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748886 Beiträge in 5145 Themen von 5168 Mitglieder
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Pferdeforum  |  Rund ums Reiten  |  Problempferde und -Besitzer (Moderatoren: unki, ahpe)  |  Thema: Pferd schafft es jedes Jahr die Weidedecke kaputt zu machen :-( 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Pferd schafft es jedes Jahr die Weidedecke kaputt zu machen :-(  (Gelesen 5684 mal)
Carlotta67
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« Antwort #15 am: 02.12.10, 13:34 »

Ich weiß nicht ob sowas geht, aber es gibt doch diese Fressbremse (bei Loe...) für Rehepferde auf wiese, damit können sie fressen u. saufen aber nicht beißen, da eine Art Palstikgitter vor ist. Bin mir aber nicht sicher ob es sinnvoll ist das gegens Beißen zweckzuentfremden.
Lg, Suse

*ggg*  Grinsend Genau das gleiche dachte ich heute morgen auch schon beim ersten lesen. "Maulkorb drauf" bzw. Freßbremse. Warum nicht? Loch vergrößern, damit er fressen kann und die anderen Pferde bleiben heil.
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Bonsai2
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« Antwort #16 am: 02.12.10, 15:41 »

Ja aber ist das in einem Laufstall praktikabel? Die Freßbremse ist ja nicht für den Dauereinsatz gedacht. Ich würde das Pferd aus der Gruppe nehmen und im Frühjahr auf der Weide integrieren.
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Carlotta67
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« Antwort #17 am: 02.12.10, 15:53 »



Ja aber ist das in einem Laufstall praktikabel? Die Freßbremse ist ja nicht für den Dauereinsatz gedacht.
Jahaa.  Zwinkernd Aber Laufstall ist auch nicht für Beißer gedacht.
Dann halt anderer Maulkorb statt Freßbremse, es gibt ja anscheinend akut nur diese beiden Möglichkeiten. Entweder Maul zu oder isolieren. Was schlimmer ist... tja. Kann nur die Besitzerin entscheiden.

Ich wäre jedenfalls stinksauer wenn meine unter einem Beißer leiden würden -und andererseits wäre es mir peinlich wenn meiner der Beißer wäreUnentschlossen
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carola
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« Antwort #18 am: 02.12.10, 16:14 »

*zustimm*
Es gibt auch tatsächlich Maulkörbe (manche Brauereipferde haben sowas doch...), die bieten wesentlich  mehr "Loch" als die Fressbremse, also sind ein sehr luftiges Gitter, aber beißen ist halt nicht.
Wenn das dauerhaft so bleibt, ist halt die Frage, ob das Tier laufstallhaltungsgeeignet ist. Unentschlossen
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Fah
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« Antwort #19 am: 06.12.10, 08:53 »

Mir geht grad das Selbe durch den Kopf wie Carola - vielleicht würde es ihm helfen, wenn er nur stundenweise in einer Gruppe Auslauf hat. Möglicherweise ist er gestresst bei 24 Stunden Herdenhaltung und wählt deshalb das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung"?
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Frühling ist die schöne Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt.
Emanuel Geibel
blasserdunst
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« Antwort #20 am: 09.12.10, 04:19 »

oh wie – ich freue mich und danke allen die sich Gedanken gemacht haben.
Nun erst mal an die Fragen und Antworten:

@ Bonsai2 nein, meiner ist nicht neu in der Herde.
Unser Bauer hat gut 20 Pferde am Hof  - nachts Außenboxen und tagsüber Gemeinschaftspaddock – er bot dieses Frühjahr dann etwas Neues an – eine riesige Sommerweide – und im Winter dürften diese Pferde dann zusammen in einen großen Laufstall, der neu gemacht würde, es sollten max. 6 Pferde sein, daher habe ich mich dafür entschieden.

Mein 8 jähriger Wallach war zuvor in einer 5er Wallachgruppe, bis im Winter dann die Deckenschäden auftraten ging es auch ganz gut, er war zwar ranghoch, hat die anderen also nicht gebissen – weil sie sich damals auch im Sommer auf der zum Paddock gehörenden kleineren Weide aneinander gewöhnen konnten.  Trotzdem waren die Besitzer der Deckenpferde damals dafür mein Pferd rauszuschmeißen und so stand er dann ab Januar abgetrennt neben seinen Kumpels – das war bis mai eine harte Zeit weil er in der Zeit halt immer saurer wurde.

