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Neuestes Mitglied: toni
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Pferdeforum  |  Pferdezucht, Aufzucht  |  Allgemein (Moderator: sahen)  |  Thema: Neues Gesetz: Chippen statt brennen - richtig o. falsch? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Neues Gesetz: Chippen statt brennen - richtig o. falsch?  (Gelesen 2618 mal)
Walle
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« Antwort #15 am: 22.10.10, 11:24 »

Hallo,
Ich halte die Abschaffung des Brennens auch für völligen Quatsch.

Ich frage mich was die Gestütsbränder davon halten?? Früher gab's nicht nur das man auf Turnier sehn konnte - ah das ist ein Hanno- , sonden man konnte auch sehn der wurde z.B. in Zangersheide gezüchtet!
Gibts dann demnächst Chipbeauftragte *g* Cool

Weiteres Problem sehe ich darin das es ja viele Pferde gibt die weder gebrannt noch gechipt waren bisher. Ich kann mir gut vorstellen das die nun schlagartig in edle Abstammungen aufsteigen.  Schweigend Weil einen Chip kann sich noch jeder "Hanswurst" überall kaufen.
Eine Verjüngung diversere Pferde wird dabei auch direkt vorgenommen. Augen rollen

Ich halte einen Chip durchaus für sinnvoll, aber solange die Lesegeräte immer noch so teuer sind ist dadurch einigen auch Tor und Tür geöffnet für humbuck.

Bei 2 Chips wirds dann ganz interessant... kenne das von einem Hund... Chip 1 läuft als Standard größe Hunde und Chip 2 als Minihund! Warum soll das beim Pferd nicht auch gehn. Chip eins nur von Amerikanischen Lesegeräten zu finden, Chip 2 von Deutschen... Da machen wir mal schnell einen superdupperimportquarter der so  Cool

Andersrum könnte das zwangschipen aber auch zur Folge haben das die Geräte evt. wirklich mal so günstig werden das sich die zumindest Leute die viel mit Pferden zu tun haben anschaffen würden. Allerdings wieder das Problem bei Chips die nicht von jeden Gerät gelesen werden könne bei Tieren die früher gechipt wurden...=wieder 2 Chips...

Sooo teuer ist ein Chip im übrigen gar nicht. 4-10,- inkl. Injektionsspritze! Lesegeräte um 200,- aufwärts. Wobei es derweil auch Geräte um 100,- gibt, ich weiß aber nicht was die taugen.

Meiner Meinung nach müsste der Chip in Zukunft mit der Lebensnummer im E-Pass identisch sein um zumindest ein wenig zu verhindern das es zu "unlauterem Handeln" kommt zu unterbinden.

Vorteil wenn alle Pferde gechipt ergeben sich aber z:b. für LAG Ställe die über Computerfütterung verfügen. erweitert die Auswahl an neuen Einstellern. Überhaupt denke ich das die Industrie dann wieder auf so Ideen kommt wie Speicherkarten über Pferdedaten ... Pferdesteuer Schockiert usw.  
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carola
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« Antwort #16 am: 22.10.10, 11:32 »

Spannend wird es, wenn die ersten Hacker sich damit beschäftigen. So ein Chip kann doch bestimmt auch umprogrammiert werden. Ist doch Elektronik. Wie beim Auto mit dem Tacho. Die Seriennummer zu ändern, ist wesentlich schwieriger/unmöglich.
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Kiowa
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« Antwort #17 am: 22.10.10, 12:09 »

Autos werden ja schon gehackt. Die Zentralverriegelung ist wohl eines der leichtesten, weil's da nur wenige Codierungen gibt, sprich, ein Schlüssel passt für gaaaanz viele Autos. Aber möglich ist noch viel mehr. Da die Technik bei den Pferde-Chips bestimmt ziemlich schlicht ist, sollte es kein Problem sein, die anders zu codieren. Augen rollen

Wer jetzt ein Fohlen zieht, muss auf jeden Fall darauf achten, dass der Chip von einem erfahrenen Tierarzt gesetzt wird, sonst wird's leicht mal blutig und schmerzhaft.
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Jolly
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« Antwort #18 am: 22.10.10, 13:03 »

