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Autor Thema: Alte Brauchtümer und Traditionen  (Gelesen 22364 mal)
Silvi
Neuling
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« Antwort #75 am: 08.11.03, 18:43 »

Bei uns bekommen die Kinder von der Godn an Allerheiligen einen Seel`wecken geschenkt. Das ist entweder eine ButtercremeTorte in Rautenform ( igitt)
oder einen Zopf aus Semmel oder Hefeteig. Je nach Dorf gibst hier unterschiede, in ca 20 km Entfernung kennt man weder das eine noch das andere.

VG
Silvi Grin
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Edith
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Beiträge: 128



« Antwort #76 am: 08.11.03, 19:37 »

Wir wohnen in der Eifel, wenigstens am Rande derselben.
Das mit dem Gebäck schenken gibt es hier auch, aber an Neujahr. Von der Patin, der "Jööt", erhält das Patenkind einen Neujahrskranz aus Hefeteig geflochten, mit Rosinen, verbunden mit guten Wünschen für das neue Jahr.
Es ist aber auch hier von Ort zu Ort sehr unterschiedlich, wie sehr der Brauch weitergeführt wird, wahrscheinlich sogar von FAmilie zu FAmilie.
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Edith
Sahra
Mitglied
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Beiträge: 187


« Antwort #77 am: 08.11.03, 20:08 »

Bei uns Opf. bekommen die Firmkinder zu Allerheiligen vom Paten...ein Allerheiligenspitzel...ist ein grosser Hefezopf Wink

 gruss sahra
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Wenn wir wüssten,wie kurz unser  Dasein ist,
wir würden uns gegenseitig mehr Freude machen.
geli.G
Landkreis BGL Obb.
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3044

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« Antwort #78 am: 26.12.03, 22:30 »

Heute hat sie begonnen.....
Die Schnalzersaison! Roll Eyes Grin

Von Stefanitag bis Faschingsdienstag wird bei uns im Rupertiwinkel ein besonderes Brauchtum ausgeübt: Das Aperschnalzen
Das ist übrigens ein grenzüberschreitendes Brauchtum. 2/3 der Teilnehmer kommen aus Bayern und 1/3 aus dem Salzburger Land (wir haben ja früher zu Salzburg gehört) Wink

Mit bis zu 4m langen Goasln wird in einer Pass (meist 9 Personen überwiegend Männer) geschnalzt.

Es ist gar nicht so leicht einen lauten Knall rauszubringen, und sich die Goasl nicht um die Ohren zu hauen.
Ich glaube hier hab ich grad Ulli´s Sohn beim Schnalzen erwischt....

Jedenfalls schnalzen in meiner Familie nicht nur mein Mann, sondern auch schon die drei älteren Kinder.

Es gibt auch richtige Wettbewerbe in den einzelnen Gemeinden und zum Schluß das Rupertigaupreisschnalzen. Das ist dann der Höhepunkt. Cheesy

Damit sich das Ergebnis auch sehen lassen kann, wird in diesen Wochen mehr oder weniger viel trainirt. Roll Eyes
Bei uns trudeln somit jeden 2.ten Tag die Kinder ein, um das Schnalzen zu lernen... Wink
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli
peka
westl. Rheinland
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Beiträge: 753

Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #79 am: 30.12.03, 21:49 »

Kennt jemand von euch das " fraschen / fröschen"?

In der Gemeinde in der ich geboren bin, wird ab dem Neujahrstag " gefrascht".
Das heißt: Man besucht Nachbarn, Verwandte, Freunde und wünscht Ihnen ein gutes neues Jahr. Dabei bekommt man dann einen oder auch mehrere "Kurze"
- Schnaps oder Liköre- eingeschenkt. Das kann, wenn man mehrere Besuche an einem Tag macht, auch ausarten.

Der Ausdruck ist ein Zusammenzug der Wörter
froh - überraschen.

Da man früher nicht an der Haustüre klingelte sondern direkt in den Flur bzw. in die Küche ging und dabei : "Frohes neues Jahr" rief.

Außerdem sind hier Neujahrsbrezeln - süßer Hefeteig- ein Muss.

Ein frohes neues Jahr wünscht euch

peka
« Letzte Änderung: 30.12.03, 21:50 von peka » Gespeichert

Gönne dir Stille,
in der du nur Atem und Herzschlag lauschst.
Dann kehre in den Alltag zurück,
kraftvoll und gelassen.
Katharina
Rheinhessen
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Beiträge: 2053


Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #80 am: 30.12.03, 21:53 »

Außerdem sind hier Neujahrsbrezeln - süßer Hefeteig- ein Muss.

Bei uns heißen die Neijährncher = Neujahrspuppen Cheesy
« Letzte Änderung: 30.12.03, 21:53 von Katharina » Gespeichert

Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

   Glück findest du nicht, wenn du es suchst,
   sondern wenn du zulässt, dass es dich findet
Andreas
Bewohner
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Beiträge: 948


I mog Di !


