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Neuestes Mitglied: bertobo
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Pferdeforum  |  Das kranke Pferd  |  Homöopathie, Osteotherapie, Akupunktur (Moderator: Bantu)  |  Thema: Leberentzündung 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Leberentzündung  (Gelesen 5587 mal)
FireStarter
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Beiträge: 21


« am: 04.11.08, 08:42 »

Hallo,

habe meinen WB-Wallach (Hannov. 11 Jahre, Dressurpferd) seit Dez. 2007, also fast ein Jahr.
Er war von Anfang an sehr triebig und vernachlässigte die Hinterhand total.
Nun sind wir durch ein Blutbild drauf gekommen das er eine chron.Leberentzündung (Parasitenbefall) und Selen/Zinkmangel hat und er wurde mit Equmax entwurmtund bekam eine Selen/Zink Injektion.
Er bekommt nur noch ca. 1,5 kg Mais, Heukops und Öl als Kraftfuttter.
Ich hab ihm eine Dose Zusatzftter von Equistro für die Leber gegeben und er war in der Zeit deutlich frischer. Auch das Fell und vor allem die Hufe sind viel besser geworden.
Nun ist die Dose leer und er ist wieder deutlich schlaffer geworden. Hab schon eine neue bestellt (auf Anordnung der Tierärztin) und er bekommt auch noch mal eine Injektion, aber meine Frage wäre, ob ich ihn auch irgendwie homöopathisch unterstützen kann?!
Gibt es sonst noch Tipps wie ich meinem Pferd helfen kann? Welches Futter wäre ideal, weil gar kein Kraftfutter geben, wird auf Dauer doch auch zuwenig, vor allem wenn ich wieder fünf mal die Woche reite?!

lg FireStarter
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tara
ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd...
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« Antwort #1 am: 04.11.08, 11:43 »

es gibt einige Mittel, die man zur Unterstützung der Leber geben kann. Aber bei der Homöopathie ist es ja nicht so, daß man sagt, Mittel A ist für Leber, Mittel B für Niere usw. Pferd X bekommt evtl. was ganz anderes als Pferd Y. Am Besten suchst du dir einen Tierheilpraktiker oder Homöopathen, der dein Pferd genau untersucht und ihm das richtige Mittel verordnet.
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stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
Gruß tara

"Ausbildung heißt, das zu lernen, von dem du nicht einmal wußtest, dass du es nicht wußtest."
(Ralph Waldo Emerson, (1803 ‐ 1882)
Nattrun
reiten kann man die auch?
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« Antwort #2 am: 05.11.08, 14:45 »

Die Leber kann man homöopathisch, mit Kräutern oder per Akupunktur therapieren - da hat jeder THP so sein Ding.
Ich würde mir auch einen THP suchen, der sich gut mit Fütterung auskennt.
1,5 Kilo Mais finde ich zB ungewöhnlich, und kein Mineralfutter ebenfalls.
Das Blutbild müsste engmaschig weiter beobachtet werden, und ebenso das Grundfutter kontrolliert werden (wieviel davon, Qualität) - weil wenns da nicht stimmt, kannst du soviel zufüttern wie du willst, du schießt dir immer wieder ins eigene Knie.
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Wen kein Bangen mehr beschwert,
frei von hinnen reitet.
Heil führt ihn auf seinem Pferd,
Glück die Zügel leitet.
(Bischof Jón Arason, 1550)
 
FireStarter
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« Antwort #3 am: 07.11.08, 10:59 »

Das Grundfutter ist qualitätsmäßig sehr gut.
Wir verfüttern nur einwandfreies Heu, erster Schnitt, so wie nur geht entstaubt. Eingestreut ist mit Sägespänen. Die Pferde sind ganztags auf den Koppel, wo zwar kein Gras mehr wächst, dafür aber durchgehend Heu und Frischwasser zur Verfügung steht und täglich abgemistet wird.
An Kraftfutter bekommen unsere Pferde Bio-Hafer, gereinigt, Bio-Mais, Luzerne, Leinöl und Ferment-Getreide.
Einmal täglich gibts noch jodiertes Speisesalz dazu und einmal wöchentlich Balttiviko von Höveler. Karotten u. Äpfel je nachdem...
Nach Jahren des Kampfes im Müsli-Dschungel sind wir ganz davon abgekommen und möchten unsere Pferde so gut wie nur möglich ohne chemische Zusätze füttern.
Meine Tierräztin hat eben gesagt das ich den Hafer derzeit ganz weglassen soll, weil das Eiweiß die Leber noch zusätzlich belastet und auf meine Frage ob er den Mais bekommen darf hat sie JA gesagt. Heukops sind auch in Ordnung und halt Karottern, Äpfel und Öl....auch Zuckerschnitzel dürfte er bekommen???
Leider ist bei uns in der Nähe kein THP, wir wohnen in Österreich ca. 2 Std. von München entfernt.

lg
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AndreaT.
Arabitis behaftetes
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« Antwort #4 am: 07.11.08, 13:40 »

Echt - Öl ist in Ordnung ??
Ich hatte mal eine Hepatitis, da ging überhaupt nichts Fettes. Damit kann eine kranke Leber nämlich gar nix anfangen. Das finde ich jetzt sehr seltsam, dass das beim Pferd anders sein sollte.
Dass es bei Euch gar keine THP's geben soll kann ich kaum glauben ? Frag mal bei den Verbänden an, auch bei den Deutschen, die haben immer Adresslisten !
Und Du solltest überlegen ob Du Dein Pferd wirklich 5x in der Woche "richtig" reiten willst. Also ICH war mit meiner kranken Leber sehr eingeschränkt und für ziemlich lange ziemlich schlapp.
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Darfs ein Sprickel mehr sein ?