Im Frühjahr ging es dann in die neue gemischte Gruppe auf die  große Sommerweide – 5 Pferde – und es klappte von anfang an gut. Leider mussten im August 2 Pferde  wegen Krankheit wieder in die Box. Mein Pferd war wie erwartet der Chef und es klappte zwischen den bis zum Herbst übrig gebliebenen 3 Pferden auch sehr gut – sie waren eine Herde geworden und wir stallten sie in den Laufstall um und hofften alle dass der Bauer erst wieder im Sommer auf der Weide neue Pferde dazu tun würde.

Aber wir wurden nicht gefragt – es kam die Ankündigung – es kommen SA 2 Neue. Basta.
Wir haben zuerst versucht die neuen Pferde abzutrennen, aber das ist wg. der Aufteilung der Schlafflächen, Unterstände und Balltränke in dem Laufstall nicht so gut möglich. Die neuen hätten keinen Schlafplatz gehabt und hätten jede Nacht in irgendwelche Boxen verteilt werden müssen – aber dafür sind die ja nicht gekommen – die Besitzer betonten,  es wären Artrosepferde und müssten wie mit dem Bauer besprochen auch nachts mit in den Laufstall  - also mussten wir die Pferde halt zusammen tun – wenn der Bauer das will – dann ist es Gesetz…

Mein Pferd ist in der Herde eben extrem hengstig – das ist sein Wesen – und daher braucht er viel mehr Zeit wie andere Pferde um sich an Neue zu gewöhnen und er braucht auch viel mehr Platz.
Auf der Wiese wäre das sicher kein Problem gewesen – binnen 2 Monaten hätte er sich sicher auch an die gewöhnt – aber wo wie der Bauer es sich gedacht hat - Motto friß oder stirb – das funktioniert bei ihm eben nicht! Aber genau das wird ja erwartet – weil es eben anscheinend normal ist dass man Pferde einfach so zusammenschmeißen kann….. grrr


… die Lösung ihn abzutrennen und im Sommer dann auf der Weide zusammenzutun – ja – würde sicher funktionieren – aber das ist noch fast ein halbes Jahr hin – bis dahin wird er mir, wenn er allein in einer Box stehen muß – mehr wie sauer! Ich weiß genau, dass ich ihn dann binnen kürzester Zeit nur noch in der Halle bewegen könnte – nicht mehr draußen spazieren oder gar reiten – gar nicht dran zu denken – und das obwohl er, wenn er in der Herde steht  - und automatisch auch entsprechend sozial ausgeglichen -  ein totales Lämmchen im Umgang ist, auf dem können dann sogar Behinderte reiten (haben wir im Sommer regelmäßig gemacht, er wäre ein tolles Therapiepferd – sogar als Voltipferd hat er schon gedient - … wenn er aber allein stehen muß – dann kenne ich ihn nicht mehr wieder – es ist,  wie wenn er seinen ganzen Frust dann an mir auslassen muß!!! Daher möchte ich ihn echt nicht allein einsperren müssen. Außerdem gibt es nirgends am Hof noch einen freien Paddock auf den er dann tagsüber könnte – alle Flächen sind
jetzt belegt, da ja der neue Laufstall gebaut wurde – das  hieße, dass er 24 Std. in einer kleinen Box ausharren müsste, wenn ich ihn aus der Gruppe nehme – das kann ich ihm nicht antun!
Lieber würde ich ihn dann (ihm zuliebe) an jemanden weggeben der die entsprechenden Haltungsmöglichkeiten  hat (obwohl es mir dann auch das Herz zerreißen würde – aber ich will nur das Beste für ihn!


