Autor Thema: Können wir noch leben ohne smartphone oder besser überleben???  (Gelesen 15571 mal)

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Offline Tina

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Ich möchte das Smartphone auch nicht missen!
aber es nervt schon, wenn alle am Tisch oder sonst wo sitzen und daddeln.
Aber ich hab es gebracht, letztes Jahr auf dem Flughafen vor dem Abflug noch was zu bestellen, was ich vorher vergessen hatte. Und als wir wieder zu Hause waren, war es da :D
Ich hab auch schon gesagt, früher gab es Quelle, Neckermann, Otto, .... und es wurde bestellt, man ist nicht jede Woche in die Stadt gekommen. Und ganz ehrlich, wenn ich z.B. einen Wasserkocher ersetzen will oder muss, fahre ich auch nicht 16 km eine Tour, um den zu kaufen, das mache ich dann  übers Internet.
LG
Tina

Offline Bergli

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Dann müssen wir uns Briefe schreiben oder uns gegenseitig besuchen  ;D ;D ;D ;D  so wie früher!

 ;D ;D ;D

Online mary

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Es macht aber schon was aus-
ich habe neulich beim Aufräumen wieder viele liebe Briefe und Karten gefunden und sie in aller Ruhe nochmals durchgelesen.
Das kann Smartphone und SMS einfach nicht bieten.
Oder die Freude, wenn unter den Rechnungen und irgendwelchen Geschäftsbriefen  ein persönlicher  Brief, eine Karte dabei ist.
Hab neulich einen Kommentar gelesen, der Vater von jungen Erwachsenen hat seine Kinder bedauert, dass sie auch die Kunst des Briefschreibens nicht mehr wirklich pflegen und vor allem hat er bedauert, dass sie keine Liebesbriefe mehr schreiben.

Offline martina-s

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Hm...
ich schreibe aber viel mehr wie früher. Ganz ehrlich, mit meinem Carpaltunnelsyndrom das ich auch nicht gewillt bin operieren zu lassen, würde ich gar nicht viel schreiben.
Es fehlt mir auch schlicht die Zeit. Und es fehlt mir auch die Zeit den Brief dann hinterher zu frankieren und weg zu bringen.
Aber eine kurze Nachricht über WhatsApp geht immer!
Und der, den sie erreicht, der kann zurück schreiben wann immer er lustig ist und seine Hände nicht gerade im Knödelteig stecken und er wegen meines Anrufs nicht erst die Hände waschen muss.

Das finde ich toll an der ganzen Sache.

Ich hätte viele Kontakte verloren oder eben nimmer, wenn es nicht diese Möglichkeiten gäbe.

Habe vieles wieder neu aufleben lassen.

Wenn ich auch nicht alles kommentiere, so nehme ich z. B. am Leben meiner Brieffreundin aus Kindertagen wieder teil. Sie habe ich damals über die Tageszeitung kennen gelernt. Sie ist in manchen Dingen ähnlich gestrickt wie ich, einen Monat älter wie ich.
Da sehe ich dann schon mal Fotos von ihrem Weg zur Arbeit an der Isar entlang auf Instagram. Finde ich genial.

Ohne neue Medien hätten wir uns längst aus den Augen verloren! Da wären es nur Gedanken die uns verbinden würden. Zeit richtig sich hin zu setze und einen Brief zu schreiben, die hätte niemand von uns. Jede hat Familie, Enkel, Hobbys. Wann wollte man das machen? Auch zu Weihnachten gäbe es da wohl weniger wie die obligatorische Weihnachtspost.
Und irgendwann hat man sich nimmer so viel zu sagen weil man ja gar nimmer die Lust hat alles zu berichten was das ganze Jahr über los war. Man weiß ja gar nicht wo anfangen, wo aufhören.

Bei mir sind dann schon auch oft liebe Briefe liegen geblieben weil ich es nicht schaffte sie zu Ende zu bringen oder zur Post zu bringen.

So geht vieles dann verloren.

Ich habe eine gewissen Gruppe an Leuten mit denen ich mich morgens schon via Broadcast über WhatsApp austausche. Jeder (wirklich jeder) reagiert dann irgendwann im Laufe des Vormittags.

Und wenn ich mal nicht schaffe zu schreiben fragt mich dann schon mal eine ob es mir nicht so gut gehe heute oder ob ich verpennt hätte.

Da ist die Tochter von der Cousine meiner Mutter dabei. Normal hätte ich mit der keinen Kontakt mehr. Die Cousine meiner Mutter lebt noch. Ich würde also auch erfahren wenn es der nicht so gut gehen würde.
Gäbe es kein WhatsApp würde ich da gar nichts erfahren und die Kluft würde immer größer.

