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691934 Beiträge in 5263 Themen von 4973 Mitglieder
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Pferdeforum  |  Aktuell & Interaktiv  |  Akute Probleme / Hilfegesuche (Moderator: Kimble03)  |  Thema: von RB etwas enttäuscht, zurecht? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: von RB etwas enttäuscht, zurecht?  (Gelesen 1503 mal)
Ramona
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Charakterpferd


« am: 21.06.11, 16:17 »

Hallo zusammen!

Ich würde gern ein paar Meinungen von Unbeteiligten hören, weil ich trotz meiner Enttäuschung nicht ungerecht sein will.

Aber ich fang besser mal von vorne an. Ich stand bisher in einem sehr kleinen Stall, den ich zusammen mit jemandem komplett allein gemacht hab. Wir organisierten das Rein und Raus, einfach alles. Meine RB musste sich an den Arbeiten nie beteiligen, hatte aber natürlich auch keine anderen Leute als mich und meine Stallkollegin zum Ausreiten. Letztes Jahr merkte ich dass sie unglücklich ist und nachdem ich sie darauf angesprochen hab, einigten wir uns, dass ich zwar deswegen nicht umziehe, sie aber mein Pferd einmal weniger reitet und sich dafür eine zweite RB in einem größeren Stall sucht. Damit sie es finanziell hinbekommt, bin ich für 2x die Woche reiten auf 20 Euro im Monat runtergegangen, was ich echt geschenkt finde. Sie fand dann eine zweite RB in einem anderen Stall und schwärmte mir ständig von der Halle und dem Platz vor. Da meine Stallkollegin den Stall ohne mich nicht organisiert bekommt, beschlossen wir unsere 2 Pferde für die Zeit meines diesjährigen Urlaubs in den besagten Stall zu stellen. Bei der ersten Besichtigung, war mir schon klar dauerhaft käme ich mit der Haltung nicht klar, aber für 2 Wochen kann ich damit leben. Einen Tag nach Ende meines Urlaubs sollten die Pferde wieder zurück in unseren kleinen Stall ziehen. Am Tag des Umzugs traf ich zuerst meine RB, und unterhielt mich ganz normal mit ihr über den Urlaub. Kaum war die Stallkollegin da, ist mir meine RB plötzlich aus dem Weg gegangen. Als mir meine Stallkollegin dann sagte, dass sie zwar mit zurück in den alten Stall zieht, aber nur für die Kündigungfrist, wurde mir langsam klar warum meine RB plötzlich weg war. Ich bin mir schon sicher, dass sie an der Entscheidung meiner Stallkollegin nicht ganz unbeteiligt ist, wieviel weiß ich aber nicht. Kann mir auch gut vorstellen, dass der Freund meiner Stallkollegin auch ordentlich mitgemischt hat.
Fakt ist, ich kann mein Pferd im jetzigen Stall nicht halten, weil er da alleine wäre und musste daher einen neuen Stall suchen. Aus vielen Gründen kommt der Urlaubsstall für mich niemals in Frage, aber die Beiden hatten sich wohl gedacht ich würde notgedrungen mit in den Stall ziehen. Seither ist eine Woche vergangen und ich hab keinen Ton von meiner RB gehört.
Ich hab ihr gestern ne SMS geschrieben, dass mein Pferd einen entzündeten Stich am Bauch hat und Reiten nur ohne Sattel möglich ist. Darauf hab ich ebenfalls keine Antwort bekommen, sonst kam immer ein "oh der arme Kerl" oder sonst was. Ich weiß nicht mal ob sie überhaupt gestern da war. Ich bin bisher immer gut mit ihr ausgekommen, sie hat sich gut um mein Pferd gekümmert, sie kam auch als er Krank war, ist ewig mit ihm spazieren gegangen usw.  dafür hab ich ihr auch alle Freiheiten gelassen. Ich bin mir sicher, sie mag meinen alten Herren wirklich gern. Aber ich bin im Moment wirklich enttäuscht von ihr, und fürchte das Verhältnis wird nicht mehr das selbe werden.  Wie seht ihr das als Unbeteiligte? Reagier ich über, dass ich etwas enttäuscht bin?
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Wieselchen
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« Antwort #1 am: 21.06.11, 17:53 »

Etwas enttäuscht wäre krass untertrieben, wenn das mir passiert wäre !!! Dies hier ist eine Frechheit.