@ holzwurm:  du hast mir mit dem BestFriend echt einen guten Tip gegeben – genau so einen Maulkorb den man ans normale Halfter dranmacht hatte ich schon verzweifelt gesucht  – und bei Lösdau nur für Shetties gefunden  - aber trotz Anfrage keinen wir WB.  Ich habe so einen normalen mit einer Art Halfter dran – nur den ziehen die anderen Pferde (die er schon kennt) ihm schnell beim spielen ab! Da müsste ich dann immer noch das Stallhalfter drüber ziehen  - was halt etwas umständlich ist.

Wir haben uns jetzt drauf geeinigt, dass jeder der vier Einsteller, jedes Mal wenn er zu seinem Pferd kommt, und es ihm zeitlich möglich ist, meinem Pferd den Maulkorb überzieht und ihn zur Herde läßt – und wieder abtrennt, wenn sie fertig sind und gehen – so kommt er 3-4 mal pro Tag je 1-2 Std. zur Gruppe und ist auch etwas beaufsichtigt. Bisher klappt das ganz gut.
Das Klebeband kenne ich schon – das hatte ich letztes Jahr, als er die Decken der anderen Wallachgruppe ruiniert hat großzügigst eingesetzt ))


 
@carola: bevor die neuen Pferde dazu kamen war er ja auch im Laufstall….
welche Maulkörbe meinst du denn – für Brauereipferde – hast du ein Foto oder eine Quelle?
Ich habe bisher nur welche aus Kunststoff gesehen, aber die scheuern zu sehr an den Nüstern,  etwas weicheres halt besser – daher habe ich mich für einen aus so Gurtmaterial entschieden, ähnl wie das Halftermaterial. Den hab ich aber nicht erst jetzt gekauft sondern schon im Frühjahr zum anweiden – nur dass ihn die anderen Pferde den damals ständig auszogen – hihihi


@ fah:  ja, auf diese Idee waren wir jetzt auch gestoßen und haben wie, wie ich ja schon schrieb auch schon ausprobiert. Ich hoffe es klappt weiterhin.
Wenn er dann irgendwann mal den ganzen Tag bei den anderen Pferden mit Maulkorb sein kann – und nachts abgetrennt – dann wird es hoffentlich irgendwann möglich sein ihm stundenweise den
maulkorb zu entfernen ohne dass er gleich wieder loslegt zu beißen. Irgendwann akzeptiert er die Neuen ganz sicher – die Frage ist nur wie lange es im Laufstall halt dauert – auf der Weide würde es
sicher viel schneller gehen weil sie sich dort viel viel besser aus dem Weg gehen können – da könnten sie wenns pressiert auch mal 400 m weit auseinander stehen …


Der Hammer ist – die neue Einstellerin mit dem Arthrosepferd meinte – ihr Pferd käme aus einer großen Laufstallherde – 20 Pferde – und der Bauer würde neue Pferde nur im Sommer dazunehmen!!!
DAS ist Verantwortungsbewusstsein – das kann man bei unserem Bauern echt nur suchen …… davon hat er leider nix – der hat sich noch nicht mal dafür interessiert ob Wallache oder Stuten kämen
… wußte er nicht… ist das normal???!!!


Also bitte drückt mir die Daumen dass es  weiterhin klappt – und dass es dem Bauern nicht noch einfällt noch mehr Pferde dazuzustecken (ursprünglich hieß es mal es dürften bis zu 6 Pferde werden – und jetzt sind es ja 5)





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Bonsai2
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« Antwort #21 am: 09.12.10, 09:38 »

Das finde ich auch total verantwortungslos von dem Bauern. Deiner ist jetzt der Buhmann, wofür er ja eigentlich nichts kann. Sicher wird es nach einer Weile besser werden, dann legt sich das wieder. Aber es ist so unnötig, die Pferde einfach in den Laufstall zu würfeln, ohne daß sie sich kennen gelernt haben.

Für mich wäre das inzwischen ein Kündigungsgrund. Ich sehe nicht mehr ein, daß die Knochen der Pferde und meine Nerven so leiden müssen. Dann werden Pferde zu unsozialen Bestien abgestempelt, die sich gar nicht sind. Dein Pferd verhält sich wie ein Pferd. Was der Mensch daraus macht, ist total traurig.

