Autor Thema: Probleme wegen Kastrationsnarbe?  (Gelesen 14528 mal)

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Offline 1stAlex

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #15 am: 11.04.12, 09:55 »
Hallo Pauline,
das ist nicht ganz so einfach mit der Narbe, da sollte schon jemand draufschauen der nen Plan hat (zB Deine THP - mit ner guten TCM-Ausbildung weiß man auf was man achten muss). Das ist ein sehr umfangreiches Thema das sich nicht auf die Schnelle erklären lässt. Auf jeden Fall ist es nicht korrekt zu sagen 'wenn es geschwollen ist, ist die Narbe entstört', sorry! Die Schwellung sagt zwar aus dass eine Reaktion stattfindet, aber auch, dass sich die 'Energien' dort nun stauen und nicht weiterfliessen können... Da muss man dann weiterbehandeln. Das nur so grob.

Ich finde es sehr gut dass Du einen Termin in der Klinik hast - danach hat man hoffentlich eine klare Aussage und kann gezielt ansetzen. Ich würde mich auch freuen wenn Du weiter berichten würdest - auch wenn es für einen Besitzer schwierig ist wenn das Pferd etwas aussergewöhnliches hat, finde ich solche Fälle immer sehr spannend und lehrreich.

Die Sache mit dem Gürtelgefäß (das ist einer der 8 Sondermeridiane) würde ich mal im Hinterkopf behalten, da kann Deine TCMlerin ja evtl mal nachsehen. Wenn es da 'Blockierungen' gibt, ist eben auch die ('energetische') Versorgung der HGLM eingeschränkt. Oftmals kommt da im Laufe der Zeit eins zum anderen und man hat Läuse und Flöhe...

Toitoitoi, Alex

Offline PaulineTopic starter

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #16 am: 11.04.12, 10:03 »
Danke euch nochmal, finde ich wirklich sehr hilfreich eure Tips  :D. Und natürlich werde ich berichten! Das Schwierige bei solch diffusen Krankheitsbildern ist ja leider immer, die Ursachen zu finden. Und seien wir mal ehrlich - ich würde schätzen, daß ungefähr 70-80% der Reiterschaft gar nicht erst vermuten würde, daß da wirklich was ist. Geschweige denn, überhaupt einen Gedanken daran verschwenden würde. Da würde es heißen: knete den mal ordentlich durch, damit der endlich mal seine Hinterkarre in Betrieb nimmt. Ok, richtig Reiten reicht auch oft  ;), aber da ich ja weiß, daß der kleine Kerl schon auch Gänge haben kann, die momentan nur selten zum Vorschein kommen - und ich unsicher bin, ob er vielleicht sogar Schmerzen hat, möchte ich das erst einigermaßen sicher wissen.
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Offline Maxima

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #17 am: 11.04.12, 10:11 »
Und seien wir mal ehrlich - ich würde schätzen, daß ungefähr 70-80% der Reiterschaft gar nicht erst vermuten würde, daß da wirklich was ist.

Genauso gings mir damals auch, den Hinweis auf Kastrationsprobleme bekam ich bei ihm recht früh, hielt das aber echt für völligen Quatsch. Leider mußte mein armer Bub dadurch auch noch länger mit seinen Schmerzen rumlaufen bis sich bei der OP das ganze Ausmaß gezeigt hat - bei ihm wurden dann ja auch Samenstrangfisteln entfernt.
Ich finds prima daß Du das jetzt gleich gründlich abchecken läßt und wünsch euch viel Glück!
Liebe Grüße
Ulla

