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Pferdeforum  |  Aktuell & Interaktiv  |  Akute Probleme / Hilfegesuche (Moderator: Kimble03)  |  Thema: Pferdehaltung aufgeben? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Pferdehaltung aufgeben?  (Gelesen 13193 mal)
ankeb
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Beiträge: 151


« am: 04.07.10, 21:40 »

Guten Abend!

Vorab: tut mir leid, das der folgende Text wahrscheinlich etwas konfus ist; habe zur Zeit eine fürchterliche Unordnung im Kopf.

Ich halte zwei Pferde in Eigenregie, und habe gestern Abend (meine Eltern waren zu Besuch, und fragten nach) festgestellt, das ich dieses Jahr sage und schreibe "schon" zweimal auf meinen Pferden gesessen habe! Das lohnt sich ja nun wirklich nicht, und da es bei mir finanziell zur Zeit so schlecht aussieht, das ich, wenn meine Eltern nicht wären, nach der Hälfte des Monats nicht mehr wüsste, wie ich meine Tiere und mich selbst satt bekomme, stellt sich natürlich die Frage: soll ich die Pferde abgeben? Dann hätte ich weniger Futterkosten, könnte den Hänger verkaufen, ein kleineres Auto fahren, und das Haus mit großem Grundstück brauche ich dann auch nicht mehr...

Warum reite ich meine Pferde nicht?

1. Seitdem meine Gipsy am 13.08.08 tot zusammengebrochen ist, macht mir Reiten nicht mehr wirklich Spaß.  Weinen
2. Ich verdiene mein Geld als RL, gebe Unterricht im örtlichen RV, und reite und longiere dort Pferde gegen Entgelt.
3. Der Winter war lang und hart, nun ist es heiß, und die Bremsen extrem fies.
4. Meine "Kröten" sind sehr eklig, wenn sie längere Zeit nicht geritten wurden.
5. Stress mit dem Vereinsvorstand = Depressionen bei mir, zeitweise extreme Antriebslosigkeit; viel unbezahlte Arbeit im RV = wenig Zeit für die eigenen Tiere.

Was sind meine "Kröten" nun für Pferde? Zwei Fuchsstuten, 9 und 19 Jahre alt.

Die 9-jährige Stute ist seit 4 Jahren bei mir; in dem Jahr als ich sie bekam, habe ich 50 - 60 Stunden pro Woche gearbeitet, und entsprechend wenig mit ihr gemacht. Sie hat keine Papiere (Weideunfall), aber ich kenne die Abstammung der Eltern: Hannoveraner mit viel Vollblutanteil. Sie hat sehr gute Grundgangarten, kann auch Springen, und scheut im Gelände weder vor Treckern, Mähdreschern etc. Allerdings ist es lebensgefährlich, mit ihr an Pferdeweiden vorbei zu reiten, da sie ein extremer Kleber ist. Außerdem hat sie autistische Züge, alles muss immer in der gleichen Reihenfolge passieren, jede Änderung wird als Anschlag auf ihr Leben bewertet. Sie zerreisst dann Halfter Strick, oder schrottet den Anbinder. Auf der Weide reiten geht gut, wenn ich sie vorher kurz ablongiere (Sattelzwang). Neue Lektionen werden erst mit Buckelarien quittiert, wenn sie kapiert hat, das ich ihr nix will, ist es aber ok. Ich habe dieses Tier sehr günstig erworben, da sie den Vorbesitzer 6 x in den Dreck gesetzt hat. Spitzname: Dumpfbacke!

Die 19-jährige Stute gehörte einer Freundin, bei der sie sechs Jahre nur Offenstall und Weide genossen hat, und Herdenchefin von zeitweise bis zu 22 Pferden war. Meine Freundin hatte sie aus schlechter Haltung freigekauft, und nicht mehr geritten, weil sie mit ihr beim ersten Reiten seitwärts in Richtung Zaun gerast ist. Dieses Pferd zu reiten, ist nie langweilig! Sie kann rückwärts traben (in einem Affenzahn!), und seitwärts traben und galoppieren. Auch auf der Stelle galoppieren, und im Zickzack buckeln gehört zum Repertoire. Anfangs hat sie getobt, bis der weiße Schaum runtertropfte, nun kämpft sie nicht mehr ganz so lange, bis sie sich reiten lässt. Im Gelände ist sie dagegen flott, buckelt aber nicht. Ich habe sie erst probeweise übernommen, da die 9-jährige sich sonst nach Gipsys Tod selbst massakriert hätte, und dann zu einem absoluten Freundschaftspreis erworben.

