, eiwei...
Natürlich nimmt man einem Kind nicht die Angst vorm Schwimmen indem mans ins Wasser wirft und "schwimm" brüllt. Genausowenig funzt das beim Pferd. Ist halt zuweilen einfach schwierig zu unterscheiden, echte Angst? alte tiefsitzende Angst oder nur Ungewohntes? oder die Frage "wenn ich von uns beiden der Boss wäre würden wir NICHT durch diese Pfütze gehen" mit entsprechender Körperaktion. Und wo der eine auf "Ja zum donnerwetternocheinsdugehstdajetztdurchsonstrauschtesordentlich" mit Issjagutichgehjaschon reagiert, macht sich der andere endgültig in die Hosen und muss erstmal wieder beruhigt werden. Sowas unterscheiden lernt man halt mit der Erfahrung, oder, wie das Beispiel mancher Grob-Profis hier zeigt, eher wieder nicht...
« Letzte Änderung: 03.11.11, 17:33 von zaino » Gespeichert
donau
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« Antwort #17 am: 03.11.11, 18:58 »

pah, da wollte ich schon bissig und sarkastisch auf  leicht fundamentalistisch angehauchtes reagieren, und dann merk ich, dass es hier wieder absolut zivilisiert zugeht...  Grinsend

ich denk mir halt, anscheinend bin ich nur zu blöd, ein pferd ohne druck und klare ansagen *nugehmalvonderschulterda* auszubilden am boden. vom reiten will ich gar nicht reden Augen rollen und ich find weder die tollen hengste-bändiger, die alles nur mit gewalt erreichen toll, noch die -sorry- gutmenschen, die etwas verlangen, dass man nicht leisten kann. nämlich: ein pferd ganz freiwillig, ohne zügel, strick, stupsen, körperenergie aufbauen, schenkelhilfe, gerte, mal anraunzen von null auf erziehen, und bis m-niveau ausbilden unterm sattel, dazu gelände sicher, entspannt, und immer motiviert. ich behaupte: das kann keiner von den hier beteiligten. (okay, esge vielleicht Cool )

nicht, dass sich jetzt einer auf den schlips getreten fühlt, aber wenn man ehrlich ist, sind wir viel zu grobmotorisch, untrainiert, und was mich betrifft wohl zu unfähig, immer gleichmäßig gelaunt zu sein, nie mal schlecht drauf oder gefrustet. weil nämlich teilweise schon eine daraus resultierende verkrampfte haltung als stressor angesehen wird, oder man einfach mal schneller genervt ist. ich persönlich hasse mich dann immer dafür, aber die pferds können damit umgehen. weil sie´s gelernt haben. und wollte ich allen druck und stress vom pferd fernhalten, darf´s nicht in die herde, weil da giftelt vielleicht einer (aber hops, allein ist ja auch nicht gut), die fütterung muss 100% passen *unendlichewiesensuchengeht*, und reiten darf ichs schon gar nicht. manchmal wär ein bisschen mehr realismus wünschenswert. es wird immer, für jedes lebewesen, situationen geben, in denen sie druck aushalten müssen, mit druck umgehen müssen. was spricht dagegen, das in ruhe zu üben, einen ausweg (= nachgeben, locker lassen, nicht gegendrücken) aufzuzeigen, und den positiv zu besetzen?!

nein, gewalt ist keine lösung, und unterdrückung schon gar nicht, aber jemand, der konsequent enge grenzen setzt, ist für ein pferd verlässlicher, als einer, der mal mit lob arbeitet, und an andern tagen halt mit druck. dann lieber immer über druck und meidemotivation, da kann sich pferd wenigstens drauf einstellen. achja, nein, mein weg ist das nicht. aber wenn´s für pferd und mensch so ok ist, ist auch nix verwerfliches dran.

