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Pferdeforum  |  Das kranke Pferd  |  Lahmheiten und Beinprobleme aller Art (Moderator: Bantu)  |  Thema: Hufbein(ast)bruch 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Hufbein(ast)bruch  (Gelesen 2775 mal)
Kaijsa
"Pferde" sind ein Lebensgefühl
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« am: 09.04.11, 21:23 »

Hallo!
Das Pferd meiner Freundin hat sich am 23.12. den Hufbeinast (vorn) gebrochen. Seitdem stand er in der Box. Die Röntgenbilder zeigen noch keine Besserung und die TÄ sind in ihrer weiteren Behandlungsempfehlung gelinde gesagt "uneinig". In der Klinik sagt TA 1 stehen, der behandelde TA sagte "leicht bewegen".

Im Dorf neben dem Stall gab es einen Unfall, der Rettungshubschrauber landete auf der Pferdekoppel neben dem Stall, Patient tobte und lahmt nun wieder mehr.

Wie sind eure Erfahrungen mit Hufbein(ast)brüchen. Heilung (Ging das bei euch überhaupt?), Heilungsdauer/bzw. Stehzeit? und falls eure Pferde nicht eingeschläfert werden mussten, in wiefern sind sie wieder belastbar geworden? (schmücken sie einfach nur die Weide und ffressen Gras, können sie spazierengehen, werden sie vielleicht sogar geritten?

Momentan tendiert sie eher Richtung einschläfern, einfach weil der tägliche Anblick ihres Kranken auch an ihren Nerven zerrt. Und in dem Fall: lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende....

Gibt es Fälle, bei denen trotz langer Stehphase keine Heilung möglich war?
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Hexle
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« Antwort #1 am: 09.04.11, 21:44 »

Eine Bekannte von mir hat damals nach 3/4 Jahr aufgegeben  Verlegen
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Ich weiss, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben geniale Ideen Grinsend
Hexenkind17
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« Antwort #2 am: 09.04.11, 22:13 »

Hört sich ja schlimm an...  Unentschlossen
Wie alt ist das Pferd denn?

PS: Bei Google findet sich einiges, habt ihr aber bestimmt schon gelesen...
http://www.google.de/search?q=hufbeinastbruch&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&client=firefox-a&rlz=1R1GGLL_de___DE377
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riva
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Traber denken anders! ;)


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« Antwort #3 am: 10.04.11, 20:29 »

Das Pferd einer Freundin stand - wenn ich mich recht erinnere - ca. 3 Monate komplett in der Box,
danach auf kleinen Stückchen Wiese abgetrennt neben den anderen.
Mittlerweile ist er wieder voll reitbar, ohne Einschränkung.
Gesamtdauer  Huch Ich schötze 6 Monate oder so.
Werde sie mal nach Details befragen, ist schon recht lange her und meine Erinnerung etwas löcherig.

Lg
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Wenn du sie nicht durch Geschicklichkeit beeindrucken kannst, dann verblüffe sie mit Blödsinn.
Kaijsa
"Pferde" sind ein Lebensgefühl
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« Antwort #4 am: 10.04.11, 20:48 »

Das fragliche Pferd ist 6 Jahre alt, war als "Nachfolger" für den Senior angeschafft worden und machte sich sehr gut, Hannoveraner x Quarter, also Brummer mit Bewegungspotential- und auch einer, der Spaß an der Bewegung hat.

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Hexenkind17
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« Antwort #5 am: 11.04.11, 20:58 »

Oh mann, das ist aber mehr als bitter...  Verlegen Verlegen
Was sagt der TA dazu, dass gar keine Besserung zu sehen ist?  Huch
Ganz ehrlich: ich kann verstehen, wenn jemand nicht bei Rentner durchfüttern will. Das 1. Pferd hat ältere Rechte und ich vermute mal ihr lange gedient. Wenn sie den Jungen laut TA nie mehr wieder voll nutzen kann, würde ich über Einschläfern nachdenken, glaube ich. Es scheint ja vom Typ und Trainingszustand nicht möglich zu sein, dass Pferd einfach mal wegzustellen und zu gucken und wenn sich dieser Bruch wirklich gar nicht verbessert hat in 4 Monaten...  Unentschlossen Und wer soll so ein Pferd dann noch 20 Jahre durchfüttern, egal wie nett er ist.
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Kaijsa
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« Antwort #6 am: 11.04.11, 21:10 »

Ja, genau. Die Tierärzte wollten erst ja nicht mal auf was anderes als Hufgeschwür gucken.
Besitzerin- die selber im Medizinbereich arbeitet- meinte "ich war dabei, ich kenne mein Pferd, das ist kein hufgeschwür." TA gesucht u geschnitten- tja, wenn man tief genug schneidet, dann blutet jeder Huf irgendwann. Sie hat dann nach 2 Tagen doch auf ihren Bauch gehört und auf Röntgen bestanden, was ihr der TA erst ausreden wollte "ich glaub ja nicht das wir da was anderes finden, aber wenn sie drauf bestehen..." und später am Abend rief er dann an und musste seinen Irrtum zugeben.
Jetzt nach der Stehpause ähnlich "kompetent": in der Klinik TA Nr. 1 "also wenn er immer noch entlastet, dann lieber noch mal 6 Wochen stehen lassen", TA2 (der erste mit dem Röntgenblick) "ja, sie können dann ja langsam anfangen den wieder zu führen, so 5-10 Minuten. oder reiten, wenn ihnen das lieber ist...."

