Autor Thema: Umzug auf den Hof, Miete und ähnliches wie handhabt ihr das?  (Gelesen 928 mal)

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Offline LionsheadTopic starter

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Hallo liebe BT'ler und BT'lerinnen.
Ich bin neu hier und habe mich bereits vorgestellt. Hier kommt aber auch schon mein erster Beitrag. :o
Ich habe in der Suche nach "Umzug" gesucht aber nichts passendes gefunden. Bitte Thread löschen oder verschieben falls der hier nicht passt :)
Ich hätte mal eine Frage an alle Schwiegereltern oder Bäuerinnen, die auf den Hof ihres Freundes gezogen sind. Es darf natürlich jeder andere auch kommentieren, falls er/sie sich angesprochen fühlt. Bitte verzeiht meine Schreibweise, ich bin noch nicht lange in Foren unterwegs und weiß noch nicht recht, wie ich mich formulieren soll.  :-[
Meine Frage wäre,  wie ihr das mit der Nachfolgegeneration handhabt, wenn sie auf dem Hof zusammenziehen. Verlangt ihr Miete oder ähnliches? Oder kostenlose Wohnung gegen Mithilfe? Wie seht ihr das und wie handhabt ihr das auf euren Betrieben? Bin für jeden Ratschlag dankbar :)
Es grüßt euch
Lionshead :)
« Letzte Änderung: 19.10.17, 23:19 von Lionshead »

Offline Tina

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Wir haben mit unserem Sohn eine GbR und er wohnt mit seiner Familie im zukünftigen Altenteilerhaus und zahlt Miete! Nicht die Höchstmiete, aber das Haus ist nicht betrieblich, sondern im privat und muß ja auch unterhalten werden. Und wie sollen die jungen Leute das lernen, wenn es nichts kostet.
Und ganz wichtig:
nicht in einem Haushalt wohnen, sondern mindestens eine eigene Wohnung mit separatem Eingang oder etwas weiter weg.
Wir können von unserm Betriebsleiterhaus das Haus von unserm Junior nicht sehen. Wenn da bei ihm mal gerade wieder die Kälberiglus stehen, läßt es sich nicht vermeiden, das ich dann das eine oder andere mitkriege 8)
Aber den Standort der Iglus wechseln wir ja.

Die Lebensgefährtin unseres Sohnes hilft nicht regelmäßig mit, aber wenn sie mal kochen "darf" oder Not am Mann ist, ist sie auch da.
Aber sie hat ihren eigenen Beruf und ist nicht als ständige AK bei uns verplant *gehtgarnicht*
LG
Tina

Offline annib1

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Hallo,

ich sehe das auch so versuche das ihr getrennt mit dem Haushalt zu deinen Schwiegereltern seid. Ich war immer von anfang an dabei wir mussten uns alles teilen ob Bad oder Küche, Wohnzimmer hatten wir ein eigenes aber auch zwischen den Räumen von göga ´s Familie.
Meine Tochter ist in deinem alter sie ist ausgezogen und wohnt 10 km von uns weg mit ihren Freund zusammen und hat ausser einem Besuch nichts mehr mit dem Betrieb zu tun. Unser Sohn wohnt hier hilft nach der Arbeit ( ausser Betrieblich) gelegentlich mit nimmt sich auch mal Urlaub wenn es nötig ist. Kost und Logie hat er frei.
 Ich brauchte damals (vor 25Jahren) nichts bezahlen es war hier aber so ....wer hier wohnt muss mit helfen.
Ich bin arbeiten gegangen und habe wenn not am Mann war gelegentlich geholfen oder mal gekocht.

Gruß Anja

 
LG Anja   ˙·٠•●●•٠·˙.•:*¨`*:•.♥ღ♥ღ♥.•:*¨`*:•.˙·٠•●●•٠·˙
Jeder spinnt auf seine Weise,
      der eine laut,
  der andere leise.
-`ღ´ --`ღ´ --`ღ´ -

Offline LionsheadTopic starter

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Hallo,
danke für die schnellen Antworten.  :)
Also eine separate Wohnung ist vorhanden, anders würde ich es selber auch nicht wollen, da meiner Meinung nach Probleme vorprogrammiert sind, wenn man sich Bad und Küche oder ähnliche Räume teilt. Ich denke wir werden es auch so handhaben, etwas Miete zu bezahlen, müssen wir aber noch mit den SE abklären was sie sagen. Gegen gelegentliche Mithilfe, falls Not am Mann ist oder Arbeitsspitzen sind, spricht natürlich nichts, das kenne ich ja von zu Hause. Da arbeitet man ja gerne mit und geht dem Freund zur Hand.
Ich werde euch berichten, wie wir es gehandhabt haben, wenn ich schlussendlich eingezogen bin. Kann allerdings noch ein Weilchen dauern :D
Lg Lionshead
« Letzte Änderung: 19.10.17, 23:20 von Lionshead »

Offline LuckyLucy

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Habe bloß die Vermutung, wenn wir oder ich keine Miete bezahle, dass die SE insgeheim der Meinung sind, ich soll immer da sein, und nach der Arbeit noch im Stall helfen, auch wenn sie es nicht sagen würden. Kann natürlich auch sein, dass dies auch der Fall ist, wenn wir keine Miete bezahlen.


