Autor Thema: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?  (Gelesen 71828 mal)

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Offline Mim

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #15 am: 20.07.10, 08:57 »
Wieso schädigt eigentlich immer nur der Turnierreiter sein Pferd, Mim?

Nein - das hab ich so nicht geschrieben und jeder hat die Freiheit Tierschutzverstöße anzuzeigen, ausser man macht das auf youtube, dann bekommt man Vorworte in Pferdezeitschriften  8)

Nur - wie in der katholischen Kirche - wenn jemand den "Anspruch" erhebt "besser" zu sein, eine "Lehre" zu haben die "gut" oder "notwendig"  ist vor allem zu Schutz des Tieres - dann ist es umso schwieriger wenn in den eigenen Reihen (siehe Prozess Christine W. - Dressurweltcupteilnehmerin) schwarze Schafe unterwegs sind oder gar geduldet werden.

Ich für mich mag beides nicht ausschließen - das da schwarze Schafe bei Tunierreitern genauso wie bei Freitzeitreitern "ohne ständige" Weiterbildung unterwegs sind (oder auch ich brachiale Fehler mache)

Beim letzteren mag einiges aus Unwissenheit gemacht werden - was mit der Lehre der FN vermeidbar wäre. Andersherum schafft der "Sandplatz der Eitelkeiten" (tolles Wort aus dieser Diskussion) immer wieder aus Ego/erfolgsdruckgründen Situationen/Diskussionen siehe Barren, Strom auf Sporen, schneller Beritt auf L/M etc. wo Tiere "verheizt" werden - wo sie ggf. dann noch unter 10 Jahren Totalverweigerer am Sprung, Platz, Verladung sind.. nur noch rückwärts gehen, "aufgegeben" haben, weil das Gro an "Gehorsam" immer noch über Druck / Unterwerfung "wenn du nicht dann" arbeitet und nicht wie z.B. Donau über positive Verstärkung/"Manipulation".

Also nochmal - um eine Aussage in ihrer Hypothese "FN-Reitlehre hat Berechtigung/Gut fürs Tier" zu bestätigen, mit Falsifizierung das Gegenteil annehmen: Es ist kein Unterschied da zwischen der Behandlung der Tiere nach FN oder nicht FN -  oder die nach FN-gerittenen Tiere sind gesünder, besser gehalten, geritten, passieren weniger Unfälle (messbar?).  

Für mich einfach die kritische Frage - sind %tentual die von "unwissenden" Reitern gerittenen (oder auf der Koppel herumstehenden) Pferde oder jene die sich von der FN abgewendet haben/nicht deren Lehre folgt -  wirklich immer schlechter dran? Tunier - wir in Landwirtschaft haben hier Transportbeschränkungen ohne Ende, nicht mal ein Ferkel dürfen wir "allein" auf dem Hänger transportieren (haben Fahrer von uns schon Strafe erhalten!), eine lange Tunieranfahrt in Hitze ist ~ kein ~ Stress für ein Pferd auch wenn es "engmaschig" betreut wird ???

Ich finds spannend - in der Landwirtschaft hängt man uns die 5 Freiheiten für Tiergerechtigkeit als "Karotte" hin - im Pferdesport - geht es immer nur ums Reiten/denReiter....oder die "Lehre"

Gruß Mim
« Letzte Änderung: 20.07.10, 09:37 von Mim »
Die-mit-dem-äusseren-Zügel-kämpft

Offline Binesdiva

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #16 am: 20.07.10, 10:05 »
Ah, Terrier, okay, hatte ich so nicht verstanden.
Muß mir echt merken, nichts zu posten, bevor ich nicht die ersten zehn Kaffee getrunken habe... :-[

Was ich immer noch nicht ganz verstehen (muß wohl noch mal zehn Kaffee trinken), was hat FN oder nicht-FN mit Pferdehaltung / -behandlung zu tun?
Ich könnte Dir aus dem Stehgreif unzählige Beispiele aus dem ach so gewaltfreien Westernreiten bzw. falsch verstandener Klassiker nennen.
Da möchte ich im Leben nie Pferd sein und bei einigen möchte ich noch icht mal tot über'm Zaun hängen.