Gut daß ihr einen Kompromiss gefunden habt mit dem Maulkorb. Aber was, wenns im nächsten Winter wieder nen Wechsel in der Herde gibt? Dann geht das Spiel von vorne los.
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blasserdunst
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« Antwort #22 am: 09.12.10, 14:23 »

ja, das stimmt - bei jedem Pferd geht es von vorne los.
... aber mein Pferd ist ja das "unnormale" und so ziehe ich natürlich automatisch immer den Kürzeren.
Ich wäre auch froh wenn mein Pferd nicht so dominant wäre - aber das hab ich halt erst nach dem Kauf gemerkt, nachdem er kastriert war und ich begann ihn auszubilden.  Er war schwierig - gut, aber ich hab mich durchgebissen und es in 2 Jahren Arbeit geschafft ihn so gundlegend auszubilden, so das ich sogar mit Knotenhalfter allein ausreiten kann. Mittlerweilse ist er gut - richtig gut, bietet feine Versammlung an, trägt sich super, macht alle Seitengänge uw.  ist also im Umgang nicht mehr domiant weil er weiß wo er steht - aber in der Herde ist er halt immer noch domant und kehrt sein hengstiges Wesen voll heraus!

Der Bauer hat eine Frau, die 8 eigene Pferde hat, daher ist ihr Wort Gesetzt - und wenn sie sagt, in Boxen legt man keine Gummimatten sondern streut dick Stroh, dann hat man das so zu tun oder (freiwilliger Zwang...) zu gehn (wollte nämlich letztes Jahr meine mitgebrachten Gummimatten verlegen und dünn Sägemehl steuen). Aber das war ein anderes Thema und ist ja nun schon lange durch.

Klar ist mir das peinlich dass mein Pferd der Böse ist - ihm wird vom Bauern sogar schon nachgesagt, dass er verschrien wäre - wenn die Interessenten seinen Namen hören würden sie sagen - oh Gott nein - nicht zu dem... ich finde das fies dass er das behauptet, denn das kann gar nicht sein. Ich bin erst seit 5 Jahre Pferdebesitzer, reite fast nur alleine, habe kaum Kontakt zu anderen Pferdeleuten, außer halt so losen Kontakt am Hof zu anderen Einstellern und bin mit dem Pferd erst ein einzigesmal umgezogen. Woher sollen die Pferdeleute mich oder mein Pferd kennen?
Ich hatte lange überlegt ob ich umziehen soll, denn eigentlich bin ich total gegen das herumziehen mit Pferd, aber hierist es  natürlich sehr praktisch für mich - und die Haltung ist an sich auch sehr gut. Es gibt eine Halle, 2 Plätze, 1 Roundpen, Wiesen, Box - Gruppenpaddocks oder Sommerweide - Laufstall, richtigen Offenställe und er will auch  noch eine reine Seniorenweide aufmachen. Der Bauer hält auch noch Kühe, mäht daher täglich frisches Gras, das den Pferden auch zugefüttert wird, er macht selber Heu, Silage und Hafer. Wo findet man sowas - hier wirklich nirgends. Ich wäre auch bereit 70,- mehr zu zahlen, aber auch zu einem höheren preis findet man hier leider nur weit schlechtere Bedingungen.  Schade nur dass diese gute Haltung mit solchem Pferdeunverstand gepaart ist!

Ich habe einfach keinen Bock umzuziehen, nur weil mein Pferd das Verhalten zeigt was in ihm steckt -  und mir und meinem Pferd schon wieder eine Umstellung antun zu müssen. Dadurch wirds ja auch nicht anders! Meiner Meinung nach muß mit Kompromißbereitschaft jegliches Problem gelöst werden können. Außerdem sehen die anderen Einsteller das alle ganz genauso wie ich, von daher ist der Bauer zwar alleine mit seiner Meinung, aber er sitzt halt am längeren Hebel - das ist das einzige Problem.  Ich denke wenn alle Einsteller auch nochgegen mein Pferd wären, dann wäre das ein Grund zu gehen - denn in so einem Klima lebt es sich natürlich nicht gut. Aber solange das nicht der Fall ist bleibe ich jetzt einfach mal dran und versuche es mit dem Maulkorb.

