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Pferdeforum  |  Pferdezucht, Aufzucht  |  Züchter (Moderator: Walle)  |  Thema: 3jährigen Hengst brennen?? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: 3jährigen Hengst brennen??  (Gelesen 4348 mal)
spiritrider
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Beiträge: 311

Ausgebildeter Pferdesklave


« am: 08.02.07, 08:50 »

Hallo Leute,

ich habe gestern eine Freundin besucht, die einen Pensionsstall hat. Sie hat mir erzählt, daß einer ihrer Einsteller am Samstag seinen 3jährigen Hengst mit Brandzeichen brennen will.
Ich war komplett entsetzt, bis jetzt ist er ein lieber netter Kerl. Wird sich wahrscheinlich nach dieser Aktion umgehend ändern. Ist das rechtlich überhaupt zugelassen? Gibt es ein Gesetz, das das Alter regelt, bis wann gebrannt werden
darf?
Auf meine Frage, warum er das Pferd nicht chipt, hat sie mir gesagt, er wolle unbedingt seinen eigenen Gestütsbrand
(er hat 3 Pferde!!!) auf dem Hengst haben will.
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Bewußtsein ist der lästige Zustand zwischen zwei Nickerchen.
Nearly95
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« Antwort #1 am: 08.02.07, 08:57 »

Mal abgesehen davon, dass ich es nur so kenne, dass als Fohlen gebrannt wird, ist mir allerdings keine gesetzliche Bestimmung bekannt, die sowas regelt.

Wer schon mal beim Brennen von Fohlen dabei war, der wird sehen, dass dies nur ein kurzer heftiger Schmerz ist, nach 10 Minuten tobt das Fohlen schon wieder rum, als wäre nix geschehen. Dass sich ein älteres Pferd so einen Schmerz eher merkt glaube ich schon, dass allerdings psychische Schäden davongetragen werden, halte ich eher für unwahrscheinlich, wenngleich in besonderen Fällen vielleicht nicht für ausgeschlossen.

Letztendlich ist dies aber Sache des Besitzers.
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Manu
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WWW
« Antwort #2 am: 08.02.07, 10:10 »

Meine Stute wurde mit 7 Jahren gebrannt. War damals ein von der FN vorgeschriebener Nummernbrand am Hals. So what?
Tierarztbehandlungen tun Pferde auch manchmal weh, ohne daß sie danach zu Verbrechern werden.
Klar dauert es etwas, bis der Brand abgeheilt ist, aber so schlimm ist das nun auch nicht.
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Grüßle, Manu

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y mientras me pinchaba me enseñó una cosa
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Paule
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« Antwort #3 am: 08.02.07, 11:46 »

Von Bekannten wurde mal die dreijährige Haflingerstute nach einer dieser üblichen Vorstellungsrunden bezüglich der Rasse auf den Halsd gebrannt. Die hat dann einmal einen erschrockenen Satz gemacht und zwei Minuten später am nächsten grossen Grasbüschel war alles schon wieder vergessen.
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fantasia
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« Antwort #4 am: 08.02.07, 15:14 »

also ich weiss nicht, aber das ist doch eine verbrennung und die tun bekanntlich länger weh. ich persönlich würd's nicht machen, bin aber auch nicht in der situation.  Unentschlossen

alles gute für das pferd.
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Grüessli Silvana
lola²
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« Antwort #5 am: 08.02.07, 15:26 »

Also ich finde das Brennen generell total bescheuert und unsinnig. Würd es auch nicht machen, wenn es nicht aus irgendweinem Grund vorgeschrieben wäre.

In Spanien hat auch jeder "Möchtegernzüchter" seinen eigenen Brand. ICh hab mich halb tot gelacht, als ich diese Brandzeichen gesehen hab: Herzen, Hähne, einen Blitz usw. Total bescheuert.

Selbst wenn es den Pferden nicht so sehr weh tut, find ich es einfach unnötig.

Aber die Porschefahrer brauchen ja bekanntlich auch ihr Emblem auf dem Auto.

Hat meiner Meinung nach nur mit Prestige-Objekt zu tun.
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Eva
Norddeutschland
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« Antwort #6 am: 08.02.07, 21:30 »

Halsbrände sind mittlerweile als tierschutzwidrig verboten, nur der Schenkelbrand ist noch erlaubt. Auch die FN hat den Zwang zu Nummernbränden abgeschafft, auch ein Chip ist jetzt ok. Traumatisierend ist das aber sicher nicht. Nur: viel Spaß bei der Suche nach einem, der ein älteres Pferd noch brennt.
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Joyce
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« Antwort #7 am: 09.02.07, 07:37 »

meiner Meinung nach empfinden wir Menschen Schmerzen ganz anders als Tiere.
Wir haben unser Pony auch noch im alter von 10J. brennen lassen. Ich bin damals sogar zu dieser Veranstaltung hingeritten.
Das Pony wurde ruckzuck gebrannt - hat nicht mal den Arsch eingezogen  Grinsend - wieder rauf aufs Pferdi und heim.
Auch die Tage danach war alles wie gehabt - wir sind ganz normal geritten. Die Wunde haben wir etwas einschgemiert. Nach 10 Tagen war nur noch der Brand zu sehen, Haare waren auch schon leicht wieder nachgewachsen. Der Brand wurde übrigends auf einer Fohlenschau-Veranstaltung gemacht.
Aber heute kann man ja wählen zw. Brand u. Chip. Bei uns gab es zwar auch schon den Chip aber das System war noch nicht so ausgreift.
lg
Esther
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lola²
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« Antwort #8 am: 09.02.07, 09:50 »