Offline Ingrid

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #18 am: 11.04.12, 10:24 »
Danke euch nochmal, finde ich wirklich sehr hilfreich eure Tips  :D. Und natürlich werde ich berichten! Das Schwierige bei solch diffusen Krankheitsbildern ist ja leider immer, die Ursachen zu finden. Und seien wir mal ehrlich - ich würde schätzen, daß ungefähr 70-80% der Reiterschaft gar nicht erst vermuten würde, daß da wirklich was ist. Geschweige denn, überhaupt einen Gedanken daran verschwenden würde. Da würde es heißen: knete den mal ordentlich durch, damit der endlich mal seine Hinterkarre in Betrieb nimmt. Ok, richtig Reiten reicht auch oft  ;), aber da ich ja weiß, daß der kleine Kerl schon auch Gänge haben kann, die momentan nur selten zum Vorschein kommen - und ich unsicher bin, ob er vielleicht sogar Schmerzen hat, möchte ich das erst einigermaßen sicher wissen.
Das sind genau die Worte meiner Tierpysio. Sie sagt klipp und klar: ein verspanntes Pferd können nur wirklich gute Reiter wieder lockerreiten. Und solche wirklich guten Rreiter gibt es vielleicht zwei oder drei in D-Land. Alle anderen murksen auf verspannten Pferdemuskeln rum und wissen gar nicht, was sie dem Pferd antun. Ich schließe mich da vollkommen ein! Ich dachte auch, ich müßte meine Freiberger Stute unbedingt durchs Genick reiten, bis mir die Therapeutin gesagt hat: "Hey, hör auf, die kann doch den Hals garnicht locker lassen, der ist doch total verspannt" :o ??? Jetzt haben wir ein Entspannungsprogramm gestartet mit Massage und speziellen Übungen, die die Hiha aktiv machen. Die Hals- und Kopfhaltung ist dabei momentan völlig wurscht. Hauptsache die Halswirbel und die umliegenden Muskelfasern lösen sich wieder.
 Aber das ist jetzt ein bißchen OT ::) ;)



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Offline Monnef0805

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #19 am: 11.04.12, 12:43 »
Ein Problem ist aber auch das viele erst sehr spät die Schmerzen, oder Probleme die sie haben, überhaupt zeigen.
Sehe ich bei uns. Meiner ein absolutes Pinzie und bei der kleinsten Verspannung und Blockade geht gar nichts mehr.
Bei dem meines Freundes dauert das sehr lange bis man was merkt. Somit ist es da schwieriger frühzeitig einzugreifen.

Drücke die Daumen das es nicht großes ist und es genau zugeordnet werden kann.

Offline Ingrid

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #20 am: 17.04.12, 08:09 »
Pauline, ich wünsch Dir und Deinem Wallach für heute viel Glück! Hoffen wir mal, daß dieser Ausflug erfolgreich ist und Du später eine brauchbare Diagnose hast. Toi-Toi-Toi :-*



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Offline PaulineTopic starter

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #21 am: 17.04.12, 22:26 »
Danke euch fürs Daumendrücken, Mitfiebern und die Tips! Nun ja, ich war wohl auf der falschen Fährte. Es ist das Knie, auch wenn das der bisherige Tierarzt nicht rausgefunden hat. Ein Miniskusschaden von einem Trauma. Wie auch immer das passiert ist, ich habe nicht die geringste Ahnung. Nun darf er lt. TA nur noch Wanderreitpferd sein, naja, wenigstens war das seine eigentliche Bestimmung, der er nun bedingungslos zugeführt werden muß. Die ganze bisherige Arbeit für die Katz, weil es ihm eher schlecht als gut getan hat bei der Diagnose. Ich hätte nun nicht damit gerechnet, daß es etwas ist, was seine "Nutzung" dauerhaft einschränkt. Ein ziemlicher Schock also. Wir müssen uns jetzt wohl irgendwie damit arrangieren.
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Offline Ingrid

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #22 am: 18.04.12, 08:08 »
Uuups :o Das ist ja ne ganz neue Situation ::)
Nun gut, oder auch nicht :-\ Aber jetzt weißt Du, woran Du bist.  Und ganz ehrlich... so eine Diagnose finde ich jetzt nicht soooooo schlimm. Eine Samenstrangfistel hätte mindestens eine sehr aufwendige Op mit ganz viel Nachversorgung bedeutet und hätte sich über mehrere Monate hinziehen können. Sowas ist immer eine sehr undankbare Geschichte.
Aber jetzt hast Du ein Pferd, daß zwar nicht mehr Deiner Wunschbestimmung gerecht wird, aber immerhin eine andere, auch sehr schöne Aufgabe bekommen darf. Das ist zwar für Dich momentan ein sehr ungewohnter Gedanke, aber ich glaube, Dein Wallach kann damit sehr gut leben :)
Wird sein Knie jetzt irgendwie behandelt? Oder sind die Schäden schon zu alt?
Mensch Pauline, Kopf hoch! Es gibt weißgott bedauerndswertere Pferdebesitzer ;) :-*