« Antwort #81 am: 03.01.04, 19:47 »

HABERFELDTREIBEN
am 16. Nov. 1999 am Odeonsplatz

Wo Aufrichtigkeit und Wahrheit hinkt,
wo Lug und Trug zum Himmel stinkt,
und wo der Brauch ist, daß man Worte bricht,
da kommt das Haberfeldgericht.


So heut´ im Herzen vom Bayernland,
wo große Häusa und Kircha hand,
wo die Rautenfahn sich umadraht
und wo regiert wird auf Volksmandat.


Getrieben wird einer Dirne, gebt´s guat acht,
die für Geld fast alles macht.
Ein Luder, das ein jeder kennt,
die man auch bayerische Staatsregierung nennt,

Is des wahr?
Wahr is´s!
Nachan treibts ihra g´scheit


Gentransfer heißt s´ Zauberwort,
überall an jedem Ort.
Es langt nicht, was der Boden tragt,
mehra, mehra, so wird g´sagt,
man ist mit´m Herrgott nicht mehr z`fried´n,
mit seiner Schöpfung wird Schindluder trieb´n.


Es langt nimmer, des Genlabor.
Weiter müaß`ma - schneller vor,
ausse in den Feldversuch
ob als Segen oder Fluch.
Pflanz´n, Tiere neu entwickeln,
mit menschliche Versuchskarnickel.


Die CSU nach vorn gerad strebt,
drum werden im Landtag d`Händ aufg´hebt,
und jeder ist am End dafür,
a, wenn´s so mancher ned kapiert.
Es ist ein Graus, was da passiert,
man möcht fast glaub`n, da sand oa g´schmiert.


Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah g´scheit!


Der Boden hat unsere Ahnen trag´n
seit tausend, abertausend Jahr,
hat reichlich bracht vom jungen Leben
und Ernten geben mit Gottes Segen,
des kostbar Gut auf des g´hört g`schaut,
und wer`s  ned acht`, der g`hörat g`haut


Da Landwirtschaftsminister Miller
ist der größte Bauern-----Vertreter.
Er hod`s zwar selber no ned erkannt,
daß`n d`Industrie vorn Karren spannt.
Er is der erste Vorbeter woan,
er bet ois vor, was Mosanto moand.


De Pollen de fliag`n hin und her.
Da Miller woaß`s, doch moanat er:
Wui a Bauer des Genmutierte meiden,
brauchat keiner Umständ leiden,
beim Ernten muaß er bloß bedenken
und sich auf die Mitt vom Feld beschränken.


Gescheite Leute sind im Ministerium.
Macht es uns vor, wir bitten drum,
geh seid´s so guad, erhört´s de Bitt`n:
Doat`s ihr bloß regier`n in der Landesmitt`n.
Außen umer dann im Land
bleibt so da g`sunde Menschenverstand.


Is des wahr?
Wahr is´s!
Nachan treibt´s eah g´scheit


Riesen Kolben sind am Mais
gewinnen überall den ersten Preis.
Wer sie probiert, man kann`s ned wissen,
was passiert beim ersten Bissen.
Grad am Boden sieht man`s lieg´n
tote Käfer und auch Flieg´n.


Denn wer kann sag`n, was dann passiert,
wie`s in der Landschaft reagiert,
wenn freig`setzt is die ungut Macht,
sich auf den Feldern selbständig macht,
wenn neie Pflanzen - oder Viecha wearn,
de koan mehr folgen und koan mehr g´hörn.


Und, wenn am Ende sich`s Menschenblut
bei allem auch verändern tuat,
wenn aus dem Wunsch vom Nimmersterb`n
neie Menschen aussa werd`n,
kann es dann no oana zruckausdrah´n
von der Gentechnik de Radl´n?


Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah g´scheit


Und es wird ganz schnell vergess´n,
wer darauf war so versess´n
wer in Wahrheit schuldig ist!
Oana wird genannt, des woaß i g`wiß,
und mit`m Finger wird ma zoag´n,
auf die Bauern ganz alloa.


Ja, de Bauern, so wird ma schimpfa,
doan in die Pflanzen Gift hineinimpfa,
und vom selben Amt, garantiert,
das jetzt Genmais propagiert,
wird de Bauern dann verboten,
daß sie nutzen eahnan Boden,
weil die Erde stark verseicht
is für Nahrungsmittel nimmer g´eicht.


Wo ist denn der Bauernverband,
der vertreten soll de Leute vom Land?
Fleißig spuid er die erste Geig´n,
tanzt fest mit beim Hexenreig´n,
is Vorn und Hinten ganz verstrickt
mit Industrie und Gentechnik.


