Autor Thema: Von Wohnungssuche....Bruchbuden....und Traumwohnungen...  (Gelesen 1372 mal)

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Offline reserlTopic starter

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Hallo,

ich bin noch meinen "Abenteuer"-Bericht von meinem Besuch bei meiner Tochter In Haarlem schuldig. 8)

Schon lange habe ich geplant, dass ich nach dem BT-Wochenende in Gießen von dort weiter zu meiner Tochter nach Holland fahre und sie für drei Tage besuche.
Damals bin ich noch ganz naiv davon ausgegangen, dass sie ab November in einer neuen Wohnung ist und ich dann dort auch übernachten kann.

Dann kam alles ganz anders.
Regina wohnte bis Ende Oktober in einer Mädels-WG in Amsterdam. Von Anfang an war klar, dass sie ab November eine neue Unterkunft braucht, weil eine der jungen Frauen dann wieder von ihrer Reise aus Thailand zurückkommt.

Meine Tochter hat sich die Wohnungssuche in Holland auch einfacher vorgestellt. Schnell war ihr klar, dass es nicht günstig ist...in Amsterdam zu wohnen und in Haarlem zu studieren, weil die Wege dann doch zu weit sind und die Kosten für die tägliche Bahnfahrt zu hoch sind.

Also war klar: Eine bezahlbare Unterkunft in Haarlem wird gesucht.
Aber das war schwieriger als gedacht. Wohnungen....noch dazu bezahlbare....sind Mangelware. :-[
Sie hat auch eine Agentur eingeschaltet....aber das brachte auch keinen Erfolg.
Wenn sie Wohnungen besichtigen konnte...waren dort immer viele Bewerber und sie kam dann letztendlich auch nicht zum Zug.

So war sie ab November praktisch "wohnungslos". :-[
Die ersten Tage konnte sie bei Studienkollegen übernachten....ab Sonntag haben wir uns dann gemeinsam in ein Hotel in Haarlem einquartiert. ::) 8)

Sie hat mich dann schon damit begrüßt...dass sie nun ein Zimmer in Aussicht hätte...in die sie sofort einziehen könnte. Eine weiterer Besichtigungstermin wäre erst am 14. November...

Als ich einen Tag später das Zimmer sah....war mir ehrlich gesagt....zum Heulen zumute. :-[ :-X
Am liebsten hätte ich meine Tochter eingepackt und wär mit ihr auf der Stelle nach Hause gefahren. ::)

Ich habe dann noch mit einem holländischen Bekannten von uns telefoniert....der mir aber auch dringend geraten hat...zuzuschlagen. ::)...Studentenunterkünfte sind dort einfach Mangelware...

500 Euro für ein sehr abgewohntes Zimmer mit "Klodusche" und einer "Küche" (die den Namen nicht wirklich verdient) ...die sie sich mit ihrer slowakischen Nachbarin teilen muss. Im "Bad" gab es nicht mal ein Waschbecken.
Das Zimmer war über eine abenteuerliche Treppe zu erreichen. ::)

Die Lage war aber super... 8)....und so haben wir nach einigem Hin und Her beschlossen, das Beste draus zu machen...Es blieb uns auch nicht wirklich eine Wahl. 8)
Die türkischen Vermieter waren auch recht kooperativ.
Einen Tag später haben wir das Zimmer weiß gestrichen, eine Türe wurde ausgetauscht, sie bekam einen neuen Kühlschrank und so hat alles schon wieder viel freundlicher ausgeschaut.
Einen Schrank, eine Matratze und Regale konnte sie vom Vermieter übernehmen.

Meinen Besuch in Holland habe ich dann noch zwei Tage verlängert und in dieser Zeit haben wir auch alle ihre Sachen, die bei Freunden so verstreut waren wieder zusammengesammelt.

Zuletzt war ihr Zimmer ganz gemütlich ...auch wenn alles doch ein ziemlicher "Kompromiss" war.  ;)
Tisch und Stuhl fehlten noch...
Aber gut....sie hatte endlich ein Dach über dem Kopf ....Einkaufsmöglichkeiten vor Ort...den Bahnhof fast vor der Haustür und die Uni fußläufig zu erreichen. 8)


Ich bin mit gutem Gefühl heimgefahren

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.....und jetzt kommt die Pointe. 8) 8) 8)


Seit gestern steht fest: ab Dezember zieht sie in eine neue Wohnung. ;D
Als sie mir das vor drei Tagen andeutete....war ich erstmal platt ::)

Sie hat den Besichtigungstermin für die andere Wohnung  aus Neugierde doch noch wahrgenommen und es hat einfach alles gepasst. :)
Beim Termin waren sie zu neunt und sie hat letztlich den "Zuschlag" bekommen.
Jetzt war guter Rat teuer...

