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Deichpfoten
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Rücken
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Thema: Rücken (Gelesen 14677 mal)
sa
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Beiträge: 844
Rücken
«
am:
17.09.09, 11:12 »
Hallo liebe Leute,
ich habe es ja schon irgendwo geschrieben, ich hatte vor 3 Monaten einen schweren Reitunfall und habe mir dabei 5 Wirbel gebrochen. Ich musste liegen, dann in die Reha. Soweit geht es mir jetzt wieder gut, ich bin voll beweglich, aber ich - bzw. eher mein Rücken - wird immer noch schnell müde. Und dann muss ich liegen, das ist das einzige, was dann hilft. Ich mache sehr viel Gymnastik täglich, ich walke und ich gehe ins Fitnesstudio und vermutlich geht es mir nur deshalb so gut...Ich wüsste jetzt gerne, ob es hier noch andere gibt, die solche Verletzungen hatten und wie es Euch inzwischen geht ? Mir geht so die Geduld jetzt etwas aus....
viele Grüsse
Sabine
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Barrie
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Beiträge: 365
Re: Rücken
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Antwort #1 am:
18.09.09, 08:19 »
Einen so schweren Unfall hatte ich zum Glück nicht, aber von Geduld haben müssen kann ich reden, ich durfte nach einem schweren Unfall 6 Monate nicht reiten....also lass dir und deinem Rücken Zeit und arbeite fleißig am Aufbau der Muskulatur, ringsrum. Bodenarbeit und Laufen mit dem Pferd geht ja sicher schon....Du merkst ja selbst, daß dein geschundener Rücken langsam und schonend wieder aufgebaut werden muss- wie bei einem Pferd auch.
Die Zeit jetzt gut zu nutzen ist die Versicherung gegen langfristige Schmerzen - und das willst du ja wohl : wieder locker und entspannt reiten können....
Denk dran- du hast super Glück gehabt, verspiel das jetzt nicht.
Barrie
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sa
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Beiträge: 844
Re: Rücken
«
Antwort #2 am:
18.09.09, 08:26 »
Hallo Barrie,
ja, der Rückenaufbau bei mir ist wirklich ähnlich wie bei einem Pferd...und es dauert auch ! Ich bn ja schon sehr dankbar, dass es überhaupt so gut geht. Und ich bin vorsichtig, reiten ist erstmal tabu, vermutlich für mindestens 6 Monate. Derzeit mache ich meiner Stute Bodenarbeit, das geht auch sehr gut.
Was hattest Du den für einen Unfall ? Auch Rücken ?
viele Grüsse
Sabine
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Barrie
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Beiträge: 365
Re: Rücken
«
Antwort #3 am:
18.09.09, 09:56 »
Nä, nix Rücken schwere Gerhirnerschütterung mit Verdacht auf Gehirnblutung.....ohne Helm wäre ich jetzt ein Blumenkohl....
Aber es ist nix zurück geblieben, ich war trotz damals noch 2 Pferden auch konsequent im Schonen...An den Seiten dann noch böse Prellungen, aber die sind ja nicht so schlimm außer sehr schmerzhaft....
Also sei bloß brav
Barrie
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Muriel
Gast
Re: Rücken
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Antwort #4 am:
18.09.09, 10:08 »
5 Wirbel gebrochen und du stehst aufrecht, läufst und denkst schon wieder ans Reiten?
Wow.
ich glaub ich würde jeden Morgen 5 Dankgebete sprechen.
Ich hatte letztes Jahr eine Entzündung im Rücken, das alleine hat schon drei Monate gedauert und aussitzen ging für ein halbes Jahr lang nicht und jetzt auch nur sehr bewusst, aber meine Lockerheit ist noch nicht wiedergekehrt.
Von daher denke ich mir dass nach Wirbelbrüchen es noch länger dauert, bis der Rücken auch "glaubt" dass er wieder schwingen kann.
Ich würde Dir da sehr zu Ostheopathischer Behandlung raten, denn in der Regel ist da noch viel mehr in Mitleidenschaft gezogen als "nur" die Wirbel.
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sa
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Beiträge: 844
Re: Rücken
«
Antwort #5 am:
18.09.09, 12:31 »
Hi Barrie,
oh, Dein Sturz zeigt doch mal wieder , dass Reitkappen wirklich Sinn machen...hattest Du, als Du wieder mit Reiten angefangen bist, Angst
- Ich denke nämlich, das das Reiten mental erstmal schwierig werden kann.