Und zu den Transporten:
Ich würde bei knapp 38° nicht zum Turnier fahren, das wäre mir persönlich aber zu heiß.
Allerdings war ich an den ganzen letzten Wochenende auf Turnierplätzen unterwegs und ich muß sagen, daß die Pferde damit augenscheinlich besser klar kamen, als die Reiter.
Zum üblichen ländlichen Turnier fährt man ja allerhöchstens zwei Stunden mit dem Hänger, ich zumindest hatte nie Lust, länger zu fahren und aus Erfahrung weiß ich, daß Otto-Normal-Reiter das auch nicht macht.
Einen langen Transport hingegen würde ich an solchen Tagen nicht durchführen wollen.

Bei den Profis habe ich aber auch schon klimatisierte Transporter gesehen (die meinen ganzen Neid hatten).
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Offline McFlower

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #17 am: 20.07.10, 11:23 »
Ist Stress für´s Pferd immer schlecht?

Natürlich ist eine Hängerfahrt irgendwie stressig für´s Pferd. Dabei ist es aber egal, ob die Hängerfahrt zum Turnier, zum Unterricht, zum Ausritt, zum Wanderritt, zum Freizeitreitertreffen oder zu Mounted Games stattfindet. Ich denke sogar, dass der Hängerstress für die routinierten Turnierpferde in aller Regel viel geringer ist als für die Pferde, die nur zwei Mal im Jahr zum Wanderritt verladen werden. Nicht nur Hängerfahren ist Stress, auch jede andere Art von Veranstaltung und jede Art von Abweichung von der täglichen Routine: Eine Jagd, ein größerer Ausritt, ein Lehrgang, Reiterspiele, Tag der offenen Tür, ganz zu schweigen von Schützenfest-Umzügen, Hochzeitsritten & Co. Alles irgendwie Stress!

Aber ist das schlecht? Zu viel Stress ist ganz sicher schlecht, aber ist "etwas Stress" auch schlecht? Stress gehört bei Wildpferden doch irgendwie auch zum täglichen Leben. Der hungrige Löwe, die Hyänen, der raschelnde Schatten hinterm Gebüsch. Etwas Stress macht wach, schärft die Sinne und die Reaktionen. Ich hatte bisher auch wirklich nicht das Gefühl, dass die Pferde, die durch die Teilnahme an Veranstaltungen irgendwelcher Art regelmäßig etwas gestresst werden unglücklicher, zuzufriedener und ungesunder leben als die, die tagein tagaus vollkommen stressfrei ihrer täglichen Routine nachgehen.

Für Menschen gilt das irgendwie auch, glaube ich.


Treulos ist, wer Lebewohl sagt, wenn die Straße dunkel wird. (Gimli - Die Gefährten)

Offline Mim

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #18 am: 20.07.10, 11:30 »
Hallo Mc Flower

ich formuliere Stress allweil als etwas was das a) Tier nicht kennt/überfordert und b) nicht den physiologischen Bedürfnissen entspricht.

Also - in ethischen (Nutz-)Tierhaltungs-Bewertungs-Projekten redet man hier von "Zumutbarkeit" im Sinne Dauer x Intensität. Ich finde - Flugexporte von Pferden ist schon etwas was an die Grenze der Zumutbarkeit geht  ebenso wie Transporte die über 8 - 10 Stunden gehen.

Denn nur weil jemand es "kennt" - setzt ja trotzdem Stress zu siehe zunehmenden Tinnitus beim Menschen oder auch bei Ferkeln sehen wir - dass die Zunahmen niedriger sind, wenn sie auf Kunststoffrosten (Lauflärm) gehalten werden. Gewöhnung heißt nicht, dass kein Stress da ist - nur das hier keine "Überreaktion" darauf gezeigt wird....?

Stress ist ja per se nix schlechtes - geb ich dir recht - aber schon die Frage der Häufigkeit (Kritik der Reiter der Wiener Hofreitschule ob mehr Auftritte ihrer Hengste) vs Entspannungszeiten mit Paddock, Koppel, Kontakt/Spiel mit anderen Pferden also das was die 5 Freiheiten als EU-weit anerkannter Tierschutzgrundsatz  als "Freiheit zur Ausübung von artgerechtem Verhalten" nennen.

Und da geb ich dir auch recht - Langweile kann auch "Stress" sein, wenn eben kein artgerechtes Verhalten (Laufen, Weiden, Spielen, Bewegung, Lernen) geboten wird.