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« Antwort #23 am: 09.12.10, 16:35 »

Mein Pferd war im vorigen Stall auch verschrien und stand nur noch allein rum. Ich kannte ihn vorher anders, da war er nicht so kompliziert. Im jetzigen Stall gehts uns wieder super.Ne Freundin von mir hat ein ähnliches Pferd, ein Ruf wie Donnerhall kam in einen neuen Stall, ach DIE ist das, die so gefährlich ist. Ende vom Lied, super verträglich mit allem und jedem. Laß nicht zu, daß dein Pferd und du immer die Blöden seid. Schuld ist in erster Linie der SB. Denn der bestimmt ja, was gemacht wird. Wenn die Pferde zerbissen und zertreten werden, sollen sie zum SB gehen und sich nicht bei dir beklagen.

Wenn die Neuen sogar sagen im alten Stall gabs im Winter keine Neuzugänge, dann hat das schon seinen Grund.
 
Wir Menschen pferchen sie ja zusammen in ein Paddock und erwarten, daß sie  wie Menschen sich nicht an die Gurgel gehen. Das ist aber nicht natürlich, da sie sich nicht ausweichen können, solange die Rangfolge nicht geklärt wurde. Also gibts halt Kämpfchen. Das muß dir nicht peinlich sein, das sind Tiere, keine Menschen. Ich hab das gleiche durchgemacht, nur mir ging das nachher so auf den Zünder, daß ich meine Sachen gepackt habe. Ich hatte einfach keine Kraft mehr, mir diese ewigen unterschwelligen Vorwürfe (Sozialkrüppel) anzuhören und mein Pferd Sommer wie Winter alleine rumstehen zu sehen. Ich hätte diesen Schritt schon viel früher gehen sollen, hab aber meinem Pferd zuliebe ausgehalten. Was meinste, wie glücklich der jetzt ist. Im Sommer Weide non-stop (Wallachherde), jetzt Paddock mit Freund und große Liebe in der Nachbarbox.
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« Antwort #24 am: 09.12.10, 23:30 »

Für mich steht vor allem anderem das Ziel, dass es meinem Pferd gut geht !!! Ist das der Fall nehme ich sehr viele Nachteile für mich in Kauf - bis es halt nicht mehr geht, vor allem wenn es ständig Beschwerden gäbe oder rumgemäkelt würde wäre für mich der Punkt schneller erreicht, weil ich so etwas leider nervlich nicht gut verkrafte - es nimmt mich zu stark mit.

Zweitrangig ist, ob für mich Kompfort da ist oder Hallen, Plätze o.ä.  - gibts das nicht geh ich halt ins Gelände. Das wichtigste ist also, dass Ruhe ist - dass nicht jedesmal wenn ich in den Stall komme wieder eine neue Schreckensnachricht kommt oder unterschwellige Beschwerden was mein Pferd schon wieder gemacht hat.

Ich denke immer zurück an den Sommer - wie schön die Sommerweidezeit war .... riesengroße Weideflächen, ein gemauertes Häuschen als kühler Schattenspender, eine Quelle auf der Weide - kein Wasserschleppen, kein abäppeln nötig -  ein halbes Jahr keinen Ärger, keine Quereelen,  nur Idylle, Friede, Freude, Eierkuchen - direkt vor Ort ein eigener 20x40m Wiesenreitplatz und tägl. Gelände. Kaum Stallkollegen - keine SBs, keine Absprachen ... ach war das schön!!! DAS ist halt genau das was für mein Pferd der Himmel auf Erden war und für mich auch - und ich will das wieder haben. Also müssen wir das jetzt schaffen mit dem Maulkorb. Spätestens ab Sommerweideneröffnung darf er dann auf jeden Fall ohne laufen - dass er die anderen auf der Weide beißt, davor hab ich keine Angst, denn so was hat er auf großer Fläche noch nie gemacht - da gibts anderes was wichtiger ist - GRAS !