Muriel, ich bin natürlich zutiefst dankbar, dass das alles so gut heilt. Mein (übrigens auch reitender ) Orthopäde hält mich für ein >Phänomen>, da ich trotz schwerer Verletzungen wieder munter durch die Gegend laufe. Meine Röntgenbilder sind ziemlich gruselig, danach müsste ich eigentlich an Krücken durch die Gegend humpeln. Im Krankenhaus haben sie mir gesagt, dass ich sozusagen den Jackpot im Lotto gewonnen hätte, denn eigentlich hätte ich querschnittgelähmt sein müssen.
Sicherlich geholfen hat mir, dass ich 4 Monate vor dem Unfall einen kleinen Bandscheibenvorfall hatte. Als ich den Vorfall hatte, habe ich ihn natürlich verflucht, aber deshalb habe ich sehr, sehr viel spezielle Rückengymnastik gemacht und mich überhaupt mit dem Thema Rückenschmerzen beschäftigt. Ich war nämlich bis dahin der (irrigen) Auffassung, dass jemand (ICH !), der 2 Pferde täglich reitet und 20 km Fahrrad fährt, soetwas gar nicht kriegen könnte...Nun ja, das war falsch ! Den Bandscheibenvorfall habe ich durch die Gymnastik sehr gut wegbekommen und dadurch hatte ich eben auch noch ein gut aufgebautes Muskelkorsett, als der Unfall passiert ist. Ich bin aufgrund meiner eigenen Erfahrungen auch der festen Überzeugung, dass man Rückenprobleme mit der richtigen Gymnastik sehr gut in den Griff kriegen kann.
Was hattest Du für eine Entzündung ? haben Übungen dagegen geholfen ?
viele Grüsse
Sabine
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Barrie
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Beiträge: 365
Re: Rücken
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Antwort #6 am:
18.09.09, 13:36 »
Ja, Angst hatte ich schon aber auch das wunderbare Gefühl "wieder zu Hause zu sein", als ich zum ersten Mal wieder auf meiner Stute saß.
Ich hab sie natürlich vorher laufen lassen und longiert und imer gedacht "Du mußt nur machen was du dich traust" und da ging es dann bald wieder ganz locker....
Aber ich bin schon vorsichtiger geworden und reite mit manchen Leuten einfach aus ,,,,eine lange Geschichte...
Helm macht Sinn, der meinige war dann nicht mehr zu gebrauchen, an der linken Seite gesplittert....
Barrie
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sa
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Beiträge: 844
Re: Rücken
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Antwort #7 am:
18.09.09, 15:45 »
Barrie, wie ist Dein Unfall passiert ? Beim Ausreiten ?
viele Grüsse
Sabine
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sa
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Beiträge: 844
Re: Rücken
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Antwort #8 am:
21.12.09, 11:09 »
So, liebe Rückengeschädigte. Auf Anregung von Pebbles reaktiviere ich die Box noch mal. Mich würde interessieren, wer hier noch Rückenprobleme hat und wie Ihr damit umgeht.
ich selbst habe mir vor 6 Monaten bei einem Reitunfall 5 Rückenwirbel gebrochen. Mitterweile ist alles recht gut verheilt, aber einige >macken> gibt es noch. Ich mache sehr viele Rückenübungen und bin derzeit auch täglich im Fitnessstudio. Eine echte Herausforderung ist noch längeres Sitzen.
Wie sieht´s bei Euch aus, gibt es Leute, die auch Rückenprobleme haben ? Was macht Ihr dagegen ?