Soso. Daher- lieber nach echten Erfahrungne fragen als dem offenbar recht ahnungslosen TA zu vertruen.

Na klar, der Rentner stand schon mal auf der Abschußliste, schlechter Zustand, kein Lebenswillen usw. -..und ab dem Tag, als der Jungspund ankam nie wieder krank gewesen. Also TA mit Giftspritze wieder abbestellt mit "der Alte will doch wieder". Und den Jungen auf ewig irgendwie wegparken- das geht finanziell nicht und von der Lebensfreude des Tieres her schon gar nicht.

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Hexenkind17
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« Antwort #7 am: 11.04.11, 21:40 »

Sie hat dann nach 2 Tagen doch auf ihren Bauch gehört und auf Röntgen bestanden, was ihr der TA erst ausreden wollte "ich glaub ja nicht das wir da was anderes finden, aber wenn sie drauf bestehen..." und später am Abend rief er dann an und musste seinen Irrtum zugeben.
Genau das hatte ich auch. Pony lief irgendwie ... komisch. Klemmig, aber kein Lahmen und am Rücken konnte man rumdrücken, nix los.. Laut Ta war der halt einfach zu dick, ich sollte ihn zweimal am Tag longieren und reiten. Ok, man macht ja mit und er war auch zu dick! Keine Besserung und TÄ meine leicht genervt: "Dann kommen Sie halt in die Klinik zum Röntgen".  Augen rollen Ergebnis: Spondylose, zwei Wirbel bereits am unteren Ende verwachsen, der 3. fast. Wir guckten alle so:  Schockiert Schockiert

Zitat

Na klar, der Rentner stand schon mal auf der Abschußliste, schlechter Zustand, kein Lebenswillen usw. -..und ab dem Tag, als der Jungspund ankam nie wieder krank gewesen. Also TA mit Giftspritze wieder abbestellt mit "der Alte will doch wieder". Und den Jungen auf ewig irgendwie wegparken- das geht finanziell nicht und von der Lebensfreude des Tieres her schon gar nicht.
Sowas hat meiner auch gebracht.  Grinsend Man guckt dann auf einmal nicht mehr so drauf. Kann sie nochmal in eine Klinik fahren? Das wirkt ja wenig fachlich versiert. Immer schwierig sowas, andererseits, je mehr man die TAs fragt, desto mehr Meinungen bekommt man und TAs reden Pferde ja ganz gerne mal tot.  Augen rollen

Ich glaube, deine Freundin sollte ich vielleicht einen Termin denken als "Tag X", wie läuft das Pferd dann? Was sagt der TA (so gut wie es geht) als Prognose? Wie sind die (neuen) Aufnahmen? Und dann ex oder hopp...  Unentschlossen
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Kiowa
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« Antwort #8 am: 11.04.11, 23:18 »

Vielleicht hilft das weiter? Strahlbeinbruch, Pferd ist wieder normal reitbar.
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lino
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« Antwort #9 am: 12.04.11, 09:11 »

Die beste Freundin einer guten Bekannten hatte das mit ihrer 3jährigen (ist geschätzte 15 Jahre her). Sie hatte das Pferd ist ganz kurz. Klinik sagte: fest stehen und zwar ein Jahr. Das hat sie 3 Wochen ausprobiert und es ging gar nicht. Pferd hatte jede Woche eine Kolik und ging die Wände rauf. Sie hat dann ein Stück Weide abgetrennt und sie da gelassen. Am Anfang war es ganz böse, weil sie so unter Strom stand (also das Pferd)

Nach einem halben Jahr war das Lahmen weg und nach einem Jahr hat sie sie dann als Beisteller verschenkt. Die haben sie vorsichtig aufgebaut und danach wurde sie ganz normal geritten.Aber es sah eine Zeit wirklich böse aus mit ihr, daran erinner mich noch gut.
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Bonsai2
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« Antwort #10 am: 12.04.11, 09:34 »

Bei uns steht eine Stute, die mal vor ca. 10 Jahren einen Hufbeinbruch hatte (glaube ich zumindest). Ich werde mal nachfragen, was es genau war. Ich erinnere mich, daß sie drei Monate fest in der Box stand und heute geht sie wieder ganz normal und wird geritten.

Ich würde mal eine Zweitmeinung einholen, mit dem vorhandenen Bildern (erstmal ohne Pferd) in eine andere Klinik fahren und um Einschätzung bitten.

