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Autor Thema: Standesamt  (Gelesen 4863 mal)
Stadtkind
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« Antwort #15 am: 07.02.09, 07:34 »

Hallo,

vielleicht sprichst Du einfach nochmals mit dem Brautpaar. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie einfach nur ihr Verständnis für Euch nicht richtig rübergebracht haben, so nach dem Motto "verstehe schon, dass ihr nicht zum Polterabend, Standesamt und Kirche kommt, weil eben die Fahrt so lang ist und du schwanger bist". Ich denke wenn es einen Polterabend gibt, kann man ja dort feiern und in der Kirche richtig gratulieren. Nach der Kirche kann man ja auch ein, zwei Spiele machen und Sektempfang.

Ist zwar ein bisschen komisch so ohne Gäste am Standesamt, aber wenn die beiden das so wollen, muss man das wohl akzeptieren... Vielleicht wollen Sie auch den finanziellen Rahmen klein halten ohne 3 Feste (Poltern, Standesamt, Kirche)....

Viele Grüße
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streifenigel
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« Antwort #16 am: 08.02.09, 15:21 »

Tja, habe heute mit denen nochmals persönlich gesprochen. Schwager hat sich komplett rausgehalten, und seine Freundin pochte auf den Traditionen rum, das es bei ihnen nicht so üblich ist etc. Mein Mann hat sich nun entschieden nicht hinzugehen, da er das Gefühl hat von ihr unerwünscht zu sein und das sein Bruder nicht seine Meinung äußert Undecided Mein anderer Schwager wird wahrscheinlich nun auch nicht hingehen...

Nächstes Problem ist: dort wird keinen Girlande für das Haus des Hochzeitpaares noch für die Gastwirtschaft gemacht. Nun wollten sich hier welche zusammenschließen und es machen. Denn mein Schwager hat hier bei JEDEM bei der Girlande mitgeholfen und daher sieht das Dorf als selbstverständlich an, das von hier aus eine gemacht wird. Das will sie nicht/oder sie beide (da er nichts gesagt hat, war es schwer rauszukriegen). Sie wollen die Girlande selber binden!!!!!

Kennt jemand von euch das? Hier heißt es, es bringt "Unglück" sie selber zu machen. Gut, ist zwar Aberglauben, aber es sind hier doch einige vor dem Kopf gestoßen, das sie es nicht machen dürfen. Sie hätten es verstanden, wenn sie es aus "ihrer" Tradition her gar nicht wollen. Aber selber binden finden hier alle ziemlich seltsam.

Naja, ändern kann man ihre Meinung nicht. Aber ich habe schon die Befürchtung wie Maja, das er es im Grunde her möchte, da er mit der größte Planer bei anderen Hochzeiten war. Und das nun bei seiner Hochzeit gar nichts gemacht werden soll finde ich mehr als seltsam ... Aber wir müssen wohl ihren Wunsch akzeptieren  Embarrassed
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Stadtkind
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« Antwort #17 am: 08.02.09, 16:45 »

Hallo,

das ist alles ein wenig seltsam, aber wenn die beiden oder sie sich dass so ausdrücklich gewünscht haben, muss man das wohl akzeptieren. Es soll ja ihr schönster Tag im Leben sein und nicht nur nach den Vorstellungen der Gäste gehen....

Das einzigste, was ich mir noch vorstellen kann, ist dass sie sich tierisch vor den Spielchen fürchtet, weil evt. Wohnung ein wenig verwüstet sein könnte (auch wenn es nur Konfetti und Luftschlagen oder -ballons sind).

Grüße

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streifenigel
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« Antwort #18 am: 09.02.09, 14:55 »

@ Stadtkind:
"angeblich" sind Spielchen da auch nicht üblich ... und will sie bzw. ihr Vater auch nicht, weil das ja ihre Planung durcheinander bringt und sie einen strikten Zeitplan haben ....  Roll Eyes

Aber da müssen sie wohl durch  Grin wir lassen uns ja viele Bräuche nehmen, aber das das nicht üblich ist kann ich mir eigentlich beim Besten Willen nicht vorstellen. Haben da schon paar nette Ideen  Cheesy
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Annette
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« Antwort #19 am: 09.02.09, 16:56 »

Zur grünen Hochzeit ist es bei uns so üblich, das die Kränze für Kirche, Kneipe und Zuhause von den Nachbarn gebunden werden - und zwar beim Brautpaar. Das Kranzbinden findet übrigens dann statt, wenn "Zeit" dafür ist, vor oder nach dem Polterabend bzw. Standesamt. Angebracht werden sie morgens am Tag der kirchlichen Hochzeit.