Ich hab niemals was dagegen, wenn sich jemand umorientiert oder woanders hin will oder was auch immer, Einstellungen und Bedürfnisse ändern sich eben und müssen nicht für immer übereinstimmen.

Das Wichtigste dabei ist doch aber, wir können alle sprechen !! Und es ist einfach ein Zeichen von guter Erziehung oder sogar SELBSTVERSTÄNDLICH im Umgang miteinander, daß man etwas VORHER bespricht und nicht in aller Heimlichkeit hinter dem Rücken und dann nichtmal den Schneid haben dazu zu stehen.

Das finde ich unglaublich und das wäre ich super sauer. Man hätte Dich miteinbeziehen müssen, in Ruhe besprechen warum man gerne wechseln will, wenn Deine RB den Stall da so toll findet und davon schwärmt und den empfiehlt und der dann gefällt ist es ja kein Problem. Deine Stallkollegin kann sich ja trotzdem frei entscheiden ob sie das dann gut findet oder nicht.
Aber dieses hinterücks und so ist ober gemein und das würde ich allen Beteiligten auch übel nehmen.

Übrigens, 20,-€ ist wirklich geschenkt für eine RB.... 20,-€ bekomme ich von einer RB, die 2x im MONAT reitet.... 80,- bis 100,-€ ist bei uns so Schnitt für 2x die Woche auf einem guten Reitpferd für Dressur und Gelände. Gut, wir stehen auf einer großen, teuren Anlage, aber 20,-€ ist trotzdem ein absoluter Freundschaftspreis.
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Ramona
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« Antwort #2 am: 21.06.11, 19:42 »

Ich war im ersten Moment auch stinksauer (meiner Meinung nach auch verständlich).Versuche aber sachlich zu bleiben, denn noch müssen wir ja miteinader auskommen.  Die Art und Weise finde ich immer noch absolut daneben. Wie du schon gesagt hast, man kann miteinander reden, natürlich wäre ich so oder so nicht begeistert gewesen, aber so hinterrücks finde ich nur mies. Ich hab mit Beiden während des gesamten Urlaubs regelmäßig gemailt und da war keine Andeutung, nichts. Selbst beim Telefonat direkt nach meiner Rückkehr um alles für den Rücktransport auszumachen, nichts.....  Ich dachte wir wären miteinader befreundet, aber da hab ich mich wohl geirrt. Von der Stallkollegin bin ich natürlich auch megaenttäuscht, aber der kann ich nach dem Umzug in einen neuen Stall aus dem Weg gehen.
Wie ich mich meiner RB gegenüber verhalte weiß ich noch nicht, da bin ich immer noch am grübeln. Ich finde aber, da muß der erste Schritt auf jeden Fall von ihr kommen. Oder soll ich  ihr doch ne Mail schreiben, wie enttäuscht ich von ihr bin.  Unentschlossen

Ja der Preis war ein aboluter Freundschaftspreis von mir! Unser bisheriger Stall war zwar ein sehr einfacher Stall, kein besonders guter Platz und eben recht einsam. Aber mein Pferd ist (ohne angeben  zu wollen) ein Professor, sehr gut ausgebildet und ein Lehrmeister für jeden der lernen will. Zwar etwas älter aber fit, arbeitswillig und gut erzogen. Also wirklich ein Pferd für das viele RB einiges tun würden. Sie hat mir auch immer wieder gesagt wie dankbar sie ist, das Pferd reiten zu dürfen. Das letzte mal, während ich im Urlaub war, im nachhinein denke ich mir jetzt, sie wußte da schon von dem Plan und wollte womöglich nur gut Wetter machen um die RB nciht zu verlieren....  Solche Gedanken hab ich jetzt ständig und das finde ich sehr traurig
« Letzte Änderung: 21.06.11, 19:47 von Ramona » Gespeichert

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« Antwort #3 am: 21.06.11, 20:28 »

hallo,

wobei du gar nicht weisst, ob die rb da wirklich viel gearbeitet hat hinter deinem rücken, oder ob die nur wusste, wie du auf die ankündigung der miteinstallerin reagieren würdest und sie dir deshalb aus dem weg gegangen ist.

und du hast recht - jeder hat nen mund zum reden. also mach deinen auf und komm einfach mit deiner rb ins gespräch. nur so kannst du wissen, wie es nun weitergehen wird.

außerdem hast du noch die kündigungsfrist, evtl. würde es sich lohnen 2gleisig zu suchen - einen miteinstaller und evtl. auch nen schönen offenstall. wer weiss, evtl. ist auch das für was gut.

