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Pferdeforum  |  Rund ums Reiten  |  Klassisch - back to the roots (Moderatoren: esge, Rübe)  |  Thema: Klassiker haben Spass am Lernen und machen Fortschritte 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Klassiker haben Spass am Lernen und machen Fortschritte  (Gelesen 25314 mal)
geolina
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« Antwort #630 am: 02.11.11, 08:19 »

hallo,

oh, dann konnte ich dir nicht folgen cinni Zwinkernd, macht ja nix. ich weiss nur nicht, wen du hier ständig erziehen willst. (kommt zumindest bei mir so an)

mein pferd ist sowas vergebendes! gestern war reiten wirklich nett und das mit dem tag davor. taktstörungen kamen nur noch 1x auf, dennoch hab ich rechts nicht mehr so das goldene gefühl. ich meine, meine hand war früher bestimmt nicht besser  Augen rollen und da sah man nie taktfehler. mach ich sie doch kaputt oder verlange ich nun mehr, so dass es dazu kommen kann oder drückt doch der sattel oder ist der rechte vorderhuf noch bissl in mitleidenschaft gezogen - weil die kommen von vorne rechts, wo eben lenchen ihren abszess hatte, aber beim longieren sieht man nix - null - nada, auch nicht, wenn ich mal bissl zulegen lasse, also wohl doch eher ich oder der sattel *seufz*. ich muss den sattler mal kommen lassen, nur um die dinge abzuklären und nächste woche kommt eh die physio vorbei, um mir mal das ultragschallgerät zu erklären (narbennachbehandlung), dann soll die auch mal guggn. schmied kommt eh noch diese woche oder die nächste.

wenn wir alle nix finden, dann muss eben auch nochmal der onkel dok ran.

wobei sie z.b. gestern toll vorwärts lief, antraben super, fast schon übereifrig, auch auf der rechten hand. hm, grübel.

wenn die pferde nur nicht das problem hätten von so stümpern besessen zu werden *nochmal seufzt*

alex
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Figonero
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« Antwort #631 am: 02.11.11, 12:19 »

Hm, Geo, ich weiss, nicht ob meine Sichtweise schon irgendwie verschoben ist .... und vor Allem was genau verstehst Du unter"Taktstoerungen"? Das kann ja alles sein, von leicht lahm, ueber nervoeses Getrippel, ueber Haxen verknoten bis hin zu Zuegellahm..... Nicht, dass ich Dir eins davon unterstellen wolte, es ist halt nur so ein weiter Begriff.
Ich bins halt gewohnt, Pferde zu sehen, die seltenst mal wie an einer Schnur gezogen ihre Bahnen ziehen.
Nun neigen Iberer eben gerade dazu, laufen eigentlich fast nie wie ein Metronom....das ist dann wieder der Nachteil an den "flinken Haxen", die man ja sonst eigentlich als Qualitaet schaezt.
Bei Deinen Schilderungen faellt halt auf, dass es eher im Bezug auf reiterliche Einwirkung/Fehleinwirkung vorkommt, so wie Du es beschreibst. Vielleicht sprichst Du noch mal mit der RL, ob sie die Ursache eher bei Dir sieht (Hand) oder ob sie evtl. auch anderes in Betracht ziehen wuerde, bevor Du den Ganzen Bohei anleierst. Gut, jeder darf sein Geld so ausgeben, wie er meint. In dem Fall waere es aber meiner Bescheidenen Meinung nach nur "Gewissensberuhigung".
Dass Leni an der Longe gleichmaessig laeuft ist ja normal. Da kann ist sie ja nur fuer sich selbst verantwortlich. Sie ist halt noch jung und wenn dann jemand drauf sitzt, reicht schon ein bisschen schepp belasten im Sattel, ein bisschen hier gezogen und da geklemmt und schon "haspelt" das Pferd. Dewegen ist es aber noch lange nicht kaputt oder auf dem Weg kaputtet zu werden. Evtl reitet sie ja auch mal Deine RL? Waer doch auch mal interessant, natuerlich mit Deinem Sattel....Dann sollte der Faktor "Reiterliche Fehlbedienung" ja ausgeschaltet oder minimiert sein, wenn die RL halbwegs gut reitet. Und das tut sie ja, wie Du es erzaehlst.
Koennte zwar frustrierend fuer Dich sein, aber Erkenntnisreich...