Bei den Menschen kommt halt bei einer Verbrennung noch die psychische Seite hinzu, die das Schmerzempfinden beeinflusst. Der Mensch weiß schon vorher, dass es schlimme Schmerzen sind, das Tier nicht. Es gibt Versuche, bei denen Menschen die gleichen Verbrennungen zugefügt wurden und jene, die sich reinsteigerten, hatten den Schmerz viel stärker gespürt. Der Mensch "wartet" sozusagen schon darauf, dass der Schmerz eintritt. Dass aktiviert im Gehirn die jeweiligen Nervenbahnen, die das Schmerzempfinden regeln.
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spiritrider
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Ausgebildeter Pferdesklave


« Antwort #9 am: 09.02.07, 11:56 »

Na, da gibt es halt, wie zu allem, auch unterschiedliche Auffassungen.
Darf eigentlich jeder Besitzer selbst brennen? Es gibt doch, soviel ich weiß, sog. Brennbeauftragte, oder?
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Nearly95
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« Antwort #10 am: 09.02.07, 12:35 »

Selbst brennen darf - erinnerlich - überhaupt keiner, sondern da muss halt der "Brennbeauftragte" (korrekter Begriff ist mir unbekannt) antanzen.
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terra
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« Antwort #11 am: 10.02.07, 11:27 »

Einen psychischen Schaden wird der Hengst wohl nicht nehmen - das Brennen ist ja schnell vorbei (sogar meine hypersensiblen Blüter haben das einfach sooo weggesteckt) 
Ich bin nur am überlegen, ob der Besitzer nicht grundsätzlich gegen das Tierschutzgesetz verstösst, wenn ER selbst einen eigenen Brand anbringt - die Notwendigkeit dazu besteht in D nun wirklich nicht.
Die Brennbeauftragten der Verbände werden ja entsprechend ausgebildet, auch bei denen passiert manchmal ein Überbrennen - und die passen auf, dass es "schön" wird.
Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn bei dem Typen etwas schiefginge, würde ich ihn wegen Tierquälerei anzeigen.

lg
ed
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Sweeties100
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« Antwort #12 am: 10.02.07, 23:29 »

Hallo ihr Lieben,

als ich meine Stute bekommen hab war sie schon 15. sie kam aus Holland und hatte auch keinen brand. ich musste sie dann auch noch brennen lassen...da kamen dann welche von der FN, sie ist gebrannt und gemessen worden wegen Pass. Also meine hat sich beim Messen mehr angestellt als beim Brennen *lach*...das ist aber typisch die Nasti. Die hat beim Brennen nen Mini-satz gemacht ...und dann war auch schon alles wieder gut. Sie hat davon keine bleibenden Schäden behalten...die vergessen glaub ich solche sachen schneller als wir.

LG Martina
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spiritrider
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Ausgebildeter Pferdesklave


« Antwort #13 am: 11.02.07, 09:26 »

Ok, vielleicht seh ich das Ganze zu sehr aus der menschlichen und nicht aus der pferdischen Sicht Zwinkernd
Aber für mich ist das Ganze halt absolut unnötig, er ist ein reiner Paint mit Papieren und wie gesagt, er brennt ihn selber.
Das ist halt ein Typ, der auch seine 2jährigen Stuten decken lässt. Hauptsache, er kann dann die Fohlen einigermaßen gewinnbringend verscheuern. Nicht aber, daß ihr auf die Idee kommt, er hätte Paintstuten, weit gefehlt. Seine eine Zuchtstute ist eine Russenstute, die andere eine Pinto.Läuft mehr unter Vermehrung, als unter selektiver Zucht Verlegen
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« Antwort #14 am: 11.02.07, 09:49 »

Ich war auch mal dabei, als eine dreijährige Stute gebrannt wurde (Trakehner, T-Brand, da nur halbe Papiere). Es lief völlig problemlos.

Ich wusste allerdings nicht, dass man sich in Deutschland einen eigenen Gestütsbrand zulegen kann (außer große Gestüte wie Marbach natürlich) und frage mich, worin der Sinn liegt wenn einer nur ein paar Stuten hat. Befriedigung der Eitelkeit ist der einzige Grund, der mir jetzt so spontan einfällt.  Zunge
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