| Fohlenkoppel - Pro und Contra |
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julia1510: Fohlenkoppel, unbedingt!! Klar, man muss vielleicht etwas suchen, bis man einen geeigneten Aufzuchtsplatz findet (bin da auch etwas pingelig), aber ich finde zum Lernen eines gesunden Sozial-/Herdenverhaltens sehr wichtig. LG |
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Kiowa: Sozialverhalten können sie auch in einer gemischten Herde lernen, wichtig ist aber ein Spielkamerad auf derselben Wellenlänge und ausreichend Platz. Fohlenkoppel ist zwar in der Theorie besser, aber häufig mangelt es eben an Mineralfutter und an Kontrolle. Am Ende stehen sie im Winter in Matschpaddocks und am Mineralfutter wird gespart usw. Meiner ist jetzt 1,5 und steht mit einem gleichaltrigen Hengstchen und 3 Wallachen zusammen. Zum Spielen kann er seinen Kumpel nerven, Benimm bringen ihm die anderen bei. Im Winter ist er über Nacht im Offenstall (Sandpaddock) und geht tagsüber auch mind. 6 Stunden auf Weide. Ab und zu werden die Kleinen auch mal rausgeholt und angebunden, kontrolliert werden sie 2x am Tag. Das ist mir dann lieber als eine mit Stacheldraht eingezäunte Fohlenkoppel mit Unterstand, wo nur 1x am Tag einer durchzählt, ob noch alle da sind - oder einer überbelegten Laufbox mit (wenn sie Glück haben) Matschpaddock. Fazit: Kommt drauf an, wie die Umstände sind. |
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Freya: Hallo Also ich habe eine 2.2/3 jg Stute. Sie war seit Geburt mit der Mama auf der Alp, dannach wurde sie abgesetzt und ich habe sie auf eine Fohlenkoppel gegeben. Diese Fohlenkoppel war eher klein und übersichtlich und in der Nähe von meinem Wohnort, so gingen wir viel die Kleine besuchen und haben mit ihr Spaziergänge und das Grund ABC gemacht. Mit 1jg habe ich sie dann auf eine grosse Fohlenkoppel gegeben, dort war sie mit knapp 50 anderen Fohlen im Alter von 6 Monaten und 3 jg. Mit 2 jg habe ich sie nach Hause geholt. Sie lebt nun mit 24 anderen Pferden im alter von 1jg bis 30jg zusammen im grossen Offenstall und auf mehreren Hektaren Weide. Sie ist föllig klar im Kopf und ein wirklich tolles Jungpferd. Wir nehmen sie unterdessen als Handpferd mit, machen etwas zirz. Lektionen und Bodenarbeit. Eine grosse Fohlenkoppel ist sehr wichtig, aber ich erachte es ebenfalls als wichtig, dass die Fohlen auch von älteren Tieren erzogen werden und daher kommt für mich nur noch eine gemischtaltrige Weide in Frage. LG |
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Jurablitz: Hallo Eumoknoto noch ein Freibergerfan - schön.. Bitte beachtet bei der Diskussion auch, dass Hengstfohlen anders als Stutfohlen zu händeln sind. Stütchen können durchaus auch in einer gemischaltrigen Stutengruppe zuhause aufgezogen werden. Junghengste müssen aber mit spätestens 1 Jahr von den Stuten getrennt werden, soll es nicht unterwünschte Fohlen geben. Und sie brauchen - neben älteren Onkeln zwecks Erziehung - eher auch gleichaltrige Spielgefährten um die "Hengstspiele" lernen zu können. Weniger wichtig ist meiner Meinung nach neben dem seriösen Handling einer gut geführten Fohlenweide (Schmied, Impfungen, Entwurmung, regelmässig führen, Einzelfütterung etc. sollten selbstverständlich sein) weitergehendes "Betreuen" seitens der Besitzer in den ersten 2 Jahren. Natürlich sollten Besuche erlaubt und erwünscht sein. Beachte bitte auch, dass die Fohlenweide die Leichtfutterigkeit von Freibergern berücksichtigt und diese nicht ausgerechnet mit schwerfutterigen Warmblütern etc. zusammenstellt. Da die meisten Freiberger den anderen Rassen gegenüber sogar noch dominant sind, sind zu fette Freiberger mit Huf- und anderen Problemen vorprogrammiert. Wir haben unsere Hengste hier zur Aufzucht und sind nach einigen Anfangsschwierigkeiten - eben wegen dem unterschiedlichen Futterbedarf - sehr zufrieden. Und 3 Junghengste brauchen meiner Meinung nach für 2 Jahre Aufzucht mehr als nur 1 ha - weniger als Futter als um sich richtig zu bewegen. Schau mal auf unserer HP, hier ist die Fohlenweidebetreiberin auch drauf, mit vielen Fotos. www.freiberger-westernpferde.de |
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terra: Meine Tiere sind auf der Fohlenkoppel grossgeworden, so ziemlich als Wildfänge - Menschen gabs im Sommer (ca. 8 Monate) nur zum wasserbringen und durchzählen und dabei kontrollieren ob alles in Ordnung ist - klar entgehen einem da kleinere Sachen, ich habe aber nie von größeren "Dauerschäden" gehört - . Weils Blütertypen sind, haben die teilweise schon ganz schön dürr ausgeschaut, sind aber trotzdem richtige Pferde geworden ;). Im Winter wurde auch nicht viel mehr mit ihnen gemacht, also keine Bodenarbeit u.ä., durften bei genügend Auslauf einfach Pferd sein. Trotzdem hats beim Anreiten 3 jährig keinerlei Probleme gegeben und beim in Arbeit nehmen mit 4 auch nicht - einfach weil die Pferde durch die Großgruppe sehr gut sozialisiert sind. Ich würde übrigens auch Stutfohlen nur mit genügend Gleichaltrigen grossziehen, also nicht ein Fohlchen zu lauter alten Tanten stecken - auch Stutfohlen spielen sehr ausgeprägt, aber vielleicht nicht so spektakulär wie Hengstchen. Wichtig ist, sich den Aufzuchtbetrieb genau anzusehen, insbesondere wegen der Winterhaltung und - fütterung. Ansonsten: entwurmen, impfen u.a. kann man auch selbst machen bzw. veranlassen, ist dann teilweise auch Preissache. Grosse abwechslungereiche Koppeln und viel Gesellschaft und einen kompetenten Betreiber, der auch mal hart zu allzupingeligen Besitzern ist,..... lg ed |
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