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Autor Thema: Rechtschreibung und deutsche Grammatik  (Gelesen 6005 mal)
martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #30 am: 20.07.05, 09:31 »

Moin,

mir tun die Kinder leid, die dann mal von Bayern/NRW ins rechtschreibliche Restdeutschland umziehen müssen, wie sollen die sich denn zurechtfinden?
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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
manurtb
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« Antwort #31 am: 20.07.05, 09:54 »

mir tun die Kinder leid, die dann mal von Bayern/NRW ins rechtschreibliche Restdeutschland umziehen müssen, wie sollen die sich denn zurechtfinden?
Die lernen gleich von Anfang an, welchen Unsinn unsere Politiker aushecken.
Ich war da früher noch sehr naiv und wusste von nichts. Was man in der Schule gelernt hat, war richtig und gut. Heutzutage kann man seine Kinder ja schon gezwungenermassen nicht mehr in dieser Naivität aufwachsen lassen!  Grin
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Mirjam
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« Antwort #32 am: 20.07.05, 10:07 »

Hallo,

ich glaub, es gibt hier ein Mißvervständnis  Huh oder?

Soweit ich weiß, wird in Bayern durchaus die neue Rechtschreibung gelehrt!

NUR - was die Pflicht/Gültigkeit z.B. in Amtsstuben betrifft - so herrscht hier eine Übergangsregelung bis die "Reform-der-Reform" durch ist und sicher feststeht, was nun "Amtsdeutsch" sein wird und hier hat Bayern finde ich durchaus Recht gerade denjenigen in den Behörden, die noch wie ich die alte Rechtschreibung lernten es nicht zuzumuten, sich die neue anzugewöhnen um dann nochmal umzulernen.

Darüber finde ich ist es viel weniger müssig sich aufzuregen als das unterschiedliche Abi-Niveau der Bundesländer, wenn wir schon einen "bundeseinheitlichen" Titel haben - sollte er schon auch dasselbe bedeuten, oder?

@ Martina - für mich sind Rollerblades keine Inliner, sondern wie Rollschuhe 2 x 2 Rollen und nicht 4 in-one-line.

Wie du schon geschrieben hast, ist schon viel eingedeutscht worden, wir werden uns z.B. von sukzessive von dem guten alten (französischen) Ingenieur als Titel trennen müssen - immer mehr setzen sich die Bachelor (engl. "Jungeselle") und Master-Titel/Studiengänge (int. anerkannt) durch, wofür es kaum eine dt. Übersetzung gibt.

Manchmal denke ich belustigt - gibt es überhaupt eine "ur-deutsche" Sprache mit Wörtern, die es nur bei uns gibt?

Und so wie man in der Naturwissentschaft Latein als int. Sprache anerkannt hat - ist es halt Englisch im PC-Zeitalter, hab ich kein Problem damit.

viele Grüsse

Mirjam

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martina
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« Antwort #33 am: 18.10.05, 14:38 »

Deutsche Sprache - schwere Sprache? Wink

Wir grübeln, wie es richtig heißen muß

Egge: Er eggt - er hat geeggt

Rollegge: Er rolleggt? - Er hat gerolleggt???  Oder einfach nur rollen und gerollt, so wie bei der Kreiselegge, wo gekreiselt wird und wurde???

Und was sagt man beim Einsatz der Spatenrollegge???

Er hat mit der Spatenrollegge geackert??? ;-)





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SHierling
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« Antwort #34 am: 18.10.05, 19:04 »

"rollgeeggt" wäre auch noch witzig - aber ich kenn auch nur "gerollt".

