Autor Thema: Altenpflege  (Gelesen 60101 mal)

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Offline mary

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Re: Altenpflege
« Antwort #240 am: 21.07.14, 07:47 »
Hallo Luna,
deshalb gefällt mir die Vorstellung des Alterns so wie auf der Insel Okinava- relativ rüstig und gesund bis ins hohe Alter, noch gebraucht werden, in einer Gemeinschaft zu leben- es fahren ja genügend Wissenschaftler auf diese Insel, um dem Geheimnis des gesunden Altwerdens auf den Grund zu kommen.
Es wird eine gewaltige Vermögensumschichtung geben, denn 3.000 Euro aufwärts pro Monat im Altersheim mit sicher zukünftiger Steigerung nach Oben- lassen erahnen, was da an Geldern nötig sein wird.
Aber es gibt doch auch andere Denkansätze- die Männer gehen im Alter nach Thailand, werden dort von einer jungen Thailändern liebevoll versorgt, für die anderen nicht so betuchten Leute oder auch Frauen- war schon mal Afrika als Option im Gespräch.
Wenn heute die Industrie immer mehr in Billiglohnländer auslagert, wird vermutlich auch irgendwann der Zustrom von Pflegekräften aus anderen Ländern zurückgehen und die "Alten" werden dann eben dahin gebracht, wo Pflege noch leistbar ist.
Kann mir nicht helfen, aber solche Vorstellungen über unser Alter- machen nicht gerade ein gutes Gefühl.
Und nach unserer demographischen Pyramide wird es vielleicht noch ganz andere Ausmusterungsdenkmöglichkeiten geben-
in einigen Ländern ist es doch jetzt schon so, dass nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip so manches Ersatzteil samt OP an bestimmtes Lebensalter gebunden ist.
Ich habe eine ganz grosse Hochachtung vor den Altenpflegerinnen, aber wie überall, Bürokratie frisst soviel Arbeitszeit auf, dass es immer enger wird.
Und ich befürchte, dass dies immer noch enger werden wird.
Manchmal überlege ich mir, wie ich gerne alt werden möchte- ob es dann so ein wird, das weiß ich nicht.

Offline Selina

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Re: Altenpflege
« Antwort #241 am: 21.07.14, 09:13 »
Hallo zusammen,

Übertherapiert ist wirklich der richtige Ausdruck.
Meine SM wurde mit ihren 89 Jahren kurz vor ihrem Tod noch auf die Intensivstation gelegt, weil da gerade einige Plätze frei waren und das Krankhaus auf diese Weise unumschränkt zusätzlich Kohle machen kann. Sie hatte ein beginnendes Multiorganversagen . Der Sterbeprozess hatte bereits begonnen.
Sie war etwa 6 Tage dort, an eine Dauerdialyse angeschlossen, bei der ihr ständig das Blut am linken Dauerkatheder der Cava Carotis entnommen wurde und auf der rechten Seite wieder zugeführt wurde  ::) ::)
Auf den Einwand meines Mannes, dass wir eine Patientenverfügung haben die so etwas nicht erlaubt, außerdem dass er keiner Beatmung zustimmt und auch keiner künstlichen Ernährung, sagte der 2. Chefarzt dieser Station, das in diesem Fall die Pat.-verfügung nicht greift, weil noch :o Hoffnung :o :o auf HEILUNG besteht.
Mit dieser Methode hat sich das KH nochmal täglich etwa 1500€ dazu verdient, denn das Bett war ja ohnehin frei.
Mein Mann sah beim Verlassen der Intensivstation, das noch mindestens 4 Betten frei waren.
Irgendwann fingen die beiden Wunden an zu bluten, nach innen und nach außen. Bei SM war das Blut dann so sehr verdünnt, dass man es nicht noch mehr verhindern konnte. Muß noch dazu schreiben, dass ihr Blut ohnehin schon so stark verdünnt war, weil sie immer schon ASS bekam, sodass sie bei jedem stärkeren Anfassen große Blutergüsse bekam. Bei einer Dialyse wird das Blut aber noch mehr verdünnt, damit es "leichter" die Dialyse-Maschine passieren kann.
Dann wurde bei uns plötzlich um etwa 9:00 vormittags angerufen, dass SM noch an diesem Tag sterben wird und die Verwandschaft machte sich auf den Weg ins KH.
Dort lag sie dann in einem extra Sterbezimmer und es dauerte noch bis 22:00 abends.