Hab ich das recht verstanden, daß durch diese Hubschraubersache alles wieder schlimmer geworden ist? Tut mir leid. Ich könnte das auch nur schwer aushalten mit dem kranken Pferd.
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Kaijsa
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« Antwort #11 am: 16.04.11, 17:10 »

hi!
Ich war jetzt am Mittwoch zu Besuch und habe mir den "Kleinen" auch mal angeguckt.
ich soll weitergeben, dass diese Erfahrungen bezüglich der Heilungszeit ihr schon ganz viel gebracht haben und dass sie es- solange es nicht schlechter mit ihm wird, auf jeden Fall noch weiter abwartet. Diesen Vergleich und die offensichtliche Erfahrung, dass es eher 6 Monate als 3 bei dieser Art von Verletzung sind haben sie sehr beruhigt und ihr wieder etwas Zuversicht geschenkt.
Das Pferd steht nun in Box mit Mini-Terrassen- (1 Pferdelänge) Paddock und macht soweit einen ganz zufriedenen Eindruck.

Nennt mich esoterische Spinnerin, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er "unglücklichsein" ausstrahlte, wie das bei kranken Pferden mit starken Schmerzen sonst ist. Er beobachtet die Umgebung, reagiert auf Besuch in seiner Box immer noch freundlich und ruhig.
Seine direkten Nachbarn sind eine 31-jährige Araberstute und ein 23-jähriger Araber-Wallach, die beide einen ruhigen Lebensrhythmus haben und das wohl auch auf ihn abfärben.
Natürlich hat er keinerlei Muskulatur mehr, aber er belastet das Bein im Stand wieder und lehnt sich nicht mehr mit dem Hintern an die Wand, um sich zu stützen. Er stellt das Bein auch nicht mehr zur Entlastung nach vorne heraus- aber nun wird der Knast eisern noch 8 Wochen durchgehalten und nach Bauchgefühl bzw. der Menschen-Medizinerempfehlung weitergepflegt.
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Bonsai2
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« Antwort #12 am: 18.04.11, 08:22 »

Ich hab nochmal nachgefragt. Die Stute hatte das Hufbein angebrochen und stand 3 Monate fest in der Box. Gute Besserung.
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Hexenkind17
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« Antwort #13 am: 19.04.11, 13:26 »

Das hört sich doch "gut" an!
Hätte er auch noch starke Schmerzen, hätte ich als Besitzer große Zweifel gehabt es weiterzuprobieren, aber so, why not? Die Meisten gewöhnen sich relativ schnell an die Box und "ergeben sich". Gerade eine Paddockbox mit lieben Nachbarspferden ist schön!
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silvana
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« Antwort #14 am: 02.06.11, 21:40 »

hallo kajissa ich hab sehr direkte erfahrungen mit hufbeinastfraktur. bei meiner stute wurde das nur durch zufall beim röntgen entdeckt.
das problem war das der bruch nicht mehr frisch war sondern schon ein kallus vorhanden war.die klinik hat den huf dann mit einem
geschlossenen eisen beschlagen,das eisen mit gips ausgegossen und dann um das eisen und den huf einen kastverband gebaut.am
wichtigsten ist es, so den hufmechanismus komplett auszuschalten.sie musste dann stehen weil der gips sonst nicht hält und sich durchläuft.
von der nutzbarkeit her ist diese art von bruch laut klinik gar kein problem.bei einem heilt es schneller, beim anderen langsamer.sie soll
erstmal nicht aufgeben.
ich habe zusätzlich ein c alciumprodukt,einen homöophatischen stoffwechselanreger gefüttert und den huf
mit pulsierendem magnetfeld behandelt. ich hatte nämlich das gleiche problem das lange keine besserung eintreten wollte.
aber wie gesagt die heilungschancen sind recht gut.mir wurde als beispiel ein ponyhengst genannt der sich den bruch beim treten gegen die
boxenwand zugezogen hatte.er stand ein paar monate und lief später wieder im dressursport auf höherem niveau.
ich weiss nicht aus welcher
ecke von deutschland ihr seid. mein pferd wurde in der tierklinik in lüsche bei vechta behandelt.sie war danach wieder voll reitbar.leider hat sie
damals in der akuten phase wo das mit dem bruch passiert sein muss kaum gelahmt und hatte nur einen warmen kronrand.so haben wir den bruch gar nicht bemerkt und sie geritten.deswegen hat es dann so lange gedauert.
hab sie in der box viel mit dehnübungen und so beschäftigt.sie hatte nach der 7monatigen stehpause(in der auch ich immer wieder aufgeben
wollteweil es hiess ok es ist nicht schlimmer geworden) kaum muskeln abgebaut und ich konnte recht schnell wieder ganz normal reiten.falls deine freundin fragen hat kann sie mich auch gerne anrufen. würde dann meine tel.nr. posten.
viel glück es gibt gute chancen für den youngster
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