Glücklicherweise konnte sie sich mit dem jetzigen Vermieter im Guten einigen und so kann sie Anfang Dezember in ihre "Traumwohnung" ("O-ton") mit ordentlicher Küche und Bad umziehen.

Die beiden Wohnungen sind nur 500 m voneinander entfernt.
Die neue Wohnung ist vollständig möbliert und kostet auch noch 110 Euro weniger. ;)
Jetzt wohnt sie dann mit einer jungen Holländerin, mit der sie sich auf Anhieb gut verstanden hat, in einer Wohngemeinschaft. :)

Ich freue mich mit ihr und hoffe...das dann tatsächlich alles so glatt geht..und sie endlich eine Bleibe hat...in denen sie sich hoffentlich die nächsten vier Jahre wohlfühlt.  :)



In den letzten Tagen habe ich viel von den verschiedensten Erfahrungen bei der Wohnungssuche für "Studentenbuden" gehört. :-[ ::)

Was habt Ihr da schon alles erlebt?




lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Offline gina67

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Hallo Reserl
meine Tochter hat 2006 ihr Studium in Freiburg begonnen. Sie war da nachgerückt und bekam Mitte September Bescheid, dass es Mitte Oktober los geht. Ursprünglich wollte sie die über 700 km lange Strecke mit ihrer Freundin fahren und dort eine Wohnung suchen.  Aber die Eltern der Freundin wollten nicht, dass die Mädchen alleine dahin fahren. Und deshalb bin ich mit meiner Tochter hingefahren.
Die Mädchen wollten in einem Hostel übernachten, dass hatte meine Tochter da gebucht. Als wir dort an kamen, gab es keinZimmer in diesem Hostel, nur ein Gemeinschaftszimmer mit 6 Männern. Das wollten wir natürlich überhaupt nicht. Zu diesem Hostel gehörte auch ein Campingplatz und dort konnten wir uns einen Wohnwagen mieten.  Das war unser Glücksfall. Es arbeitete eine Studentin dort und die gab uns Tipps, wie wir am besten vorgehen. Außerdem konnten wir dort Räder leihen.
So waren wir am anderen Morgen beim Studentenwerk, die gaben uns eine Handvoll Adressen wo wir Wohnungen anschauen könnten.
Gleich die erste Wohnung war toll, es wohnte ein Student aus Hamburg drin und machte uns sofort Hoffnungen. Er dürfte über seinen Nachmieter mitentscheiden und wir hätten doch eine norddeutsch gefärbte Sprache. Meine Tochter war sehr zuversichtlich. Wir haben dann trotzdem die anderen Adressen abgeklappert. Das war alles nix. Dann sind wir wieder zum Studentenwerk hin. Da sitzt ein junger Mann bei der Mitarbeiterin und erzählt, dass der eine tolle Wohnung gefunden hätte. In der und der Straße und der Vormieter wäre ein Hamburger. Meine Tochter hatte schon Tränen in den Augen, war das doch die Wohnung die sie unbedingt wollte.
Wir bekamen dann noch mehr Adressen und auf dem Campingplatz eine Zeitung in der jede Menge freie Zimmer zu vermieten waren. Da haben wir abends dann noch Besichtigungstermine abgemacht.
Am anderen Tag sind wir wieder losgeradelt. Ich glaube wir haben über 20 Wohnungen angesehen, manche waren wirklich Wohnklos.
Unsere vorletzte und letzte Besichtigung hatten wir in einem großen Wohnblock. Eine Wohnung war ganz unten, hatte nur ein Fenster zum Norden. War stockdunkel und winzig klein. Das Bett war bis unter die Decke hochgezogen, der Schreibtisch war darunter. Wenn man schlafen wollte, musste man das Bett auf den Schreibtisch abseilen. Der Makler merkte schon, dass wir ziemlich am Ende waren mit unseren Nerven. Da meinte er doch glatt, wenn wir nichts finden würden, könnte meine Tochter gerne übergangsweise bei ihm wohnen. Und das war so ein richtig schmieriger Typ. Wir haben uns dann ziemlich mutlos die letzte Wohnung angesehen. Da hatte eine serbische Studentin einen Nachmieter gesucht. Die Wohnung war richtig toll. Ganz hell mit 2 Balkonen. Aber wir waren bestimmt mit über 20 Personen bei der Besichtigung. Zu unserem Glück hatte die Serbin nicht erwöhnt, dass nur Studenten und Azubis dort wohnen durften. Und dann waren fast alle Bewerber weg. Wir haben ihr dann unsere Handynummer gegeben und wir waren noch nicht weit geradelt, da rief sie an, dass meine Tochter die Wohnung bekommen könnte.
Mein Mann musste dann einen Steuerbescheid und einen Nachweis über eine Haftpflichtversicherung schicken. Das war schon etwas schwierig, aber das nette Mädchen beim Campingplatz hat uns eine Faxnummer gegeben. Und am anderen Tag konnten wir alles unterschreiben. Wir waren fix und fertig als wir wieder zu Hause waren.
Wenn die Mädchen alleine gefahren wären, hätten sie das nicht geschafft.
LG Gina