Wenn wir mal soweit sind, dann kann keine Krankenkasse so eine "Behandlung" mehr bezahlen.
« Letzte Änderung: 21.07.14, 15:05 von Selina »
Liebe Grüße von Selina

Offline gini

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Re: Altenpflege
« Antwort #242 am: 21.07.14, 12:49 »
Ich möchte hier ein positives Beispiel vorstellen.
http://www.adelwoehrerhof.at/unser-team.html
Ich weiß auch wovon ich rede, denn zusammen mit  meinen Schwägerinnen habe ich viele Jahre meine SM gepflegt. Obwohl sie nicht mehr viel mitbekam, war es uns sehr wichtig, sie in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen. Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit, zu Hause zu Pflegen. Aber wir haben es als Chance genutzt um als Familie noch näher zusammen zu rücken. Ich hatte die Möglichkeit zusätzliche Versicherungszeiten zu erwerben, da ich als haupttätige Angehörige bei PVA angemeldet war.
Es war allerdings sehr mühsam, das Wissen zusammen zu tragen, um alle Möglichkeiten der Unterstützung zu nutzen. Ich weiß nicht ob das bei euch in Deutschland besser geregelt ist.
Für mich selber würd ich mir auch ein Altern in Würde wünschen, aber ich seh da ein bisserl schwarz. Die Zeiten der richtigen Großfamilie sind vorbei und alles andere ist schwer leistbar.
Und Selina möchte ich auch zu stimmen, das hat nichts mehr mit heilenwollen zu tun, da geht's nur um die Zahlen.
Es grüßt Euch alle
                           gini

Offline Bergli

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Re: Altenpflege
« Antwort #243 am: 01.03.18, 19:16 »
Habe schnell etwas Zeit.
Letzten Samstag ist meine Schwiegermutter gestürzt und hat sich den Oberschenkelhals gebrochen. Gerade unter der Kugel und der Knochen sitzt gut drin, es muss nicht operiert werde. Zum Glück. Also im Moment, wenn alles gut geht.
Jetzt ist sie im Spital und für morgen haben wir einen Platz im Altersheim, für die Akut- und Übergangspflege, ein Bett gefunden, für mindestens zwei Wochen, nachher schauen wir weiter. So gut soweit.
Schwiegermutter ging die letzten Jahre (sicher 5 Jahre ) nicht mehr fort (ins Tal) und vorher sicher nur einmal im Jahr mal mit mir einkaufen. Beim Doktor war sie sicher das letzte Mal vor 15 Jahre. Gesunde Frau? Oder? Nein! "Ich will nicht, es geht schon! - Doktor kann nicht helfen, es ist das Alter" Sie wird 80 Jahre alt.
Das letzte Jahr ist sie immer müder geworden, schwindlig ist es ihr fast immer, Kopfschmerzen hat sie meistens, schon über Jahre. Die Gebärmutter ist unten, manchmal kommt sie raus. Sie sicher nicht zum Doktor, das kann man nicht anders machen, sie will nicht operieren.
Ich wollte ihr die letzten Wochen helfen. Sie "nein, nein, es geht schon. "
Geputzt, wie sie sagt, das ganze letzte Jahr nicht mehr. ich denke aber länger nicht mehr oder nur knapp, sehr knapp.
Wäsche nur immer das alte an, nie etwas neues gekauft. ist doch schade, brauch ich nicht mehr.

Jetzt musste ich ihr Spitaltaugliche Wäsche besorgen, kaufen. Alles was sie bracuht, sie hat nichts vernüpftiges. Sie selber schämt sich dafür, weil ich alles machen muss. Zuhause ihre Waschen etc. und organisieren, wie weiter, was danach, wie danach. etc.
 
Wenn ein Arzt gespräch oder sonstitiges ansteht, winkt sie ab und meint; Schwiegertochter (also ich) ist nicht da, sie sollen mit mir reden. Sie verstehe das eh nicht. So bin ich bei ihr, bei Arzt-Visiten, Gespräch mit Sozialberatung, Heim organisieren, Pfegepersonal auskunft geben, was zu tun ist und wie, etc.