Wie wäre "gebodenbearbeitet mit Spatenrollegge" ? Undecided Grin
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martina
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« Antwort #35 am: 18.10.05, 20:18 »

Ich vergaß meinen Favoriten Wink

gespatenrolleggt *uh*
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Freya
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« Antwort #36 am: 18.10.05, 23:51 »

Hallo Martina,

wir eggen nicht, wir fahren mit der Egge auf den Acker; bestenfalls noch mit der Kreislahn  Wink

(Ahn = Egge oder auch Ernte) .. hört sich für mich gleich an  Cool Cool

Wollte Euch mal meinen Spickzettel verraten, den ich im Netz gefunden habe - für alle die Auffrischung brauchen, damit sie mit ihren 5. Klässlern mithalten können  Cheesy Wink Wink

>>>> Pronomen
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Freya
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« Antwort #37 am: 23.03.06, 13:38 »

Hallo,
hab selber wieder was nachsschauen müssen und will Euch die 10 wichtigsten Regeln hier zum Kopieren für die Pinnwand mal reinsetzen...

>>>
Die 10 wichtigsten Regeln
zur neuen Rechtschreibung –
so, wie sie ab dem 1. 8. 2006 angewendet werden müssen:       

   1. ss – ß: ß nur nach langem Vokal oder Diphthong: Maß, schließen, reißen, draußen ...
      Nach kurzem Vokal immer ss statt ß: messen, Schloss, gerissen, Riss, küsst ...
   2. Kein Wegfall von Buchstaben bei Zusammensetzung: Kaffeeernte, Rohheit, Schifffahrt, schnelllebig ... (Ausnahmen nur dennoch, Drittel, Hoheit, Mittag)
   3. Stamm- bzw. Parallelschreibung: Bändel, Gräuel, schnäuzen, Stängel, Stuckateur, Ass, nummerieren, Platzierung, Tipp ... Plural auf -ys: Babys ..., ferner rau und Känguru.
   4. Fakultative Anpassung weniger Fremdwörter: Delfin, Wörter mit phon, phot, graph: Mikrofon, Geografie, Wörter mit th: nur Panter und Tunfisch, ferner Katarr, Differenzial, Jogurt, Spagetti, Schikoree, Portmonee ...
   5. Getrennt- und Zusammenschreibung

      5.1: Getrenntschreibung
      a) Verb + Verb darf immer getrennt geschrieben werden: lieben lernen, spazieren gehen, gefangen gehalten, getrennt lebend … (Bei übertragener Bedeutung ist jedoch auch Zusammenschreibung möglich: sitzenbleiben, kennenlernen …)
      b) Substantiv + Verb: Acht geben, Rad fahren ... (nicht bei verblassten Substantiven wie preisgeben, stattfinden, teilnehmen ...)
      c) Adjektiv + Verb: lieb gewinnen, nahe liegen, übel nehmen ..., immer bei Adjektiven auf -ig, -isch, -lich: heilig sprechen, übrig lassen ... (Zusammenschreibung nur bei nicht steiger-/erweiterbaren Adjektiven wie fernsehen, krankschreiben ...)
      d) Adverb + Verb: immer getrennt bei 'sein': da sein, zusammen sein ..., ferner: allein erziehen, fürlieb nehmen, zustande bringen ... (beim Partizip freigestellt: allgemein bildend oder allgemeinbildend).
      e) Adverb + Adjektiv/Adverb: allgemein verständlich, wie viel, zu viel, so lange, so weit … (außer bei Konjunktion: Ich schlafe nicht ruhig, solange du fern bist. …).