möglicherweise sind aber meine pferde einfach nur so unsensibel, einfach gestrickt und robust, dass ich keine ahnung habe, weil alles von selber geht, wenn ich drauf hau. richtig gemacht hab ich das ja eh nie... Augen rollen

okay, ich merk grad, es ist doch sehr sarkastisch und bissig geworden, aber ich heut seit 4h morgens munter und am arbeiten, man möge mir verzeihen Zwinkernd
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angi
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muh


« Antwort #18 am: 03.11.11, 20:30 »

Figonero, ich versteh komplett das Dilemma eines Berufsreiters nochdazu in so einer Umgebung wie du sie beschreibst. Da ist sind unsere Diskussionen hier Jammern auf hohem Niveau keine Frage. Auch kein aber, ich bin nur einfach froh, dass ich nicht in der Situation bin und es in unseren Freizeireitertschunkelbreitengraden anders zugeht und wir die Wahl haben.

Zum Thema dumm gelaufen hätt ich eine Geschichte von heute anzubieten...
Hafinette und ich auf der Reitwiese, wirklich grooooße lange Wiese in der Mitte ein Viereck mit Plastikstipfel und Elektrozaun ausgesteckt, vor 3 Tagen haben wir da u.a. galoppieren geübt (da tut sie sich am kleinen 15x30 Platz noch schwer), sehr entspannt und erfreulich.
So heute gehn wir runter, selbe Tageszeit, selbe Temperatur, selbe Ausrüstung, nichts Neues in der Umgebung. Die 10min Fußmarsch nach unten sind unauffällig. Ich frag noch schnell ein paar Sachen vom Boden aus ab, Pferd ist motiviert dabei, dann steig ich auf und lass sie im Schritt am halblangen Zügel außen herumgehen, wechsel dann auf die andere Hand, aufeinmal fängt Madame an sich aufzuziehen, zäppelt an, schlenkert mit dem Kopf, zieht sich noch mehr auf. Fängt an unauffällig den Zaun richtung Heimat abzuchecken (*zollstabrausnehm* *windrichtungcheck* *aufprallgeschwindigkeitberechne* Augen rollen) Ich hoff man kann sich das Szenario ungefähr vorstellen. Alles noch im Schritt unterbrochen mit Zeppeltrab, jede Zuckung meinerseits wird auf die Goldwaage gelegt, angedeutete Hilfen werden übergenau befolgt *schlangenpferd* Ich versuch nur ruhig zu bleiben und ja nirgens hängenzubleiben oder gegenzuditschen, weil sie mir mit jede Faser ihres Körpers sagt, so jetzt eine falsche Bewegung und es spielt Rambazamba. Alles nochimmer im Schritt auf gebogenen Linien. Keine Andeutung meinerseits, dass da bald eine andere Gangart gewünscht sein könnte. Angebote sich zu strecken führen nur zu anzeppeln und beschleunigen.
Irgendwann ist es dann soweit, Madame schraubt sich zusammen, will abdrücken, ich zieh ihr reflexartig den Kopf zu Seite, es geht kleschbumschepper, es zieht ihr die Hinterbeine weg und sie landet mit dem Hinterteil am Boden, kann sich noch derreappeln und bleibt aufrecht sitzen, ich land am rechten Bein daneben, das linke noch übern Sattel. Ich schau schnell, ob der Sattel noch da ist, wo er hingehört, wucht mich wieder rauf, Pferd steht auf, bleibt verdattert stehen, ich such die Steigbügel, zieh den Sattel zurecht, lass sie noch ein bisschen stehen und lob sie dann (fürs Stillstehen) Dann gehn wir noch 2-3 Runden im Schritt, bis sie soweit runtergekommen ist, dass ich die Zügel wieder lang lassen kann und dann gehts ab ins Gelände, den Berg rauf... interessanterweise war der Laufdrang dann bald gegessen Zunge Und bis wir zuhause waren, war die Welt wieder in Ordnung.
Was hätt ich da anderes tun können? Das einzige Vernünftige wäre gewesen zu erraten, dass sie knackig sein wird und der Boden nicht der Beste ist und gleich ins Gelände gehen. Auf der anderen Seite könnte man annehmen, dass in einer 2ha Offenstallanlage kein gröberer Bewegungsstau zustandekommt.
In der Situation? Bevor ich aus dem vollen Galopp stürz, tu ich das lieber aus dem Schritt Schweigend Vorher strenger sein? Drohen, bestrafen fürs Anzeppeln statt durchzuatmen, locker sitzen und schaun, dass wieder ein Schritt draus wird? Sinnlos, oder? Hinterherschimpfen? Noch sinnloser. Frühzeitig abbrechen? Sendet auch irgendwie nicht das richtige Signal, oder? (hab das jetzt absolut als Penetranz und mutwillig angezettelt nicht als Stress/Angst/Aufregung eingestuft) Wär die Situation besser oder schlimmer geendet, wenn sie ernsthaft Angst vor mit hätte? Bin da echt ein bissl ratlos.