Die beiden Pferde verstehen sich manchmal gut, oft prügeln sie sich aber auch, da die 9-jährige mit einem alten Shetty aufgewachsen ist, und nie gelernt hat, sich unterzuordnen. Die 19-jährige lebt nach dem Motto "lieber tot als Zweite!".  Augen rollen

Tja, wohin mit diesen Pferden? Zum Schlachten sind sie zu Schade, aber sie haben es auch nicht verdient, als Wanderpokal zu Enden!

Außerdem habe ich sie doch in Herz geschlossen, so doof sie sich manchmal auch benehmen. Leider haben meine Eltern Angst, auf die Weide zu gehen, und dazwischen zu geraten (Winterweide ist bei meinen Eltern, meine Weide ist im Winter ein einziger Sumpf), und sie haben Angst um mich, wenn ich die Pferde reite. Meine Eltern haben früher selber geritten. Mein Vater hat gestern gesagt, er würde mir ein "vernünftiges" Pferd kaufen, wenn ich die beiden Stuten wegtue, aber ein Pferd alleine ist Mist, und ich bin nicht sicher, ob ich noch einmal ein Pferd finde, auf dem mir das Reiten Spaß macht.

Zudem baut meine Hündin, die seit 12 Jahren mein Schatten ist, rapide ab, und ich werde sie bald gehen lassen müssen.  Weinen

Danke fürs Lesen, und ich bin für jeden Ratschlag dankbar!

Anke

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carola
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« Antwort #1 am: 04.07.10, 21:58 »

Ach Anke. Irgendwie lesen sich deine ganzen Threads hier sehr unbefriedigend. Küsschen Ich glaube, du musst verdammt viel überdenken. Dein RV-Job ist ja auch mehr nervenzerrüttend als einträglich, und deine Pferde hören sich nicht so an, als könntest du nach Feierabend (haha!) gemütlich und entspannt eine Runde reiten.
Eigenregie ist eh ein Haufen Arbeit. Viele Leute mit Job und Pferden in Eigenregie sind eher Halter als Reiter.
Aber mal ehrlich: wer soll diese Pferde nehmen? Hört sich eines sympathischer an als das andere. Ich verstehe, dass du sie trotzdem ins Herz geschlossen hast, aber im Grunde kannst du die doch fast niemandem geben, oder?
Trotzdem musst du wirklich überlegen, wo du selbst bei allem noch zum Leben kommst. Und wo dein Spaß dabei bleibt. Du hast einen "Traumjob", das Hobby zum Beruf gemacht, aber ist es das noch? Wäre vielleicht mal Abstand insgesamt eine Lösung? Gibt doch immer mal Angebote, für ein Jahr nach Brasilien, Spanien etc. pp. zu gehen. Ohne eigene Pferde und mit den Eltern wie du sie beschreibst, wäre sowas doch möglich, oder? oder was ganz anderes. Ich finde, bisher hört sich alles, was du schreibst, nach viel Arbeit und viel Frust (und sicherlich auch nach ein paar schönen Momenten, die aber untergehen) an.
Wäre es machbar, ein "normaleres" Pferd im RV zu halten? Dort ein bisschen als Schulpferd für die Guten einzusetzen und ansonsten ein Pferd für dich zum Spaß zu haben?
 
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Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!
ankeb
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« Antwort #2 am: 04.07.10, 22:13 »

Danke für Deine Antwort, carola!  Küsschen

Wegfahren ginge nur, wenn ich meine Hunde mitnehmen könnte. Meine Kira lasse ich in ihren letzten Tagen sicherlich nicht alleine, und mein Rüde ginge ohne mich kaputt. Der ist als Welpe zu viel herumgeschoben worden, und hat Trennungsangst.

Der "Traumjob" fällt eher unter Alptraumjob, ist aber im Moment noch besser als gar kein Job. Zur Zeit bin ich froh, das ich immer noch keine Arbeitsvertrag habe; wenn es allzu schlimm wird, kann ich da von einem Tag auf den anderen weg. Anscheinend ist der Vorstand da nicht lernfähig, meine Vorgängerin hatte auch keinen Vertrag, und hat gekündigt, und war am nächsten Tag weg.  Zunge

Was die Pferdehaltung im RV angeht: da müsste ich für ein Pferd bedeutend mehr bezahlen, als ich zur Zeit für beide Pferde ausgebe, und ich weiß genau, wie die Pferdehaltung da aussieht.  Schweigend Nee, dann lieber kein eigenes Pferd!
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woody
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« Antwort #3 am: 04.07.10, 22:16 »

Gibt es keine Jobmässigen Alternativen zB einen Teilzeitjob und RV mit nur bezahlten Stunden?
Ansonsten würde ich mal das ganze in Zahlen fassen und als Entscheidunghilfe nehmen.
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LG Andreas

Lebe den Tag
Ladylike
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« Antwort #4 am: 04.07.10, 22:21 »

Guten Abend!

