Autor Thema: (Ge-)bissige Frage...  (Gelesen 5872 mal)

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Offline SabinoTopic starter

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(Ge-)bissige Frage...
« am: 13.10.05, 09:30 »
 hmmm..vielleicht erstmal ans Gebiss gewöhnen? Ich glaub, das wäre die geschicktere Sache
« Letzte Änderung: 13.05.07, 15:07 von Sabino »
Ich glaube an das Pferd! Das Automobil ist bloß eine vorübergehende Erscheinung!

(irgendson Kaiser...)

tomcat

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #1 am: 13.10.05, 11:29 »
Was spricht gegen die Verwendung eines Gebisses???

Ich würde es für den Anfang mal mit ner einfachen Wassertrense oder ner Doppelringtrense versuchen.
Die Doppelringtrense kann man ja auf 2 Arten verschnallen, weich und etwas schärfer. Da sollte sich auch für das Pony eine geeignete Verschnallung finden lassen.
Von so Experimenten mit Kappzaum würde ich mal abraten. Sollte das Pony doch mal meinen es müsste den Gang einlegen hast ja kaum noch was in der Hand.
Übrigens bei der Verschnallung des Kopfstückes drauf achten das der Nasenriemen nicht zu tief zum liegen kommt. Der liegt höher als bei ner normalen Trense.

Viel Erfolg!

Offline traber79

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #2 am: 13.10.05, 11:55 »
Moin!

Sehe ich genauso wie Tomcat :)!

Hauptsache Gebiss passt und Pferd fühlt sich wohl damit.
Bei meinem Traber hatte ich es auch mal mit Doppelringtrense versucht, passte aber irgendwie überhaupt nicht und er fühlte sich total unwohl.
Hab jetzt eine Postkandare (Stange), die ich am weichesten Ring einschnalle, damit läuft er gut.

Ist wohl immer unterschiedlich was gut klappt.
Aber wie schon gesagt, denk dran, wenn er mal "abgeht" hast du mit Sidepull nix auszurichten.
Es ist wie es ist.

Offline Fritzi

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #3 am: 13.10.05, 12:49 »
Aber wie schon gesagt, denk dran, wenn er mal "abgeht" hast du mit Sidepull nix auszurichten.

Ich habe aber leider schon die Erfahrung machen müssen, dass man auch _mit_ Gebiss im Maul "nichts" mehr in der Hand hat ... Das Pferd macht sein Maul hart und rennt und rennt, dass sein Maul weh tut / blutet merkt es durchs Adrenalin dann auch erst später ... Pferde rennen, wenn sie Schmerzen haben, die bleiben (meistens) nicht stehen , wenn man ihnen (durch scharfe, etc. Gebisse) weh tut ...

Aber ich denke der Versicherung zuliebe sollte das Pferd schon ein Gebiss tragen ...
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens: durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens: durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens: durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Konfuzius

Offline idgy

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #4 am: 13.10.05, 14:14 »
Vielleicht kannst du ihm an der Hand einfach mal die Wirkungsweise eines gebisses erklaeren?

tomcat

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #5 am: 13.10.05, 14:57 »
Ich glaube die Frage welches Gebiss das weichste oder das am Besten für dein Pony geeignetste ist kann man so pauschal nicht beantworten.
Jedes Pferd/Pony hat da so seine Vorlieben. Die einen kommen mit ner Kandare besser zurecht, andere mit ner Doppelringtrense.
Zudem ist ja jedes Gebiss so weich/scharf wie die Hand die es führt.

Wir haben anfangs auch mit ner Doppelringtrense angefangen. Mittlerweile fahren wir mit Liverpoolkandare. Das Pferd kommt damit besser zurecht, die Kandare liegt aufgrund ihres Eigengewichts ruhiger im Maul und irgendwie ist alles ein wenig harmonischer.
Das muss aber nicht bei allen Pferden genauso sein.
Da gilt es auch mal ein bischen zu probieren, bis man das für seine Vorstellungen ideale Gebiss gefunden hat.
Um die Kandare ein wenig zu entschärfen kann man sie ja zusätzlich noch mit einer Latex-Bandage umwickeln. Entweder die ganze Stange,oder nur da wo das Gebiss auf den Laden aufliegt.
Aber auch das muss man probieren.