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« Antwort #4 am: 21.06.11, 20:43 »

Ich würde an deiner Stelle auch nicht vorschnell verurteilen. Vielleicht hat die RB ein schlechtes Gewissen, weil jetzt "wegen ihr" bzw. ihrer Empfehlung deine Stallkollegin abgewandert ist, obwohl sie selbst nichts dafür kann? Rede mit ihr. Wenn es dann nicht besser wird, war es das wohl. Aber so jetzt einfach gar nichts machen, fände ich auch doof.
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« Antwort #5 am: 21.06.11, 21:11 »

Natürlich weiß ich nicht, wieviel genau sie da gearbeitet hat, aber nur Mitwisser war sie sicher nicht .

Ich weiß auch nicht warum man mir da aus dem Weg gehen sollte, ja ich war sauer. Mehr über die Art und Weise als über die Tatsache und ich bin beim besten Willen kein Choleriker. Ich hab von Anfang an gesagt, dass für mich der Stall nicht in Frage kommt und ich die Art und Weise sch... finde. Mehr nicht, ich wüßte nicht warum man mir da aus dem Weg gehen sollte.

Schlechtes Gewissen, kann gut sein, aber findet ihr nicht, dass eigentlich sie die Aussprache suche sollte? Ich hab bin doch gestern schon mal auf sie zu indem ich ihr eine normale SMS geschickt hab....

Ich hab seit über einem Jahr nach einem 3. Miteinsteller gesucht und niemand gefunden der bereit war die arbeit mit zu machen, daher stehen die Chancen innerhalb der kurzen Zeit jemand zu finden eigentlich gegen 0

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« Antwort #6 am: 21.06.11, 21:18 »

Ja, natürlich hätte sie auf die SMS reagieren können. Es gibt aber Menschen, die tun sich schwer, vor allem, wenn sie ein schlechtes Gewissen haben. Zunge Ich glaube, ich wäre viel sauerer auf die Stallkollegin, die natürlich auch entscheiden kann, was sie möchte, aber ja schon weiß, dass du jetzt ein Problem hast.
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« Antwort #7 am: 21.06.11, 21:21 »

Hey Ramona! Küsschen

Gibt halt Menschen, die gerade mit einer direkten Art nicht klar kommen und dadurch Angst haben! Wahrscheinlich war genau das von dir gesagte über den Stall schon der Auslöser ?!

Ich finde auch, das eigentlich jetzt sie am zu wäre auf dich zuzugehen. Kann mir nur ehrlich gesagt nicht vorstellen das sie das tun wird  Traurig

LG
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« Antwort #8 am: 21.06.11, 23:18 »

Bleibt nur noch die Frage, ist es Dir das wert, die Sache möglichst schnell aus der Welt zu schaffen? Mir wäre das wichtig, ich kann keinen Konflikt so unausgesprochen lassen. Ich würde wohl auch auf sie zugehen und ihr direkt sagen WIE das bei Dir angekommen ist und wie die Situation aus Deiner Sicht nun aussieht und hören was sie dazu zu sagen hat.

Das die Art und Weise Dich eben enttäuscht hat und wie es jetzt wohl weiter gehen könnte. Je nachdem wie sie reagiert ist sie dann entweder nicht mehr Deine RB oder doch. So oder so gibt es klare Verhältnisse und Du musst Dir keine Gedanken mehr darüber machen.

Je mehr man sich da den Kopf zerbricht umso zermürbender wird das ja.

Wie ich schon sagte, die Art und Weise würde mir auch nicht gefallen. Ich hätte da von meiner RB allerdings auch anderes erwartet, ob sie da nun aktiv eingewirkt hat oder nicht. Erst so tun als sei nix los und dann völlige Funkstille ist definitiv nicht der richtige Weg. Wenn man sich schon etwas kennt sollte auch das anders laufen.

In erster Linie aber von der Miteinstellerin, die auf jeden Fall mit Dir klar hätte reden müssen. Das gehört sich eben einfach so.

Und wenn die RB da keinen falschen Eindruck hätte erwecken wollen hätte sie eben auch einfach was sagen können, dann wäre es ja gar nicht zu dieser blöden Situation gekommen.