Gruß Mim
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Offline Binesdiva

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #19 am: 20.07.10, 11:38 »
Verstehe gerade immer noch nicht Mims Problem und den Zusammenhang zwischen Ferkeln, fünf Freiheiten und Karotten.

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Offline TerrierTopic starter

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #20 am: 20.07.10, 11:51 »
Den Hängertransport nimmt jedes Pferd anders an. Ich hatte Pferde, die nach einer STunde fix und alle waren, aber auch schon Pferde gehabt, die vollkommen entspannt nach einem rcht langen Transport vom Hänger stiegen.
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Offline Mim

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #21 am: 20.07.10, 11:58 »
Was ich immer noch nicht ganz verstehen (muß wohl noch mal zehn Kaffee trinken), was hat FN oder nicht-FN mit Pferdehaltung / - behandlung zu tun?

Hallo Binesdiva

ich habe höchstens Meinungen oder Fragen - keine Probleme mit der Fragestellung  ;). Die deine (Frage) kann (oder traue ich mich nicht  8)) nicht beantworten...

Ein Zucht/Pferdehaltungsverband hat mal einen echten Tierethiker den ich kenne zur "Bewertung" gebeten  8) es ist ja nicht so, dass Pferde nicht zu den "Nutztieren" gehören....

Eigentllich kann man es gut zusammenfassen zur Frage "Reitlehre in der Krise oder die Reiter": Marx ist die Theorie - Murx leider manchmal die Praxis... wie in der Religion auch...

Gruß Mim

« Letzte Änderung: 20.07.10, 12:07 von Mim »
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Offline Binesdiva

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #22 am: 20.07.10, 12:47 »
Oh Gott, jetzt bin ich völlig verwirrt (bzw. verkimbelt)
Jetzt verstehe ich nicht einmal mehr Mims Antworten.
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Offline Niki

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #23 am: 20.07.10, 18:20 »

ganz vorsichtig reinschlecht (da kein FNler, sondern aus dem klassischen Lager)
schüchtern aufzeig:

Warum will jemand Pi/Pa erlernen, wenn er nicht auf Turniere gehen will?
Weil es irren Spaß macht! Weil es süchtig macht nach der Harmonie, die man zusammen mit dem Pferd erlebt.

Hintergrund: Mein Pferd kaufte ich zehnjährig als unreitbar, da er sich total verweigerte, was jegliche Form des Reitens betraf. Blieb stehen und ging nur rückwärts, bei zuviel Druck Steigen, später Bocken
Es dauerte fünfeinhalb Jahr, bis er Gefallen an der Sache Reiten fand. Ich hatte fünf Jahre eine Sch...-Angst, auf ihn draufzusteigen, durfte ihm das natürlich auch nicht zeigen. Wie reitet man ein Pferd, das Angst vor der Hand hat, aber nicht am langen Zügel geritten werden kann, weil es dann Angst hat, allein zu sein? Das im Galopp (Jahr 5) wie ein Rodeopferd buckelt, weil er Angst hat, vom Reiter in die Bande gesetzt zu werden (fand ich über kinesiologische Befragung heraus, er wurde u. a. von einem Westernprofi geritten - schließlich ist das Pferd ein Schecke und ein Schecke muß Westernpferd werden, auch wenn überwiegend Hannoveraner-Abstammung).
Ich habe immer an meinen Seneca geglaubt. Jetzt, Jahr 6, macht er einfach nur noch Spaß. Er hat verstanden, daß ihm nichts schlimmes passiert, bleibt beim Putzen/Satteln/Aufsteigen da, ist superkonzentriert in den Reitstunden dabei.
Als klassisch angehaucht finde ich den Weg Seitengänge - Piaffe - Galopp für dieses Pferd besser, finde aber leider keinen RL, der das versteht. 


Ich werde sicherlich niemals nicht an einem Turnier teilnehmen. S-Lektionen reiten aber schon. Weil es dem Pferd (!) und mir Spaß macht, weil es uns beiden physisch und psychisch gut tut, und wir beide (Seneca 16 und ich 45) halt auch älter werden und Gefallen an dieser gemeinsamen Harmonie haben.