Gestern sass sie im Rollstuhl nur mit dem Untereibchen (Trainerhosen hatte sie schon an) bekleidet und eine Wolldecke über die Schulter, als
mein Mann sie besuchen kam.  Ihr Schwester kam auch gerade auf Besuch. Schwester war geschockt, so kann man doch keine Frau lassen! und zog ihr eine Pullover an. Da hatte sie recht. Sie (die Schwester) klagte mir das. Aber ich denke; es war so; die Pflegehilfe hat Schwiegermutter gewaschen und angezogen, Nach dem unterleibchen hat die Pflege die SM gefragt, ob sie warm genug habe, SM; ja, ja es geht schon. Also lies die Pflege meine Sm so sein. Die Wolldecke nahm meine SM selber. So ist sie; Nur keine Arbeit machen, die Pflege hat doch anderes zu tun. Darum wollte sie auch meine Hilfe nicht, Nur niemanden Arbeite geben, es geht schon. Es ging ja auch, irgendwie.

Hoffe es kommt alles gut und sie wieder einigermassen selbstständig sein kann. Also mindesten wieder laufen. Haushalten, das sehn wir noch, aber das Ziel ist es, das sie wieder laufen kann und heim kann.











Offline hosta

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Re: Altenpflege
« Antwort #244 am: 01.03.18, 20:05 »
Bergli,
Ich kann Dir Hoffnung machen. Das mit dem Oberschenkelhalsbruch hört sich gut, das es nicht operiert werden muß. Meine Mutter hat sich auch gut erholt. Und vor gut 1,5 Jahren hat hier ein über 80 jähriger einen Oberschenkelhalsbruch.  Der ist wieder fit, fährt wieder Fahrrad .
Aber die 14 Tage halte ich für etwas kurz kalkuliert.
Herzlichst hosta

Offline gammi

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Re: Altenpflege
« Antwort #245 am: 01.03.18, 21:03 »
Die Beschreibung passt ganz genau auch auf meine Schwiegermutter. Die hatte auch lieber gefroren, als dass sie jemanden "Arbeit" hätte gemacht.
Enjoy the little things

Offline sonny

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Re: Altenpflege
« Antwort #246 am: 01.03.18, 21:10 »
Hallo Regina,
da hast du es wahrlich nicht leicht!
Der Altersstarrsinn lässt grüßen 🤔
Hat sie alleine gewohnt, bei euch in der Nähe? Sind auch noch andere Kinder da, die sich mit kümmern?

Wünsche dir viel Kraft und Durchsetzungsvermögen.
Liebe Grüße
sonny

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Offline maggie

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Re: Altenpflege
« Antwort #247 am: 02.03.18, 00:07 »
bergli,
schau dass dir deine sm schr. gibt dass ihr für sie eink. etc. - und evt. bank -

sonst kommt die kesb !!! - na und - werden die alles einkaufen für deine sm - nicht mal dein mann darf dann entscheiden ...

frag am besten einen Notar, ja nicht bei der kesb -
mir hat ein mir bekannter Notar die unterlagen zukommen lassen -
wenn du mir deine mail adr. schickst, kann ich dir das schreiben zukommen lassen ....
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Ricka

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Re: Altenpflege
« Antwort #248 am: 02.03.18, 05:26 »
Hallo Bergli,

wenn ich da so lese das könnte direkt auch meine Schwiegermutter sein, da mußte ich auch erst einmal eine Grundausstattung an neuer Wäsche kaufen als sie plötzlich ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Auch bei den Gesprächen wie Arzt u.sw. war es genauso ich sollte alles managen, da sie ja sowieso nichts davon versteht ( so war ihr Wortlaut gegenüber den Ärzten ).
Ich drücke die Daumen das bei deiner Schwiegermutter die Heilung gut voranschreitet und sie wieder halbwegs laufen kann.


