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Pferdeforum  |  Das kranke Pferd  |  wenn der Tierarzt kommt ...  |  -Magen-Darm (Kolik, Durchfall...) (Moderator: Bantu)  |  Thema: Wurmdruck - suche qualifizierte Quellen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Wurmdruck - suche qualifizierte Quellen  (Gelesen 1838 mal)
Viviane
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*grumpf*


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« am: 01.07.08, 12:55 »

Hallo ihr Lieben,

folgendes Szenario: kleiner Stall mit unter 20 Pferden, wenig Fluktuation, sehr konstanter Pferdebstand. Jedes Pferd hat seine eigene Box - kommt aber beim Misten schon auch mal in eine fremde Box. Mangels Vorgaben durch den SB entwurmt und impft jeder, wie es ihm in den Kram passt. Manche brav 4x jährlich, manche nur 1x im Jahr. Die Pferde teilen sich im Winter Matschpaddocks (12x12 m), die nicht abgeäppelt, aber ca. 1x/Woche abgezogen werden.
Im Sommer hat prinzipiell jedes Pferd seine eigene Koppel, wobei es durchaus sein kann, dass da auch mal durchgetauscht wird. Die Koppeln werden jeweils im Winter mit Pferdemist gedüngt, der ca. 1 Jahr lagerte und kompostiert ist. Abgeäppelt wird nicht.

Und hier gibt es nun 2 recht gegenläufige Meinungen:
a) der Wurmdruck ist immens, weil nicht abgeäppelt wird, weil nicht planvoll entwurmt wird, weil durchgetauscht wird.
b) der Wurmdruck ist gering, weil es ja immer die gleichen Pferde sind, die alle mal irgendwie entwurmt werden.

Ich teile Meinung a), scheitere aber an einer fachlich untermauerten Erklärung. Wer hat mir Hinweise auf (gerne auch wissenschaftliche) Artikel/Untersuchungen/Studien, die mir Argumentationsstoff liefern?

Vielen Dank für eure Hilfe!
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Viele Grüße, Eva
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"Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen." Konfuzius
Aleike
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« Antwort #1 am: 01.07.08, 13:21 »

Ob 1 Jahr "lagern" reicht, die Wurmeier im Mist zu vernichten, weiß ich nicht.

Vorausgesetzt, dass dem so ist, würde ich sagen, wenn Du Deine Box und Deine Koppel täglich gründlich reinigst, eher geringer Wurmdruck (wobei ich solche Einzelhaltung wenig liebe). Im gemeinsamen Matschpaddock fressen sie ja nicht vom Boden.

Kommst Du an die Bücher von Bender? Da kann man das bestimmt nachlesen mit dem Mist.
Sonst habe ich leider keine Quelle zur Hand, nur die gesammelten Erinnerungen auf meiner Biofestplatte. Grinsend
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Man darf nicht sagen: "Was, du Mistvieh, du willst nicht?" Sondern: "Entschuldige, mein Tier, ich werde schon noch dahinterkommen, wie ich es lerne, dich peu à peu auf den rechten Weg zu führen." (Udo Bürger)
Viviane
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« Antwort #2 am: 01.07.08, 13:43 »

Ob 1 Jahr "lagern" reicht, die Wurmeier im Mist zu vernichten, weiß ich nicht.

Ich auch nicht. Der "vergorene" Mist sieht jedenfalls gut aus. Wird regelmäßig umgesetzt und gewässert, so lange er liegt, da ist auch gut Temperatur drin. Kommt jedenfalls sehr dunkel da wieder raus.

Vorausgesetzt, dass dem so ist, würde ich sagen, wenn Du Deine Box und Deine Koppel täglich gründlich reinigst, eher geringer Wurmdruck (wobei ich solche Einzelhaltung wenig liebe). Im gemeinsamen Matschpaddock fressen sie ja nicht vom Boden.

Doch - da gibt es (auf den trockenen Stellen) gelegentlich Heu. Und Matsch ist relativ. Nachdem die Dinger 1x die Woche abgezogen werden, tritt sich auch genug Mist in den Matsch. Gequirlte Pferdekacke würde es vermutlich eher treffen.
Koppel täglich abäppeln würde ich nienicht schaffen. Am Wochenende könnte ich das höchstens irgendwie unterbringen. Ein kläglicher Versuch im letzten Jahr scheiterte allerdings an Ermattung des Abäpplers - der Gaul äppelt nur ins hohe Gras, und da sind die Haufen schier unmöglich rauszubekommen.