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Offline Hexle

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #23 am: 18.04.12, 11:27 »
also meine grosse wurde mit ihrem deftigen Meniskussschaden wieder voll einsatzfähig (alle Kniebänder waren ausserdem zu 3/4 durch) ..

es war halt die Glättung des Meniskus und eine Gelenkspülung notwendig (minimalinvasiv) - dann zwei Wochen Boxenruhe und danach Minutenweises wieder anführen und auftrainieren - aber sie wurde wieder total fit (bei der OP war sie 12)  :D :D *hoffnungmach*
Ich weiss, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben geniale Ideen ;D

Offline 1stAlex

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #24 am: 18.04.12, 13:58 »
Hallo Pauline,
das ist immer blöd wenn was ganz anderes dabei rauskommt, aber ich stimme Ingrid zu wenn sie sagt 'besser keine große OP vonnöten'.

Besprich das mit der THP Deines Vertrauens, das Becken etc würde ich trotzdem checken denn auf eine gute Statik und symmetrische Muskulatur ist er jetzt noch dringender angewiesen.

Ansonsten würde ich sagen Kopf nicht hängen lassen, ich hab grad einen 'Reha-Patienten' mit knöchernem Ausriss eines medialen Kollateralbandes am Knie (unter anderem, war ein Unfall), der wird auch langsam wieder. Manches braucht einfach länger, aber mit einem vernünftigen Trainingsplan und einer guten Rundum-Versorgung (Homöopathie, Akupunktur, Nahrungsergänzung usw) und natürlich Durchhaltevermögen und Geduld kann man viel erreichen!

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Offline NRWestern@t-online.de

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #25 am: 02.02.16, 12:40 »
Hallo Pauline, ich hoffe du bist noch hier im Forum. Dein Beitrag ist ja nun schon ein paar Jahre alt. ich hätte gerne mal gewußt, was aus deinem Pferd so geworden ist. Ich habe mit meinem 6 jährigen QH Wallach ganz ähnliche Probleme. Zwar ist die Kastration weitgehend komplikationslos verlaufen und die Narbe gut verheilt, aber wir haben auch ähnliche Probleme im Gangbild und auch immer wieder Husten im Winter. Hat sich da ein Zusammenhang herstellen lassen? Ich war schon in der Klinik, da auch bei meinem Pferd die Knie als Ursache ganz vorne anstanden. Außer zu langen Kniebändern und gefüllten Gelenken (vermutlich durch Überlastung, aber nicht entzündet) haben sie nichts gefunden. Das die zu langen Kniebänder wirklich das Problem sind, kann ich mir nicht vorstellen, denn den ganzen Sommer über lief er total gut und zum Herbst hin wurde es schlechter, bis er Anfang November dann jegliche Mitarbeit eingestellt hat. Seit dem suchen wir und doktorn rum, ohne den wahren Erfolg. Bin auch ziemlich ratlos mitlerweile. Und deine Beschreibung klang so ähnlich, von daher möchte ich den Beitrag noch mal wieder öffenen

Offline charona

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #26 am: 11.02.16, 13:53 »
hallo! ich bin zwar Pauline nicht, aber zufälliger weise erzählte meine THP mir kürzlich von einem sehr interessanten Fall, hochtalentierter Wallach, der ohne schulmedizinisch findbare ursache so schlecht lief, dass er eingeschläfert werden sollte. weil sie eine andere, eher ungreifbare ursache vermutete, hat wurde das pferd einem osteopathen vorgestellt, der als Ursache eine nach innen wuchernde kastrationsnarbe vermutete. das pferd wurde entsprechend behandelt und läuft heute wieder probemlos. ich weiss nicht, wo du herkommst, aber wenn NL grenznähe Venlo für dich machbar ist, kann ich gerne kontakt herstellen. melde dich einfach per PN.