LG katrin

Offline Bergli

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Re: Altenpflege
« Antwort #249 am: 02.03.18, 07:36 »
Allen Danke, ich wusste, ihr versteht mich und das brauche ich jetzt  :-*

SM wohnt im gleichen Haus wie wir, sie unten, wir oben, gemeinsam mit ihrem Mann. Ich habe für sie schon Jahrelang eingekauft, weil sie nicht mehr ins Tal wollte. (beim Autofahren kriege ich Kopfschmerzen, ihre Meinung) SV ja das ist eine (besondere) Sache. Manchmal ist er geistig sehr fit, manchmal (öfter) nicht mehr,  aber auch wacklig auf dem Beinen. Er hat Alterszucker. Jetzt haushaltet er alleine, vorher, als SM zuhause war, hat er nichts (!) im Haushalt gemacht. Ich staune was er alles macht. Also ich schaue was und wie er etwas macht, er fragt auch, wie soll ich. Er köchelt etwas, nicht viel, er habe ja nicht so ein grosser Hunger.

Heute kann ich SM zügeln, ins Altersheim. Je nach dem wie es ihr geht, verlängern wir Woche um Woche. Sie muss nicht nach zwei Wochen raus. Sie darf (muss) bleiben, bis ich sie nach Hause hole. Zuhause will ich nicht alles alleine machen (Sorry), ich will die Spitex als Hilfe, zum Beispiel; Zum Baden. Das mache ich nicht und baden sollen sie öfters als jetzt. (Wasser ist nass!)

Das der Bruch gut kommt, denke ich auch. Sie darf mit Unterstützung schon am einem Gerät laufen, sie mag ein paar Schritte gehen, dann ist sie sehr müde. Vorher schon. Sie schläft viel.

Gestern haben wir den Vertag mit dem Altersheim unterzeichnet und besprochen, ALso ich und SV. Alleine wäre ich besser gefahren. Plötzlich hat er von irgentetwas gesprochen, das nicht dazu gehört, von Früher war alles ....... Gut, die vom Heim kennt das.

Ich dachte immer ichhae eine besondere (gut sie ist besonders)  SM, dass ist gut zu hören, das andere auch so sind.

So, jetzt muss ich noch packen und dann ab .......

Danke, das es Euch gibt   :D



So jetzt muss ich noch etwas einpacken und dan gehts ins Tal.....

Offline Bergli

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Re: Altenpflege
« Antwort #250 am: 09.03.18, 08:07 »
SM ist seit einer Woche im Pflege- und Altersheim in der Akut- und Übergangspflege. Es gefällt ihr gar nicht so schlecht, es geht ihr auch gut und sie schauen sehr gut zu ihr  :). Sie ist immer noch sehr müde und Kraftlos.
Gestern hatte ich mit der Leitung vom Heim ein sehr gutes Gespräch, wie weiter. Heimleitung hat mit SM vorher alleine gesprochen und diese (SM) hat gemeint, "sie bleibe noch, ihre Schwester hat gemeint, sie müsse sicher noch 6 Wochen bleiben", HL war sprachlos (ich danach auch), HL meinte, sie müsse SM überreden, dass sie noch lange nicht heim kann. SM ist sehr schwach, hat kaum Kraft, ein paar Schritte zu gehen. So ist es auch gut, sogar sehr gut. Ich bin einverstanden, weil ich sie Zuhause nicht pflegen kann (oder ich nicht will?), solange sie nicht richtig laufen kann. Auch ist ihre Gebärmutter sehr weit unten, kommt manchmal raus. Das möchte ich und jetzt auch die HL vorher noch machen (mindestens zur Frauenärztin), bevor sie heimkommt.

Ich frage mich manchmal, ob ich egoistisch bin, weil ich SM nicht pflegen will? Also wenn sie zuhause ist, kann ich schon putzen, waschen und eventuell für sie kochen (wenn sie will), aber baden will ich sie nicht. Und auch wenn etwas Pflegerisches ansteht, grösseres. Das will ich nicht. So frage ich mich schon; müsste ich das, als ST? Ich bin die einzige ST. Mein Mann hat "nur" eine Schwester und die ist im Kloster.