Heut war ja überhaupt Kamikazetag, in der Garagentür ist sie auch schonwieder hängengeblieben mit dem Halfter beim Versuch den Müllsack zu erschnofeln (die Julia weiß was ich mein Zwinkernd) ich hoff wenigstens das hat sie sich jetzt endlich einmal gemerkt, Pferde.... hirnloses Viehzeug hirnloses, ich kauf mir ein Moped Augen rollen Zunge Schweigend Zwinkernd
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Cinnamon
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« Antwort #19 am: 03.11.11, 20:44 »

pferd verwurschten ist halt ungefähr so praktikabel wie atommüll unter der erde verbuddeln.
solange immer wieder neuer mist nachkommt oder in dem fall menschen beschwichtigungs- und warnsignale systematisch abtrainieren, bis das tier irgendwann keine andere wahl mehr hat, als ohne abstufungen gleich auf konfrontationskurs geht, wird sich nicht viel ändern.

donau: ich denke, das hat nix mit blödheit zu tun, sondern damit, wie die interessen gelagert sind. wenn es mich nicht interessiert, wie man beispielsweise mittels reiner +v ausbildet, werde ich mir wohl auch nicht die mittel und wege aneignen, wie das ganze in der praxis umzusetzen ist. genausowenig wie ich mir zb. gewisse nh-spielereien und handling skills reinziehe, weil mich das einfach nicht interessiert.
und nochmal: es geht nicht darum, das pferd in einen rosa wattebausch zu packen - das pony, das ich weiter vorne gepostet habe, muss mit einer ganze reihe von stressfaktoren klar kommen - das beginnt bei den umgebungsreizen und geht bis dorthin, entscheidungen zu treffen bzw. im fall des falles entscheidungen des besitzers sogar zu ignorieren und zu übergehen, falls diese für alle beteiligten zu gefährlich oder nicht umsetzbar sind.
wenn man diese dinge als kriterien kleinschrittig ins programm aufnimmt, ist das doch völlig okay. es ist aber etwas völlig anderes, dem tier die chance zu geben, sich damit auf basis freiwilliger mitarbeit auseinander zusetzen (und dabei ist es völlig egal, ob das jetzt der hänger, der lkw oder der tierarzt ist) oder alle wege zuzumachen und als einzige option das eine türl offenzuhalten, das dem entspricht, was man gerne sehen möchte.

kein grund sich da reinzusteigern, ist doch alles gut ;-)
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« Antwort #20 am: 03.11.11, 21:07 »

Angi, fast genau dasselbe ist mir vor knapp 2 jahren mit einer Hafistute passiert. Die madame ist ohnehin Turbohafi. An dem tag noch Bewegungsstau und in der großen Halle drehte sie derartig auf, dass es aufhörte komisch zu sein.
Als sie in einer pöööööösen Ecke wieder ruckartig Gas gab, hab ich sie mit meinen Einwirkungen auch so blöd (oder geschickt??) erwischt, dass es ihr die Füße wegzog und sie auf dem feisten Popo saß. Das hat sie dann allerdings zu sich gebracht und der Rest der Einheit lief halbwegs zivilisiert.
Aber letztlich hats mich Wochen gekostet, unser Verhältnis in der halle wieder auf freundlich, nett und ist alles nicht so schlimm zu fahren.

