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Pferdeforum  |  Aktuell & Interaktiv  |  Akute Probleme / Hilfegesuche (Moderator: Kimble03)  |  Thema: Hilferuf aus Großenlupnitz - RAUFUTTER DRINGEND GESUCHT! 0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Hilferuf aus Großenlupnitz - RAUFUTTER DRINGEND GESUCHT!  (Gelesen 1012 mal)
Mutzel
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« Antwort #15 am: 30.06.11, 15:52 »

Carola: weil ich einige Äußerungen n bisserl sehr unbedacht und einseitig fand. EIN schlechtes Erntejahr sollte net so schlimm sein -stimmt. Aber es ist net das erste, sondern das zweite bis dritte. Wie gesagt, hier füttern sehr, sehr viele bereits notgedrungen die von vornherein zu knappen Wintervorräte, weil nix anderes da ist. Geht Pferdehöfen wie großen LPGn so. Wenn man net in der Situation ist, ists von weit weg immer leicht zu beurteilen. Letzten Herbst sind hier in der Region auch bereits grooooße Weide- und Ernteflächen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen -auch da mussten bereits heuvorräte angegriffen werden. Es st keine unbegrenzte Resourcce.  Heidi auch euer bauer kann euch z.B. nur soviel verkaufen, wie er erntet.
Ich war vor 3 Wochen oder so auf der Homepage des Gestütes, da war die Darstellung (noch??) relativ normal.  Sicher ist die Not seitdem aber noch größer geworden. Auch wir warten und beten hier ständig nach Regen und mögen die Hoffnung net aufgeben. Eine Zucht/Genpool aufgeben ist sehr leicht, sie dann aber wieder aufleben zu lassen verdammt schwer... Was wech ist, ist eben wech. Das man sich damit schwer tut, das zu tun, kann ich aus eigener Erfahrung nur zu gut nachvollziehen. Letzten Endes hat man das Erreichte nicht dadurch geschafft, dass man immer gleich die Flinte ins Korn geworfen hat.
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carola
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WWW
« Antwort #16 am: 30.06.11, 16:59 »

Ich kann das grundsätzlich auch nachvollziehen. Ich verstehe aber nicht, dass der Hilferuf "Futterspenden oder Schlachter" heißt. Er könnte auch lauten "wo gibt es noch gutes Heu?". Subito schreibt ja auch, dass sie das Heu angekarrt haben und dass es dazu noch bezahlbar war. Wenn ich ein paar Pferde (von 100) abgeben muss, damit ich das Heu damit bezahlen kann, dann gehört das zum Leben dazu.
Viele sind halt immer schnell mit dem Jammern. Und damit meine ich keinen direkt. Weder dich, noch die Züchter, noch sonstwen. Ich sehe nur die Bauern bei uns, die IMMER jammern. Zu nass, zu heiß, zu trocken. Und die meisten haben IMMER genug. Und ganz, ganz wenige, die jammern nicht, sondern machen einfach. Meine SB haben auch viel weniger Heu als sonst. Aber sie haben fröhlich verkündet "es reicht". Klar, sie können sich glücklich schätzen. Aber alle anderen rund um sie rum jammern eben, dass es "so wenig" ist. Genug, aber eben nicht "zu viel".
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Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!
Wieselchen
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« Antwort #17 am: 30.06.11, 20:22 »

Und ich weiß auch gar nicht warum die letzten 2 Jahre erntemässig sooo schlecht gewesen sein sollen? Gut, sicher nicht überall gleich, aber so schlecht, daß es kein Futter mehr gab oder gibt, das ja nun nicht.


Hier bei uns am Rande von Hamburg jammern die Bauern auch in einer Tour, jedes Jahr, ich glaube das machen die automatisch. Es ist immer zu naß oder zu trocken oder zu warm oder zu kalt. Aber seit Jahrhunderten sind die Bauern aufs Wetter angewiesen und das perfekte Wetter hat es noch nie gegeben. Also weiß man auch, daß es nie sicher ist ob es im Jahr günstiges oder teures Futter gibt. Man muss als Tierhalter entsprechend umsichtig planen und immer davon ausgehen, daß man auch mal Engpässe hat und das mit einkalkulieren.
Wirtschaften nennt man das.
Aus den guten Jahren etwas mitnehmen und in schlechteren Jahren Reserven haben. Das das schwierig ist liegt auf der Hand, aber war es jemals anders??

Deshalb empfinde ich auch speziell diese Anzeigen "kaufen oder schlachten" als "Modeerscheinung" als befremdlich, immer wenns mal nicht so gut läuft wird an das Mitleid und das schlechte Gewissen von Anderen apelliert. Das nervt.
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carienchen
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« Antwort #18 am: 30.06.11, 20:49 »

*Wieselrechtgeb*

unser Heu kommt momentan aus MecPom. Der Rundballen hat 50 Euro gekostet. Dass das weh tut bei 100 Pferde ist klar! Das es nichts mehr gibt halte ich für schlicht gelogen!