SM erzählt mir im Heim; "am Samstag durfte sie duschen, das sei herrlich, das Wasser rieselt über den ganzen Körper, das sei ganz schön gewesen. Sie bade sonst nur zuhause. " ::). (und das nur alle paar Monate, wenn überhaupt )

Offline Mucki

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Re: Altenpflege
« Antwort #251 am: 09.03.18, 08:21 »
Nein das ist nicht egoistisch, nur verständlich , des Pflegen liegt nicht jeden
Und ich denke das man es auch nicht machen soll wens einem dabei nicht gut geht. Meine Tochter hat zu mir gesagt das sie das Mal nicht kann und das es ihr Leitung tut, hab ihr dann erklärt das sie das auch nicht muß.
Bergli vieleicht bleibt sie ja freiwillig im Heim
LG Mucki
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Offline Bergli

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Re: Altenpflege
« Antwort #252 am: 09.03.18, 08:51 »
Ist Tochter - Mutter nicht ein anderes Verhältnis, als ST - SM? Gut, ich möchte auch meine Mutter nicht pflegen, "Gott bewahre". Ich denke aber auch, es kommt auf das Verhältnis zueinander an.
SM ist sehr froh, das sie mich hat, sie hat ja sonst niemand, ausser ihre Schwestern, aber die sind eher mit "gutgemeinten" Ratschläge da. Gut dieses mal, waren es wirklich gute  ;). Sonst heisst es eher mehr; du sollst dieses nehmen (Biostrat oder Vitamine etc.) und ich darf dann diese "Heilmittel" in den Läden suchen. Du sollst dies und jenes tun .......

Dauerhaft ins Heim. Dieses meinen auch die Schwestern, oder mindestens ins Tal ziehen. SM Meinung weiss ich nicht dazu, aber ich denke du kannst keine Frau die Jahrelang (über 40 Jahre) die Einsamkeit gesucht hat, keine Besuche (sie ist nicht da, wenn jemand kommt), selten bis nie ins Tal, nie fortgegangen ist etc. und jetzt ist es schon sehr viel, so im Heim unter Leuten zu sein. Von fremden Leuten abhängig zu sein. Aber sie macht es gut. Mitmachen will sie schon nicht, sie könnte basteln, Spaziergänge, jassen, turnen etc. mitmachen, da will sie gar nicht. Sie sei lieber alleine.

Offline frankenpower41

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Re: Altenpflege
« Antwort #253 am: 09.03.18, 08:54 »
Vorläufig bleibt sowieso erst mal nur abwarten.
Wenn sie wieder daheim ist, vermute schon dass sie das will, ihr Mann ist ja auch dort, dann wird man sehen.
Gibt es bei Euch so was wie Reha/'Geriatrie?  Bei uns hier kommen viele alte Menschen wenn sie nach KKH geschwächt sind dorthin. Voraussetzung ist allerdings auch dass sie mitmachen.  Da kamen hinterher schon oft alte Menschen wieder mit neuen Kräften wieder heim von denen man das nicht dachte. 
Wir haben einen Verpächter (81), der nach Sturz dorthin kam. War nichts, aber er kam damals vorsorglich ins KKH. Der konnte sich daheim schon länger nicht mehr gut versorgen und laufen, der schwärmt direkt wie toll die dort waren und was er alles wieder kann. Wenn er das gewusst hätte, dann wäre er schon längst mal dorthin, er sollte mal anderswo hin zur Reha und wollte nicht, weil er schlechte Erfahrungen gemacht hatte.
Wenn Du baden und Pflege nicht kannst oder willst, dann kann ja Pflegedienst ins Haus kommen.

Offline gammi

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Re: Altenpflege
« Antwort #254 am: 09.03.18, 09:18 »
Ist Tochter - Mutter nicht ein anderes Verhältnis, als ST - SM? Gut, ich möchte auch meine Mutter nicht pflegen, "Gott bewahre". Ich denke aber auch, es kommt auf das Verhältnis zueinander an.


Bei meiner Schwiegermutter ist es mir leichter gefallen. Bei meiner Mutter könnte und wollte ich es auch nicht...................

Zuzusehen wie abgebaut wird fällt mir auch bei meinen Eltern schwerer als bei meiner Schwiegermutter oder bei den Tanten/Onkeln von meinem Mann. Bei denen war ja auch in in der Betreuung, allerdings nicht Pflege.
Enjoy the little things

 


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