Lucie
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Beiträge: 333


« Antwort #5 am: 07.11.08, 17:25 »

Öl dürfte eigentlich auch nicht. Das belastet die Leber. Würd ich lieber weg lassen.

Mein Kater hat wg. Leberzirrhose Tabletten aus Mariendistel bekommen. Dazu ein halbes Jahr spezielles Diätfutter (eiweißarm). Die Leber ist echt erstaunlich. Bei meinem Kater haben sich die Leberwerte von Grottenschlecht (Kommentar der TÄ "das wird er wohl nicht schaffen") bis total unauffällig gebessert - und das innerhalb von nicht mal 1 Jahr.
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Ulla2
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« Antwort #6 am: 07.11.08, 20:07 »

Mit Equimax habt ihr aber nicht alle Parasiten bekämpft. Bei einer Leberentzündung beim Pferd, die eigentlich sehr selten ist, würde ich zuerst an Leberegel denken und die bekommt man nur mit Fasinex zu packen. Die Wirkstoffe in anderen Wurmkuren bringen da nichts.

Zur Unterstützung der Leber gibt es etliche homöopathische Similiaplexe. Um Dir da einen Rat zu geben müßte ich allerdings mehr übers Pferd wissen.

LG Ulla
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Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar  (Antoine de Saint Exupery)
Mausi
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« Antwort #7 am: 10.11.08, 19:43 »

Hallo FireStarter,
1,5 Kg Mais ist deutlich zu viel!!!!!!!!!!!!!! Wenn das der TA für Gut heißt, würde ich mir einen neuen suchen. Und diese Fütterung soll die Leber und den gesamten Stoffwechsel nicht belasten?Huch Ich würde mal jemanden fragen, der sich mit Fütterung auskennt. Die TÄ lernen leider während ihres Studiums nur wenig über Pferdefütterung. Ruf doch einfach hier mal an:
 http://www.hippolytshop.com/Konzept/Unternehmen.htm
Man bekommt dort eine tolle Futterberatung.
Hafer ist immer noch das beste Kraftfutter, dazu ein gutes Mineralfutter und genug Heu. Ich würde Dein Pferd wegen der Leber auf alle Fälle mal einem Tierheilpraktiker vorstellen.
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Hufgesundheit
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« Antwort #8 am: 06.12.09, 21:36 »

Hallo,

Er bekommt nur noch ca. 1,5 kg Mais, Heukops und Öl als Kraftfuttter.


Ich würde Dir ebenfalls vom Mais abraten.

Nachteile:
- schlechte Verdaulichkeit
- Fehlgärungen
- zuwenig essentielle Aminosäuren

Ich bin ein absoluter Befürworter von Hafer.
Hafer ist fürs Pferd super verdaulich, verfügt über viele essentielle Aminosäuren, daher muss man weniger füttern um den Bedarf zu decken. Ich rechne bei einem gesunden Pferd bei Erhaltungsbedarf mit ca. 200g pro 100 kg Körpergewicht. Bei diesem Pferd eventuell auf die Hälfte reduzieren.
Öl würde ich zur Zeit weglassen.
Eine gute Mineralstoffmischung (z.B. von Wildhorse) würde ich auch empfehlen... am besten eine ordentlich Fütterungsberechnung, um Über- oder Unterversorgung zu vermeiden.
Zur Leberentgiftung ist Mariendistelsamen sehr hilfreich. Dabei ist zu beachten, dass der Wirkstoff in den Samen ist und dieser muss vor dem Verfüttern gemahlen werden. Dosierung 2-4 g Silymarin (ist der Wirkstoff) - Mariendistelsamen enthält ca. 2 %, Mariendistelsamen- Preßkuchen ca. 3 % Silymarin.

Für eine homöopathische Behandlung muss eine ordentliche Anamnese von einem Homöopathen gemacht werden. Ein Liste von homöopathisch arbeitenden Tierärzten in Ö gibst auf http://www.oegvh.at (Tierheilpraktiker dürfen in Ö nicht praktizieren).

LG
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Gismo
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Beiträge: 349



« Antwort #9 am: 12.12.09, 13:44 »

Könnte auch diese Stoffwechselstörung sein. Schau mal hier im Forum weiter unten unter "Das kranke Pferd" - Stoffwechselstörung - Kryptopyrrol. Da sind ganz viele betroffene, auch aus Ö.

Mein Pferd hat auch erhöhte Leberwerte und wird seit einem Jahr mit Hilfe einer guten THP behandelt und entgiftet.
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