Autor Thema: Ablehnung einer Therapie für Legasthenie  (Gelesen 951 mal)

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Offline AnnemieTopic starter

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Ablehnung einer Therapie für Legasthenie
« am: 18.06.17, 19:51 »
Hallo zusammen,

Ich weiß nicht obs hier rein passt, aber momentan bin ich ziemlich angefressen weil bei meinem Sohn festgestellt wurde das er Legastheniker ist. Also hab ich einen Antrag über das Jugendamt gestellt damit er eine Therapie bekommt. Jetzt habe ich ein Schreiben vom Jugendamt bekommen, daß der Antrag abgelehnt wurde, da aus dem Elternfragebogen und dem Fragebogen an die Lehrkraft herausgeht das mein Sohn gut in die Klasse integriert ist und sich in die Klassengemeinschaft problemlos einfügt und das er Freunde hat. Also hat er nach Ansicht des Jugendamtes keinen Anspruch auf eine Therapie da aus den Fragebögen herausgeht, das er keine Psychischen Probleme hat und dadurch keinen Anspruch auf eine Therapie nötig hat.

Könnt ihr mir einen Tipp geben wie ich weiter verfahren soll, den so leicht gebe ich auch nicht auf. zum andern hat mein Sohn wirklich große Probleme beim Lesen und Schreiben. Für mich ist das nicht verständlich warum die Kostenübernahme für die Therapie abgelehnt wurde.

V.G. Annemarie

Offline annelie

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Re: Ablehnung einer Therapie für Legasthenie
« Antwort #1 am: 18.06.17, 20:44 »
Hallo, bei unserem Sohn ist das ja schon lange her, aber es war so, dass eine Therapie nur übernommen wurde, wenn das Kind pychische Probleme auf Grund der Legasthenie hat.

Ich kann Dir leider nicht weiterhelfen, vielleicht im nächsten Schuljahr nochmals einen Antrag stellen und dann den Antrag entsprechend ausfüllen. Die Situation könnte sich ja geändert haben  ;) Lehrer sind manchmal sehr hilfsbereit.

Unser Sohn hatte einen Nachteilsausgleich. Die Legasthenie wurde durch eine Jugendpsychaterin festgestellt.


Liebe Grüße
Annelie
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W. J

Offline peka

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Re: Ablehnung einer Therapie für Legasthenie
« Antwort #2 am: 18.06.17, 21:29 »
Hallo Annemarie,
nur nicht aufgeben!!!! Einspruch einlegen. Wie alt ist dein Sohn? Auch wenn er heute noch keine Probleme hat, kann morgen kommen. Habe nicht nachgeschaut aus welchen Bundesland du kommst.
Hier in NRW habe ich vor Jahren einen Prozess gegen den Kreis vor dem Verwaltungsgericht gewonnen, die wollten die Förderung wegen Gesetzesänderung streichen.
Auf jeden Fall auch Kinder- Jugendpsychiatrie einschalten. Hört sich schlimmer an als es ist. Man muss viele, zum Teil persönliche, Fragen beantworten, aber man will ja seinem Kind helfen. LRS wird übrigens oft in der männlichen Linie vererbt. Forsche mal nach, ob noch wer in der Verwandschaft betroffen ist.

Liebe Grüße und viel Glück
peka

PS: Vielleicht kann auch der Verband für Legasthenie und Dyskalkulie helfen. Ich war dort etliche Jahre Mitglied. Unser Sohn ist heute 27J
Gönne dir Stille,
in der du nur Atem und Herzschlag lauschst.
Dann kehre in den Alltag zurück,
kraftvoll und gelassen.

Offline Anneke

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Re: Ablehnung einer Therapie für Legasthenie
« Antwort #3 am: 18.06.17, 21:33 »
@Annemie:
Was möchtest du denn für dein Kind, eine Lerntherapie oder Psychotherapie bezüglich der Folgen der Legasthenie? Letzteres kann vom Jugendamt finanziert werden, wenn eine seelische Behinderung infolge der Legasthenie durch ein ärztliches Gutachten belegt ist. Siehe auch

https://www.bvl-legasthenie.de/beratung-und-service/finanzierung.html

Deinen Groll verstehe ich schon.
Gruß
Anneke

Offline AnnemieTopic starter

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Re: Ablehnung einer Therapie für Legasthenie
« Antwort #4 am: 19.06.17, 19:21 »
Danke für eure Antworten,
 ich habe heute zufällig einen Termin beim Kinderarzt gehabt und mit ihm darüber gesprochen. Er findet es für eine Frechheit das der Antrag abgelehnt wurde.
Für den älteren Bruder von meinem Sohn habe ich auch auf diesen Weg eine Therapie  bekommen ,da hat es überhaupt keine Probleme gegeben beim Antrag. Es war eben ein andrer Sachbearbeiter, der hat vielleicht eine andere Ansicht gehabt und diesen genehmigt.

Auf alle Fälle werde ich Einspruch erheben.

V. G. Annemarie

 


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