Ich drück Dir die Daumen einen schönen neuen Stall zu finden.
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carienchen
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« Antwort #9 am: 22.06.11, 06:32 »

Hey Ramona!
Ich hab so das Gefühl das hier versucht worden ist, Dich hinterrücks zu manipulieren- und das hass ich ja wie die Pest! Erst wurdest Du "zur Probe" in den neuen Stall gelotst, (mit der Hoffnung wir machen ihr das schmackhaft?), dann wurde die, mit der Du Deinen Stall betreibst schwach und hat sich zum umziehen entschlossen (ich würd ko****... da kennt man sich womöglich über Jahre, macht alles zusammen, alles klappt und dann SOWAS??? Nur wegen Reitplatz / Halle oder was? Gerade wenn Du schreibst diese Haltung käme für Dich nicht in Frage, also vermutlich Box oder so, kann ich die echt nicht verstehen!)

Die Haltung der RB finde ich auch überhaupt nicht nachvollziehbar. Sie darf Deinen Professor reiten, will aber auch noch in einen Reitstall wo sie hundert andere Mädels hat... ehrlich- ich denk sie ist nicht die Richtige für Dich, auch wenn sie es evtl. lange gut gemacht hat! Sie muss doch in erster Linie DEIN Pferd mögen und gerne reiten, wenn sie sich jetzt im Reitstall wohler fühlt ist sie für Dich wohl die falsche! Es gibt auch RB's, die gerne alleine unterwegs sind (meine 1. RB stand auch am A... der Welt! Ich bin damals 1,5h Stunden geritten um eine Bekannte mit Pferd zum ausreiten abzuholen! Dafür war dieses RB-Pferd aber auch einfach eine Lebendsversicherung, ich hab reiten drauf gelernt und ab ins Gelände- war ein 18 jähriger Oldenburger, wohl mal richtig gut in der Dressur unterwegs *schwärm* )
Schwierige Situation für Dich, ich würds so machen wie schon geschrieben, gleichzeitig einen Einstelle UND einen Offenstall suchen! Wenn eine Tür sich schliesst öffnet sich häufig eine neue!
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Man kann ein Pferd zur Tränke führen, aber man kann es nicht zwingen zu trinken. Man kann einen Menschen an Wissen heranführen, aber man kann ihn nicht zwingen zu denken
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« Antwort #10 am: 22.06.11, 08:37 »

Zitat
ich würd ko****... da kennt man sich womöglich über Jahre, macht alles zusammen, alles klappt und dann SOWAS??? Nur wegen Reitplatz / Halle oder was?
Ach nöö, Carienchen, so hart würde ich das nicht sehen. Enttäuschung ist verständlich, aber jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung und diese Meinung kann sich im Laufe der Jahre nun mal ändern. "Nur wegen Reitplatz / Halle" klingt so abwertend. Für mich persönlich käme ein Stall ohne Halle und Platz niemals in Frage und ich mag auch nicht jeden Abend mutterseelenalleine am Stall rumkrebsen. Macht mich das jetzt zu einem schlechten Pferdehalter oder zu einem schlechten Menschen? Ich denke, nein.

Wenn Ramonas Stallpartnerin jetzt andere Prioritäten setzt und einen anderen Stall für sich und ihr Pferd wählt, finde ich das vollkommen legitim, so lange sie keine Nacht-und-Nebel-Aktion macht, sondern Ramona genügend Zeit lässt, sich auf die neue Situation einzustellen. Was wäre denn die Alternative? Soll sie Jahr um Jahr unglücklich mit Ramona zusammen weitermachen, obwohl sie weiß, dass es ihr woanders besser gefällt? Der RB würde ich da schon mal gar keine Schuld in die Schuhe schieben wollen, deine Stallpartnerin wird ja wohl eine erwachsene Person mit einer eigenen Meinungsbildung sein.

Ob du jetzt wirklich hinterrücks von deiner RB und deiner Stallkollegin manipuliert werden solltest und der temporäre Umzug in diesen Stall ein abgekartertes Spiel war oder ob deine Stallkollegin nicht einfach in deinem Urlaub die Vorteile eines größeren Stalles zu würdigen gelernt hat, wirst du vermutlich nicht rausfinden.