Kerstin
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esge
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« Antwort #632 am: 02.11.11, 12:52 »

Geo, es gibt so viele kleinste Faktoren, die bei einem feinen Pferd zu kleinen Störungen führen können - da kriegt man die Motten! ich mache grad auch mal wieder so meine Erfahrungen. Mein liebstes Kind z.Zt: die jeweils innere Reiterhüfte. Die stellt sich furchtbar gern in den gebogenen Lektionen fest. Anstatt weich in der Bewegung weiter zu schaukeln, rammt sie sich (böswillig) ins Pferd. Reaktion des Pferdes ist unweigerlich, sich am inneren Zügel fest zu machen. Versucht man nun, dieses Festigkeit durch hand zu beheben, kann man Taktstörungen kriegen.
Versucht man hingegen, betont die innere Hüfte in Bewegung zu setzen (gern mal aktiv mit dem Pferd mitschaukeln oder die Hüfte quasi rollierend in die Bewegung zu geben), lösen sich die "Handfehler" gern in Wohlgefallen auf und das Pferd lässt aufatmend den Hals fallen und schmatzt ein zufriedenes "Na also!"

Oder neulich ertappte ich meine Fußgelenke dabei, dass sie sich mal wieder hübsch einbetoniert hatten. Weil ich ja auf Hände und Hüften geachtet habe. Flugs nutzten die Fußgelenke die Gunst der Stunde und machten einen auf Schillers Glocke. Ok, also wieder durchgefedert - und wiederum fiel mir der Pferdehals schneller in die Hände als ich gucken konnte.

Reiten ist schwer... Seufz.
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Mettie
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« Antwort #633 am: 02.11.11, 13:14 »

Wie esge schon sagte:

Zitat
Jeder meint, dass der eigene Anspruch der richtige ist. Streng nach dem Motto: Wer mehr macht als ich, übertreibt, wer weniger macht, schlampt. Oder in diesem Fall: Wessen Viech verspielter ist als meins, hat ein unerzogenes Viech, wessen Viech ernster ist als meins, der hat es unterdrückt.

Genauso beim Autofahren - alle die langsamer fahren als man selbst, behindern den Verkehr und sind Idioten, alle die schneller fahren als man selbst, sind lebensmüde und Idioten. Man ist grundsätzlich von Idioten umgeben  Zwinkernd

Deswegen fühl ich mich von Cinni nicht erzogen, im Gegenteil, ich freu mich immer wenn sie ihre Sichtweise zu den Dingen aufzeigt, weil ich da immer noch was draus lernen kann. Weniger "der Gaul ärgert mich" und "der will nicht" und mehr "dem geb ich nicht genug Gründe, mit mir zu kooperieren" und "der versteht vielleicht einfach nicht, was ich will". Klingt jetzt nach Kuschelpädagogik, aber für mich ists wichtig, dass das Pferd auch Spaß in meiner Freizeit hat. Andernfalls könnt ich auch Motorrad fahren. Wir sind ja nichtmehr im Krieg, wo das Pferd funktionieren musste, warum also Stress machen?

Angi, danke, irgendwann lernt's auch der letzte Depp  Grinsend

donau, jep, genau. Seh ich auch so. Wenn Ginni ein Schieben/Drücken/Gertensignal wirklich nur als Signal empfindet, dann kannst du das getrost als Hilfe nehmen. Bei einem Pferd, das dann mit dem Schweif schlägt oder unruhig wird, würd ich versuchen, das frei zu formen, auch wenn es dann sicher länger dauert. Aber es nutzt ja nix, ne stressige Trainingseinheit mit Leckerlis zu versüßen, wenn das Pferd dennoch nachher froh ist, wenn man die Übung beendet.