Pfui Deife mecht ma da grad sag`n
und alle gleich zum selbigen jag'n!
Bauern doaz fei ganz g`nau schau´n
und ned jedem Freindal trau´n,
der nur dem Geldsack noche lauft
und hintarucks de Bauern vokaft.


Is des wahr?
Wahr is´s!
Nachan treibt´s eah g´scheit!


Soll genmuntiert sein Brot und Bia
und s´Obst und s´Getreide und auch die Kiah?
Es ist ein Fluch für unser Land.
Drum nehmt´s des Zeug ned in die Hand,
und wer darn rührt, der soll auch wissen,
er selber tragt´s dann auf`m Gewissen.


Is des wahr?
Wahr is!
Nachan treibt´s eah nochamoi g´scheit!
« Letzte Änderung: 03.01.04, 19:48 von Andreas » Gespeichert
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #82 am: 03.01.04, 20:34 »

Haberfeldtreiben, das wahr doch in früherer Zeit eine Art Fehmegericht, geleitet von einem Haberermeister,
mich würde der geschichtliche Hintergrund interessieren und hat Eurer Haberfeldtreiben was gebracht?
maria
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Andreas
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I mog Di !


« Antwort #83 am: 04.01.04, 10:53 »

Hallo Maria,
Das Haberfeldtreiben ist eine alte Bayerische Tradition bei der sich einstmals Bürger und Bauern zusammenschlossen um eine Rüge gegen die Obrigkeit oder die Missstände im Lande vorzubringen.
Die Haberer stellten sich die Aufgabe, Vergehen, welche die staatliche Justiz nicht ahnden konnte, zu rügen. Dem “Getrieben” wurde, das heißt in der Dunkelheit der Nacht, die Rüge in Versform von vermummten Gestalten vorgelesen.
Nach jeden Absatz wurde mit Hilfe von Böllern, Glocken, Ratschen, Trompeten usw. ein höhlenmäßiger Lärm gemacht.

Du willst wissen, welchen Erfolg das Treiben gegen die Gentechnik hatte:

Immerhin wurde im Frühjahr 2000 sowohl von der Bundesregierung wie auch von den Gentechnikfirmen  ein Moratorium ausgerufen, dass bis jetzt wirksam war.

Gruß
Andreas

« Letzte Änderung: 09.01.04, 13:08 von Andreas » Gespeichert
Andreas
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I mog Di !


« Antwort #84 am: 09.01.04, 23:16 »

Hallo,
mehr zum Haberfeldtreiben gibt unter   www.haberfeldgericht.de

Dort steht auch eine hochdeutsche Übersetzung der Habererverse extra für Nichtbayern.


Gruß
Andreas
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coni
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« Antwort #85 am: 02.02.04, 20:29 »

das fällt mir noch ne wetter regel dazu ein
man sagt wenn der dachs an lichtmess sein schatten sieht geht er nochmal 6 wochen in bau d.h. es wird nochmal kalt
ich galube heute  wa nichts zu sehen in 6 wochen wissen wir mehr
michi
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annama
Nahetal
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Beiträge: 2338

" Alles zu beleben ist der Zweck des Lebens "


« Antwort #86 am: 21.02.04, 15:37 »

Von Karneval habe ich noch nichts gefunden  Sad

Damit die Seele, ob rheinisch ,moselanisch ,saarländisch ,preußisch ,süddeutsch ,bayrisch oder sonst wie ist ,auch im Karneval gesund bleibt -

hier ein paar Tipps
für die Seele im Karneval  Cheesy

Wenn die Seele sanft erwacht
morgens zwischen fünf und acht ,
braucht sie Stärkung für den Tag ,
der Gott weiß was bringen mag.-
drum empfehl ich gegen Sorgen
das Gebet am frühen Morgen .

Abends nach der Tage Plage
braucht der Mensch ganz ohne Frage ,
noch den Seufzer " Gott sei Dank ! " ,
ohne diesen wird er krank .

Runzeln ,Pickeln und auch Falten ,
die sich in der Seele halten ,
müssen wir mit Liebe glätten ,
anders ist sie nicht zu retten ,

Mancher hier -ich schließ mich ein-
kennt das Wörtchen" Seelenpein ".
Dieser Zustand macht auf Dauer
Herz, Gemüt und Magen sauer.

Drum als Natron für die Seele
das Gespräch ich sehr empfehle .

Ist die Seele arg geschunden ,
heilt ein Pflaster viele Wunden ,
es wird einfach Trost genannt
ist nicht immer schnell zur Hand .

Seelen kann man auch entgiften
wenn die Menschen Frieden stiften .

Manche Seele kriegt ' dann Schwung ,
wurde wieder frisch und jung ,
weil sie sich mal liften ließ
und auf Gleichgesinnte stieß ,
die mit ihr nach Freude strebten,
mit dem Blick nach " oben " lebten .

