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749000 Beiträge in 5145 Themen von 5169 Mitglieder
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Pferdeforum  |  Rund ums Reiten  |  Problempferde und -Besitzer (Moderatoren: unki, ahpe)  |  Thema: Probleme mit sonst sehr zuverlässigem Fahrpferd 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Probleme mit sonst sehr zuverlässigem Fahrpferd  (Gelesen 977 mal)
Sirius
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« am: 22.06.11, 12:43 »

Hallo Ihr!
Ich bin i. M. sehr verzweifelt und weiß mir keinen Rat Weinen
Problem: Mein 17 jähr. Haflinger, den ich seit 4 Jahren besitze und seit 3,5 Jahren regelmäßig einspännig fahre, dreht seit ein paar Wochen durch....
D.h. er ist mir 2 Mal mitsamt der Kutsche aus heiterem Himmel durchgegangen und war erst nach einigen hundert Metern wieder unter Kontrolle zu bringen.
GsD ist nix passiert, aber ich war/bin dermaßen geschockt, dass ich mich nicht mehr zu fahren traue!
Nun versuch ich, alle möglichen Faktoren in Erfahrung zu bringen bzw. auszuschließen.
Ein mögl. Faktor, der mir immer wieder durch den Kopf geht: das Pferd hatte beim Kauf eine alte Satteldrucknarbe (zumindest sind am Widerrist einige weiße Haare zu sehen)
und wurde mir als nicht reitbar verkauft.
Als Gründe wurden mir "schlimme Erfahrungen in seinem früheren Leben" genannt.
Fakt ist, dass er beim Reiten wohl einige Male "aus dem Nichts" durchgestartet ist und nach vielen Versuchen mit Beritt etc. halt irgendwann aufgegeben wurde.
Ein Zusammenhang mit einem schlecht sitzenden Sattel (Druck!!) konnte man mir auf meine Nachfrage nicht bestätigen.

Nun meine Farge: Kann es sein, dass ein "alter" Satteldruck auch nach vielen Jahren (mind. 6) immer noch bzw wieder Probleme macht?
Hat das schon mal jemand erlebt?
Bin echt für jeden Hinweis dankbar....
S.








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Frau Peh
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« Antwort #1 am: 22.06.11, 16:52 »

Satteldruck vielleicht nicht - aber Kissing Spines o.ä. Ich kenne mehrere Pferde, die immer mal wieder plötzlich so aus heiterem Himmel abschossen und sich komplett ausklinkten (vor Schmerz wie dann später herauskam), obwohl sie sonst echt nicht so waren - in allen Fällen wurde (teilweise erst Jahre später) Kissing Spines diagnostiziert. Wäre evtl. mal ein Denkansatz falls das öfter vorkommt. Unentschlossen
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carola
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« Antwort #2 am: 22.06.11, 17:03 »

Mal abgesehen von Schmerzen... Wie oft fährst du ihn? Kann es sein, dass er unter- oder überfordert ist und sich deshalb "wehrt"?
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Sirius
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« Antwort #3 am: 24.06.11, 13:48 »

Vielen Dank für Eure Antworten!

Also, das mit dem unausgelastet sein hab ich natürlich auch schon überlegt, aber ich hab dieses Jahr - vor allem über den Winter - relativ viel mit ihm gemacht.
Verglichen mit den Vorjahren, in denen er zwar temperamentvoll, aber immer ruhig und gut zu handeln war.

Kissing Spines: war auch schon ne Überlegung - wie findet man (der -Tierarzt) das raus?Rücken röntgen?

Wenn ich an die beiden Vorfälle denke....es ging beide Male leicht bergab...
Das hieße, im Falle von K.S. würden in dem Moment die Wirbel im Gegensatz zum bergan oder in der Ebene fahren in einem "ungünstigen Winkel" stehen??

Ansonsten ist der Bube sehr schreckhaft im Umgang, was m.M. auf irgend ein schlimmes (Schmerz-)Erlebnis zurück zu führen sein muss, oder?
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Olli
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« Antwort #4 am: 24.06.11, 13:52 »

Satteldruck vielleicht nicht - aber Kissing Spines o.ä. Ich kenne mehrere Pferde, die immer mal wieder plötzlich so aus heiterem Himmel abschossen und sich komplett ausklinkten (vor Schmerz wie dann später herauskam), obwohl sie sonst echt nicht so waren - in allen Fällen wurde (teilweise erst Jahre später) Kissing Spines diagnostiziert. Wäre evtl. mal ein Denkansatz falls das öfter vorkommt. Unentschlossen
das wäre auch mein erster gedanke, denn dies verhalten haben schon mehrere KS patienten gezeigt.
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carola
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« Antwort #5 am: 24.06.11, 13:56 »