Meine Magengeschwür-Panik war wies aussieht, glücklicherweise unbegründet. Aus irgendwelchen Gründen haben die Pferde wohl den letzten Heuballen verschmäht, obwohl der ritzegrün war, gut roch und auch keine Giftpflanzen zu finden waren. Weil meiner nicht auf Stroh steht, und nur 1/3 seiner Heuraufe fraß, hat er wohl bisschen Bauchschmerzen entwickelt und sich deshalb auf Stroh und Holz gestürzt. Seitdem bekam er Mash mit vielviel Wasser und ein Strohnetz zum Knabbern, das er auch täglich komplett leer fraß. Seit vier Tagen haben sie einen neuen Heuballen, seitdem ist die Heuraufe wieder komplett leer und der Bub wirkt wieder besser *puh*
Die anderen Pferde haben übrigens auch deutlich weniger gefressen, aber sind halt nicht so anfällig wie meiner und haben daher auch kein Bauchweh gehabt.
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Hat jetzt halt keine Signatur mehr um Schleichwerbung für THM Strahlbalsam zu machen.
Figonero
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« Antwort #634 am: 02.11.11, 14:08 »

Hm, nur so als "Neben-Gleis" der Gedankenautobahn....
Solange ich mich in einem gesicherten Raum aufhalte (Halle/Platz) kann ich durchaus Zeit und Geduld darauf verwenden, von Pferd positiv wahrgenommen zu werden, Wege der Verstaendigung zu finden....wenn ich das will und mir dieser Aspekt wichtig ist.
Im "richtigen Leben" ist mir das manchmal grad sowas von egal, ob das Pferd das nun als hoefliche Aufforderung versteht oder schlicht als Zwang....das Ergebnis zaehlt. Und das muss gar nicht mal die immer wieder gern genommene Autobahn mit dem durchgehenden Pferd sein! Das ist immer so das Extrembeispiel.

Wenn ich draufsitze, hat er nicht mit anderen Pferden in Interaktion zu treten (was der Knabe halt nun mal so unter "Kommunikation" versteht). Punkt. Wenn ich an ner Strasse entlangreite, kann es ja sein, dass er sich vor dem Trekker fuerchtet....die Furcht vor MIR (der Respekt vor den Hilfen) hat groesser zu sein. Punkt. Das Fuerchten vor dem Trekker kann ich durch Gewoehnung/Vertrauen mindern. Und doch wird es immer Situationen geben, wo das nicht ausreichend ist.

Ich war mal mit einem meiner Pferde querfeldein unterwegs, hatte mich ganz gut verritten, nur noch einen groben Plan der Himmelsrichtung. Ich befand mich in einem verwilderten, ehemaligen Olivenhain, ziemlich steil bergan. So steil, dass ich nicht "quer" zum Gefaelle reiten konnte, sondern strack nach oben. Die Olivenbaeumchen waren auf "Trassen" angeordnet, also war immer mal wieder ein kleines Maeuerchen, nicht hoch.....da es ja eh schon steil war, hat das Maeuerchen des getoppt, in dem Moment, wo das Pferd die Vorhand anhob, um da hochzuhoppeln, waren wir kurz vor dem Ueberschlag nach hinten..... in dem Moment hab ich die Sporen reingehauen, um sozusagen ein leztes, verzweifeltes Abdruecken der HH zu erreichen, unter Aufbietung aller Reseven. Hat geklappt. Wie das Pferd das in dem Moment fand, ist mir ja sowas von egal, ich wollte mir einfach bloss nicht den Hals brechen und Ueberschagsweise den Berg runterkugeln...
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« Antwort #635 am: 02.11.11, 14:39 »

