Autor Thema: ASP - Afrikanische Schweinepest  (Gelesen 6951 mal)

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Offline Beate Mahr

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #30 am: 16.01.18, 12:25 »

bei einer Drückjagd auf Sauen, mein Mann war auch dabei , galt die regel wenn einer eine Bache erlegt ,
gibt es 500 € Strafe , noch Fragen ??????


Hallo

ähm ... ich dachte Bayern zahlt Abschussprämien !!!!

Siehe Video ab 1,29 Min. vom 10. Januar ...

oder hier


Gruß
Beate
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Offline Tina

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #31 am: 16.01.18, 12:29 »
Bei uns werde schon Bachen erlegt, aber keine führenden. Führende Bachen, d.h. sie betreuen keine Frischlinge (Ferkel) vom vergangenem Jahr. Wenn die entnommen werden, sind die jungen Wildschweine ohne Führung und das ist nicht gut. Ist wie bei den Menschen, wenn man den Kindern  nicht ab und an  die Grenzen aufzeigt,......
LG
Tina

Offline goldbach

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #32 am: 16.01.18, 12:35 »
"......Die Freien Wähler sehen in der wachsenden Wildschweinpopulation auch Versäumnisse bei der Staatsregierung."
Zitatende aus dem Münchner Merkur

...dabei ist der Landes-, Bundes- und Fraktionsvorsitzende im Landtag selbst Jäger und der 1. Vorsitzende von den Jägern in seinem Gebiet.
Da sollte/müsste er mit gutem Beispiel vorangehen und Treibjagden organisieren!

« Letzte Änderung: 16.01.18, 12:37 von goldbach »

Offline samy

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #33 am: 16.01.18, 12:58 »
Die ASP wird kommen. Das werden auch noch so viele Jäger nicht verhindern können.
Neben dem Totalverlust für die direkt betroffenen Bauern ist da ja auch das Problem mit dem Überleben des Virus in verarbeitetem Fleisch.
Das wird dazu führen das die anderen Länder ein Importstopp anstreben werden. Frankreich wartet nur darauf.
Deutschland ist in Europa der größte Produzent und Schlachter. Mit der ASP würden die Karten da neu gemischt.
Das betrifft dann aber alle Schweinehalter. Ich denke man sollte als Schweinebetrieb wirklich jetzt schon einen Plan machen wie man den Betrieb neu ausrichten könnte. Bei den geforderten Investitionen für Tierwohl etc. sicher keine leichte Aufgabe.
Ironischer Weise wird jetzt gerade die hochgelobte Freilandhaltung der Schweine fast unmöglich gemacht.
Samy

Offline goldbach

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #34 am: 16.01.18, 13:11 »
Tja, da wird es die Bayern wohl als erstes treffen.
Bei Höfen mit Stallungen je 1000 Mastplätzen wird das der SuperGau.
Hier gibt es Höfe mit 5000 Mastplätzen aufwärts.
Ich frage mich täglich, ob die Veterinärämter darauf vorbereitet sind?
Als die Schweinepest vor vielen Jahren kursierte, waren die V-Ämter sowas von überfordert!
Ein Freund von uns meinte damals: die ganze Zeit haben sie nichts zu tun und nun sind sie überfordert.
Für uns Menschen soll der Virus nicht lebensgefährlich sein.

Offline cara

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #35 am: 16.01.18, 18:14 »
warum wird es Bayern als erstes treffen? Ich tippe ja eher auf Brandenburg oder MeckPomm.

Ob die Vet-Ämter vorbereitet sind, hängt sicherlich auch ein bisschen von der Eigeninitiative ab. Es gibt genug Schulungen etc..
Wobei ein Echtfall immer noch eine andere Nummer ist.

ASP ist für den Menschen überhaupt nicht gefährlich, er kann sich nicht anstecken.
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Online naima

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #36 am: 17.01.18, 12:57 »
Ich habe jetzt mal die Karten rausgesucht, wie sich die ASP von Anfang 2017 bis jetzt (12 Monate später) verbreitet hat.
Anfang 2016 war es an der Grenze von Russland zu Polen.

Auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts gibt es funktionierte Daten und Auswertungen:
https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/karten-zur-afrikanischen-schweinepest/

Im Moment verbreitet sich der Erreger noch keineswegs explosionsartig oder schneller als sonst.

Für unseren Betrieb sehen wir noch keine Notwendigkeit, etwas zu verändern. Wir sind im Südwesten noch weit weg und beobachten - wie in den letzten 2 Jahren - den Verlauf der Verbreitung.

Ich habe gestern mit Berufskollegen in der Umgebung gesprochen, die sehen das genauso.

Offline SuriTopic starter

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #37 am: 17.01.18, 15:17 »
es gibt Töne von Tierrechtsaktivisten, die auf die ASP hoffen, da da zwar erstmal die Tiere getötet werden müssen, aber die "Massentierhaltung" doch einen immensen Schlag mitbekommt.

...und dann kommt das Fleisch aus dem Ausland....bei "nur" 5 % Vegetariern, immer mehr Flächenbebauung, immer weniger Schweinehaltern in D .... ??? :'(

Traurig, traurig.

LG Susi
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Offline cara

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Offline Beate Mahr

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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #39 am: 06.02.18, 12:01 »
Hallo

Hessen hat die Schonzeit aufgehoben ...

Zitat

„Wir haben trotz der aktuellen Gefährdungslage natürlich auch den Tierschutz im Blick.
Muttertiere, die Frischlinge mit sich führen, sind selbstverständlich weiterhin gesetzlich geschützt
und dürfen nicht bejagt werden“, stellt die Ministerin klar.


Gestern im MDR

Schweinepest und Halali - Wie Jäger das Mastschwein retten sollen

Zitat

Bauern und Jäger wollen gegen die Afrikanische Schweinepest vorgehen - und Wildschweine abschießen lassen,
damit sich Hausschweine nicht anstecken können. Doch ist das der richtige Weg? Wir diskutieren darüber!


Als ob der Bürger sein Fehlverhalten einsehen würde ... ::) :-[ :-X

Gruß
Beate
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Re: ASP - Afrikanische Schweinepest
« Antwort #40 am: 06.02.18, 13:28 »
Letzte Woche hat unser Tierarzt auf einer Tagung dazu referiert.

Die Ausbreitung z.B. in Lettland erfolgte nachweislich an den Hauptzugstrecken im Land. Obwohl die Einfuhr von Fleisch und Wurst verboten war, haben die Reisenden ihre Wurstbrote erst im Zug aus dem Fenster geworfen, wenn die Schaffner kamen.
Die Erreger kommen aus den in Osteuropa immer noch häufig anzutreffenden Hinterhofhaltungen.

Auf der aktuellen Karte sieht man einen Ausbruch in Tschechien.
https://www.fli.de/fileadmin/FLI/Images/Tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/Karten/2018/Map_ASF_06-02-2018_9-00.jpg
Dieses Gebiet liegt um ein Krankenhaus herum. Nach langer Suche nach der Ursache wurden Mitarbeiter einer Wäscherei aus der Ukraine, die die Krankenhaus-Wäsche macht, als Verbringer des Virus identifiziert.

Dass Weißrußland auf der Karte keine Meldung hat, heißt nicht, dass dort keine Fälle existieren, sondern, dass sie nicht gemeldet werden.

Die Hauptgefahr der Verschleppung liegt beim Menschen. Leider sind viele nicht einsichtig und bringen trotzdem ihre Lebensmittel heimlich über die Grenze, z.B. LKW-Fahrer. Die haben kein Geld, sich in Deutschland an den Raststätten zu verpflegen.


 


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