lg
Sabine
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peppels24
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Re: Rücken
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Antwort #9 am:
21.12.09, 14:22 »
So, nachdem auf meinen Wunsch der Fred wieder zum Leben erweckt wurde, möchte ich natürlich auch meine Erfahrungen schreiben. Ich habe mir im Januar vor 3 Jahren nach einem unsinnnigen Sturz den 2. Lendenwirbel so zertrümmert, dass ich operiert wurde => Versteifung LWK1-3. Erneute OP nach einem Jahr, da die Wirbel nicht zusammen wuchsen. Nachdem dann letztes Jahr im Herbst die Verknöcherung wieder nicht optimal aussah, hatte ich nach 2 1/2 Jahren wieder angefangen zu reiten. (Eigentlich sollte das Metall entfernt werden, damit die Bandscheibe zwischen LWK2 und 3 wieder freigegeben wird) Schön langsam erst 1x die Woche Schritt auf Rückenschonendem Hafi (danach jedesmal Rücken an die Heizung, weil die Muskeln so erbärmlich winselten) Aber es wurde immer besser, so dass ich ab Januar anfing Unterricht zu reiten. Im Mai stürzte ich dann ohne Pferd so dämlich, dass ich mir den 12. BWK brach => wieder OP, wieder kein Reiten... diesmal Probleme nach OP, so dass ich froh bin, dass ich mittlerweile fast taktrein laufe und auch mein Bein wieder einigermassen belasten kann. Nach der OP dachte ich ernsthaft darüber nach, ob ich mir das Risiko Reiten wieder antun möchte, aber ohne gehts einfach nicht. Ich habe fest vor, auch wieder zu reiten, natürlich dann nur noch 100% sicher (soweit das möglich ist)
Was mir sehr geholfen hat(und immer noch hilft), ist Akupunktur. Natürlich neben Physio, bzw. jetzt Sport.
Sa, welche Wirbel hast Du gebrochen?
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sa
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Beiträge: 844
Re: Rücken
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Antwort #10 am:
21.12.09, 16:00 »
Liebe Peppels,
Du hast Dir bei zwei verschiedenen Stürzen Wirbel gebrochen
??!!!! - Ich sage mir derzeit als Trost nämlich dauernd, dass man soviel Pech eigentlich nur einmal im Leben haben kann...
Was mich brennend interessiert ; wie ist deine Heilung verlaufen bzw. verläuft sie ? Das müssen ja jeweils instabile Brüche gewesen sein, oder (wg. Op) ? Hast Du Schmerzen , wenn ja, bei was ? Hast Du jetzt auch eine Versteifung bei dem 12. BWK ? Hast Du jeweils eine Reha gemacht ? Was für Sport machst Du ? Arbeitest Du (wieder) ?
Was waren dass für Stürze ? Falls ich es fragen darf, wie alt bist Du ?
So, ich habe BWK 9,10,11 und LWK 2,3 gebrochen, alles Kompressionen, also eingedrückt. BWK 10 ist dazu noch an den Bogenwurzeln gebrochen, der ragte schon in den Spinalkanal rein , so dass man im Krankenhaus emsig an meinen Beinen herumdrückte, weil die dachten, ich sei schon querschnittgelähmt...Mich haben sie dann - nach längerem Überlegen - hingelegt , >flache Bettruhe> 3 Wochen lang, ohne OP. Daher ist mir das Metall erspart worden. Nach 3 Wochen durfte ich dann zum ersten Mal wieder hoch, dass klappte zum Staunen aller ganz prima, ich konnte gut laufen. Ich gelte bei meinen Ärzten als Wunder, weil ich wieder voll beweglich bin.
Derzeit mache ich Physio - alles rückenstabilisierende und dehnende Übungen - sowie Fitnessstudio. Ausserdem noch sehr viel flotte Spaziergänge (zu Nordic Walking kann ich mich nicht überwinden >G>). Das klappt alles sehr gut. Mein Problem besteht eher darin, dass ich mich immer noch zwischendurch hinlegen muss, dann habe ich das gefühl, meine Wirbelsäule kann mich gar nicht mehr aufrecht halten. Hast Du sowas auch ? - Das Einzige,was dann funktioniert, ist Liegen. Dann wird es wieder besser und ich kann wieder hoch. das Liegen-müssen hindert mich derzeit noch an meiner Rückkehr an meinen Arbeitsplatz, aber ich hoffe sehr, dass das auch noch besser wird. Insgesamt habe ich sowieso den Eindruck, dass Rückensachen wirklich lange dauern, da darf man nicht in Wochen rechnen. Manchmal zerrt es schon an meiner Geduld....
Auf einem Pferd sass ich bis jetzt noch nicht wieder. Ich habe ein eigenes Pferd, dass ein eher heisser Ofen ist, das wird nicht das Pferd sein, auf dem ich die ersten Runden drehen werde. Ich habe jetzt natürlich auch eine heidenangst, dass soewtas noch mal passieren kann. Aber ich will schon zurück in den Sattel !