Ich schicke der natürlich auch mal was Witziges. Und es kommt dann ebenso Witziges oder auch mal was Ernstes zurück in Form von kleinem Video oder sonst was.

Das sind so Dinge die den Tag erhellen und uns gegenseitig nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Vor WhatsApp war da Jahre lang Pause.

Wer hätte schon Zeit zu telefonieren. Das machen wir ganz ganz selten.
An Geburtstagen hat jede viel zu tun um die Gäste zufrieden zu stellen. Ich fahre auch manchmal weg.

Und sonst....

Also mir ist das alles sehr sympathisch.

Ne, und ewig am Handy daddeln wenn andere sich unterhalten, und wenn es wirklich Veranstaltungen sind wo man sich was zu sagen hat oder in Gottesdiensten oder sonst wo Aufmerksamkeit gefordert wird, geht gar nicht!

Das hatten wir ja auch schon bei einer JHV wo jemand alle anderen gar nicht wahr genommen hat und nur am Handy spielte.

Und genau um das Wahrnehmen gehts!

Also mir passiert schon oft, dass jemand aus der Gruppe sagt, ich soll mal schnell am Smartphone was gucken! Und dann muss ich erst mal suchen wo das gerade ist.

Mich würde es auch ärgern wenn ich vorne stehe und einen Vortrag halte und die vor mir sitzen alle und spielen am Handy herum. Daheim kick ich dann schon mal das WLAN. Meine Enkelin ist da so eine Heldin. Daheim darf sie nicht (so viel) und dann nimmt sie dich gar nimmer wahr. Dann gibt es mal Internetpause zwangsverordnet.
Liebe Grüße
Martina

Offline Mucki

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  :o glaub ich bin altmodisch , Einkaufszettel per Hand geschrieben, kann nur über welan ins Internet also nur zu Hause ;D mir reicht des aber so  ;), eine Unterhaltung für ich am liebsten  persönlich.
LG Mucki
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Offline goldbach

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@mucki: willkommen im Club!  :-*

Offline frankenpower41

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Ich denke schon, dass ich "altmodisch" bleibe, aber ich fand es z.B. gestern toll und vor allen Dingen beruhigend wenn man gleich mitkriegen kann dass alles in Ordnung ist.  Sohn ist beruflich für einige Tage nach Indien geflogen, wir waren ja weg, da hab ich unterwegs mal kurz nachgefragt ob er schon abgeflogen ist, kam Bild wie er im Flieger innen an Schreibtisch sitzt (war wohl viel Platz drinnen),  dann nochmal wo er grad fliegt und heute Morgen hatte ich gleich am Smartphone dass er gut angekommen ist. Einfach eine tolle Sache.
So kleine Videos hab ich auch schon einige bekommen, wobei ich mich jetzt tagsüber nicht hinstelle und eine halbe Stunde was angucke, das wird dann nämlich noch viel mehr zum Zeitfresser als der BT.

Offline annelie

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Hallo martina-s,
ich hab in dieser Box schon mehrmals geschrieben, z. B. dass ich in Zukunft sicherlich mal ein Smartfon haben werde, da ich der Meinung bis, dass es irgendwann ohne diese (oder eine weiterentwickelte) Technik nicht mehr geht. Momentan fehlt es mir noch nicht, außer wenn ich auf eine Milchprobe warte und sie vor der Stallarbeit noch nicht online steht.  ;) Mein Handy ist um die 9 Jahre alt und wirds wohl nicht mehr lange machen, es muckt schon etwas, aber da es meist in der Schublade liegt, ist mein Leidensdruck noch nicht sehr hoch. Ich hab das große Glück entbehrlich zu sein, wenn ich Urlaub mache, hab ich das Handy dabei, aber meine Familie hat mich eigentlich noch nie angerufen, die sind bisher immer sehr gut ohne mich klar gekommen. Sie gönnen mir das "Abschalten". Abgehängt von meinem Freundeskreis fühle ich mich bisher auch nicht, aber das liegt wohl an meiner persönlichen Einstellung.

Bei meinen gestrigen Postings bezog ich mich auf den Post von Reserl http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=66589.msg643339#msg643339 ich hätte es wohl zitieren sollen, damit jeder weiß was gemeint ist.
Wie mit allen Dingen im Leben macht die Dosis das Gift.  ;)


Liebe Grüße
Annelie
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W. J

Offline martina-s

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Ich muss gerade etwas lächeln.
Jemand aus der Verwandtschaft hat kein Handy, kein Smartphone! Stellt Euch mal vor fragt mich was in der Kaffeerunde. Ich hole zur Antwort aus (da ging es aber nicht um Technik) Sie wendet 6 Sek. nach der Frage den Kopf zu meinem Mann  der auf der anderen Seite sitzt und beginnt mit dem ein intensives Gespräch.
Mir blieb der Mund offen stehen. Ich habe einige Minuten gewartet, bin dann aufgestanden und weg gegangen. Das ist der noch nicht mal aufgefallen.
So ein Verhalten finde ich unhöflicher wie wenn jemand kurz vom Smartphone abgelenkt wird oder sogar sich mal kurz entschuldigt um da eine Antwort zu verfassen.
Also um Anstandsregeln zu durchbrechen, da braucht es keine Technik!
Ist sogar meinem Mann aufgefallen. Der hat dann hinterher gesagt, warum ich nimmer gekommen bin. Ich hab dann gefragt ob es aufgefallen sei, was er verneinte.