Die Transponder-Technik ist schon sehr sicher, die Chips für die Tierkennzeichnung haben einen weltweiten ISO-Standard, anhand das Land und der Hersteller des Chips erkennbar ist.
Die Transponder haben einen Chip der die Nummer enthält und eine kleine Antennenspule, die durch das Lesegerät aktiviert wird und dann den Code sendet. Das passiert auf einer festgelegten Frequenz.
Der Code des Chips ist nicht manipulier- oder umprogrammierbar.
Es ist die gleiche Technik, die auch in RFID-Chips für den Warenverkehr oder in Schließtechnik eingesetzt wird, die gilt als nicht manipulierbar.
Autosysteme enthalten Programmierungen die geändert werden können und damit angreifbar sind. RFID-Chips sind laserprogrammiert, das geht nachträglich nicht mehr zu ändern.
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Safira
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« Antwort #19 am: 22.10.10, 23:39 »

Wer jetzt ein Fohlen zieht, muss auf jeden Fall darauf achten, dass der Chip von einem erfahrenen Tierarzt gesetzt wird, sonst wird's leicht mal blutig und schmerzhaft.
Jepp... und jemand (ich), dessen Fohlen vor einem Monat von einem Nicht-Tierarzt gechippt wurde, war leider so naiv und hat gedacht, das ganze sei so schlimm wie eine Impfung Unentschlossen ... bis das Fohlen dann explodierte und nachher ein handtellergroßer Blutfleck am 4 Wochen alten Fohlen zu beseitigen war.
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Eva
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« Antwort #20 am: 23.10.10, 09:25 »

Leider haben die Identifikations-Chip einen Leseabstand, der für die HIT-Lesegeräte zu klein ist, sind also nicht verwendbar. Andersherum ginge es, die größeren Chips können auch für die Identifikation verwendet werden.

Umprogrammierbar sind die Chips nicht, da sie nur einmal beschreibbar sind (wie eine normale CD, keine RW-CD). Heißt natürlich nicht, dass nicht irgenwo mal programmierbare Chips auftauchen und implantiert werden, um dann einem Pferd wechselnde Identitäten zu verschaffen - das halte ich aber für unrealistisch.

Und mal ehrlich, wenn ich mir anschaue, wie viele Brände unleserlich sind, halte ich das jetzt nicht gerade für ein tolles Erkennungszeichen.

Übrigens soll bei einer Chippflicht der Nummernbrand wegfallen und nur noch (wie früher) der Zuchtbrand gesetzt werden. Ich denke, auch wenn der Bundestag noch entscheiden muss, sind die Tage des Brandes gezählt - ist in meinen Augen nicht so ganz logisch, dass der Schenkelbrand erlaubt ist, obwohl der Halsbrand schon in den 90ern als tierschutzrelevant verboten wurde.
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Rubens
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« Antwort #21 am: 24.10.10, 11:12 »

Umprogrammierbar sind die Chips nicht, da sie nur einmal beschreibbar sind (wie eine normale CD, keine RW-CD). Heißt natürlich nicht, dass nicht irgenwo mal programmierbare Chips auftauchen und implantiert werden, um dann einem Pferd wechselnde Identitäten zu verschaffen - das halte ich aber für unrealistisch.

Man muß keine Chips umprogrammieren - nur die Datenbank "anpassen" in der die zugehörigen Pferdedaten verwaltet werden. Alternativ könnte man die Lesegeräte manipulieren. Oder einen 2. Chip setzen mit stärkerer "Sendeleistung" also für höheren Leseabstand. Oder 4-5 Chips setzen und damit für Verwirrung sorgen. Vor allem wenn jeder Chip für ein anderes Pferd eingetragen wurde......
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"Manche Dinge verschweigt man am besten, indem man ausführlich über sie redet."   Simone Servais
Jolly
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« Antwort #22 am: 24.10.10, 11:28 »

Solche Manipulationen sind dann aber schon so schwierig, dass sich der Aufwand wohl kaum lohnt, mal abgesehen davon, dass diese Manipulationen ja auch bei der Verwaltung von Nummernbränden möglich wären.
Bei vielen Zuchtverbänden ist der Chip ja auch mit einem Gentest verknüpft, wenn es um wirklich viel Geld geht, lässt sich das also doch wieder nachweisen.
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Traberhexe
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Torsionianer


« Antwort #23 am: 17.12.10, 14:36 »