Liebe Grüße, Niki

wieder rausschleicht

Offline TerrierTopic starter

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #24 am: 20.07.10, 20:10 »
Niki - Meine macht auch gerne Pa, aber ich werde es auch nie zur Turnierreife schaffen.
Aber wenn man das Pferd da so hunquälen muss, wie mein "Ehepaar" es mit etlichen Pferden probiert haben, sehe ich da keinen Sinn drin.
der bissige Terrier schickt Grüsse
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Offline pedro

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #25 am: 20.07.10, 20:15 »
Am WE war ich auf einem Lehrgang zum Thema Sitzschulung.
Bei diesem Kurs waren (natürlich hauptsächlich  ;D) Frauen, jeden Alters, die sich nicht zu dämlich waren, zu turnen, oder sich auch mal minutenlang nur mit geschlossenen Augen führen zu lassen um bestimmte BEwegungsabläufe zu fühlen und das auch fast nur im Schritt und das ganze zu einem extrem stolzen Preis.
Es scheint also ein ziemlich großes Bedürfnis zu bestehen, das Thema Reiten ganzheitlich und tiefer als es offenbar im normalen Reitunterricht möglich ist zu erfahren.

Ich denke auch, dass die Reiter immer anspruchsvoller werden und Sachen auch hinterfragen und verstehen wollen. Wenn ihre Fragen dann vom RL nicht befriedigend oder überhaupt beantwortet werden können, dann werden die sich abwenden. Da das aber gerade die Engagierten sind.... tja, Krise, ich hör dich tappsen.

Äh, aber was Mim uns sagen will oder uns fragen will oder uns beantworten will oder... das versteh ich irgendwie schon länger gar nicht mehr.  :-[

Außer das mit der Theorie und Praxisgeschichte. Das kann ich unterstreichen, die ich sag jetzt mal salopp FN-THeorie ist gut bis sehr gut aber wenn dir dann in der praktischen Reitschule um die Ecke der erste vor die Füße rollt, dann kannst dich ja nur mehr umdrehen und gehen.
Problemlösung a la Captain Becker: Kann ich nicht einfach auf was schießen?

Offline TerrierTopic starter

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #26 am: 20.07.10, 20:18 »
Pedro - Stolzen Preis damit man mit geschloßenen Augen im Schritt geführt wird?....brauch ich irgendwie nicht :D
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Offline pedro

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #27 am: 20.07.10, 20:33 »
Terrier:  ;D (grins)
Ne, echt nicht?? Ganz schön überheblich!!!!  (doppel grins)
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Offline Hexle

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #28 am: 20.07.10, 20:47 »
Zitat
Klar ist das toll, wenn man das mal reiten kann. Aber die haben dafür soviel Geld investiert, durch RU, Pferdewechsel und Bereiter, nur damit sie das Zuhause reiten konnten.
Da habe ich lieber ein Pferd, was solide ausgebildet ist und ich dann relaxt in der Gegend umherreiten kann.
das eine darf das andere aber nicht ausschliessen ..  :D

Im gegenteil .. je besser dressurmässig ausgebildet desto mehr sollte auch im gelände möglich sein .. Und eine Ehrenrunde nicht auf seinem eigenen Pferd im Galopp mitreiten zu können ist m.E. ein Armutszeugnis für die eigene Reiterei (o.k. Behinderte haben natürlich einen Sonderstatus) um so mehr als die ja EIGENTLICH gut genug "geritten" waren um plaziert worden zu sein ;) oder waren das doch nur auswendig gelernte Zirkuslektionen, die nur unter besonderen Bedingungen in der Manege abgerufen werden können?  ;) ;D

Du wirst sicher nicht jedes Ziel erreichen, dass du dir gesetzt hast. Du wirst aber ganz sicher kein Ziel erreichen, dass du dir nicht gesetzt hast...

Offline pedro

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Re: Hat die Reitlehre die Krise oder die Reiter?
« Antwort #29 am: 20.07.10, 21:19 »
Bei der Klasse, von der wir hier reden, gebe ich dir völlig recht, da sollte man sein Pferd doch gut genug im Griff haben.

In unteren Klassen sieht man allerdings schon öfter mal eine Siegerehrung, die eher einem Überlebenstraining gleicht. Mit Vollgas um die Kurve, jeder gegen jeden und die Musik dröhnt dazu!
Da freuste dich echt, wenn du nicht platziert bist!!  ;D
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