Weiteführung von Kerstins Gedanken: Aber je häufiger ich im geschützten Raum mit meinem Pferd "gemeinsame" Wege suche (und finde), je häufiger ich da Feinabstimmung betreibe, desto eher kann ich auch "auf freier Wildbahn" ohne Zwangsmaßnahmen mit meinem Pferd kommunizieren.
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« Antwort #636 am: 02.11.11, 15:22 »

esge, das ist schon klar, dass eine Reiterhilfe nicht umgesetzt werden kann, wenn sie nicht ausreichend verstanden (und geuebt) ist....das weiss jeder, der auf einem Jungpferd gedacht hat, er koenne "bremsen" wie beim aelteren Routinier. Auch wird (um das obige Beispiel noch mal anzuwaeremen), ein Pferd nicht auf "Sporenreinhacken" nach vorne spritzen, wenn es diese gar nicht kennt...Glaub soweit koennen wir uns alle einigen.
Und je besser das Feintuning in der Halle geuebt wird, desto besser gehts auch draussen und desto seltener kommt man in die Situation, pure "Gewalt" anwenden zu muessen.

Was mir halt nicht recht "eini" will, ist dieser Aspekt, dass das Pferd seelisch verkuemmern soll, wenn der Reiter nicht auf seiner Ebene kommuniziert. Gut, WENN ich diese Kommunikation seelisch/geistiger Art wuensche, dann muss ich auf "pferdisch" kommunizieren. Das ist klar. Ich finde nur, dass die "Kommunikations-Fraklton" hier vielleicht auch mal gelten lassen muesste, dass es Leute gibt (ich,z.B.) die dem Phaenomen nur untergeordnet Bedeutung beimessen. Wer das will, kann und soll es tun. Aber wer es NICHT will, ist deswegen noch lange kein unsensibler Pferde-Seelen-Vergewaltiger.
Ausgenommen hiervon ausdruecklich die "Reiterhilfen", incl. Lob/Leckerli. Und der Bereich, was ist konventionelle "Hilfe", was ist "feine konventionelle Hilfe", was ist "tricksen", das ist eh recht verschwommen und ueberlappt teilweise.
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« Antwort #637 am: 02.11.11, 15:44 »

wobei ich da geschützten bereich auch relativ sehen würde. geschützer bereich ist für mich halt immer da, wo man ohne grundsätzlichen stress mit dem pferd arbeiten kann. und je besser es da geht, desto weniger massiv muss man in stress-situationen drauf beharren.

allerdings bin ich der meinung, ein pferd muss lernen, mit druck/stress umzugehen. weil die welt nunmal so ist. dann komme ich auch dazu, dass ein pferd berührungen, gerte, paraden, reiterhilfen, neue anforderungen, "schrecknisse" etc. etweder gar nicht als stress-auslösend betrachtet, oder sich nur ganz kurz gestresst fühlt. ist aber auch abhängig vom pferd, manche wird das gefährliche gänseblümchen immer stressen (donau Augen rollen ) für die kann man das aber so drehen, dass schenkel, gerte, aufforderung mit stimme nicht stressoren sind, sondern beruhigen. andere wiederum bringt man soweit, dass man sie davon abhalten muss, alles neue, lärmmachende, eigentlich gefährliche genau zu untersuchen (nein, ginni, wir können den rüben-ernter WIRKLICH NICHT anknabbern gehn!!! Grinsend Grinsend ). beides sind verhaltensmuster, um mit dem stressfaktor "lautes großes ding" umzugehen. weil die pferde gelernt haben, es passiert nix, wenns mal kurz stressig wird. und druck hört auf, wenn man nachgibt, und ist eigentlich gar nicht so schlimm.