@ Walle 
Zitat
Pferdesteuer  Schockiert usw
Genau das!  Augen rollen

Die finden schon einen Weg zum manipulieren... schaut mal chaos computer club
http://www.ccc.de/
Es ist unglaublich, was alles einfach und schnell machbar ist... Schockiert Augen rollen

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Grüessech, Traberhexe                                  
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GilianCo
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« Antwort #24 am: 24.05.11, 06:41 »

http://www.trakehner-rheinland.de/?p=1663

Mußte ich , nachdem das Thema ja aktuell immer noch diskutiert wird, noch mal loswerden, das mit dem "ist nicht manipulierbar" ist wohl eher überholt. Und wenn ich den Chip unleserlich mache, ist es schnurz, ob ich ihn umprogrammieren kann.

https://www.vorreiter-deutschland.de/iPhoneApp/News/28032011---Erhalt-des-Schenkelbrandes-Etappensieg-fuer-deutsche-Pferdezuechter-?template=HTML

Noch einmal für den aktuellen Stand, für die die es noch interessieren sollte....
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Wichtig ist, nie mit dem Fragen aufzuhören. A. Einstein.

Das wirklich gute Lernen bewegt sich in kleinen Schritten auf einem Grad zwischen Monotonie und Chaos. Susanne von Dietze
carola
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« Antwort #25 am: 24.05.11, 07:26 »

Sehr interessant, vor allem der erste Artikel!
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GilianCo
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« Antwort #26 am: 24.05.11, 07:58 »

Das hebelt zumindestens die Geschichte mit dem "fälschungssicher" aus....
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Figonero
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« Antwort #27 am: 30.05.11, 19:04 »

Das ist ein EU-Gestetz! Und ich kann euch aus dem EU-Ausland ziemlich genau sagen, wieso das gemacht wurde.......
Hier in Spanien gibt es eine grosse Menge Pferde, die nirgends erfasst sind, weil Mixe. Im Rahmen der Seuchenkontrolle wollte man sich halt einen  Ueberblick verschaffen, welcher Bestand steht wo, wird wohin gefahren etc.

Vorher war es echt so, hey, Du hast doch ne Schimmel-Stute, gib mir mal Dein Bestands-Buch, ich brauch ne Transport-Erlaubnis....

Ebenso waren geklaute Pferde nahezu unauffindbar.

Ebenso kam es immer wieder vor, dass Pferde aus den (ungenuegend eingezaeunten) Weiden ausbrachen und Verkehrsunfaelle verursacht haben. Die gehoerten dann natuerlich niemand. Noch nie gesehen, keine Ahnung!

All das verhindert der Chip auch nicht, macht es jedoch so aufwendig, dass der "Normalo" es nicht eben "mal so" machen wird. Organisierte Banden und bewusste Betruegereien sind was Anderes!

Hier hat jeder Verkehrs-Streifenwagen ein Chip-Lesegeraet.

Denke mal, fuer Portugal, Italien, Griechenland, evtl. Frankreich gilt aehnliches.

Brennen ist btw weiterhin erlaubt.
Kerstin
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ChrisD
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« Antwort #28 am: 12.08.11, 11:26 »

Hallo liebe Pferdefreunde!
Ich mache eine spannende Umfrage zum Thema "Bedeutung des Heißbrands dt. Reitpferderassen". Ich studiere an der Uni Göttingen Pferdewissenschaften und schreibe gerade an meiner Masterabeit. Ich hoffe das wir die Debatte um den Heißbrand damit ein wenig weiter bringen! Daher brauche ich eure Unterstützung denn jede Meinung zählt.  Zwinkernd
Die Umfrage dauert ca. 15 Minuten ist unter folgendem Link erreichbar: http://ww3.unipark.de/uc/Heissbrand/
Viel Spaß!
Für Fragen könnt ihr mir jederzeit schreiben!
LG,
Chris Dannheim
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Aleike
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« Antwort #29 am: 13.08.11, 00:51 »

Weil ich hoffe, so ein kleines bisschen zur endgültigen Abschaffung des Heißbrands beitragen zu können, habe ich mir die Mühe gemacht.
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Man darf nicht sagen: "Was, du Mistvieh, du willst nicht?" Sondern: "Entschuldige, mein Tier, ich werde schon noch dahinterkommen, wie ich es lerne, dich peu à peu auf den rechten Weg zu führen." (Udo Bürger)
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