Ich würde jetzt zwei Dinge tun:
- Die RB anrufen und sie fragen, was denn nun Sache ist und ob sie die RB weiter machen will oder nicht. Der RB wegen dieser Sache kündigen würde ich nicht. Was hat sie sich denn objektiv zu schulden kommen lassen? Eigentlich doch nichts, oder? Sie hätte die Stallpartnerin nicht bequatschen können, wenn diese das nicht gewollt hätte.
- Überlegen, wie ich das Stallproblem löse. Beistellpony kaufen? Miteinsteller suchen? Stall wechseln?

So eine Zweier-Stallgemeinschaft ist immer eine heikle Sache. Wenn einer ausfällt (kann ja auch ein Umzug sein, oder der Verkauf des Pferdes oder was weiß ich), steht der andere alleine doof da.
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Treulos ist, wer Lebewohl sagt, wenn die Straße dunkel wird. (Gimli - Die Gefährten)
Ramona
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« Antwort #11 am: 22.06.11, 08:43 »

Ich bin zwar ein absoluter Offenstallverfechter, aber bei uns in der Gegend gibt es keine ordentlichen, nur Matschlöcher, daher musste ich mich hier mit Boxenhaltung abfinden. Gerade deswegen bin ich aber bei der Stallsuche so genau. Mein Pferd hatte jetzt eine XXXXL Box für sich (hell, luftig und nur halbhoch) sie waren im Sommer meist 24 Stunden auf der Koppel und im Winter mind. 14 Stunde draußen. Damit kann ich leben. Der Stall in den meinen Stallkollegin jetzt zieht ist ein Boxenstall mit Miniboxen die nicht nur sehr klein, sondern auch noch bis oben vergittert und stockdunkel sind. Wenn ich schon mit einer Box leben muss, dann auf keinen Fall mit so einer. Auch der weidegang unterscheidet sich zu sehr von meinen Vorstellungen

Natürlich bin ich von meiner Stallkollegin noch viel mehr enttäuscht, ich dachte man wäre seit Jahren befreundet. Ich hab mich im bisherigen Stall um viele Dinge gekümmert, mit denen ich sie nicht zusätzlich belasten wollte. (Zäune reparieren usw). Unter der "Freundschaft" hab ich für mich aber bereits einen Schlussstrich gezogen, auf so was hab ich einfach keine Lust.

Da meine RB jetzt wirklich schon ein paar Jahre bei mir ist, werd ich schon noch mit ihr reden, aber wenn sie nicht auf mich zukommt, werde ich da wohl noch etwas Zeit brauchen um auf sie zuzugehen. Im Moment brodelt im Stall eh ganz viel unausgesprochenes  Unentschlossen wenn ich aber was sage, läßt mich die Stallkollegin vermutlich sofort im Stich.
Im Moment war/ist mir erstmal nur wichtig, dass mein Pferdchen in einen guten, neuen Stall kommt und mein Hungerhaken mir dabei nicht wieder allzuviel abnimmt.

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Genau dieses Gefühl hab ich eben auch un das hat mich im ersten Moment auch richtig sauer gemacht. Jetzt versuche ich nur irgendwie Schadensbegrenzung zu betreiben und eben mein Pferd bestmöglich unterzubringen
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« Antwort #12 am: 22.06.11, 08:54 »

Wenn Ramonas Stallpartnerin jetzt andere Prioritäten setzt und einen anderen Stall für sich und ihr Pferd wählt, finde ich das vollkommen legitim, so lange sie keine Nacht-und-Nebel-Aktion macht, sondern Ramona genügend Zeit lässt, sich auf die neue Situation einzustellen. Was wäre denn die Alternative? Soll sie Jahr um Jahr unglücklich mit Ramona zusammen weitermachen, obwohl sie weiß, dass es ihr woanders besser gefällt?

Andere Prioritäten ist okay. Natürlich verlange ich nicht, dass meine Stallpartnerin unglücklich Jahr um Jahr weitermacht, aber mit mir zu reden, wäre ja auch ein Möglichkeit gewesen und mich nicht so vor vollendete Tatsachen zu stellen. Vorallem da sie bei der ersten Besichtigung ja selber noch sagte, dass die Boxen sehr klein und dunkel wären.... sei es drum, der Zug ist abgefahren.