Über die Einzelhaltung möchte ich an dieser Stelle auch nicht diskutieren. Nur soviel: Alles andere drumherum ist weniger zuverlässig und dafür deutlich teurer. Und irgendwo muss die Haltung bei den Benzinpreisen ja auch noch bezahlbar bleiben. Dazu kommt eine Behinderung meines Pferdes (einseitig blind) und teilweise doch recht merkwürdige Handhabungen von Herden im Umkreis. Der Stall mitsamt seiner Einzelhaltung ist für uns der beste Kompromiss.


Kommst Du an die Bücher von Bender? Da kann man das bestimmt nachlesen mit dem Mist.

Um den geht es mir gar nicht so sehr. Mehr um das Nicht-Abäppeln gepaart mit lustigem Tauschen der Koppeln/Paddocks mit völlig unterschiedlich entwurmten Pferden.

Sonst habe ich leider keine Quelle zur Hand, nur die gesammelten Erinnerungen auf meiner Biofestplatte. Grinsend

LOL.  Grinsend Den Begriff muss ich mir merken! Fast so schön wie "Meinungsveränderer".  Zunge
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Viele Grüße, Eva
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Aleike
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« Antwort #3 am: 01.07.08, 13:49 »

Nach "lustigem Tauschen" klang es oben nicht, aber wenn Du eh nicht abäppelst, ist die Koppel so oder so verwurmt.

Also eher hoher Wurmdruck.

Bei der
Zitat
gequirlten Pferdekacke
kommt es wohl drauf an, wie viel sie ihre Nasen drin haben, denn über die Hufe wandern die Würmer nicht ein. Zwinkernd
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Viviane
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*grumpf*


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« Antwort #4 am: 01.07.08, 14:01 »

Es wird auch nicht täglich alles munter durchgetauscht - aber die Koppeln sind nicht fix zugewiesen, das heißt, es kann dann schon vorkommen, dass das Pferd eben auf der nächsten freien Koppel abgestellt wird, anstatt es dahin zurückzubringen, wo man es geholt hat. Insbesondere an den Wochenenden mischen die Einsteller und RBs schon mal die freien Plätze durcheinander.

Wenn jedes Pferd immer nur und ausschließlich auf seiner eigenen Koppel wäre, würde ich auch nicht von einem hohen Wurmdruck ausgehen. Da aber alle immer wieder die Möglichkeit haben, ihre Nasen in fremde Äppel zu stecken, sehe ich das nicht ganz so entspannt.
Oder liege ich damit falsch?  Huch

Was ist mit Wälzen in trockener, "gequirlter Pferdekacke"?
« Letzte Änderung: 01.07.08, 14:04 von Viviane » Gespeichert

Viele Grüße, Eva
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thyrie
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« Antwort #5 am: 01.07.08, 14:30 »

Da wir immer wieder rätselhafter Weise Probleme mit Wümern hatten trotz fleissig entwurmen, Wechselweide mit Wiederkäuern, Kalkstickstoff, usw., habe ich meinen TA befragt. Die Pferde vom Nachbarn haben noch nie eine Wurmkur gesehen, stehen seit 30 Jahren auf der gleichen Koppel, die leider nur durch einen Bach von unserer getrennt ist. Er meinte, dass getrocknete Wurmeier durchaus durch Wind zu unseren kommen können.
Wenn das zutrifft, ist es eigentlich wurst, ob Koppeln getauscht werden oder nicht. Habt ihr schon mal Kotproben eingeschickt und den Befall testen lassen?
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"Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen Schlag löschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus."  (Gabriel Laub)
Cinnamon
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« Antwort #6 am: 01.07.08, 14:33 »

ich hätte da eher weniger sorge um den wurmdruck, als um strahlfäule  Zunge
wie sehen denn die hufe bei euch aus?
gegen kacken ins hohe gras helfen übrigens gummihandschuhe und ein küberl = eimer.
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Tradition does not make a statement true. Hans Senn
Viviane
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*grumpf*


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« Antwort #7 am: 01.07.08, 14:44 »

Die Hufe sehen gut aus. Zunge
Bei aktuell wegen immer wiederkehrenden Entzündungen eingesetzten Eiereisen mit Platte und Silikonpolster...
Aber auch barhuf war das vorher kein Problem. Und ist hinten weiterhin keins. Bei den anderen Pferden auch nicht.
Wir arbeiten parallel auch an der Trockenlegung der Paddocks. Wenn's wirklich arg schlammig ist, werden die Hacksen beim Reinholen kurz abgespritzt. Und die Boxen sind immer sehr sauber gemistet und üppig eingestreut.
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Viele Grüße, Eva
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