Ach ja, Akupunktur mache ich auch. Ich glaube, dass man diese Rückengeschichten mit einer Kombi von vielen verschiedenen Sachen behandeln muss. Ich versuche momentan , auch viel zu probieren, z.B. wie ich länger sitzen kann, ohne Rückenschmerzen zu kriegen. Dazu hat mir heute meine Physio Übungen gezeigt, die man tatsächlich im Sitzen machen kann. Und ausserdem will ich mir die Laune auch nicht kaputt machen von soetwas; ich freue mich oft, dass ich soviel Glück gehabt habe und nicht im Rollstuhl sitze !
lg
Sabine
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peppels24
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Beiträge: 188
Re: Rücken
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Antwort #11 am:
21.12.09, 18:57 »
Hallo,
also ich war mir mit meinem Arzt einig, dass ich kein Lotto mehr spielen brauch, eben weil 2x so' Mist. Und da ich keine halben Sachen mache, habe ich das erste Mal den Wirbel so in sich zerquetsch und die Bandscheibe dazu, dass ein Knochenspan in den kaputten Wirbel "gehauen" wurde, der mit dem Wirbel obendrüber verwachsen ist. 3 Wirbel mussten damals versteift werden, da in den kaputten keine Schrauben mehr gepasst haben. Das 2. Mal bin ich auf einer Wiese rückwärts gestolpert und dann lag ich da (es kam mir vor wie im Comic, schwups weg war ich) dabei war ein Stück Wirbel an der Spitze vorne Richtung Brust abgebrochen, so dass ich dort jetzt einen Wirbelköperersatz habe. Heute würde ich es bei diesem Bruch wahrscheinlich drauf an kommen lassen, wie die Natur sich hilft. Die Brüche waren beide nicht instabil, sprich ich bin auch mit den kaputten Wirbeln noch gelaufen und musste jeweils einige Tage auf die OP warten. Ich war nicht in Reha, da ich darin keinen Sinn gesehen habe, ich bin daheim gut versorgt und nach den OPs müssen die Narben erst heilen, d.h. 3 Monate sehr brav sein. Danach habe ich Physio bekommen und bin dann wieder langsam in Aerobic gegangen (habe aber nicht alles mitgemacht!) Ich bin 5 Wochen nach OP wieder arbeiten gegangen (eine Woche länger daheim, wäre besser gewesen) Ich habe einen Bürojob, wobei ich aber immer mal im Haus unterwegs sein muß, so dass ich nicht 8 Stunden durchgehgend sitzen muß. Nach der letzten OP habe ich Eingliederung über 6 Wochen gemacht, in der ich zum Glück auch von zu Hause arbeiten konnte. Ich mache mittlerweile wieder Sport, aber von richtig fit bin ich noch weit entfernt. Aber ich merke, dass es immer besser wird (in kleinen Schritten).
Ich bin 32, hatte daher auch ziemlich viel Geduld, weil ich mir dachte, lieber jetzt brav sein und dann möglichst lange keine Probleme, als mit 35 rumlaufen wie eine alte Frau! Diese Mal fällt es mir auch etwas schwerer, was sicher auch daran liegt, dass dieses Mal mein Bein grosse Probleme gemacht hat, so dass ich am Anfang kaum aufstehen konnte, weil mir das Bein unter Last einfach weggesackt ist.
Schmerzen (das sind für mich die, die einfach kommen und weh tun) habe ich so direkt keine, außer wenn ich sowieso krank bin, dann schlagen die "Kopf- und Gliederschmerzen" voll auf den Rücken. Ansonsten sind das Muskelschmerzen, die durch Schröpfmassagen und Gymnastik besser werden.
Hinlegen ist ganz wichtig, ich habe auch am Anfang dauernd gelegen und merke auch jetzt ich noch wenn ich überlastet bin und mache dann ein NachderArbeitschläfchen
Da würde ich mir an Deiner Stelle keine Gedanken drüber machen, sondern auf den Köprer hören und ihm die Ruhe geben, die er brauch! Die Wirbelsäule muß schliesslich bei jeder Bewegung die wir machen arbeiten. Das wird sicher auch bei Dir immer weniger. Man macht natürlich auch immer mehr, je besser es einem geht.
Ich hatte mir letztes Jahr einen Sattelhocker (Swippo) gekauft, der ist Gold wert. Ich kann auf einem normalen Bürostuhl kaum noch sitzen, auf dem Swippo dagegen den ganzen Tag (okay, er ist so konzipiert, dass einem irgendwann der Hintern weh tut, damit man mal aufsteht
)
Besteht dann bei Dir nicht die Gefahr eines "Buckels"(ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll also einer Wirbelsäulenkrümmung nach vorne), wenn Du mehrere Kompressionsbrüche hast? Oder ist die Höhendifferenz nicht so gross?
