Autor Thema: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?  (Gelesen 14116 mal)

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Offline naima

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #120 am: 06.10.18, 10:32 »
Ich würde so eine Wohnanlage so bauen, dass jeder seine eigene Wohnung hat und es für die gemeinsamen Essen usw. eine große Gemeinschaftsküche und gemeinsam genutzte Räume gibt, wo man mit allen Leuten essen kann.

Das würde mich auch besser gefallen.

Offline frankenpower41

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #121 am: 06.10.18, 10:53 »
Das sehe ich auch so, man muss da  schon sehr tolerant sein. Gerade wenn man sein Leben lang selbständig war und sich nirgends rechtfertigen musste,  ist das nicht einfach.
Die Mutter  (86) einer engen Freundin von mir ist seit einigen Monaten im Pflegeheim. Tagespflege und daheim ging nicht mehr (Demenz und große psychische Belastung für die Familie der Tochter. Sie lebte vorher nicht bei ihnen und war bevor sie ins Heim kam 5 Jahre bei ihnen).
Jetzt krieg ich mit wie manches im Pflegeheim läuft.  Sie ist mit einer unmöglichen Frau im Zimmer (so sagen auch alle die dort waren). Die Frau sagt höchstens noch Grüß Gott zu anderen und macht die Oma ständig herunter.
Anderes Zimmer für die andere Frau geht nicht (war schon bei anderen, die kamen auch nicht mit klar), weil Bezirk zahlt, da gibt es kein Einzelzimmer.   Mir geht das sehr durch den Kopf. Was da alles fällt, auch wenn die Oma dement ist, das will ich hier gar nicht schreiben.   Furchtbar. Wenn ich dran denke, dass es mir oder einen engen Angehörigen von mir auch so gehen könnte, ich weiß nicht was ich tun würde. Das Heim selber hat einen guten Ruf, aber das allein ist es eben auch nicht.
Meine Freundin überlegt schon was sie macht, aber Heimplätze sind rar und sie musste froh sein dass ihre Mutter dort unter kam.

Offline martina

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #122 am: 06.10.18, 10:57 »
So wie ich anderswo gelesen habe, werden neue Heime nur noch mit Einzelzimmern genehmigt.

So ein DZ kann ja auch gut sein, wenn man sich mit dem Zimmerpartner versteht, aber das muss wirklich passen.
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Es ist traurig, wie viele User hier nichts zu sagen haben.

Offline Tina

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #123 am: 06.10.18, 11:00 »
Ich möchte auch mal nicht in so eine Wohnanlage, mit so viel Gemeinschaft. Solange ich noch fit bin, könnte ich mir betreutes Wohnen vorstellen, wenn es nicht mehr geht, ins Heim, aber nur im Einzelzimmer.
Was ich nicht möchte, meine Kinder und Schwiegerkinder belasten und nerven, ich hab das jetzt mit SM, nein das möchte ich nicht. Und ich bitte den lieben Gott darum, das ich das später auch noch weiß.
LG
Tina

Offline mary

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #124 am: 06.10.18, 11:12 »
@Marianne,
ich hab eine  Zeit eine Frau im Heim besucht, die wohnte auch mit einer anderen Frau in einem Doppelzimmer. Hab mich oft gefragt wie sie das aushält, naja, sie hat es nicht so überaus lange  ausgehalten. :'(
Jeder ist verschieden, aber so ein wenig kommen mir Heime wie die Bahnhofswartehallen auf die weitere Reise vor- es ist schön, dass die Lebenserwartung immer höher wird- aber bei der Lebensqualität bzw. dem würdigen Älter werden, naja, da sehe ich so manches nicht gerade erbauliches.
Hab heute beim Einkaufen eine Frau getroffen, die nicht mehr selbst mit dem Auto fahren kann, Mann ist bereits gestorben, jetzt haben sie noch ihre Katze zusammengefahren, die Kinder sind irgendwo in der Welt- Familien haben  heute oft  nicht mehr viel Zusammenhalt. Enkelkinder gibt es keine.
ihre einzige Freude ist ihr wirklich bewundernswerter Garten- sie hat gemeint, wenn sie den nicht mehr machen kann, dann möchte sie gerne einen Freifahrtschein für die Ewigkeit. Sie konnte mit mir nach Hause fahren, sie meinte, den Weg zum Haus würde sie schon nach schaffen, aber die schwere Einkaufstasche- das mache ihr Beschwerden.
Ich kann mir vorstellen, die Einsamkeit im Alter muss jemand schon verkraften, da ist vielleicht so eine Wohnung in einer betreuten Wohnanlage besser- obwohl, ich hab neulich mit einer Tochter gesprochen, wo die Eltern jetzt im betreuten Wohnen leben- sie meinte, für ihre Eltern wären diese vielen Vorschriften und so ein paar Querulanten fast wie ein Sargnagel.
Kommt vermutlich immer auf die Menschen und Charaktäre an.
Mir ist heute der Buchtitel von Blacky Fuchsberger in den Sinn gekommen- alt werden ist nichts für Feiglinge.