      5.2: Zusammenschreibung
      zwingend nur bei irgendetwas, irgendjemand, umso (desto), zurzeit (derzeit)
   6. Bindestrichschreibung bei Ziffern: 8-mal, 20-jährig ... (außer bei Suffixen: 30er Jahre, 100%ig, 12tel ...) und inzwischen auch 3-fach.
   7. Kleinschreibung
      a) Anredepronomen der 2. Person dürfen wieder großgeschrieben werden – aber nur in Briefen (!): du, ihr, dein, euer ... bzw. Du, Ihr ….
      b) Feste Verbindung von Adjektiv und Substantiv: das autogene Training, das neue Jahr ... (außer bei Eigennamen: die Dritte Welt ...);
      Aber: bei neuer idiomatisierter Gesamtbedeutung: das Schwarze Brett, der Blaue Brief … und in der Fachsprache: der Goldene Schnitt, Erste Hilfe … darf auch großgeschrieben werden
      c) Adjektive von Eigennamen auf -isch: die grimmschen Märchen ... (Großschreibung nur noch bei Betonung des Namens mit Apostroph: die Grimm'schen Märchen ...)
   8. Großschreibung
      a) Tageszeiten nach 'gestern', 'heute', 'morgen': gestern Abend ...
      b) Substantive bei Getrenntschreibung: in Bezug auf, Schuld haben ... (außer recht/schuld sein ...). Bei Recht/recht und Unrecht/unrecht ist beides erlaubt.
      c) Substantivierung, besonders nach Artikel: der Einzelne, als Erster, das Gleiche, des Weiteren, im Allgemeinen, auf Deutsch, in Schwarz ... (mit Flexionsendung, nicht z. B. über kurz oder lang, nach Präpositionen freigestellt: seit k/Kurzem ...)
      d) Paarformeln: Jung und Alt, Groß und Klein ...
   9. Kommasetzung:

      Komma darf wegbleiben
      a) in Satzreihen vor 'und' bzw. 'oder': Er studiert noch und sie ist arbeitslos. ...
      b) bei Infinitiv- und Partizipgruppen: Ich hoffe dir eine Freude zu bereiten. Zu Hause angekommen legte er sich hin. ...

      Komma muss gesetzt werden
      c) bei Infinitiv- und Partizipgruppen mit Hinweiswörtern: Ein Auto zu kaufen, das ist nicht möglich. Ich liebe es, Sport zu treiben. ...
      d) und bei Abhängigkeit von einem Substantiv: Er hat den Wunsch, Arzt zu werden. …
      e) bei Infinitiv mit zu: um, ohne, statt, anstatt, außer, als zu

      Komma bei wörtlicher Rede vor dem Kommentarsatz nach ?" und !": "Hilf mir doch!", bat er. ...
  10. Trennen nach Sprechsilben:
      auch bei s-t: Fens-ter, ck wie ch ganz auf die neue Zeile: Bä-cker,
      einzelne Vokale nur im Wortinnern: Ru-i-ne, nicht am Anfang: ü-ber und am Ende:
      Treu-e, auch nicht in der Wortfuge, also nur so: Sonn-abend, Bio-top
      möglich auch hi-naus, wa-rum, Pä-dagogik ...


Wink
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Freya
Margret
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« Antwort #38 am: 23.03.06, 22:25 »

Danke,  Freya !

Margret
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Filia
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« Antwort #39 am: 23.03.06, 23:03 »

Hallo Freya,

auch von mir danke.  Cheesy

Ich habe es schon ausgedruckt.

LG
Filia
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« Antwort #40 am: 24.03.06, 14:42 »

Für was brauchen wir überhaupt eine Rechtschreibereform? Der nachfolgende Text beweist, daß wir sowieso alles lesen können.

Was das Hirn alles kann!  Einfach drauflos lesen, auch wenns komisch ausschaut!
 


Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und du knasnt es torztedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr als Gnaezs.
 

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« Antwort #41 am: 24.03.06, 18:11 »

Also ich mache mir keine großen Gedanken mehr, was man wie schreibt.

Nach der Reform der Rechtschreibreform weiß doch sowieso keiner mehr was richtig oder falsch ist....  Grin

Und Elena - Dein Beispiel ist Klasse, aber es funktioniert sicher erst dann, wenn man irgendwann mal richtig lesen und schreiben gelernt hat.  Wink

Lachende Grüße, Conny
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« Antwort #42 am: 24.03.06, 23:55 »

Hallo ...

es ist mir ein Bedürfnis Euch mitzuteilen, daß ICH auch keine Rechtschreibreform brauche. Meine deutsche Rechtschreibung ist mit dem Erlernen von anderen Sprachen zum Teufel gegangen, weil seit dem kräftig gemischt wird  Cool Cool Cool ... Außerdem ist es mir wirklich egal, wenn ich nicht gerade einen Leserbrief schreibe oder ein offizielles Schreiben an eine Behörde.