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Binesdiva
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Realiwas?
Re: Rücken
«
Antwort #12 am:
21.12.09, 23:46 »
Oh, genau mein Thema, ich hatte ja auch schon mal eine Box dazu eröffnet...(siehe weiter unten "Reiten mit Rückenschmerzen)...
Ich hatte mir drei Wirbel gebrochen, genauer gesagt, die Querfortsätze und zwar die Lendenwirbel 2,3 und 4. Blöderweise sind die Brüche nicht wieder gerade zusammengewachsen, was aber auch daran lag, daß ich mich nicht immer zwingend an die ärztlich verordneten Ruhepausen gehalten habe. Ich war ja sogar so blöd, noch im Stützkorsett wieder auf ein Pferd zu klettern
Naja, hinterher ist man immer schlauer.
Bei mir war's so, daß mein Pferd beim Aufsteigen plötzlich losbockte. Blöderweise hatte ich gerade weder Zügel noch Bügel und bin dann bei einem Haken abgeschmiert. Leider war mir zu diesem Zeitpunkt nicht so bewußt, daß ich mir was gebrochen habe, bin also abgerollt, aufgestanden, habe mir stinkwütend den Gaul wieder eingefangen und bin noch eine Runde geritten.
Und erst als ich später im Krankenhaus die Röntgenbilder gesehen habe, wußte ich, daß es doch ernster ist.
Der Unfall ist jetzt, glaube ich, zwei Jahre oder so, her und mal geht es besser und mal schlechter. Und mal auch richtig schlecht. Lange Sitzen ist Gift, lange Stehen erst recht. Kälte auch. Und langes Stehen in der Kälte ist
Eine Zeitlang ging es nicht ohne Schmerzmittel (Tramal und Novaminsulfon).
Ich mache auch mehr oder weniger regelmäßig meine Rückenübungen und versuche, mich warm zu halten. Und beweglich. Dann geht's einigermaßen.
Reiten ist auch so eine Sache. Springen ist vorbei und Aussitzen auch. Damit ist eigentlich auch das Reiten mehr oder weniger vorbei. Leider ist mein Pferd nicht so rückenfreundlich (wahnsinnig viel Schwung und leider oft nicht wirklich losgelassen) und macht gerne mal einen Hüpfer zur Seite.
Wir haben uns einigermaßen arrangiert, ich trabe eben viel leicht und galoppiere im Entlastungssitz.
Zur Zeit habe ich wieder eine ganz gute Phase und reite recht aktiv ohne Schmerzen.
Aber die Heilung dauert wirklich eine ganze Weile, das allerwichtigste ist Muskelaufbau, Muskelaufbau und nochmal Muskelaufbau. Und nicht überfordern.
Viel Glück!!
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Reitet ein Cowboy zum Friseur.
Kommt wieder raus:
Pony weg...
sa
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Re: Rücken
«
Antwort #13 am:
22.12.09, 08:47 »
Liebe Mädels,
mann, das tröstet mich ja, dass es hier noch andere Seelen mit gebrochenen Wirbeln gibt !!!!!! Ich bin hier nämlich alleine auf weiter Flur und frage ständig meine ärzte, wie was verlaufen wird, aber so richitge Antworten kriege ich nicht , weile s vermutlich keiner weiss....
Zu den Op´s ; mein Unfall ist in Bayern passiert (ich wohne in Bremen), was vermutlich so gesehen ein Glück war, weil man mich in Bremen sofort operiert hätte und mir jede Menge Metall in den Rücken gepackt hätte. In Bayern mit den Erfahrungen der SKI-Unfälle sind sie da - laut Aussage meines Arztes - erheblich gelassener. Die OP stand auch im Raum wegen der Höhendifferenz, deshalb bin ich permanent , eigentlich alle 3 Wochen, geröngt worden. Es gibt eine, aber die ist offensichtlich nicht so besonders, dass man operieren muss. Einen >Buckel> habe ich nicht, bin aber vermutlich ein bisschen kleiner geworden.
Was sind denn Schröpfmassagen ?