Bei der Doppelringtrense (die normalerweise 1-fach gebrochen ist) kannst du auf 2 verschiedene Weisen einschnallen. Entweder schnallst du den losen Laufring in das Backenstück und dann die Leine in den Laufrung und den Trensenring, das wäre dann die weiche Variante, oder du schnallst den Laufring in das Backenstück und die Leine nur in den Trensenring, das wäre dann die schärfere Variante.


Gruß

Offline Jjaks

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #6 am: 13.10.05, 15:38 »
*mal vorsichtig Frage einwerf*
Wieso bringst Du dem Pferd denn nicht erst mal bei, was es von einem Gebiss zu erwarten hat?
Vom Boden aus, an der Hand?
Woher sollte das Pferd denn jetzt wissen, dass der *bewusst übertreib* Schmerz im Maul "langsam" bedeuten soll?
Fahre doch erst mal vom Boden aus (mit einem Führer und zwei Longen), rechts, links, anhalten, rückwärts.
Würde ich auch beim Anreiten immer machen, bevor ich mich das erste mal draufsetze.

Ciao
Jjaks
Ich habe Dir die Macht verliehen, zu fliegen ohne Flügel

Offline diana m.

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #7 am: 13.10.05, 17:55 »
Bring ihm vom Boden aus die Gebißwirkung bei.
Bevor man ein Pferd anspannt, läuft man ja am langen Zügel hinterher und lenkt und "bremst" erstmal ohne Kutsche.

Eine Freundin hat mal genauso angefangen wie Du.
Ihre Stute mit Stimme geritten und fast gar nicht am Maul angefasst.
Und dann angespannt.
Stuti erschrickt sich irgendwann unterwegs, Kutscher greift in die Leinen, Stuti hat keine Ahnung was das nun soll und geht fast ab.

Und denk dran : Du gefährdest nicht nur Dich und Dein Pferd, wenn mal was sein sollte sondern noch einen Haufen Leute die dann dem Pferd im Weg sein könnten.
Auf keinen Fall gebißlos fahren!!!

Offline Jjaks

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #8 am: 13.10.05, 18:11 »
Ich fand eigentlich die Antwort von FYLGJA in diesem Thread http://www.agrar.de/pferde/forum/index.php?topic=11219.0 sehr passend.

Ich wäre nicht damit zufrieden, wenn mein Pferd nur "zarte" Hilfen akzeptieren könnte/wollte. Sicher bin ich nicht roh oder gar böse mit dem Gebiss, aber ich möchte doch auch mal fester anfassen können, ohne dass mein Ross dadurch gleich einen Infarkt bekommt. Eben weil ich kurzzeitige Unkonzentriertheit bei mir oder Ausnahmesituationen in meiner Umwelt nicht ausschließen kann. Und da möchte ich nicht, dass für mein Pferd gleich die Welt zusammenbricht. Es soll wissen, dass meine Hilfen zwar schon mal unangenehm sein können, dass es aber immer die Chance hat, durch Nachgeben Ruhe zu bekommen. Sensibilität erarbeite ich mir dann später, wenn mein Pferd gelernt hat Druck (in gewissem Maße) zu tolerieren.
Ok, das ist nicht wirklich pure Signalreitweise... :-\
« Letzte Änderung: 13.10.05, 18:13 von Jjaks »
Ich habe Dir die Macht verliehen, zu fliegen ohne Flügel

sahen

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #9 am: 14.10.05, 06:52 »
Moggalla, und warum muss das mit dem Einfahren jetzt sein? Warum konzentrierst Du Dich nicht erst mal auf die reiterlichen Grundausbildung und amchst mit dem Einfahren weiter, wenn das Pferd das gebiss gut kennt udn akzeptiert?

sahen

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Re: (Ge-)bissige Frage...
« Antwort #10 am: 14.10.05, 15:33 »
Mhm, ich sehe das etwas anders: reiten udn Fahren sidn von der Beanspruchung der Muskelgruppen grundhaft verschieden. Gleich sidn dei aktive HH und der aufgewölbte Rücken, aber beim reiten kommt das Reitergewicht dazu, so dass die HH nach vorn treten muss, unters Reitergewicht: Beim fahren muss die HH eher nach hinten arbeiten, das nach vorn Schwingen hat ncihts mit der eigentlichen Arbeit, sondern was mit Schwunghaftigkeit der Gänge und Raumgewinn zu tun. So gesehen ist das Aufmeskeln beim Fahren in etwa so nützlich wie ein Krafttraining mit Gewichten für einen Baletttänzer.