 Zu den anderen Hochzeitstagen werden die Kränze in der Nachbarschaft gebunden und die Brautleute warten brav  Grin zu Hause, bis es draußen vor der Türe zu rumoren beginnt.

Was die vielen Spiele auf der Hochzeitsfeier angeht, bin ich auch immer etwas skeptisch - egal ob grüne, silberne oder sonstiger Anlass. Wenn jeder (Geschwister, Freunde, Kartenclub, Nachbarn u.s.w.) etwas aufführt, kann man das Feiern eigentlich gleich in die Tonne knicken. Ist man/frau gerade so schön in Fahrt  Cool Cool taaaaTaaaaaaa und schon wieder irgendetwas  Undecided. Ich meine ja nicht, das gar ncihts aufgeführt werden soll, aber man sollte schon im Vorfeld etwas rumhorchen, wer alles etwas plant.

Auf unserer Hochzeitsfeier hat keiner irgendwelche Spielchen gemacht, das fand ich persönlich richtig toll. Da ich sehr gerne tanze - und als Braut ist frau doch irgendwie sehr gefragt - war es für mich einfach klasse.

 Dafür hatten es halt die Geschenke zum Teil richtig in sich  Shocked Shocked Shocked. Außerdem war es bei uns zu der Zeit richtig in, das die Wohnung auf den Kopf gestellt wurde - bei uns tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes.  Cry Cry Cry Aber das haben wir ja erst nach der Feier erfahren - wenn ich daran denke, könnte ich heute noch schreien. Falls irgendwer noch Tipps für gemeine Späße braucht (und Wackelpudding in der Badewanne gehört noch zu den harmloseren), ich geb gerne Auskunft.

LG Annette

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Lieber auf neuen Wegen stolpern, als in alten Bahnen auf der Stelle treten. (H.Hesse)
Sasa
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« Antwort #20 am: 09.02.09, 18:05 »

Also, das mit der Girlande ist schon recht seltsam...

Aber, meine Schwiegermama stammt ja gebürtig aus Hamburg. Daher gibts dort auch Verwandtschaft von ihrer Seite her.  Bei den Hochzeiten, bei denen wir waren, herrschte auf den Standesämtern  ein Gedränge wie auf dem Verschiebebahnhof. Die Trauungen fanden wirklich im 20-Minuten-Takt statt, danach "flog" das Brautpaar samt Gefolge im - null-komma-nix aus dem Trauzimmer, die Nächsten warteten schon...also, sehr gewöhnungsbedürftig...

Bei einem Standesamt- ich glaube, Eimsbüttel war es, war es vor 3 Jahren auch streng verboten, irgendwelchen Unsinn, wie Reiswerfen, Stämme sägen, Transparente entrollen zu veranstalten..schnell gratulieren und nichts wie weg, sonst gabs gleich Ärger mit dem Portier... Roll Eyes
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Stadtkind
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« Antwort #21 am: 09.02.09, 18:38 »

Hallo,

ich glaube vor den katholischen (!???) Kirchen ist es aufgrund von dem Hungerproblem auf verschiedenen Kontinenten in der Welt verboten oder zumindest nicht gerne gesehen, wenn Reis geworfen wird (muss man ja auch wieder aufkehren).

Kann mich mal jemand aufklären was ihr mit den Kränzen meint? Ich kenne das grüne Ding an der Haustüre, den zu Advent und sonst keinen.

Ich glaube im Bayrischen schmückt man die Wohnung der Brautleute mit einer Wäscheleine an der Babysachen hängen, dann noch ein bisschen Blödsinn in der Wohnung (Schlüssel suchen, Konfetti oder so) und man markiert mit weißer Kreide den Weg von ihrem Elternhaus zu seinem (auf der Strasse).

Grüße
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Annette
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« Antwort #22 am: 10.02.09, 22:00 »

@ Stadtkind

bei Hochzeiten wird ein Seil/Strick/Tau genommen und mit Grünzeug je nach Jahreszeit und Geschmack eingebunden. Da wir im Sommer Hochzeit hatten bekommen wir immer (bisher jedenfalls Wink ) Eichenlaub. Sonst wird meistens Tannengrün verwendet. Unsere angeheiratete Nichte wollte vor der Haustür einen aus Buchs, den hat sie auch bekommen. Diese werden je nach Anlaß mit farblich entsprechenden Schleifen dekoriert oder Porzellan zum 20. HT und um die Haustür angebracht. Eigentlich ist es ja tatsächlich eher eine Girlande als ein Kranz, aber bei uns sagt man halt Kranz.

LG Annette
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