Ich seh es wie Carola...habe deine Threads still mit verfolgt und bewundere deine Leidensfähigkeit. Unentschlossen

Gibt es keine Jobmässigen Alternativen zB einen Teilzeitjob und RV mit nur bezahlten Stunden?
Ansonsten würde ich mal das ganze in Zahlen fassen und als Entscheidunghilfe nehmen.

Das wäre auch mein Vorschlag gewesen.
Jobmäßig unbedingt weg von diesem RV und zusehen anderweitig die Brötchen zu verdienen (was hast du gelernt?). Dann würde ich schauen wie es mit der Eigenregie und den eigenen Pferden weiter läuft..ob du wieder Freude an ihnen bekommst und wie sich das Verhältnis Aufwand (Arbeitszeit) : Nutzen (Reiten, Seele baumeln lassen) in Bezug auf deine Pferde und die Eigenregie entwickelt.

Ein Urlaub würde dir sicher auch ganz dringend gut tun...einfach mal raus, Luft holen und zur Ruhe kommen. Das muß ja nicht die Karibik sein. Ein Ferienapartment zusammen mit deinen Hunden bei einer netten Familie/Pension im Umkreis von 100km tuts auch. Smiley
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..nur fliegen ist schöner..
ankeb
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« Antwort #5 am: 04.07.10, 22:25 »

@ woody: Hier ist tiefste Provinz; ich war, bevor ich den Job im RV bekam, jahrelang arbeitslos.Durch mein Haus, und meine Eltern bin ich ortsgebunden; meine Eltern sind glücklicherweise noch recht fit, aber beide über 70, und benötigen zeitweise meine Hilfe.

@ Ladylike: ich habe zwei abgeschlossenen Berufsausbildungen: BTA, nie in diesem Beruf gearbeitet, und Industriekauffrau, zu lange raus, da stellt mich keiner mehr ein. Ich habe versucht, in einer Gärtnerei zu arbeiten, aber das macht mein Rücken leider nicht mit.  Traurig
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ankeb
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« Antwort #6 am: 04.07.10, 22:30 »

Ach ja, was den "Urlaub" angeht: ich habe zur Zeit quasi Urlaub, da sich 80% meiner Reitschüler im Urlaub befinden, und ich gegen den Willen des Vorstands erst mal zwei Wochen "dicht" gemacht habe. Die Sättel, die am schlimmsten aussehen, sind in Reparatur, und die Schulpferde haben frei. Ich nicht, da ich einige Boxen miste, Pferde rausstelle, Pferde longiere etc. Mir Wurst, ob die sauer sind! Wenn eine Gurtstrippe reißt, und sich deshalb ein Schüler verletzt, bin ich dran!
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carola
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« Antwort #7 am: 04.07.10, 22:39 »

Dein Leben hört sich halt nach sehr vielen Verpflichtungen an: Eltern, ein Job, der dich nicht ernährt aber auslaugt, die Pferde, die Hunde. Ich denke, die grundsätzliche Überlegung, was zu reduzieren, ist gar nicht verkehrt. Allem kann man so wirklich nicht gerecht werden. macht ja auch irgendwie keinen Sinn, dass du mit dem Geld kaum rumkommst und noch zwei (unnütze) Pferde durchfütterst. Klingt hart, ich weiß, aber ich denke, in die Richtung gehen deine Überlegungen ja auch, sonst hättest du das hier nicht eröffnet. Das einzig Fiese daran ist, dass die Alternativen für die Pferde nicht gerade rosig sind.
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Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!
carienchen
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« Antwort #8 am: 05.07.10, 06:36 »

Hallo Anke! Ich hab Deine anderen Threats (noch) nicht gelesen, aber was Du so schreibst hört sich wirklich traurig an!