Aber im fraglichen Moment - hm, nun ja, mit vento habe ich die alternative häufiger praktiziert: Beim Aufsteigen merken, dass Pulverfass. Also direkt wieder absteigen und longieren gehen.  Augen rollen Und warum habe ich bei Vento einen anderen Weg gewählt? vermutlich weil mir klar ist, dass ich DESSEN Explosion nicht würde sitzen können, die hafiline aber sehr wohl. tja.
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zaino
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« Antwort #21 am: 03.11.11, 21:17 »

donau, woher weisst Du wie es mir heute so erging? *unterschreib* *frustriertbin*
Wieso vergessen Pferde Gelerntes oder freudig Vorgezeigtes innerhalb einer Woche? Doch nicht weil ich so neben mir stehe? **schäm*
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angi
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muh


« Antwort #22 am: 03.11.11, 21:19 »

Ein hoch auf den modernen Sporthaflinger Zunge
Ja stimmt, wäre die Hafinette nicht die Hafinette, sondern ein 170cm Teil mit größerer Übersetzung gewesen, wär ich ziemlich bald wieder freiwillig abgestiegen und hätts nicht drauf ankommen lassen...
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donau
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« Antwort #23 am: 03.11.11, 22:08 »

zaino, das ist kein vergessen, sondern einfach ein - heut geht´s nicht *schulterzuck*
ginni konnt ich jetzt wochenlang nicht hinlegen, weil: war halt nicht. gestern gings dann wieder, kann aber sein, dass es jetzt wieder ewig nicht geht. das ist halt so, und ich kann je nach meiner stimmung sehr gut (99% der zeit) oder weniger gut (so 5minuten alle 2 monate, wo ich mir denk: wieso bitte geht das nicht?!) damit umgehen. warum´s nicht geht, darüber kann man dann entweder ewig ursachen forschung betreiben, oder es einfach akzeptieren, und versuchen, die situation rundrum so lernfreundlich wie möglich zu gestalten.

angi, ähm, bei 1,65 stkm und buckelbegabung steigt man da nur noch mit bauchweh auf. das nennt sich november-blödheit, tritt jetzt die nächsten paar wochen auf, und ist nur durch ausrennen unter dem reiter im griff zu behalten. weil allein isses faaaaaaad Augen rollen wozu man die viecher dann auf riesige koppeln stellt... Zunge Zwinkernd lässt dann auch irgendwie ein ziemlich flaues gefühl im magen zurück, dass sich immer wieder einstellt, sobald sich pferd unter einem aufbaut. absteigen, führen und sein lassen ist da weniger falsches signal als witzlos, weils die ursache nicht beseitigt, nur das symptom bekämpft.

im übrigen hab ichs langsam satt, mir ständig unterstellen lassen zu müssen, ich wollte mich nicht mit etwas beschäftigen, oder wäre jemand, der pferde nur über druck ausbildet (oder wahlweise auch jemand, dessen pferde völlig verzogen sind). ich hab bloss eine allergie auf fundamentalisten, die der meinung sind, ihre methode ist das einzig wahre, und der rest hat, trotz der fortschritte und ergebnisse, einfach nur keine ahnung. es gibt mehr als einen weg, jede paarung ist individuell, und etwas zu verurteilen, nur weil´s nicht der eigenen vorstellung entspricht, finde ich engstirnig. soll doch jeder so sein und tun wie er will, man sucht sich schon auch den passenden charakter beim pferd, wenn auch oft unbewusst. *sarkasmusan* wahrscheinlich hab ich deswegen stumpfe, bescheuerte warmblüter, die von natur aus leidensfähig, stressresistent und mit druck arbeiten gewohnt sind *sarkasmusaus*
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muh