« Letzte Änderung: 06.10.18, 11:18 von mary »

Offline frankenpower41

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #125 am: 06.10.18, 11:29 »
Es kommt ja immer drauf an wie man gesundheitlich beisammen ist.
Wir haben im Nachbarort eine Frau, die ist 93 (?), lebt noch immer allein in ihrem Haus.
Kinder schauen nach dem Rechten, die wohnen alle einige Kilometer weg.
Wenn es so läuft, dann ist es doch gut.  Auch bei meiner SM denke ich oft, wenn es mir mal so gehen wird wie ihr, dann wäre ich wunschlos glücklich. Sie kriegt (auch wenn es manchmal nervt) noch vieles mit und nimmt so halbwegs am Familienleben teil, ist geistig und auch gesundheitlich fit (auch wenn sie das manchmal anders sieht) mit ihren fast 90 Jahren und lebt seit ihrer Geburt in diesem Haus. Kann noch raus usw.
Man weiß nie was kommt.  Auch meine Eltern leben auf ihrem Hof (gehört zwar Bruder), ich denke immer andersow würde mein Vater nicht mehr lange leben.  Wenn die Umgebung dazu passt wo Nachbarn auch tagsüber welche daheim sind.  Ich möchte auch  (mein Mann meint ja immer mal wieder wenn er Differenzen mit Sohn hat anders) wenn es einigermaßen geht, hier alt werden. Andererseits denke ich auch, dass wenn ich alt bin es hier anders aussieht als jetzt.
Da kann es dann schon Problem sein, dass wir so abseits wohnen.
.
Mit fremder Person in einem Zimmer, das wäre für mich unvorstellbar. Aber das kommt dann ja auch auf den geistigen Zustand an. Menche Entscheidung kommt auch darauf an ob der Partner noch lebt und auch gesund ist.
gut, dass wir nicht wissen was noch alles kommen kann.
« Letzte Änderung: 06.10.18, 11:34 von frankenpower41 »

Offline gammi

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #126 am: 06.10.18, 13:42 »
Ich würde so eine Wohnanlage so bauen, dass jeder seine eigene Wohnung hat und es für die gemeinsamen Essen usw. eine große Gemeinschaftsküche und gemeinsam genutzte Räume gibt, wo man mit allen Leuten essen kann.
[/quote

Das war eigentlich auch mein Gedanke. Das mit dem großen Esszimmer in jeder Wohnung fand ich irgendwie komisch.
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Offline maggie

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #127 am: 06.10.18, 15:20 »
Er gilt als Pionier in der Entstehungsgeschichte sog. Alters-WGs.  Er war noch keine 50 als er mit seiner Frau nach längeren Planungen zusammen mit 8 anderen Freunden im selben Alter (und ähnlich "gestrickt") in ein größeres altes Haus zog,  das nach aufwändigen Renovierungs- und Umbauarbeiten 7 Wohnungen bot.  Dort wohnt der Stamm der Bewohner nun seit bald 30 Jahren  miteinander- Herr Scherf wird 80 dieser Tage !
Es ging ihnen um eine Art Ersatzfamilie,  da bei den meisten die Situation war,  dass die Kinder erwachsen geworden waren und "das Weite gesucht haben".    So ist relativ viel Gemeinsamkeit vorgesehen.    Die Mahlzeiten werden recht oft miteinander eingenommen als WG und  v.a auch wenn irgendwelche Gäste da sind.