Gegen Vermutungen hilft ein offenes Wort - sprechenden Menschen wird geholfen.  ;)
LuckyLucy

Offline Finn

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Guten morgen,

bei uns wird das momentan so gehandhabt. Wir haben eine GbR mit unserem Sohn. Seit etwa einem Jahr. Vor 8 Jahren haben wir unser Haus einmal komplett saniert. Innen ist kaum eine Wand stehen geblieben. So wurden zwei voneinander komplett getrennte Wohnungen geschaffen. Das war uns sehr wichtig, damit Jung und auch Alt einen Rückzugsort haben. Den hatten wir damals nicht, wir hatten ein kleines Wohnzimmer (12 qm) und ansonsten alles gemeinsam mit SE.
Der Umbau war nicht grad billig. Unser Junior hat sich nach seinen Möglichkeiten beteiligt. Heiz- und Strom- Telekomunikationkosten werden im Moment gemeinsam getragen. Wenn mein Mann übergeben hat, trägt diese Kosten unser Junior allein. Seine Freundin lebt mittlerweile auf dem Hof. Sie geht arbeiten, kann nur im äußersten Notfall mal mithelfen.
Miete zu verlangen, käme uns nie in den Sinn. Als Altenteiler erwarten wir ja auch, kostenfrei auf dem Hof leben zu können.


Wünsche allen noch einen schönen sonnigen Tag

Offline maggie

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ich würde auch ganz klar mit den se sprechen -

wie sie sich das vorstellen und dass für dich eigentlich klar ist, einen Mietanteil zu zahlen, da du ja 100% auswärts arbeitest, dann solltet ihr ja schon heraushören ob sie einverstanden sind ohne miete oder ob sie sich nur nicht getrauen dies zu sagen -

oder dein Partner spricht dieses Thema zuerst mal allein mit seinen Eltern an, denn ich weiss ja nicht wie "eng" euer Verhältnis schon ist

als wir ins stöckli zogen, blieb Junior im alten haus und seine heutige frau zog bei ihm ein - sie hat einen kleinen Anteil miete gezahlt - da sie einfach meinte, ich kann nicht mitarbeiten, also muss ich mich am unterhalt beteiligen,

und wir leben in unserem stöckli auch zur miete - gut, wir liessen ein darlehen stehen, und da wird nun für die nächsten jahre noch abgerechnet -
später sehen wir dann weiter .... -
gut - in der schweiz wird der betrieb sehr günstig übergeben (gesetzlich geregelt, ausnahme für die Landwirtschaft)

aber, ich hätte auch nicht mietfrei wohnen wollen, ich hätte immer das gefühl gehabt, die se (bei uns vorallem sv) hätten diese Erwartungshaltung (nur, ich musste meinen beruf "leider" aufgeben, nach meinem einzug auf den Hof - d.h. nach der heirat)
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline LionsheadTopic starter

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Hallo ihr Lieben, ich melde mich kurz zurück. Erstmal möchte ich mich recht herzlich bei allen bedanken, die geantwortet haben. Wir haben mit den Schwiegereltern gesprochen, und es spricht nichts gegen einen Umzug auf den Hof. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich einen "ortsüblichen" Mietbetrag bezahle, solange ich noch zur Arbeit gehe. Wenn der Betrieb einmal übergeben ist, dann ändert sich diese Situation eh wieder, ebenso wenn mal Kinder da sein sollten. Meine Schwiegereltern wollten eigentlich nicht, dass ich Miete bezahle. Sie verlangen auch nicht, dass ich immer da bin, soweit zumindest ihre Aussage. Aber meiner Meinung nach ist das mit der Miete die beste Lösung, da ich eben zu 100% momentan auswärtig arbeiten gehe und nur am Wochenende, sofern ich nicht in die Arbeit muss, da bin. Außerdem müsste ich ja in einer anderen Wohnung auch Miete bezahlen.
Ich denke wir haben für uns die beste Lösung gefunden. Das kann man natürlich immer individuell sehen.
Auf jedenfall hoffe ich auf eine friedliche Zeit, nachdem was man hier alles liest ist es ja auf vielen Höfen sehr schwierig.  ???
Nochmals vielen Dank an alle, die sich gemeldet haben :)
Einen schönen Tag wünscht euch Lionshead

Offline martina

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  • Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben
Das klingt doch schon mal gut.
Wie man es macht, ist es falsch. Macht man es gleich verkehrt, ist es auch nicht richtig.

Offline Flottelotte

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Hallo!
Ich bin vor 2 Jahren zu meinem Freund auf den Hof seiner Mutter gezogen. Ich wollte damals auch umbedingt was abgeben, bin aber dann zur Mitarbeit eingeladen worden. Und so zahle ich unsere Betriebskosten anteilsmäßig (Strom und GIS, Müll, Kanal, Wasser) und habe bis zu meiner Schwangerschaft auch - zuerst täglich, dann nur mehr sporadisch - mitgearbeitet. Inzwischen hab ich meine Meinung geändert... mein Freund zahlt zwar keine laufenden Kosten aber investiert (nicht wenig) in das Wohnhaus sowie in die Landwirtschaft (Maschinen). Ich denke, diese Beträge reichen für uns beide als “Miete“. Die Betriebskosten zahle ich normal weiter....

Also warum muss sich eigentlich immer Schwiegertochter die Gedanken machen? Die Männer fragen sich meistens nicht, ob es gut wäre, etwas abzugeben! 😉😉😂😂
Lg

 


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