« Antwort #24 am: 03.11.11, 22:23 »

Immerhin haben wir ja einen guten Tag zwischen Sommerfaulheit und Winterwahnsinn gehabt! Cool Grinsend
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« Antwort #25 am: 03.11.11, 23:44 »

Aehm, Donau meinst Du "MOI"? Ich hoffe nicht, denn dann waers voellig falsch ruebergekommen!
Ich hatte naemlich den Eindruck, dass der Tenor hier im allgemeinen so war, nur wer gaenzlich ohne Druck/Schubs, Zuegelzupf, Schenkelschubs auskommt, ist ein guter Mensch, andernfalls total doof, unsensibel und unfaehig. Daher hatte ich so den Fundamentalisten-Frust, wie man wohl deutlich gemerkt hat....war aber auf niemand speziell gerichtet.

@Angie, Berufsreiter bin ich nicht, noch nie gewesen, hab ich gar nicht die Ausbildung fuer! Ich war halt sehr lang in dem Stall zugange, hab die Pferde geritten, die man mir gegeben hat (andere auch abgelehnt, wenn ich fand, das muss ich mir nicht geben)....und dann hatten schwupps mehrere Leute gekuendigt (u.a. der erwaehnte Grobian) und ich wurde gefragt ob ich.... da ich das Geld gut brauchen konnte, hab ich halt zugesagt. Aber diese Schnupper-Exkursion in die Profi-Gefilde, die hat mir echt gereicht!

Na und mit meinem eigenen Zausel, da leide ich ja eher unter dem "Dominanz-Problem". Im Moment ist es wohl so Pi-mal-Daumen ausgewogen. Soll heissen, ich darf alles tun und machen, solang ich ihm nicht ernsthaft auf die Zwiebel geh oder Dinge verlange, die seiner eigenen Einschaetzung der Welt diametral entgegenlaufen...so ungefaehr. Was fuer ihn gut ist, weiss er immer noch am Besten .... denkt er!
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Anja
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« Antwort #26 am: 04.11.11, 07:28 »

Übrigens sind nicht alle Berufsreiter Grobiane, auch nicht die von Wallemähnigen Iberern....

Gerade die Lusis mit Stierkampfblut können ziemlich heiße Geschosse werden, wenn man sie falsch anpackt. Und kleine braune Hengste auch, denke ich mal. Ausprobieren sollte man das lieber nicht.....

Donau, ich war sehr lange in einem Stall mit überzeugten NHP Anhängern. Da kriegt man irgendwann ein dickes Fell, und sagt sich... "okay, wenn ihr das Pferd auf euere Art fertig ausgebildet habt ist es bevor ihr richtig zum Reiten kommt wahrscheinlich an Altersschwäche gestorben" Aber wenigstens Spass haben sie dabei gehabt. Überzeugt aus reiterlicher Sicht hat es mich nicht....  Augen rollen Leben und leben lassen, jedem seinen Spleen.

Zaino, bei den Import Criollos ist es eher nicht die Frage von Druck oder zuviel Druck.Ich beschreibe jetzt mal das was ich vor Ort gesehen habe. Die werden als Arbeitspferde gezogen und wachsen in der Herde meist auf riesigen Weideflächen auf. Für das Impfen und Entwurmen werden sie nicht besonders sanft wie Wildpferd in Pferche getrieben und einzeln in Pferch getrieben und quasi von außen behandelt.