den grundcharakter eines pferdes kann man natürlich dabei nicht um 180° drehen. sonst hätt ich zwei komplett gleich tickende pferde, weil selber mensch, selbes herangehen, selbe vorstellung. nun ist die frau donau sehr ernsthaft, findet so spielereien wie was umschubsen, reinbeissen etc. einfach nur plöt. stellt sich auch mal hin und sagt: jetzt erklär mir mal, wie du dir das vorstellst, alte Augen rollen Grinsend dafür zeigt sie mit stolz alle lektionen und übungen die sie kann (auch dann, ich grad nicht will... *hust* *themenwechel* Zwinkernd ). verweigert sich bei druck komplett, lässt sich aber trotzdem anleiten, bzw. möchte das sogar, weil sie mitarbeitet, mal selber interpretiert, sofort begreift, nur die durch rauszögern einer belohnung dazu zu bringen, dass sie wo weiter macht - unmöglich.
ginni ist das komplette gegenteil, die ist verspielt und fröhlich, macht lauter unsinn, und braucht die hilfestellung, weil sonst nie das rauskommt was ich will Grinsend im sinne eines gymnastischen arbeitens, und eben ordentlicher reiterei (sofern ich dazu fähig bin Augen rollen Zunge ) müssen aber gewisse sachen sein, und der konzentrierte, eifrige gesichtsausdruck passt aber auch dazu, dass ich der alles als spiel verpacke, und damit "druck" keinen platz hat. denn: die kleine verträgt das (noch) gar nicht, für die ist alles, was nicht spiel ist, enorm stressig. also ist alles spiel, auch turnier fahren, auch kurs fahren, auch phöse dinge am feldweg Zwinkernd

geo, lenis tatkunreinheiten klingen sehr nach sattel in kombination mit dir einseitig rechts fest, dann klemmts halt mal. kann´s sein, dass der zu eng ist?! nur so bissl? weiss ich grad, weil ich beschlossen hab, ginni das fellchen unterm sattel weg zu tun, wir haben ja doch recht viel gearbeitet die letzten wochen (eigentlich eher zufällig, hat aber gepasst für sie *inszaumzeugkletter* *reitentollfindet* Zwinkernd ), und jetzt klemmts wieder ein bisschen im galopp, weil oben enger geworden Zwinkernd

nachtrag: kerstin, ich glaub, du überinterpretierst da ein bissl. das hat nix mit seelisch verkümmern zu tun, tatsache ist halt, dass ein pferd besser und einfacher lernt über lob, denn über strafe. und ich glaube auch nicht, dass dir die mitarbeit des pferdes egal bzw. untergeordnet ist, und die viecher einfach nur funktionieren müssen. wär halt von beiden seiten ein bisschen toleranz wünschenswert - der versuch, mit fast ausschliesslich positiver verstärkung zu arbeiten ist kein eso-kram, und umgekehrt stirbt auch kein pferd, wenn es mal druck aushalten muss, oder grenzen aufgezeigt bekommt, und man nicht nur lieb ist.

und jetzt dürfen mich beide seiten hauen, weil ich ja eh nix richtig mach, ich hab dann eh keine zeit zum lesen die nächsten tage Grinsend Grinsend
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« Antwort #638 am: 02.11.11, 15:57 »

Ach, Donau, Dich haun sowieso alle, weil Du nix konsequent genug machst. Fuer die Spiel-Fraktion reitest Du zu viel, fuer die Reit-Fraktion spielst Du zuviel ... draufhau....

Dein letztes Post fasst eigentlich schoen zusammen und ist ausgewogen in der Mitte.
Na, ich hatte da halt die Letzte Zeit so ein paar Fussnaegel-Hoch-Roll-Beitraege...

Ich darf Geos Beispiel aufgreifen..... da muesste sie ja nur loben, wenns Pferd grad laeuft und nicht loben wenns tickt. Und sollte das so nicht funktioniere, liegt es NUR und ausschliesslich daran, dass sie nicht punktgenau lobt, wenns grad fluessig laeuft....so ungefaehr, ganz ueberspitzt ausgedrueckt!