Muss nicht, liegt aber nahe. Da ist sicher viel Vertrauensarbeit nötig. Wenn er das Schmerzerlebnis z. B. immer noch hat (wäre ja bei KS oder was anderem der Fall), ist dem sicherlich nicht so einfach abzuhelfen, abgesehen von schmerzfrei machen.
Falls es keine Schmerzen sind, könnte es ja auch sein, dass er keinen Bock auf die viele Arbeit (klingt doof, ich weiß) hat und gelernt hat, so rauszukommen? Ich meine das gar nicht so negativ, aber es gibt ja auch Schulponies, die lernen, dass sie wesentlich mehr Ruhe haben, wenn sie die Kinder runterwerfen. Und Hafis sind ja per se nicht dumm. Die lernen sowas auch schneller als manche andere, die gar nicht so kombinieren können.
Und manche Pferde wollen auch gar nicht so viel tun. Es gibt ja auch da Schaffer, die am liebsten jeden Tag zweimal rauskommen, und andere, die jeden Tag schon nervig finden.
Hast du denn den Eindruck, er geht gerne? Immer?
Wie ist er unmittelbar vor dem Durchgehen? Musst du ihn treiben oder eher halten, oder merkst du gar nichts? Ist mit Kutsche natürlich schwieriger, weil man weiter weg ist. Beim Reiten merke zumindest ich mehr die Nuancen.
Grade nach der Reiterfahrung, die er da hat, würde ich den Rücken auf jeden Fall röntgen lassen.
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Sirius
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« Antwort #6 am: 24.06.11, 14:49 »

Hab mich jetzt gerade durch ein paar Threads zum Thema K.S. gelesen, puuh!

Mein Hafi ist ein total eifriger (manchmal übereifriger) Kandidat.... also Schaffer.. Das haben mir acuh schon einige erfahrene Fahrer/Fahrlehrer bestätigt.
Aber er neigt schon eher zum "Davon"-Laufen, auch an der Longe; vorwärts treiben = ÜBERFLÜSSIGST!

Wenn ich ihn nicht gefahren hab, ging er oft als Handpferd mit ins Gelände... Da war er überhaupt nicht ausgelastet, er hat immer nur Unfug
gemacht und mein Reitpferd geärgert...

Hatte deshalb immer den Eindruck, er sei total happy mit seinem Job vor der Kutsche, sobald er im Zug ist, ist die Welt in Ordnung, alles andere ist Nebensache Grinsend.
Die Durchgeh-Aktionen kamen wirklich wie aus dem Nichts- urplötzlich... Ich zumindest war beide Male total entspannt....
und wie gesagt, ihn hat davor noch nie was von außen (Maschinen, Verkehr, Kühe, etc..) erschreckt!

Also, je mehr ich darüber lese und nachdenke, umso wahrscheinlicher erscheint mir die K.S.-Theorie Schockiert
Ich hab mal ein Pferd gekannt, das konnte nach viel Longenarbeit irgendwann wieder ganz normal geritten werden...Huch

Ich kann ihm im Moment als Beschäftigung leider nur Spaziergänge an der Hand und Longieren auf meiner Koppel bieten...

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Kiowa
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« Antwort #7 am: 24.06.11, 15:27 »

Es muss auch nicht unbedingt gleich Kissing Spines sein, es könnte auch so was wie ein einfacher "Hexenschuss" sein, wenn sonst keine äußeren Faktoren in Betracht kommen. Aber auf jeden Fall ein plötzliches, schmerzhaftes Erlebnis. Und wenn das öfter vorkommt, verliert er das Vertrauen. Dass er als "unreitbar" gilt, spricht allerdings dafür, dass ihm das früher unter dem Sattel auch schon passiert ist. Ich würde versuchen, das von mehreren Seiten her abklären zu lassen. Tierarzt und Osteopathen fragen. Die Therapie ist vermutlich eh gleich - Ruhe, falls ein akuter Prozess stattfindet, danach ruhiger sorgfältiger Aufbau mit viel Gymnastik.

Kennst du den Longenkurs? Das ist etwas, was man auch auf kleinem Raum oder einer Wiese anfangen kann, da anfangs nur im Schritt und sehr langsamem Trab und auch nur kurz gearbeitet wird.
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"God put me on this earth to accomplish a certain number of things. Right now I am so far behind that I will never die." (Bill Watterson)
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carola
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« Antwort #8 am: 24.06.11, 16:02 »

Viele KS-Pferde kommen auch zum Fahren, weil sie da anders belastet werden. Wenn deiner KS hätte und dann beim Fahren Probleme hat, ist das sicherlich nicht leicht. Aber vielleicht findet sich auch da eine Lösung. Smiley
Könnte es z. B. sein, dass es vom Aufhalten kommt? Oder bremst du voll mit? Grade, wenn du schreibst, leicht bergab... meine hat einen Knieschaden und soll laut TA nicht gefahren werden. Wegen des Aufhaltens. Ich fahre aber trotzdem und achte penibelst drauf, dass sie niemals aufhalten muss.
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Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!
tara
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« Antwort #9 am: 23.08.11, 13:51 »

Kennst du den Longenkurs? Das ist etwas, was man auch auf kleinem Raum oder einer Wiese anfangen kann, da anfangs nur im Schritt und sehr langsamem Trab und auch nur kurz gearbeitet wird.

genau den wollte ich auch gerade empfehlen. Damit kann man ein Pferd sehr schön gymnastizieren, auch zum Muskelaufbau ist diese Arbeit geeignet.
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stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
Gruß tara

"Ausbildung heißt, das zu lernen, von dem du nicht einmal wußtest, dass du es nicht wußtest."
(Ralph Waldo Emerson, (1803 ‐ 1882)
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