Grundsätzlich finde ich die Idee klasse, könnte mir aber vorstellen, dass es schwierig ist, passende Mitbewohner zu finden.
Wenn ich mir die Marotten von mir und anderen Menschen so anschaue, weiß ich nicht, ob ich auf Dauer so eng mit anderen wohnen möchte.

da schliesse ich mich an,
da investiere ich lieber in eine kleine Wohnung mitten im Dorf - die jetzt im bau ist - kann noch vermietet werden (und wir haben oft junge leute die eine kleine Wohnung - 2,5 zi oder so - möchten, aber das gab es bis jetzt im Dorf zu wenig) -
es sind keine Altenwohnungen die gebaut werden -
sondern - altersgerecht - mit lift, das ist das wichtigste finde ich

denn wir werden diese Wohnung erst nutzen wenn wir mal nicht mehr motorisiert sind ... - was hoffentlich noch lange dauert   ::)

für s essen ist gegenüber das Gasthaus, das bis dann hoffentlich noch in betrieb ist, sonst wäre der öv nicht weit und im nachbarort hat es auch noch einige wo man essen könnte -
muss ja nicht für jeden tag sein -
« Letzte Änderung: 06.10.18, 15:22 von maggie »
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline maggie

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #128 am: 06.10.18, 15:24 »
So wie ich anderswo gelesen habe, werden neue Heime nur noch mit Einzelzimmern genehmigt.

So ein DZ kann ja auch gut sein, wenn man sich mit dem Zimmerpartner versteht, aber das muss wirklich passen.

bei uns werden auch nur noch Einzelzimmer gebaut
liebi grüess   und
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margrith  us der schwiiz

Offline maggie

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #129 am: 06.10.18, 15:26 »
Ich möchte auch mal nicht in so eine Wohnanlage, mit so viel Gemeinschaft. Solange ich noch fit bin, könnte ich mir betreutes Wohnen vorstellen, wenn es nicht mehr geht, ins Heim, aber nur im Einzelzimmer.
Was ich nicht möchte, meine Kinder und Schwiegerkinder belasten und nerven, ich hab das jetzt mit SM, nein das möchte ich nicht. Und ich bitte den lieben Gott darum, das ich das später auch noch weiß.

ich sage oft, ich weiss dass ich ins Altenheim muss, wenn es zu hause nicht mehr geht -
nur - die frage wird sein - finden meine kinder und ich den selben Zeitpunkt als den idealen/nötigen  ::)
liebi grüess   und
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margrith  us der schwiiz

Offline maggie

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #130 am: 06.10.18, 15:30 »
Ich würde so eine Wohnanlage so bauen, dass jeder seine eigene Wohnung hat und es für die gemeinsamen Essen usw. eine große Gemeinschaftsküche und gemeinsam genutzte Räume gibt, wo man mit allen Leuten essen kann.
[/quote

Das war eigentlich auch mein Gedanke. Das mit dem großen Esszimmer in jeder Wohnung fand ich irgendwie komisch.

ich habe von so einer anlage gehört, wo jede Wohnung nur eine kleine küche hat und dazu kommt eine grosse Gemeinschaftsküche mit Esstisch, das fände ich auch viel angenhemer
was soll ich mit so einem grossen Esstisch, wenn ich meist zu zweit oder gar allein bin !
liebi grüess   und
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margrith  us der schwiiz

Offline annelie

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Re: In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?
« Antwort #131 am: 06.10.18, 16:30 »

@annelie, der Unterschied ist wohl auch, ob man für jemand anderen solche Überlegungen anstellen muss- oder für das eigene würdige Altern?

Wenn man sich für das eigene würdige Altern nicht schon frühzeitig Gedanken macht, dann müssen sich irgendwann andere Gedanken drüber machen.
Ich ziehe es vor mir selber Gedanken drüber zu machen und versuchen einen machbaren Weg zu finden, dazu muß ich mich selber fragen was möchte ich und was ist realistisch und machbar. Dann kann ich hoffentlich selber für mich die Entscheidung treffen.

Neulich war ich mit einigen Mütter die ich aus Kiga und Grundschule kenne essen, alle so +/- 50ig. Unsere Kinder sind mittlerweile auf dem Weg aus dem Elternhaus. Die überlegen auch, was machen wir....
Einige werden wegziehen, in Gegenden von Bayern wo die Mieten und die Lebenshaltung günstiger sind und eine gute Infrastruktur ist. Ihre Häuser sind ohne Kinder zu groß geworden. Manche möchten ihren Kindern die Häuser überlassen, den bei uns ist es sehr schwierig für junge Leute/Familien zu bauen, bzw. bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Liebe Grüße
Annelie

 


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