Beim reiten hab ich da halt so meine Probleme mit der "Kommunizier-Schiene". Beibringen als reine Lern-Aufgabe, da mag es noch angebracht sein.... spaeter kommen halt Diinge dazu, die rein physikalisch sind.
Wenns Pferd vorhandlastig auf der Hand haengt, kannste Dich totclickern...da hilft nur, Gewicht auf die HH bringen, hinten aktivieren....wenn DAS dann umgesetzt wird, ja dann kann ein Lob angebracht sein. Versteht man das jetzt irgendwie?
Kerstin
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esge
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« Antwort #639 am: 02.11.11, 16:00 »

Hm, na ja, ganz einverstanden bin ich nicht mit deiner Aussage, kerstin. (Mit der vorletzten. Dein letzter Post hat sich überschnitten)

ich bin ein Reiter, der seine Pferde "eng" führt. Was bedeutet, dass es von dem, was ich wünsche, wenig Abweichungsmöglichkeiten fürs Pferd gibt. (Nicht, dass ich die Zügel eng habe, wir vestehen uns). Ich behaupte, die meisten pferde fühlen sich wohl mit sehr klaren Vorgaben.
Aber gerade in den letzten Jahren habe ich mehr und mehr herausgefunden, wie ich Pferde derartig penibel führen und trotzdem in ständigem Dialog mit ihnen stehen kann. Für mich bedeutet das einfach, dass ich ebensoviel ins Pferd reinhorche, wie ich es im Informationen füttere.
Und ich behaupte, dass Pferde unglaublich gut darauf reagieren, wenn sie merken, dass der fremdkörper da oben im Sattel nicht nur redet, sondert auch zuhört! Pferde, denen nie zugehört wird, ja, die halte ich für frustriert auf Dauer. Wenn sich niemand jemals darum kümmert, wie es mir mit den Anweisungen, die ich dauernd kriege, geht, mache ich auch dicht. Pferde auch. Die einen werden einfach ein bisschen stumpfer und schieben Dienst nach vorschrift, die anderen werden hibbelig und unruhig, die nächsten stur oder widersetzlich.
Es hängt also für mich überhaupt nicht dran, ob jemand mit seinen Pferden gern Quatsch macht oder nicht. Zuhören muss ein Reiter seinem Pferd können. Und sich für das interessieren, was er hört (fühlt). Sich selbst am gefühlten (gehörten) überdenken und daraufhin versuchen, eine eventuell passendere Ansprache fürs Pferd zu finden als beim letzten Mal, falls die rückmeldung vom Ross lautet "äääh, also das hab ich grad nicht verstanden, das fand ich unbequem, das hat mich steif gemacht."

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geolina
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« Antwort #640 am: 02.11.11, 18:10 »

hallo,

hm, ja das mit dem klemmenden sattel war mein gedanke - das mit der störstelle reiter(in) auch. nur zusätzlicher gedanke war eben: sie hat sich im rücken verändert und ich bin früher auch nicht besser geritten *lach* - also warum nun ich, die hätte ja dann nie laufen dürfen - weil reiten konnt ich ja noch nie.

es war eh geplant, dass rl nächste woche dienstag reitet, damit sie mal nachfühlen kann, wie sich lenchen so entwickelt hat (wird eh viele böse wahrheiten bringen), da nehm ich dann den sattel-/ anlehnungs- und takt-check eben mit in die liste auf, die rl abklären muss. nun hatte sie aber mit nicht passendem sattel ja so richtig anlehnungsprobleme damals - soweit möchte ich es nicht mehr kommen lassen ... *haarerauf* deswegen eben die idee den sattel gleich mal checken zu lassen. und den schmied muss ich eh so oder so kommen lassen - ob ich ihn  nun am freitag noch nerve oder nicht, das ändert ja nix am preis - nur am augenrollen des schmieds  Grinsend Grinsend Grinsend.