Ich musste auch schon einma die Entscheidung treffen, mich von einem wirklich schwierigen Pferd zu trennen, dem ich einfach nicht gewachsen war. Wenn man schon nur noch mit Bauchschmerzen in de Stall fährt, weil man sich fragt, was wohl heute alles wieder vorgefallen ist und wie oft er beim Reiten wohl einfach nur doof ist, dann muss man sich halt trennen! Ich habe das Pferd damals weggegeben - ja, er ist nochmal durch 2 Hände gegangen, bevor er dann eingeschläfert wurde (wirklich, sehr traurig) aber auf einmal heilte mein gebrochener Arm (der hat mal eben 4,5 Monate gebraucht - halt alles psychisch!) und ich hatte wieder viel mehr Spaß am Leben und Zeit für andere, wichtige Dinge! Ich habe niemals bereut, mich von diesem Pferd getrennt zu haben (den ich auch ins Herz geschlossen habe, war ja schliesslich mein 1. eigenes Pferd!) allerdins weiss ich, das ich den letzten Schritt hätte selber gehen müssen und das ich das nicht getan habe, dafür schäm ich mich!

Seit einem Jahr nun habe ich einen Haffi. Der füllt mich total aus und ich habe riesigen Spaß mit ihm! Alles ist einfach, er lernt schnell, liess sich gut erziehen und ich kann auch nach einem stressigen Tag einfach mal ne Runde Geländebummeln! Dafür wollte ich doch ein Pferd haben! Mit meinem Haffi ziehe ich jetzt in Eigenregie um - als Gesellschaft gibts ein Shetty!

Was ich mit meinem kleinen Lebenslauf sagen möchte: Ich würde mir wirklich überlegen, mich erstmal von den beiden Stuten zu trennen. Vielleicht findest Du ja ein Plätzchen, für die ältere wenn sie gesund ich evtl. als Beisteller und für die junge lässt sich sicher mit einiger Suche auch was finden. Dann kannst Du "erstmal" mit eigener Pferdehaltung aufhören, Dich um Deine Hunde, Elter, Job, Haus kümmern (was ja nun wirklich mehr als genug ist  Zwinkernd) und Dein Konto sanieren (war bei mir ganz wichtig). Und wenn Du dann, in einem halben Jahr oder so, wirklich wieder das Verlangen nach einem eigenen Pferd hast, dann suchst Du Dir halt gezielt was aus (bitte nicht wieder den Fehler machen und ein Problemtier nehmen, dann geht alles nur wieder von vorne los), stellst ein Pony dazu und kannst das Reiten wieder geniessen! So wie es jetzt läuft (wir haben immerhin schon Juli! Da ist 2x reiten nichts, vor allem wenn die Pferde am liebsten täglich bewegt werden wollen) kann es doch nicht weiter gehen!

Da ich selber einen alten Hund habe kann ich diesbezüglich auch sehr gut verstehen, was diesbezüglich in Dir vor geht! Meine Judy istneun, ich hab sie, seit sie 9 Wochen alt ist und sie ist mein Schatten. Ich liebe diesen Hund mehr als alles und sie alt und grau werden zu sehen bricht mir das Herz! Leider können wir das nicht aufhalten und ich weiss, wen sie kurz davor ist zu gehe werde ich auch für nichts mehr zu gebrauchen sein! Meinem Mann mit seinem Schäferhund geht es da sehr ähnlich! Ich hoffe, dass es eines Nachts "einfach passiert" und nicht ich die Entscheidung treffen muss, sie gehen zu lassen. Das Dich, bei Deinen ganzen anderen Problemen, das nun auch sehr belastet kann ich gut nachvollziehen! Alleine lassen käme für mich da auch nicht mehr in Frage!
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Man kann ein Pferd zur Tränke führen, aber man kann es nicht zwingen zu trinken. Man kann einen Menschen an Wissen heranführen, aber man kann ihn nicht zwingen zu denken
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« Antwort #9 am: 05.07.10, 07:04 »

Hallo Anke,

um zum Kern der Sache zu Kommen: Pferdehaltung aufgeben? Ja. Auf jeden Fall.

Aber Dein Verstand weiss das auch schon sonst hättest Du diese Box nicht eröffnet.