P.S.
im selben Block in der dunklen Unterwohnung ist dann später ihr späterer und immer noch Freund eingezogen

Offline AnniH

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Reserl, wir sind ja nah an der hiesigen Universitätsstadt, nach dem immer mehr Studiengänge von München nach hier verlagert werden, der Wohnungsbau für Studenten nicht wirklich vorwärts geht, gibt es kaum mehr bezahlbare Wohnungen.
Jedes Jahr aufs Neue besichtige ich Wohnungen für Freunde und Bekannte ,deren Kinder hier studieren wollen, ich könnte mal einen Bildband erstellen ,es würde ein Gruselbilderbuch werden , 40 qm ein Zimmer vollgestopft mit alten zerschlissenen Polstern , Resopalküche und so alten Gummiboden, Kellerzimmer mit Waschbecken, 20qm mit Bett zum aufklappen, damit man sich rühren kann , alles für mtl.400 . 600 € plus Nebenkosten, alte Bauernhäuser etwas außerhalb werden innerhalb der Studenten sofort weiter vermietet , echte Schandflecke, ies ist zum Fremd schämen.
 Für Studenten die ein Auto besitzen ist es eher möglich etwas zu finden , aber nicht ideal , weil die Vorlesungen sehr unterschiedlich sind.

Offline Tina

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@reserl:
unsere Tochter hat auch in Holland (Deventer) studiert und die Wohnungen oder WGs waren nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen.
Sie hat 2002 angefangen zu studieren und hat sich vorher ein Zimmer über Internet besorgt, da sie ein halbes Jahr in Kanada war.
Das war eine Dreizimmerwohnung in einem Wohnblock mit gem. Küche und Bad und mit zwei Mitbewohnern. Als sie denn da gewohnt hat, hat sie sich in einer WG ein Zimmer gesucht, unterm Dach mit Dusche für alle Mitbewohner (es gab oder gibt so Duschmodule, die man einfach hinstellen kann, braucht man einen Abfluß und Wasseranschluß) unterm Dach, WC ein Stockwerk tiefer und Waschbecken und Waschmaschine  auch unterm Dach. Ich habe die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Mittlerweile weiß ich auch, das die Wohnverhältnisse in den Niederlanden nicht unbedingt mit den unseren  zu vergleichen sind.
LG
Tina

Offline reserlTopic starter

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Danke für Eure Berichte! :)

@Inga:  Oh Mann...da habt Ihr ja auch eine sehr abenteuerliche Wohnungssuche hinter Euch! :o
Da klingt das unsere ja noch harmlos. ::)
Als Eltern mussten wir auch keinen Einkommenssteuerbescheid oder eine Schufa-Auskunft vorlegen.
Bei einer Freundin von Regina...die letztes Jahr eine Wohnung in München mietete...war dies auch  Voraussetzung. ::)

Ich habe mir das nicht so vorstellen können...wie schwierig es ist eine Studentenwohnung zu finden. Seit ich "unsere Geschichte" im Bekannten- und Kollegenkreis erzähle...höre ich immer wieder solche Storys. :-\

Meine Nichte dagegen hatte großes Glück. Ich weiß nicht....wie sie es gemacht hat...aber sie hat sich im Frühjahr in fünf Studentenwohnheimen in Regensburg um einen Platz beworben und hat von vieren (!!) eine Platzzusage bekommen. ::)
Sie war wohl da sehr zeitig dran...


@AnniH:  Ohja....inzwischen kann ich mir die Bilder in so einem Gruselbildband gut vorstellen. ::) :-\
München/Freising ist schon eine sehr begehrte und teure Ecke. :-\
Für Studenten mit entsprechend kleinem Budget wird das umso schwieriger. :-[


@Tina: Als ich das Zimmer das erste Mal gesehen habe....war ich auch vollkommen perplex. :-X  Aber Regina meinte da schon...recht viel mehr Standard hätten ihre Studienkollegen rundrum auch nicht...Kompromisse müsse man halt machen. ::)
Die Wohnverhältnisse in den Niederlanden sind tatsächlich auch noch mal ganz anders als bei uns....da hast du recht...das haben uns auch unsere holländischen Bekannten bestätigt.

lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Offline Solli

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Die Wohnverhältnisse in den Niederlanden sind tatsächlich auch noch mal ganz anders als bei uns...
Keine Sorge, da kommen wir auch noch hin. Die Politik tut ja alles dafür.
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Offline Rohana

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Klar, Politik ist schuld und nicht die xtausend Studierenden die jedes Jahr MEHR anfangen, genauso wie die Politik daran schuld ist dass jedes Jahr xtausend Lehrstellen unbesetzt bleiben und die Politik... naja wurscht.