naja, deshalb war ich ja heute auch zur entspannung nur im gelände spazieren. wäre ich nur geritten. nur schreckliche dinge und pferd wollte dann heimwärts deutlich schneller als ich wichtel konnte. ich lauf eh schon schnell, weil ich ja verstehe, dass so ein langbeinigs etwas bissl schneller laufen muss als mein normales schlurchtempo *gg*). also ich muss sagen, ich habe dann doch sehr deutliche paraden gegeben - wenn sie gut lief, dann natürlich auch gelobt, aber es war doch sehr sehr sehr stressig und unangenehm für uns beide das nach hause laufen ... naja, es gibt so tage *seufz* und man begegnet ja nicht jeden tag menschen, die im wald rasen mähen .... blöde nur, dass sie dann nicht mehr runterkam. und ab einem gewissen punkt war ich dann einfach streng und böse, hoffen wir, dass keiner das schimpfende wichtel mit genervtem pferd gesehen hat  Cool. in sie hineinhorchen hätte ich können, aber da abgaloppieren keine option war hatten wir einfach sehr unterschiedliche lösungsvorstellungen.

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muh


« Antwort #641 am: 02.11.11, 18:46 »

Sehr schön gesagt Esge! Lächelnd

Naaatüüürlich ist nicht jedes Problem ein Verhaltensproblem und grad beim Reiten geht die physikalische Komponente meiner Meinung nach über alles.
Aber wenn das Pferd einen gewissen Spielraum hat und gewohnt ist, dass ihm zugehört wird, meldet es sich schon viel früher mit Wehwehchen und anderen Problemen. Das find ich grad beim Reiten wichtig. Ich trau mir nicht zu, dass ich besser weiß, wies dem Pferd grad mit der ganzen Sache geht, als es selber.
Was ich sehr wohl besser weiß, ist, wie es z.B. besser auf seiner schlechten Seite um die Kurve kommt, oder wanns schlau ist die Straße zu überqueren und wann nicht. Wenn da eine Diskussion aufkommt, schau ich auch, dass ich die gewinn Zwinkernd

Mein Pferd hatscht auch sobald ich nur ein Gelenk festhalt, die ist sozusagen mein interaktiver Sitztrainer Cool
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Figonero
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« Antwort #642 am: 02.11.11, 19:02 »

ahhh, angie zustimm Küsschen
So kann ich was mit anfangen, bin ja auch nicht aus Ueberzeugung phoese .... im Gegenteil, hier bin ich eh die "Hutsch-Gutschi"-Tante (kein Wunder, wenn man die Anderen als Vergleichsmasstab so heranzieht...) und ergo wird JEDER Ungehorsam seitens meines Pferdes gleich gewertet: "Aha, da sieht mans mal wieder, die Hutschi-Tante hat ein DOMINANZ-PROBLEM" .... obwohl, dass Wort als solches im Sprachschatz ja noch nicht mal vorhanden ist....eher noch deutlicher.....

Zuhoeren....ja das tut man doch eigentlich immer, wenn man reitet. Die Frage ist halt, wie reagiert man aufs "gehoerte". Abgesehen vom Kurz-Check, hab ICH denn wirklich alles richtig gemacht? Beispiel, Pferd biegt sich nicht. O.K. Schenkel deutlicher anlegen (mit mehr Nachdruck, nicht mehr dranklemmen, damit wir uns verstehen) reagiert ....O.K., naechstes Mal wieder "leise" anfragen und gucken, ob man "erhoert" wird. Tritt das Problem immer und immer wieder auf, ist tiefers Nachdenken angesagt...hab ich die Huefte vorgerichtet (das z.B. hat bei mir lange dazu gefuehrt, dass ich das Biegen rechts rum geradezu verunmoeglicht hatte....)

Nur generell erst mal zu gucken, ob der Mond grad in der abnehmenden Phase ist ....das ist mir halt zu, aehm, naja.

Manchmal ueberhoeren sie es ja auch ganz gerne, weils naemlich anstrengend waere, der Aufforderung nachzukommen...
Kerstin

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« Antwort #643 am: 02.11.11, 19:39 »

Na ja, selbst das ist eine Antwort. "Ist mir zu anstrengend".

Kriege ich die von einem Pferd, das ich grad völlig umbaue (wegen Scheißvorleben oder Krankheit oder was auch immer), fällt meine Reaktion sicher anders aus als bei einem seit Jahren durchtrainierten Pferd, das halt wirklich einfach nur gewerkschaftlich organisiert ist.