Ja die Freude liebe Leute ,
das ist mein Geheimtipp heute.
Freude haben ,Freude machen
freuen ,singen ,beten lachen
ist Kosmetik für die Seelen
dringend möcht 'ich sie empfehlen ;
denn Gott schuf die Seelen schön ,
schön will er sie wiederseh'n .

Diese Verse sind von Regionaldekan Peter Bleser aus
Koblenz

Mit Alaaf und Helau
grüsst euch die annama
aus dem Nahegau Kiss

Schöne Karnevalstage  Cheesy














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Gerade wenn eine Frau meint ihre Arbeit sei getan
wird sie Grossmutter

Liebe Grüsse annama
Luxia
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« Antwort #87 am: 29.02.04, 09:22 »

Heute abend ist in Luxemburg Burgbrennen.

Aus Tannenbaumstämmen wird ein grosses Kreuz gebunden und mit Stroh oder Reisigbündeln umwickelt. Dieses Kreuz (die Burg) wird auf einer Anhöhe am Dorfrand aufgestellt.
Tags zuvor wurde im ganzen Dorf brennbares Material wie Holz, Heckenschnitte, Karton, Jutesäcke u.ä. gesammelt. Das alles wird um das Kreuz aufgeschichtet.
Abends geht es dann mit einem Fackelzug vom Dorf zur Burg und dort dürfen die Paare, die im vergangenen Jahr Hochzeit gefeiert haben, die Burg anzünden.
Es ist schön, wenn man am wärmenden Feuer steht, seinen Glühwein schlurft und auf den Anhöhen rundherum das Feuer der anderen Burgen leuchten sieht.

Das Burgbrennen ist eine alte luxemburgische Tradition, die das Ende des Winters symbolisiert und wird in jedem Dorf gefeiert.

Zwischen den Dörfen gibt es eine Art Wettkampf, wer denn nun die schönste Burg hergestellt hat, welche am längsten brennt usw.
Leider passiert es auch ab und zu, dass eine Burg schon am Samstagabend brennt. Dann haben einige aus dem Nachbardorf sich  einen Spass erlaubt und das Feuer heimlich angezündet, um die anderen zu ärgern.

Wo gibt es diesen Brauch auch noch?

« Letzte Änderung: 29.02.04, 09:23 von Luxia » Gespeichert

Liebe Grüsse
Maxi
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Beiträge: 38


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« Antwort #88 am: 29.02.04, 15:55 »

Diesen Brauch gibt es bei uns in ähnlicherweise nur dass es Hütten verbrennen heißt . Es hat die gleiche Bedeutung wie bei euch in Luxenburg, der Winter wird verbrannt.
Die jungen Männer im Dorf gehen brennbares Material im Dorf sammeln und fahren es zu einer Anhöhe, dort wird ein Kreuz gebunden und am Abend angezündet. Anschließend gehen die Jungs von Haus zu Haus Eier sammeln um nachher Eierkuchen zu backen. Natürlich wird dabei auch viel Alkohol getrunken und einige bekommen nichts mehr vom Eierbacken mit. An Schaltjahren dürfen die Mädchen aus dem Dorf auch dabei sein.
In der Eifel wird der Brauch noch in vielen Dörfern beibehalten.
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Liebe Grüße
Heike
Gislinde
Vereinsmitglied
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 882


BT - find ich gut!  Hätte gern öfters Zeit dazu !


« Antwort #89 am: 29.02.04, 16:22 »

Heute ist im Allgäu Funkensonntag, nach Tradition gibst Funkenküchle(etwas kleiner wie Faschingskrapfen).
In verschiedenen Orten wurde in den letzten Tagen Holz, Geäst gesammelt, auch die Christbäume kommen aus dem Zwischenlager, große Funkenhaufen aufgeschichtet,  z.T. Wache gehalten, damit keine Scherzbolde den Haufen vorher  anzünden. Mancherorts wird ein Dorffest draus gemacht mit Musikkapelle, Glühwein und Funkenküchleverkauf. So gegen 20 Uhr werden die "Funken" in Brand gesetzt und ringsrum auf den Anhöhen lodern die Feuern schon eine Stunde und länger, denn manche Haufen sind einige Meter hoch, obendrauf steckt an einer langen Stange eine Strohpuppe, die"Funkenhex". Symbolisch soll ja der Winter vertrieben werden.
Das Auge des Gesetzes wacht darüber, daß nur wirklich Holz und nicht wie früher Abfälle, Altreifen o.a. verbrannt wird, bei der Gemeinde  muß das Feuer angemeldet werden.
« Letzte Änderung: 29.02.04, 21:46 von Gislinde » Gespeichert

Mit lieben Grüßen
Gislinde
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