Alles Gute!
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"Manche Dinge verschweigt man am besten, indem man ausführlich über sie redet."   Simone Servais
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Hier habe ich den Durchblick


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« Antwort #10 am: 05.07.10, 08:30 »

Anke - Was soll man Dir raten? Wie Rubens es auch geschrieben hat, DU WEISST ES SCHON!
Auch wenn es sehr hart klingt, aber trenne dich von den Pferden, ohne das sie noch durch andere Hände gehen. Du hast ALLES mit ihnen versucht. Wenn Du das erstmal geschafft hast, werden die anderen Sachen viel leichter fallen.
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der bissige Terrier schickt Grüsse
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Ich bin zu alt um nur zu spielen und zu jung um ohne Wunsch zu sein
Subito
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« Antwort #11 am: 05.07.10, 10:24 »

Meiner Meinung nach solltest Du Dich auch von den Pferden trennen, heißt ja nicht sie komplett zu verklaufen - evt. gibts Beistellmöglichkeiten wo Du sie kostenfrei unterbekommst u. der andere Dafür kein Pferd kaufen muß.
Bevor Du Dich finanziell wie körperlich in den Ruin bringst, ist es wirklich ratsamer jetzt einmal die Bremse zu ziehen u. evt. später wenns Dir beruflich u. finanziell mal wieder besser geht, nochmal von vorn anzufangen mit der Pferdehaltung.
Ist zwar sicherlich kein leichter Schritt, aber als Außenstehende kann ich nur sagen das es das vernünftigste u. beste in der momentanen Sitauation ist...
Lg, suse
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carola
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« Antwort #12 am: 05.07.10, 11:34 »

wer nimmt denn einen Beisteller, der noch dazu gefährlich ist? Die Eltern werden sich ja nicht umsonst nicht auf die Koppel trauen, und beide Pferde klingen nicht soo super verträglich. Ich denke, sowas wie ein Beistellertraum verwirklicht sich selten. Die meisten suchen ein billiges Pferd. Für den Unterhalt kann ich mir aber auch ein reitbares hinstellen, und das lernen die meisten schnell. Noch dazu, wo diese hier reitbar sind. Und mit ein bisschen Wendy-Feeling kriegt man die schon hin. Die lernen dann dem Menschen zu vertrauen und werden gaaaanz brav. Ob man dann noch ruhig schlafen kann, wenn so ein Trottel im Krankenhaus liegt, weil er - vorhersehbar - von dem Pferd abgeschossen wurde, das man ihm hingestellt hat? Unentschlossen
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Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!
McFlower
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« Antwort #13 am: 05.07.10, 12:38 »

Also, für das jüngere Pferd sehe ich nicht so schwarz. Es ist ja wohl gesund und im besten Alter. Nur eben sehr schwierig.

Es gibt aber genug Reiter, die sich immer wieder schwierige Pferde antun. Einmal die weltrettende Wendyfraktion - um die musst du einen Bogen machen. Und dann aber die ganz, ganz angstfreier Reiter, die für ganz kleines Geld schwierige Pferde kaufen und "sich fertig machen". Ist nicht böse gemeint und dahinter verbirgt sich auch nichts Schlechtes, und es gibt sie wirklich. Wir haben zum Beispiel am Ort einen Profi-Reiter mit einem halben Dutzend erfolgreicher S-Springpferde, von denen wohl keins mehr als 1000,- EUR gekostet hat. Bei ihm laufen sie alle und das erreicht er nicht durch finstere Methoden, sondern durch absolute Angstfreiheit, Sattelfestigkeit, Konsequenz, viel Lob und Strafe zum richtigen Zeitpunkt. Andere Beispiele aus dem Amateurbereich kenne ich auch noch.

Die 9-jährige würde ich mit ganz ehrlichem Text für 1.200,- EUR VHB anonncieren und schauen, ob sich ein Besitzer findet.

Für die 19-jährige gibt es wohl leider nur zwei Möglichkeiten. Entweder ein gut geführter Rentnerplatz (muss kein Gnadenhof sein, kann auch ein günstiger VP-Platz beim Bauern sein), den du dann bezahlen muss, oder die ganz große Weide. Wenn du es finanziell tragen kannst, wäre der Rentnerplatz natürlich die schönste Lösung. Als Beisteller würde ich das Pferd nicht abgeben wollen.
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Treulos ist, wer Lebewohl sagt, wenn die Straße dunkel wird. (Gimli - Die Gefährten)
woody
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« Antwort #14 am: 05.07.10, 13:00 »

Kann mal bzgl. der älteren mal ne Bekannte fragen die sucht gerade ein Beisteller, muss bloss so gesund sein das da in Kürze keine grösseren TA Kosten kommen.
Wg der jüngeren würde ich das auch so machen wie McFlower. Habe auch schon die Erfahrung gemacht das solche Pferde einfach konsequent und weitestgehend Angstfrei geritten werden müssen und das lange und jeden Tag (Je nach Kondition). So ein Pferd ist unsere auch und das RB-Pferd auch
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LG Andreas

Lebe den Tag
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