Offline Morena3

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #27 am: 30.09.16, 08:12 »
Hallo Pauline, ich hoffe du bist noch hier im Forum. Dein Beitrag ist ja nun schon ein paar Jahre alt. ich hätte gerne mal gewußt, was aus deinem Pferd so geworden ist. Ich habe mit meinem 6 jährigen QH Wallach ganz ähnliche Probleme. Zwar ist die Kastration weitgehend komplikationslos verlaufen und die Narbe gut verheilt, aber wir haben auch ähnliche Probleme im Gangbild und auch immer wieder Husten im Winter. Hat sich da ein Zusammenhang herstellen lassen? Ich war schon in der Klinik, da auch bei meinem Pferd die Knie als Ursache ganz vorne anstanden. Außer zu langen Kniebändern und gefüllten Gelenken (vermutlich durch Überlastung, aber nicht entzündet) haben sie nichts gefunden. Das die zu langen Kniebänder wirklich das Problem sind, kann ich mir nicht vorstellen, denn den ganzen Sommer über lief er total gut und zum Herbst hin wurde es schlechter, bis er Anfang November dann jegliche Mitarbeit eingestellt hat. Seit dem suchen wir und doktorn rum, ohne den wahren Erfolg. Bin auch ziemlich ratlos mitlerweile. Und deine Beschreibung klang so ähnlich, von daher möchte ich den Beitrag noch mal wieder öffenen

Hallo,
ich bin zwar nicht Pauline, aber antworte trotzdem mal ;-)...
Schau mal, ob Du einen guten Physio/Osteopathen bei Euch findest, der evtl. noch TCMmäßig unterwegs ist. Dieser sollte sich den Leber-/Magen-Meridian, Gürtelgefäß, Segment TH14 und den Lendenbereich anschauen.
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann! (Francis Picabia)

Offline Susan

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Re: Probleme wegen Kastrationsnarbe?
« Antwort #28 am: 15.01.17, 13:22 »
Hallo,
ich habe mit meinem Pferd nun schon im dritten Jahr in Folge das Problem, dass es zum Herbst hin klemmiger läuft, im November dann sich völlig verweigert, im Februar wird es stetig besser. Von Mai bis Juli läuft er super.
Auffällig ist zudem, dass er sich in der Zeit, wo das Problem besteht, beim Äppeln schief hinstellt, rechtes Bein unter den Körper (so wie normal) das andere eher zur Seite.
Blutbild zeigt diffuse Entzündungswerte im Differenzialblutbild (november 2015 und 2016), jetzt im Januar war es so schlimm, dass er gar nicht freiwillig vorwwärts laufen wollte, da ist er 20m rückwärts gegangen, um sich zu entziehen. Tierarzt war da, Muskelwerte waren hoch, aber gut, war auch echt verspannt im Lendenwirbelbereich.
Wir hatten inzwischen etliche "Verdachte" !. Verwurmung-> mehrfach entwurmt, Kotprobe negativ, 2. Blasenentzündung (da er auf dem auslauf nicht pinkelt sondern erst Abends in der Box) -> Urin probe negativ, 3. Sand im Darm: Flohsamen, Leinsamen Mash füttere ich dazu, hatte immer den Eindruck es hilft, aber wirklich helfen tut nur der Weideauftrieb im Frühjahr, 4. Sättel, habe diverse Sättel gekauft in den letzten Jahren, dachte auch teilweise jetzt hätte ich einen, aber rückblickend waren es immer die "guten" Monate wo eben der jeweilige Sattel funktioniert hat.
tja, wer hat Ideen?
Bin hier auf das Forum gestoßen, weil der Eintag von letztem Februar genau das beschrieb, was mir wiederfährt: zum Herbst hin schlechter, im November Katastrophe, rumdoktorn bis februar...
Viele liebe Grüße...