Ich würde jetzt zwei Dinge tun:
- Die RB anrufen und sie fragen, was denn nun Sache ist und ob sie die RB weiter machen will oder nicht. Der RB wegen dieser Sache kündigen würde ich nicht. Was hat sie sich denn objektiv zu schulden kommen lassen? Eigentlich doch nichts, oder? Sie hätte die Stallpartnerin nicht bequatschen können, wenn diese das nicht gewollt hätte.

Wenn ich ehrlich bin, ist es mir eigentlich egal, ob sie weiter machen will. Es ist mein Pferd und ich will da nur jemanden ran lassen, dem ich 100% vertraue. Ich brauch keine RB, weder wegen des Geldes noch wegen irgendeiner Entlastung, das war von mir eher ein Freundschaftsdienst. Mag ja sein, dass sie die Stallpartnerin nicht bequatschen hätte können, wenn die nicht gewollt hätte, trotzdem bin ich einfach enttäuscht und weiß nicht ob ich sie weiter behalten will. Selbst wenn sie meine Stallpartnerin nich bequatscht hätte (was ich nicht glaube) sie wusste aber definitiv dass die Stallpartnerin mich vor vollendete Tasachen stellen wird und zumindest da, hätte sie einwirken müssen, damit die vorher in Ruhe mal mit mir redet.

- Überlegen, wie ich das Stallproblem löse. Beistellpony kaufen? Miteinsteller suchen? Stall wechseln?
Miteinsteller hab ich schon das ganze letzte Jahr gesucht und keinen gefunden, da werd ich in den 4 Wochen Kündigungsfrist keinen mehr finden. Ein 2. eigenes Pferd ist auch keine Alternative, weil ich dann morgens und Abends dort hin muss. Bisher hab ich in der Früh beide gemistet, gefüttert und die Pferde rausgebracht und meine Stallkollegin hat die Pferde Abends wieder reingeholt. Da ich die Pferde aber nicht schon um 17 Uhr reinholen will, wenn ich nach der Arbeit da vorbei komme, müsste ich dann nochmal hinfahren, das macht überhaupt keinen Sinn und ist auf Dauer auch einfach nicht machbar
« Letzte Änderung: 22.06.11, 09:04 von Ramona » Gespeichert

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« Antwort #13 am: 22.06.11, 09:29 »

hallo,

ja, der neue stall klingt nicht gut, dunkel, kleine boxen, da würd ich dann auch nicht hingehen. aber für ne übergangszeit, bis du nen anderen einsteller gefunden hast fände ich die zweitpferdlösung gut. kaufen muss nicht sein - bei uns war ein züchter, der hatte immer irgendwo ein pferd, das gerade in einer koppelphase nach verletzung war oder nen alten oder ne stute mit fohlen bei fuß, die er einem mitgab, wenn man einen beisteller brauchte. war für ihn ein geiler deal: unterhalt zahlt jemand anderer und das fohlen kommt dann nach hause zu ihm zurück. da würd ich mal nachfragen. eine stute hat der mal 5 jahre verliehen, immer zum decken geholt und dann wieder gebracht. fand er super und dem anderen war auch geholfen, vorteil dabei ist nicht das sparen des kaufpreises, sondern man konnte das pferd eben einfach immer zurückbringen, wenn man es nicht mehr brauchte, sondern sich was anderes gefunden hatte und der züchter war dann auch nicht eingeschnappt. und mal ehrlich dein problem, dass die pferde im winter dann schon um 5 wieder reinmüssten ist ein luxusproblem. gerade für eine übergangszeit wäre das für mich durchaus ne möglichkeit (gerade weil nun sommer ist und die 24h koppeloption dir ja noch ein paar monate luft gönnt Zwinkernd).

und dann schlicht werbung machen mit den vorteilen, die dein stall hat - große helle box in kleinem familiären stall zu verpachten. so wie sich das anhörte muss die andere person ja abends nur reinbringen und füttern, da würde ich schlicht nix von mitarbeit sagen, glaube nicht, dass einsperren, wenn man kommt (oder geht - kann ja auch sein, dass die früher reitet) und futter reinschmeißen so ein großer akt ist, dass das unter mitarbeit fällt. und ja, ich weiss, wie schwer man leute findet, wenn man das wort mitarbeit erwähnt! (wir haben uns mal überlegt nen guten offenstall zu bauen, kein matschloch und sogar mit minihalle und reitplatz. alle fanden die idee geil, bis sie mitarbeit hörten ... deswegen starb das projekt ... und mein pferd lebt gut in seiner herde in einem boxenstall Zwinkernd ich bin nicht soweit mein leben total aufzugeben, nur damit andere nen schönen platz für ihre pferde haben *lach*)