Jetzt konnten wir direkt vor der Haustür Heu ergattern für 32 Euro / Rundballen! Das ist schon ein Unterschied! Aber meine Ponys müssen trotzdem nicht hungern wenn Heu teuer wird! Dafür hab ich eben auch nur 2! ein Züchter oder Halter von vielen Pferden muss schon Rücklagen haben für solche Fälle- oder eben in der Lage sein Heu von weiter weg zu holen! In Polen, direkt hinter der Grenze, kosten Rundballen 15 Euro! Da lohnt bei vielen Pferden auch eine weite Anfahrt...
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Man kann ein Pferd zur Tränke führen, aber man kann es nicht zwingen zu trinken. Man kann einen Menschen an Wissen heranführen, aber man kann ihn nicht zwingen zu denken
zaino
Mein Pferd ist als Pferd eine Kathastrophe, als Mensch ist es unersetzlich.
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« Antwort #19 am: 01.07.11, 10:23 »

Muss mich anschließen, dieses "Spenden oder Tod" find ich unter aller... und, ganz ehrlich, wozu hält bzw. züchtet jemand solche MENGEN an Pferden? Ich weiss nicht wie es da aussieht (lt Webseite 80 ha für 100 Pferde...?), aber ich weiss, wie überweidetes strapaziertes Land aussieht, auf dem zu viele viecher rumtrampeln. Und ich frage mich immer, wie jemand da jahrelang zugucken mag, wie Weiden verk***, vertrampelt und bis auf die Graswurzeln kahlgefressen werden, weil der Bestand zu groß ist. Der Prozess setzt relativ schnell ein und da muss man schon in der betreffenden Weisesaison "schalten", und z. B. keine weitere Pferde mehr da drauf stellen?Huch oder wasweissich sich einfallen lassen...  Bei 80 ha kann ich besser wirtschaften, wenn ich nur die halbe Anzahl Pferde habe, beispielsweise. Stücker 40 sind ja auch schon eine Mordsherde!
Muss man aber, weil ja nichts mehr zuhause wächst, auch noch lastwagenweise ganzjährig das Futter zukaufen, weil man nicht 8, nicht 10, nicht 40, sondern 100 Rösser halten muss, ist das nicht nur einfach Pech, sorry, sondern planmässige Hirnlosigkeit. Gibts denn überhaupt Nachfrage (ausser beim Schlachter) für so eine Massenproduktion von Kaltis? Muss ich denn dann wirklich JEDE Stute JEDES Jahr belegen? Klar, sie werden zum Fahren und zum Holzrücken wieder mehr eingesetzt, aber der Bedarf in DER Menge ist doch eigentlich nicht da. Also entweder produziere ich dann bewusst für die Wurst (und jammere nicht 'rum) oder ich lass den Bestand schon von der Basis weg nicht so anwachsen...

Ok, kann das aus der Ferne nicht beurteilen, da geb ich wieder Mutzel recht - die aber ihre Pferde wohl abgezählt zum Arbeiten hat, sich um jedes einzelne sorgsam kümmert und plant.
Kenne leider auch ein paar echte "animal horder" im Kleinformat, und das dauert mich auch schon, wenn Pferde viele Jahre lang sich auf handtuchgroßen Koppeln dumm die Beine in den Bauch stehen, weil keiner Zeit für sie hat. Gehen dann auch noch Geld und Futter aus, setzt da mein Verständnis aus. Hab so jemandem auf Gejammere hin mal vorgeschlagen, den Bestand deutlich zuverkleinern und bekam dafür fast den Kopf abgerissen. Irgendwann sind die Pferde bei mangelnder Nachfrage oder mangelndem Abgabewillen dann auch leider zu alt, um sie zu verkaufen, schon klar... ok, OT...

Jedenfalls, gnadenlose Selbstüberschätzung, für die die Tiere büßen müssen, und wenn nix mehr hilft, üben wir Druck auf die Tränendrüse aus... Huch Mag ich nicht.
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holzwurm
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Dünnbrettbohrer


« Antwort #20 am: 01.07.11, 10:26 »

Mir scheint der Pferdehof hat das Problem gelöst... auf der HP ist jedenfalls nix mehr zu finden.
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Kinder sind das Einzige, was in einem modernen Haushalt noch mit der Hand gewaschen werden muss. Cool

Wieselchen
Plüschpferdebesitzer
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« Antwort #21 am: 01.07.11, 14:08 »

Stimmt, da steht nix mehr. Hab jetzt auch mal auf der Homepage von dem Hof geschaut. Also mich würde das nicht ansprechen, die haben ja alles da, Kaltis, WBs, Ponies.... in Mengen. Find ich nicht gut, wer braucht so ein Massenangebot ??
Warum macht man sowas nur....  Augen rollen
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Der Weg ist das Ziel
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