Autor Thema: Alzheimer und Demenz  (Gelesen 46300 mal)

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Offline Steinbock

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #180 am: 23.01.17, 09:23 »
Ich bin derzeit mit meiner SM auch sehr beschäftigt, sie ist mittelgradig dement und
war grad für ein paar Tage im KH (wegen etwas anderem).

Ich wollte grad mal einwerfen, dass Demenz im höheren Alter oft auch einen großen
Anteil an Depressions-Symptomen hat. Es ist oft so eine Mischform aus Vergesslichkeit,
Antriebslosigkeit, Verbergen der Defizite, gespielte Aktivität/Normalität, Verlegen/Verstecken
von Alltagsgegenständen, usw.

Ein Drama...

Elisabeth
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Online frankenpower41

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #181 am: 23.01.17, 09:39 »
Deine Beschreibung bringt es auf den Punkt.

Offline Mucki

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #182 am: 23.01.17, 17:43 »
so nun ist mal wieder alles anders gekommen wie geplant , meine Mama mußte Heute kurzfristig aus dem KH raus da sie des Bett brauchten, soll aber nächsten Woche Mittwoch wieder rein , die Ärztin sagt das die Tabletten für die Läukemie ned anschlagen, und nun bekommt sie die Chemo über infusieonen, aber auch dies schlagen nicht richtig an so wie es aussieht wirken die Mittel nicht mehr bei ihr, des heißt das sie den kampf über kurz oder lang verlieren wird.

Nun haben wir sie hir bei uns im Gästezimmer untergebracht, weil die Pflegerin könnte früherstens nächte Woche da sein ,da muß Mama aber schon wieder ins KH und wir wissen nicht für wie lange.

Also muß sie ich nun damit abfinden erst mal bei uns zu wohnen, ist ned einfach weil sie will wieder nach Hause.

Hab ihr nun Wolle und Stricknadeln gegeben und nun strickt sie Socken für ihren Enkel,(der ihr erzält hat das er an den Füßen friert  ;) )  sie zält nun eifrig mit rechts/links. Hoffe es bleibt alles so friedlich .

lg Mucki
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Offline annelie

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #183 am: 23.01.17, 19:53 »
Alles Gute Mucki
Liebe Grüße
Annelie
Die größte Entdeckung meiner Generation ist, dass der Mensch nur durch Änderung seiner Einstellung sein Leben ändern kann
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Offline Milli

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #184 am: 23.01.17, 20:08 »
Hoffe es bleibt alles so friedlich .
lg Mucki

Liebe Mucki das wünsch ich dir auch,starke Nerven für dich.  :-*

LG milli


Offline gammi

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #185 am: 23.01.17, 21:35 »
Ja, oft kommt es anders als man denkt. Ich wünsche euch auch alles Gute für die kommende Zeit.

Dass es auch Kurzzeitpflegeplätze zur Überbrückung gibt wirst Du ja vermutlich wissen.
Enjoy the little things

Online Margret

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #186 am: 28.02.18, 10:20 »
Hallo,

neulich in einem Arztvortrag (Neurologe) gab es viele Informationen. Es war sehr interessant; die von ihm eingeplante Zeit reichte längst nicht aus.   
Vieles war mir aber sehr bekannt aus den Heften der Alzheimerhilfe,  die recht gut gemacht sind und die wir uns vorab angesehen haben.
Wenn man sie vorliegen hat,  kann man immer wieder was nachlesen.

Was ich schockierend fand:  Demenz ist längst im Körper seit 15-30 Jahren (!) da, bevor sie bemerkt wird durch Auffälligkeiten.  Das ist mit das größte Problem an dieser Krankheit.  Wenn man sie bemerkt,  ist sie schon weit fortgeschritten. Und was zerstört ist, kommt ganz sicher nicht wieder. Medikamente wirken (wenn überhaupt) nur bei noch intakten Nervenzellen und können die Signalübertragung ggf. noch leicht verbessern. Im günstigen Fall können Medikamente das Fortschreiten verlangsamen und dadurch kann relative Selbständigkeit länger erhalten werden.
Körperliche Aktivitäten seien wichtig (Aktivierung des Kreislaufes führt zur Verbesserung der Hirnleistung).