Und ich habe mir auch schon so einen Sattel-Bürostuhl besorgt, den habe ich in der Reha probegesessen.
binesdiva, hattest Du auch eine OP oder haben sie Dich auch hingelegt und der Natur ihren Lauf gelassen?
Macht Ihr eigentlich beide noch täglich Übungen ? - derzeit vergeht bei mir kein Tag ohne Rückenübungen, ich habe den Eindruck, dass ich versuchen muss, mehr oder minder>in Bewegung- zu bleiben. Ich war Freitag im Kino und habe einen Film mit Überlänge gesehen - das wurde wirklich schwierig in der letzten Stunde. ich ahbe dann angefangen, am Rand herum zu hampeln, dann ging es . Abe rlanges Sitzen ist wirklich Gift.
Ich habe noch einen Anti-Kälte-Tipp; es gibt einen wunderbaren Rückengurt (für Menschen) von >Back on Track> , der wärmt fantastisch. Kann man so unter den Klamotten tragen.
Sagt mal, wie sieht es bei Euch denn mit Angst zu fallen aus ? Ich hatte nach dem Unfall schon Angst, ich könnte stolpern...An reiten war gar nicht zu denken ! Fahrradfahren tue ich schon wieder aber so richtig sicher fühle ich mich noch nicht.
Darf ich noch mal fragen, wo Ihr jeweils lebt ?
Liebe Grüsse
Sabine
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peppels24
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Beiträge: 188
Re: Rücken
«
Antwort #14 am:
22.12.09, 10:07 »
Ach ja, den BackonTrack habe ich auch
gestern gerade wieder angezogen... er hat den Vorteil, dass er auch ein wenig stabilisierend wirkt.
Ich komme aus dem Raum Frankfurt.
Nach dem ersten Sturz hatte ich definitv keine Alternative, da ich ja auch die Bandscheibe zermatscht hatte. Ich denke, das war auch in Anbetracht meines Alters in Ordnung, in der Hoffnung so möglichst lange schmerzfrei zu leben. Die Ärzte haben mich auch ab und an komisch angeschaut, dass ich keine Schmerzen habe. Klar manchmal füht man sich nach dem Aufstehen wie eine alte Frau (mein Verständnis für alte Menschen und Pferde ist seitdem sehr gewachsen!), aber solange nicht irgendwelche undefinierbaren Schmerzen dazu kommen kann ich damit leben. Was mir immer noch schwer fällt, dass ich nicht mehr alles alleine tragen kann.
Angst, das ist so eine Sache. Vor dem letzten Sturz war ich ja wieder fit und hatte auch keine Angst. Klar, man denkt schon manchmal darüber nach und geht sicherlich auch vorsichtiger an manche Dinge ran. Seit mein Bein jetzt wieder ziemlich funktioniert, so dass ich auch das Gefühl habe, dass ich mich ausbalancieren kann, würde ich nicht mehr von Angst sprechen. Aber ich gehe sehr bewußt z.B. die Treppen runter oder auch bei dem Wetter jetzt laufe ich schon sehr vorsichtig, zumal ich nicht weiß, wie fest das alles schon verwachsen ist.
Allerdings bin ich im Moment noch nciht so weit, dass ich mich auf ein Pferd setzen würde, auch wenn ich schon daran denke. Aber ich würde es mir nicht verzeihen, wenn gerade dann doch etwas passiert! Ich habe ja auch noch die MetallentfernenOP vor mir, vor der ich schon Angst habe, obwohl jeder sagt, dass das nix schlimmes ist. Aber mit meiner Geschichte würde es passen, dass ich die ganzen schweren OPs gut hinter mich gebracht habe und dann bei dem nur Metallentfernen passiert was. Außerdem traue ich Ärzten von Natur aus nicht blind und manche geben mir nicht unbedingt das Gefühl dass sie mich ernst nehmen...
Auch wenn ihr ja beide nicht versteift seid, ist es vielleicht trotzdem ganz interessant: es gibt 2 Versteifungsforen, diebandscheibe in de und mal nach Spondylodese forum gugeln. Dort sind auch ein paar nach Unfällen, die meisten allerdings nach jahrelangen Bandscheibenproblemen, die sind froh, dass sie überhaupt ohne Schmerzen leben können und reagieren auf reiten nicht unbedingt alle gut
aber gerade in dem Bandscheibenforum ist mindestens ein Reiter, der auch nach Versteifung wieder voll im Sattel sitzt!
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