Ich habe mein ganzes Studium lang auf 17,5 qm gewohnt, mit 400 Parteien im Hochhaus, übers Studentenwerk. Kleine Wohnung, kleiner Preis - und meine ersten eigenen vier Wände habe ich heiss und innig geliebt  ;D man glaubt gar nicht was auf 17,5 qm alles möglich ist! ... aber das ist auch wieder 15 Jahre her...

Offline Solli

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Klar, Politik ist schuld ....
Ich habe mein ganzes Studium lang auf 17,5 qm gewohnt ..............aber das ist auch wieder 15 Jahre her...
Scheinbar hast du die letzten 15 Jahre auf dem Mond gelebt, anders kann ich mir deine Antwort nicht erklären.
In den letzten zehn Jahren sind die Mieten in den Städten explodiert, mittlerweile ausgeweitet bis aufs Land. Mietsteigerungen bis 300 Prozent an der Tagesordnung. TROTZ Mietpreisbremse. Dagegen wurden sozialverträgliche Wohnungen privatisiert, abgerissen oder rückgebaut. Ich glaube die Anzahl der Studenten ist da eher das kleinere Problem.
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Offline Rohana

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Von den 15 Jahren hab ich 10 an der Uni verbracht und Studierende und Promovierende betreut  ::) 

Offline Maria

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Hallo,
wir sind ja jetzt auch unter den Suchenden in Freising Weihenstefan...
Unserer Regina hat sich schon einiges angeschaut ist aber leider nciht zum Zug gekommen.
Dann hätte Sie ein Zimmer bekommen, 11qm 450Euro, das war dann sogar Ihr zu teuer und die 2 Mädels die noch in der WG waren, hm wie soll ich sagen, das hätt nicht so gepasst meint sie.
Nun hat sie sich heut noch eins angeschaut, qm weiß ich nicht, aber 350 Euro mitten in der Stadt und wenn Sie zusagt bekommt sie es.
Sie hätte ja die Möglichkeit zu fahren, aber jeden Tag ist Ihr zu stressig und öffentlich ist Sie eineinhalb stunden einfach unterwegs.
Schau ma mal dann seng mas scho.

schönen Tag noch und viel Erfolg mit der Suche!

Offline saba

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Re: Von Wohnungssuche....Bruchbuden....und Traumwohnungen...
« Antwort #10 am: 21.11.17, 11:23 »
Meine ältere Tochter machte in ihrem Studium ein Auslandssemester in Irland/Dublin, gemeinsam mit zwei Studienkollegen.
Geraten wurde ihnen damals erst vor Ort eine Wohnung zu suchen. So machten sie es auch. Nahmen sich erst ein billigeres Hotelzimmer (eines gemeinsam mit den jungen Herren  8) - war somit günstiger) und machten sich sofort an die Suche und hatten auch Glück (mit der Wohnung insgesamt, naja). So vier Besichtigungen wenn ich mich recht erinnere, wobei die vierte Besichtigung erfolgreich war, jedoch nur, weil sie um eine Stunde früher dran waren. Sie bekamen sofort den Zuschlag, schnappten sozusagen jemandem die Wohnung weg. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, so war wohl die Devise dieses Vermieters.
Zur Wohnung selbst: Als mich meine Tochter informierte, dass sie nun eine Wohnung gefunden hätten, Lage auch ganz OK, ruhige Straße war ich echt froh. Wie sie mir dann jedoch erzählte, dass ihr Zimmer kein Fenster hätte, und äußerst klein war, war ich geschockt. Ich sagte ihr, du musst nachts unbedingt die Tür offen lassen, sonst erstickst du doch da drinnen. Nein, sagte sie, wäre nicht notwendig, die Türe hat unten ohnehin einen so großen Spalt, also das Türblatt reicht nicht bis zum Boden runter, da käme genug Luft rein. Außerem ziehts bei den Fenstern im Wohnraum herein, frische Luft habe sie genug.
Ihre beiden Mitbewohner hatten normale Zimmer, sie hat sich also geopfert, diesen Abstellraum (Bett hatte Platz, nix sonst  :P), was anderes war es nicht, zu nehmen. Dafür zahlte sie einen geringeren Anteil der Miete, die war 1000 Euro pro Monat.
Möbliert mit sehr abgewohnten Möbeln, also kaufte sich jeder eine neue Matratze bei Ikea.  ;D

Hätte nicht geglaubt, wie es dort war, wenn ich es nicht selber gesehen hätte, denn ich habe sie mal besucht. Für ein halbes Jahr ging es.
Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück!

 


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