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carola
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« Antwort #25 am: 10.12.10, 07:59 »

Ich weiß nicht. Ich glaube, das wäre für mich auch keine Lösung. Das Pferd  beißt, weil es Stress hat, was ausmachen möchte, oder aus einem anderen Grund. Ich tippe auf Stress. Nun kriegt er einen Maulkorb, damit die anderen nicht zerbissen werden. Was ich mir an Stelle der anderen auch nicht bieten lassen würde, also dass mein Pferd zerbissen wird. Aber ob das Tier, das nun seinen Stress nicht mehr ausleben kann, glücklich dabei ist, das bezweifle ich. Die Konstellation ist denkbar unglücklich, und ja, da ist der SB "Schuld" dran. Und ich könnte sogar damit leben, dass es jetzt mal "ein Winter" ist, den man irgendwie überbrücken muss, aber wer sagt, dass es nächsten Winter wirklich besser ist? Es könnte ein oder mehrere neue Pferde kommen, andere gehen, der Platz für 6 Pferde für dein Pferd zu wenig sein... Das fänd ich ganz schön frustrierend. Und tolle Sommerkoppeln hin oder her, ich glaube, ich wäre schon am Suchen. Zwinkernd
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blasserdunst
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« Antwort #26 am: 10.12.10, 18:06 »

stimmt schon was du sagst - es könnten wieder welche gehen.
Dieses Jahr war es krankheitsbedingt - da kann man nichts dafür, aber beide wären nie zurück in die Box wenn es nicht hätte sein müssen. Jemand der bei uns einen Platz in der Laufstallgruppe hat, gibt ihn freiwillig so schnell nicht mehr her. Also hoffe ich doch, dass wir irgendwann eine  feste Stammbelegschaft mit 6 Pferden werden.
Wenn es dann im Sommer durch die Zeit erst mal so eine richtig eingeschworene Gruppe geworden ist, dann bin ich mir 100 % sicher dass mein Pferd nächsten Winter im Laufstall nicht mehr beißt, denn dann sind ja die Rangordnungen geklärt.

Problem war halt  - wir waren jetzt nur 2 Einsteller mit 3 Pferden, die Gruppe war im Aufbau - ist im Winter eigentlich ein Unding, aber gut. Wenn die Gruppe dann erst mal voll ist und die Einsteller sich untereinander gut verstehen - was trotz der Bisse voll der Fall ist !!! - dann können wir auch gegen den SB zusammenhalten - wir haben dann als Besitzer von 6 Pferden  eine ganz andere Stellung wie wir zwei es jetzt hatten.
Wir zwei hatten zwar gesagt, dass wir keine neuen Pferde im Winter dazu wollen, aber den SB hat da wohl nur das Geld interessiert - immerhin kommt mehr rein für die gleiche Fläche und unwesentlich mehr Arbeit! Wenn die Gruppe aber mal voll ist und über den nächsten Sommer hinweg zu einer richtigen guten Herde geworden ist in der jeder seinen Platz gefunden hat und Ende des Sommer wirklich ein Pferd ausfallen würde, dann kann ich mir schon vorstellen dass wen wir alle zusammen hinstehen und dem SB sagen - im Winter kommt kein neues Pferd dazu - dann muß er das akzeptieren - oder das Neue muß eben bis zur Anweidezeit in eine Box, um dann erst auf der Wiese integriert zu werden.

Wenn es nächsten Winter aber wieder genauso wird - dann wäre es der 3. Winter in Folge in dem es zu Quereelen gekommen ist - dann wäre für mich trotz der tollen Sommerweide auch das Maß voll. Nur woanders hingehen und erwarten dass mein Pferd sich dort anders benimmt - ist eben nicht ! Heißt, ich müsste ihn in eine Paddockbox stellen - Alleine. Und das ist eigentlich nicht die Haltungsform die ich mir für ihn vorstelle.

Am besten wäre für ihn, wegen seines hengstigen Verhaltens wohl eine Box mit Gemeinschaftspaddock/Weiden für tagsüber in einer reinen Wallachgruppe, wo er den Chef spielen darf, oder auch eine reine Stutengruppe wo er den Hengst spielen darf. Beides hatten wir schon und es hat geklappt, wenn sie sich im Sommer auf der Weide kennenlernen durften.