Nur um Statist zu machen brauche ich nicht am Tisch zu sitzen. Da könnte ich dann zwar nebenher mit dem Handy tickern. Das würde vermutlich bemerkt und als respektlos dargestellt.

Liebe Grüße
Martina

Offline annelie

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Grundsätzlich ist es doch mein Problem, wenn mich die Smartphone-Nutzung der anderen stört (und nicht deren Problem).
Danke fürs erinnern... da muß ich noch mehr an mir arbeiten auch in anderen Bereichen :-*
Liebe Grüße
Annelie
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Offline Meta

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Seit einiger Zeit bin ich auch Smart-phone Besitzerin. Ich hatte mich ja immer so dagegen gewehrt. Vermutlich aus lauter Angst das Ding nicht bedienen zu können. Und : der Anfang war schwer. Die ersten Gespräche konnte ich nicht annehmen- habe immer auf den grünen Hörer gedrückt.
Irgendwann hat mir jemand erklärt wie ich es richtig mache. Dann habe ich einen Kurs bei der VHS besucht. Das hat mir doch die entscheidenden Erkenntnisse gebracht.
Nun zum Fazit: es geht auch ohne, ganz gewiß. Aber mit ist doch recht angenehm. Vor allem , wenn man das Ding richtig bedienen kann.
LG Meta
Arm ist nicht der, der wenig hat.
Sondern der, der nicht genug bekommen kann.
( Verfasser kenn ich nicht! Aber der Spruch ist gut!)

Offline frankenpower41

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... wie wahr, Du bist da schon einen Schritt weiter.  Mir hat heute Sohn erklärt dass ich ihm anstatt Whatsapp eine SMS geschickt hab,  Keine Ahnung wie ich das fertig gebracht hab. ;D

Mich beeindruckt diese Technik schon sehr, schreib im Moment mit Sohn in Indien.
« Letzte Änderung: 31.10.17, 16:02 von frankenpower41 »

Offline gammi

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Wir haben grad "Familienkonferenz" mit Schwägerin. Praktisch, denn so kann jeder seinen Senf dazugeben.

Ich wäre echt froh, wenn meine Schwestern auch what app hätten, dann wäre die Koordination viel einfacher. Und jede wüsste einfach bescheid wenn etwas ist, ohne ewiges hin- und hertelefonieren und keiner ist erreichbar. Und man ist dann mehr oder weniger ans Haus gebunden, um den Rückruf zu erwarten. Oft wären es ja nur Kleinigkeiten wegen denen man auch nicht extra anruft. Spontane Gedanken, die man hinterher auch wieder vergisst mitzuteilen.
Enjoy the little things

Offline annama

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Seit Mai 2015 besitze ich ein smartphone  ;), möchte es nicht mehr missen ,weil genau vor 2 Jahren, ich 3 Monate mit meinem Mann in der Klinik , Pflegeheim , wieder Klinik zur OP und danach 5 Wochen mit ihm in der REHA in Bad -Kreuznach unterwegs war. Ohne mein Beisein Tag und Nacht hätte er nicht überlebt.

Was hätte ich ohne smartphon gemacht  ???

Dank meiner Enkelinnen habe ich vorher schon den Umgang mit diesem tollen Ding gelernt  :D

Bin auf dem Laufenden , lerne immer noch dazu und meine grauen Zellen bleiben Fit.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Abend verbunden mit lieben Grüßen aus dem herbstlichen Nahetal annama

Gerade wenn eine Frau meint ihre Arbeit sei getan
wird sie Grossmutter

Liebe Grüsse annama

Offline martina-s

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Hallo,
ja eben! Annama! Da sieht man mal dass man das immer lernen kann, so man will.

Und Gammi, das sehe ich auch so! Vor allem man hat dann schwarz auf weiß was jemand zugesichert, bzw. gesagt hat. Bei einem Telefonat weiß hinterher am nächsten Tag oft schon niemand mehr was Sache war. Und die eigenen Notizen beweisen gar nix!

Alternative wäre SMS. Das ist aber viel zu umständlich und auch teilweise, je nach Vertrag teuer.
Liebe Grüße
Martina

 


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