Aber ich.... sollte doch vielleicht ein wenig wissen, wie es denn sein müßte, so lange ich ein Schulkind habe, welches das gerade jetzt lernen muß. Habe ja auch die "vereinfachte Ausgangsschrift" gelernt. Mit dem Resultat, daß die Mama jetzt schöner schreibt als der Junior  Cool Cool *eigenlob*
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« Antwort #43 am: 25.03.06, 06:47 »

Hallo ...

es ist mir ein Bedürfnis Euch mitzuteilen, daß ICH auch keine Rechtschreibreform brauche.

Hallo, miteinander!

Wer die gebraucht hat, möchte ich sowieso wissen!!! Angry
Ansonsten hab' ich aber nix gegen ein gewisses Maß an "Richtigschreibung" - sonst sträubt sich mir das Deckhaar! Cool

Schönen Tag Euch - wünscht Christine 
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Herzlichen Gruß - Christine

Humor ist der Knopf, der verhindert, daß einem der Kragen platzt.
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Mirjam
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« Antwort #44 am: 08.05.06, 09:17 »


Ja, ja, Deutsch zu sprechen ist nicht schwer - deutsche Sprache zu verstehen & erklären umso mehr!

Also ich war ja noch nie der Champion in Deutsch-Grammatik - darüber beim Reden nachzudenken hab ich gar keine Zeit  Grin!

Aber bei den 4t-Klass-Hausaufgaben kam ich nun doch schon ins Trudeln (ich hab das düster in Erinnerung, dass die die detailierte Satzbauanalyse bei uns erst 2 - 4 Jahre später in dem Niveau dran war).

Kurzerhand bin ich - natürlich online gegangen und habe DAS gefunden und bestellt:

http://www.grammatikdeutsch.de/html/grundlagenheft.html

Das ist ein "Formelheft " für Deutsch - so wie ich es schon in Mathe liebte (und zu meiner Schulzeit hätte gebrauchen können).

3 Euro - und die Grammatik-Hausaufgaben-Diskussionen  waren per seh. Inhalt auf ~ 40 DIN A 5 Seiten ist:

Sprachbausteine Wortarten 
Nomen / Substantiv (Hauptwort)
Numerale (Zahlwort)
Artikel (Geschlechtswort)
Interjektion (Ausrufewort)
Pronomen (Fürwort)
Adverb (Umstandswort)
Adjektiv (Eigenschaftswort)
Partikel
Konjunktion (Bindewort)
Verb (Zeitwort, Tätigkeitswort)
Präposition (Verhältniswort)
Besondere Formen der Verben
 Fälle (Fall - Kasus)
Zeiten (Tempora)
Konjunktiv I + II (Möglichkeitsform I + II)
Aktiv und Passiv (Tatform und Leideform)
Satzlehre
Hauptsätze
Parataxe (Satzreihe), Hypotaxe (Satzgefüge)
Nebensätze
Direkte und indirekte Rede
Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverbiale, Attribut)
Beispiele für den einfachen Satzbau
Beispiele für die Bestimmung von Wortarten und Satzgliedern
Satzglieder nach formalen und funktionalen Gesichtspunkten

Aufsatzarten
Erzählungen, Schilderung, Beschreibungen, Bericht, Protokoll, Inhaltsangabe, Referat, Erörterung, Brief, Bewerbung
Englische Grammatikbegriffe
Begriffsregister
Weitere Sachbegriffe


Wie geht es euch, wenn ihr euren Kindern Deutsch Grammatik weiterhelfen sollt und die eigenen Schulzeit soo lange her ist?

viele Grüsse

Mirjam
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