Es wurde dringend empfohlen, sich an die Pflegestützpunkte des Landratsamtes zu wenden für eine Beratung.
Erster Ansprechpartner sei der Hausarzt.

Interessant fand ich auch die höhere Empfänglichkeit von Demenzkranken für Begleitstörungen wie
Depression (1,9 fach höher),  Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschl. Schlaganfall (3,1 fach höher) und  Oberschenkelhalsbruch wegen Schwindeln (2,3 fach höher).   

Margret

Offline Steinbock

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #187 am: 01.03.18, 09:16 »
Das ich schockierend fand:  Demenz ist längst im Körper seit 15-30 Jahren (!) da, bevor sie bemerkt wird durch Auffälligkeiten.  Das ist mit das größte Problem an dieser Krankheit.   
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Offline Luxia

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #188 am: 12.04.18, 17:31 »
Hallo,

Jetzt ist es soweit. Meine Mutter hat in den letzten Wochen mental sehr abgebaut und in der Tagespflege, die sie seit einigen Monaten von montags bis samstags besucht, wurde uns geraten, dass es kritisch wird sie abends und nachts alleine zu lassen. Nach langem Zögern hat mein Bruder dann endlich den Antrag fürs Pflegheim der Alzheimer Vereinigung abgeschickt und schon nach kurzer Zeit einen Platz bekommen. Am Freitag wurde ihm Bescheid gesagt, gestern waren er und ich zur Besprechung und Besichtigung und am Montag soll unsere Mutter dort einziehen.

Jetzt kommt aber das grosse Problem: Wie sagen wir ihr es, dass sie von zuhause ausziehen muss?
Da die Beziehung zwischen meinem Bruder und der Mutter eher gereizt ist, soll er sich bei der Mitteilung zurückhalten. Ich habe gesagt, dass ich es ihr beibringen möchte, aber ich weiss auch nicht genau wie. Problem ist, dass ich ja sehr weit weg von zuhause bin und erst am Sonntag mittag da sein kann. Vielleicht beruhigt mein überraschender Besuch sie etwas oder sie realisiert nicht so ganz, was mit ihr passieren soll. Ich würd mich freuen, wenn ich mit ihr zusammen dann überlegen könnte, welche Erinnerungsstücke sie mitnehmen möchte.

Wie habt ihr euren Eltern oder SE gesagt, dass sie ins Pflegheim kommen? Knallhart und ehrlich oder mit Notlüge? 
Reagieren tut wohl jeder anders. Es ihr sagen und sie nachher zurücklassen, ist auch nochmal eine schwierige Etappe. Mein Bruder war sehr erschrocken über die Mitbewohner, bei denen die Krankheit doch schon weiter fortgeschritten ist. Mir fällt es bis jetzt leichter, da ich die grosse Entfernung dazwischen habe.
Liebe Grüsse

Offline ELLI47

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Re: Alzheimer und Demenz
« Antwort #189 am: 14.04.18, 19:29 »
Hallo
das ist sehr schwierig,meine Mutter kam nach einem Krankenhausaufenthalt ins Heim.
Anfangs war es sehr schwierig.
Ich möchte nicht schreiben,was alles im Heim gemacht wurde,vor allem Nachts.
Dann ist sie dreimal weggelaufen,ist einmal sogar bei ihrem Haus angekommen.
Mein Bruder rief mich an,weil er nicht der böse sein wollte.
Sie war immer der Meinung das sie morgens mit dem Fahrrad kam und abends wieder fuhr,wir haben sie bei der Meinung gelassen.

Nach 3 Monaten war sie angekommen, und hat 5 Jahre zufrieden da gelebt.
LG Elli
Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
    
        Elli

 


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