aber dann müsstest du eben auch etwas flexibler werden. im sommer bei 24h stunden koppel nicht, dann heißt es füttern und dann wieder raus auf koppel, aber im winter könnte man durchaus die einsperrzeiten an die arbeitszeiten der miteinstaller anpassen, auch wenn du 3h mehr außen besser fändest. aber ich glaube für den stall, den du beschreibst würde ich die kröte schlucken, v.a. weil ja anscheinend nichts anderes schönes bei euch in der nähe ist. und vor der arbeit raus, nach der arbeit rein klingt geil für alle, die im winter evtl. nur alle 2 tage für 1h padock gewöhnt sind (so läuft es in einem stall bei uns in der gegend - ich würde das nicht mitmachen, aber die leutchen da freuen sich über - überhaupt ein padock - so gesehen, für die eine verbesserung *seufz*, wenn es nicht so traurig wäre).

btw, das waren nur so meine gedanken Zwinkernd. ich will dir nicht meine vorstellung aufpressen - auch wenn sich das so anhört, nur evtl. dinge sagen, an die du so noch nicht gedacht hast. wenn du die ideen auch schon hattest und schon verworfen hast - dann sorry  Cool.

@carinchen, wir waren alle nicht dabei, deswegen finde ich so aussagen wie: ich finde es zum kotzen ziemlich heftig. kann durchaus sein, dass die rb gehofft hat, dass du umstellst, aber hoffnung ist nicht verboten. hinterrücks arbeiten wäre doof ja, aber wie die blume schon sagte: deine miteinstallerin scheint erwachsen zu sein, wenn die sich dann von nem teenie was aufschwatzen lassen würde, dann würde mich das wundern. ich würde auch nicht mehr auf eine halle oder zumindest einen saugeilen ganzjahresplatz verzichten wollen und v.a. nicht auf kompetente rl am stall oder in 30min erreitbarer nähe, damit fallen bei uns alle offenställe weg. die kröte hätte ich nur für meinen eigenen offenstall geschluckt *lach*.

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« Antwort #14 am: 22.06.11, 10:52 »

Hi Ramona,

das ist ja echt ein doofe Sache Traurig.
Aber gib deinen schoenen Stall jetzt nicht zu schnell auf!!
Vielleicht findet sich jemand, wenn es "nur" um abends reinstellen geht und du ggfs. sogar morgens schon das Futter fuer abends in die Boxen tun koenntest, ist das ja keine  "richtige Mitarbeit". Und wenn die Staelle bei euch so sind wie beschrieben *grusel* wuerde ich zumindest fuer eine Uebergangszeit an deinem schoenen jetzten Stall auch mal Kompromisse machen, wenngleich ich das mit dem "moeglichst lang draussen" _genau so_ sehe wie du. Aufgrund div. Pensionsstallerfahrungen bin ich ja sowieso ueberzeugt, dass es am besten ist, man macht es selbst und ich wuerde daher die Mehrarbeit/mehr fahren vermutlich in Kauf nehmen und wenn sich kein Beisteller/Einsteller findet, nach nem eigenen 2. gucken, sofern finanziell moeglich. (Das ist natuerlich Voraussetzung)

Von der Stallkollegin waer ich mega-enttaeuscht  Ärgerlich (und kann schon vom lesen her so gar net nachvollziehen, wie man fuer sein Pferd so ne Haltungsumstellung  Schockiert  Augen rollen machen kann...) aber das nutzt und aendert ja nun auch nix.  Traurig

Ich sehe es aber auch so wie die andren, wenn die Frau sich von einer RB hat beeinflussen lassen, war das sicher nur das Tuepfelchen auf dem i, will sagen, die war sicherlich sowieso schon am ueberlegen zu gehen. Sowas kann dir halt immer wieder passieren, daher s. o. - verlass dich dam besten auf dich selbst  Zwinkernd.

Die RB - hm, keine Ahnung, wieso hattest du sie ueberhaupt, wenn du weder die Kohle, noch die zeitl. Entlastung brauchst, noch Mithilfe von ihr hattest/brauchtest/wolltest?
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