Grundsätzliches Problem ist wohl, dass es eine gemischte Gruppe ist in der er SEINE Stute vom neuen Wallach separieren will  - sie klebt sonst auch an ihm, aber jetzt will sie den Neuen natürlich auch kennenlernen – und da geht er halt immer dazwischen – typisches Hengstverhalten eben… obwohl er Wallach ist – aber es gibt halt solche Wallache….

*********************************** 

Aber seitdem ich jetzt mit dem Maulkorb angefangen habe, sind ja schon ein paar Tage vergangen.
Meine neuesten Beobachtungen: 
Mein Pferd geht nicht mehr ständig auf den Neuen los, es ist jetzt eigentlich schon friedlich in der Gruppe und man merkt, dass sich zwei „Lager“ gebildet haben die sich etwas aus dem Weg gehen.
Im großen überdachten dick eingestreuten Laufstallbereich bzw. der großen Paddockfläche davor steht meist mein Hottie mit den beiden Stuten rum – die drängen sich ihm gerade richtig auf, die eine rosst, die andere klebt …. (findet er toll). Im unteren überdachten Paddock wo sich auch die Balltränke befindet halten sich meistens die zwei anderen Wallache auf  - die Heufutterstellen sind genauso aufgeteilt – eine oben im Laufstall und eine neben der Tränke. Das ganze ist aber ein Rundlauf – entschließt sich also mein Hottie mal mit seinen Stuten in Richtung Tränke zu laufen und die Wallache sehen das sie kommen, gehen sie meist schon freiwillig einmal um die Runde rum. Weicht also der neue Wallach – ist für meinen alles in Ordnung und er läßt ihn in Ruhe. Kommt er ihm oder seinen Stuten aber näher wie 3 Meter, dann möchte er ihn eben vertreiben.

Heute habe ich, nachdem ich  1 Std. lang die total friedliche Lage beobachtet habe, meinem Pferd in der Gruppe mal für eine halbe Stunde den Maulkorb ausgezogen. Mit den Stuten zusammen war es überhaupt kein Problem – in der Zeit gab es zweimal eine Begegnung mit den Wallachen, wo er aber auch nur dem neuen Wallach kräftig gedroht hat, aber nicht gebissen. Es sah also recht gut aus. Ich denke wir werden das einfach weiter ausbauen.




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blasserdunst
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« Antwort #27 am: 10.12.10, 18:22 »

PS: der Wallach, den mein Hottie schon kannte, der also mit ihm schon in der Gruppe war, bevor der neue Wallach und die neue Stute dazukamen, hat jetzt weil es so nasskalt ist auch ein "Mäntelchen" an. Er ist über 20 hat Spat und einen versteiften Rücken, bewegt sich also nicht mehr allzugerne und magert sowieso im Winter trotz Mehrfutter schon immer recht schnell ab. Er hat  also jetzt eine Decke bekommen, damit er es wärmer hat und nicht so viel Energie für den Wärmehaushalt braucht und nicht so schnell abmagert.
Positiver Nebeneffekt des Maulkorbs für mein Pferd ist - die Decke vom Opi  hat noch nicht einen einzige Beschädigung!
Ein Maulkorb ist also echt zum Deckenschutz geeignet  Zwinkernd
außerdem hat meiner doch tatsächlich schon  gelernt wie man durch das kleine Loch Heu futtert  Grinsend - daher denke ich, er leider nicht darunter.
Jedenfalls macht er nicht den Eindruck - er läßt es sich ohne murren anziehen, er zubbelt nicht dran rum, scheuert sich nirgends damit oder schabt den Kopf auch nicht an den Vorderbeinen  - das wären ja eindeutige Zeichen dass er das Ding nicht mag.
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carola
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« Antwort #28 am: 10.12.10, 18:29 »

Apropos Deckenschutz. Sowas gibt es ja auch noch. Ob sowas andere Pferde schützt? Huch
Hier: http://www.reitshop24.de/images/ProdukteBS/voll/610704_seite.jpg
Wie man damit frisst, weiß ich allerdings auch nicht. Huch
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« Antwort #29 am: 11.12.10, 00:47 »

Das hab ich schon nachgefragt - das Teil ist wirklich nur ein Beißschutz für Decken -
also eher für Pferde die sich in der Box  beim abschwitzen immer die eigene Decke runterziehen wollen oder Löcher reinbeißen.
Ist also eher nur für die Kurzzeit-Deckenträger entwickelt worden. Fressen ist damit sowieso gar nicht möglich.