Wir hatten gestern ein Verladetraining mit einer Stute, die ich regelmäßig reite. Die Stute hat wenig Hängererfahrung, aber ist eigentlich ein relativ unerschrockenes, neugieriges und sehr schlaues Pferd. Beim letzten Verladen hat sie uns, wörtlich, eine Stunde im Regen stehen lassen, ehe wir sie schließlcih mit drei Mann und sanfter Gewalt hoch bekamen. Seither haben wir sie nicht mehr verladen. Für mich ein sehr unbefriedigender Zustand. Also Profi geholt.

Was rauskam, fand ich hoch interessant: die stute hat einen Punkt gehabt, wo sie tatsächlich Unbehagen/angst empfand. Aber vorher hat sie alles versucht, um es bis zu diesem Punkt gar nicht kommen zu lassen. Und war ini diesem Stadium absolut rotzig! hier waren klare Worte angesagt. erreichte sie dann den "angst"punkt, war Ruhe, Verständnis, Warten angesagt. Die Stute konnte allerdings nahtlos umschalten: Nämlcih runterkommen und direkt wieder auf Konfrontation. Ich habe die trainerin bewundert, dass sie dies ebenso nahtlos hinbekam. Absolute Konsequenz wenn die Lederjacke ausgepackt wurde und absolute Ruhe, wenn die Glacehandschuhe dran waren.

Beim Reiten hat man diese Übergänge häufig auch. Leider neigen wir dann gern dazu,  alles über einen Kamm zu scheren und entweder generell gedulgid freundlich oder generell knallhart zu sein. . richtig wäre, immer passend zu reagieren. Tja, nun ja, wir sind keine Götter...  Augen rollen
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« Antwort #644 am: 02.11.11, 20:43 »

hm, stuten beim verladetraining sind da wohl generell, ähm... konsequenter... Zwinkernd
hatte da einen fall, die hat mich vor 3 wochen 2 stunden kampf (steigen, leute umbüffeln, völlig sinnlos wegreissen, schlagen nach leute... Zunge ) gekostet, bis sie an dem punkt war, wo sie festgestellt hat, ok, die masche zieht nicht, und sich mit hänger und mensch auseinander gesetzt hat. die hatte aber keine schlechten erfahrungen, und kannte hänger, hat sich davor brav verladen lassen. nur mit einer blöden situation, wo sie halt auskam, und festgestellt hat, wenn ich mich bissl aufführe, können die nix machen. bei mir kam sie halt nicht weg, und sobald sie friedlich war, durfte sie gucken, und denken und hatte zeit.  am sonntag beim zweiten versuch war dann nur kurz gucken und schnüffeln, und sie ist perfekt mit mir rein, gelassen, entspannt und mit hirn Lächelnd super toller erfolg, finde ich (das sind die situationen, wo ich mir denk, manchmal weiss ich doch, was ich tu Cool ).

meine eigenen mädels führe ich, glaube ich, mit sehr weiten grenzen, mit nein sagen dürfen, wenn´s nicht geht. was aber lustigerweise dazu führt, dass so gut wie nie "mag nicht" gesagt wird. weil sie wissen, "kann nicht" wird akzeptiert. ist zumindest meine erfahrung mit diesen pferden, gibt sicher auch welche, die sind mehr gewerkschafter, oder aufgrund vorerfahrungen halt einfach so, dass sie bei allem neuen, schwierigem erst mal "nein" sagen. möglicherweise tu ich mir auch leicht, weite grenzen setzen, weil ich weiss, dass die mädels das nie ausnutzen. zumindest hab ich immer das gefühl, dass sie für mich und mit mir tun, soweit und so gut sie können... Küsschen
soll heissen: sie kompensieren meine unzulänglichkeiten, weil sie wissen, dass ich ihre auch akzeptiere und kompensiere nach bestem wissen und gewissen Zwinkernd
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