Auch später leben sie draußen in der Herde und müssen für die Arbeit wieder eingefangen werden. Sobald man sie am Halfter hat (bloss nicht loslassen !) sind sie brav und gut erzogen. Nicht unbedingt über Druck sondern über Konsequenz der Reiter sitzt balanciert im Stuhlsitz und lässt sie sehr selbständig arbeiten. Dabei muss natürlich der Grundgehorsam stimmen, z.B. Tor vom Sattel aus öffnen und schließen. Kein Dutzi Dutzi aber auch kein sinnloses Gehaue. Das Problem mit den Importtieren ist die Umstellung von Weidehaltung auf Box, der Import in Schlachtpferdtransporten und ein Reiter der eben nicht 5 Stunden im Sattel und dementsprechend locker sitzt.
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esge
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« Antwort #27 am: 04.11.11, 08:16 »

Nun ja, eine Freundin hat einen Criollo mit Stacheldrahtnarben auf der Zunge. Und nicht von einer Weideverletzung, so viel ist klar...

Nirgends gibts nur Gute oder Böse. Und gut gemeint ist längst nicht immer gut. Mich hat mal ein kleiner Araber beim Longieren angegriffen, einfach weil er vorher mit so viel Inkonsequenz und Inkompetenz angearbeitet wurde, dass er das für eine gute idee hielt. Seine Besitzerin hatte er zuvor aus dem Round Pen gejagt und fand das ein tolles spiel. Wir verbrachten dann eine ziemlich unangenehme Sitzung im Round Pen, ehe wir die Spielregeln ändern konnten. Beim anreiten war er dann wenige Wochen später absolut grottenbrav.

anja, hihi, an altersschwäche gestorben ehe man mal zu was kommt ist eine nette Umschreibung, grins. Die Sorte kenn ich auch. Aber du hast Recht: den Pferden ist es völlig egal, ob sie dolle Lektionen lernen oder nicht.

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« Antwort #28 am: 04.11.11, 08:21 »

gestrn war die Hufbearbeiterin beim Polo. Sie war ganz begeistert.
Was hast du denn mit dem gemacht? Im Vergleich zum letzten Mal steht er ja super brav!

Das Pony scheint langsam zu Hause zu sein. Oder hat das Stillstehenclickern (ohne Druck Grinsend) doch was bewirkt?
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stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
Gruß tara

"Ausbildung heißt, das zu lernen, von dem du nicht einmal wußtest, dass du es nicht wußtest."
(Ralph Waldo Emerson, (1803 ‐ 1882)
Ipanema
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« Antwort #29 am: 04.11.11, 08:25 »

Nur mal einwerf: Leute, verscheucht's mir die Cinni nicht, ich lese ihre Beiträge ausgesprochen gerne. Überhaupt finde ich diese Diskussion sehr interessant, WEIL eben Pferdeleute beider Seiten und aller möglichen Zwischenstufen diskutieren. Nur die Grobianfraktion fehlt, die braucht aber auch keiner, da kann ich nichts lernen.

Ansonsten wurstel ich mit dem PRE-Stütchen so vor mich hin, sogar mit Reitunterricht, und stelle immer wieder fest, dass das theoretische Rüstzeug ja da wäre und kleine Fortschritte sind auch zu sehen, größere scheitern leider an der Grobmotorik. Ich weiß, wie ich die Zügel einzusetzen hätte und wann ich nachgeben müsste und wieviel um nicht völlig den Kontakt zu verlieren - und dann endet's doch wieder in Ziehen oder Schlackerzügel. Ach menno, kann mir denn keine von euch sagen, wo man Reitenkönnen und Feingefühl in Tüten kaufen kann?

Und trotzdem, soll ich oder soll ich nicht?
Gerade die Lusis mit Stierkampfblut können ziemlich heiße Geschosse werden, wenn man sie falsch anpackt.
Ich hab's nicht lassen können und mir einen angeschaut und jetzt denke ich darüber nach, ob ich mit dem Kauf eines solchen meine Fähigkeiten nicht doch erheblich überschätzen würde...
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