Mein Hottie kommt mittlerweile aber durch die knapp 2 Wochen Übung echt sehr gut mit dem Maulkorb zurecht - ich habe einen ganz normalen aus Gewebeband vorn mit Gummiloch für ca. 20,-. Er bekommt sogar das lange Heu durch das Loch rein - frag mich nicht wie, aber es klappt anscheinend, denn er mümmelt ja rum und ist nicht gefrustet.

Dagegen war er im Frühjahr als er das Teil beim Anweiden zeitweise tragen musste zuerst echt so was von gefrustet von dem Teil - tagelang bekam er gar kein Gras durchs Loch rein - mann war der zornig  Zunge - hat das Teil einfach z Z  ausgezogen - wahrscheinlich an irgendeinem Baum - oder die anderen haben ihm geholfen - einfach mal packen und dran ziehen - dann gehts ja runter  Grinsend


Ach ja- das hatte ich euch noch gar nicht erzählt - da ist mir beim studieren verschiedener anderer Threads noch was eingefallen was euch vielleicht interessiert:

Nicht dass jemand denkt mein Pferd wäre unsozialisiert. Er ist eigentlich ziemlich artgerecht in einer kleinen Gemeinschaftsherde / Familienverband (immer ca. 10-20 Pferde samt Fohlen) beim Züchter aufgewachsen. Weiden und Laufstall im Sommer, Paddock und Laufstall im Winter.  Er war der auserkorene Liebling der Züchterin, sie wollte ihn eigentlich als nächsten Deckhengst heranziehen und er sollte ihr 38 Jahre altes Pony als neues Reitpferd ablösen wenn er alt genug wäre. Darum hat sie ihn behalten und sich auch sehr viel mit ihm abgegeben. Verkaut wurde er mit 3 jahren unter Tränen – der Bestand wurde damals schnellstmöglichst ziemlich stark verkleinert da die Züchterin schwerkrank war. Ich habe ihn 2 Monate drauf kastrieren lassen.


Er wuchs also immer zusammen mit gleichaltrigen, älteren und jüngeren Geschwistern, Müttern, Tanten und dem Papa-Deckhengst in einer Herde auf – eine Großfamilie also. Der Deckhengst separierte seine Stuten – da waren die Absetzer also zwar mit dabei, aber die Junghengste hätten keine Chance gehabt an die Stuten ranzukommen – von daher hat er natürlich gelernt wie es funktioniert.
Wenn die Stuten roßten kam der Deckhengst in die Box – gedeckt wurde da nur nach Plan. In der Zeit wurden dann die Junghengste natürlich auch mit einem älteren Wallach zusammen abgetrennt, damit sie nicht versehentlich deckten. Die Züchterin hatte das also gut im Griff und ich denke so ein Familienverband ist eine sehr gute Grundlage um ein gut ausgeprägtes Sozialverhalten zu erlernen.

Sein allerbester Spielkamerad war sein 1 Jahr älterer Bruder (gleicher Papa, gleiche Mama, beide extrem ranghoch und dominant) – von dem hat er alles gelernt. Ich denke eigentlich, dass er bei der Aufzuchtform sehr gut lernen konnte wie man sich verhalten muss um in der Gruppe nicht anzuecken bzw. was man tun muss um einen Rang höher zu kommen.



Das Verhalten das er jetzt in der Gruppe zeigt – also das wegbeißen eines fremden Wallachs von seiner Stute ist ein normales Hengstverhalten. (das denke nicht nur ich, sondern sagen auch alle anderen Einsteller am Hof die das mitbekommen haben) Er denkt halt, er wäre noch Hengst und verhält sich entsprechend.  Er treibt seine Stuten vor sich her, will andere männliche Pferde weghalten sofern er sie als Bedrohung seines Ranges ansieht. Rangniedriege Wallache, die weichen, wenn er nur schief guckt und den entsprechenden Abstand halten, denen macht er gar nichts!

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