Autor Thema: der kleine oder große Alltagsfrust  (Gelesen 25267 mal)

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Offline Steinbock

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #240 am: 27.10.17, 15:44 »
Damals schenkt ich unseren neuen Nachbarn ein Buch zur Hochzeit - und sie meinten zu mir, jetzt haben wir auch ein zusätzliches Buch zu unserem Stammbuch!
Ich erzählte es meiner Freundin, sie antwortete lapidar: sieh an,  der Trend geht zum Zweitbuch!

 ;D ;D ;D
Ich finde das witzig und kann es nicht ernsthaft glauben, dass jemand gar kein Buch zu Hause hat.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)

Online mary

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #241 am: 27.10.17, 17:06 »
Ein Ausflug in die Buchhandlung ist für mich ein echtes Higlight, Bücher gehören für mich zum Leben dazu, aber ich muss gestehen, so ein vorgelesenes Buch hat schon auch was für sich, besonders wenn die Stimme passt.
Ein paar ganz langweilige, monotone Stimmen auf  Hörbüchern  hab ich als Einschlafhilfe ;D
Auf Fernsehen kann ich leicht verzichten, auf Bücher eher nicht.
Ich konnte auf alle Fälle das neue Buch aus der Buchhandlung gleich zum Lesen anfangen, Auto hat gemuckt und ich musste in der Werkstatt eine ganze Weile warten.
Das Buch ist so lustig, dass ich mich echt zusammenreissen musste, dass mir das Lachen nicht lauthals rauskam.

Offline AnniH

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #242 am: 27.10.17, 17:15 »
@Mary welches Buch hast du dir gekauft ??

Online mary

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #243 am: 27.10.17, 17:42 »
@Anni, ein sehr makaberes Buch:
Verschieben Sie die Deutscharbeit, mein Sohn hat Geburtstag. Von Helikoptereltern und Premium-Kids.

Ich musste mich wirklich zusammenreissen, dass ich nicht lauthals lachen musste, aber insgesamt ist es eigentlich ein Buch, das eher zum Nachdenken anregen sollte.
Beim Lesen dreht es einen die Fussnägel auf- es ist ja kein Roman, sondern so ein wenig die Zustandsbeschreibung der heutigen Kindererziehung.
"Vom Dinkelzwang bis zur Noten-Klage, Helikoptereltern kreisen von früh bis spät über ihren Kindern.
Sie sind ängstlich, ehrgeizig und vor allem immer zur Stelle.
Hebammen, Erzieher, Lehrer, Ärzte, Trainer und Professoren sowie hunderte Spiegelleser haben nun endlich ausgepackt.
Sie erzählten, was sie mit übermotivierten Eltern vom Geburtsvorbereitungskurs bis zur Uni erlebt haben.
Herausgekommen ist eine Realsatire, die viele zum Lachen, aber auch einige zum Verzweifeln bringt."

Es stand noch ein Buch im Bestesellerregal,,
ungefähr mit dem Titel- das allergewünschteste Wunschkind aller Zeiten bringt mich zum Wahnsinn- mit Tips, wie man mit so einem verzogenen und verwöhntem Trotzkind fertig wird.


Hab mich heute gefragt, ist jetzt erstmals  die Zeit, wo es Kinder gibt, gab es zuvor keine?

Ich freu mich schon auf heute Abend um in der Helikopterelternwelt  weiter zu lesen. Bin ich froh, dass ich keine kleinen Kinder mehr habe.

Offline bertine

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #244 am: 28.10.17, 07:44 »

Ich habe als Kind sehr viel gelesen. Später war die Zeit dafür zu knapp. Meinen Kindern habe ich jeden Abend vorgelesen und bei meinem Enkel mache ich es heute genauso wenn ich ihn ins Bett bringe.
Göga und mein Sohn lesen nur die Fachzeitschriften und unsere jüngste hat auch überhaupt kein Interesse am Bücherlesen.
Unsere Älteste hat das beibehalten. War und ist immer am lesen falls ihre Zeit das zulässt.
Ich finde das einfach schön und ich mag auch lieber Bücher als diesen Reader, meine Tochter hat einen aber ich kann mich damit nicht anfreunden. Vielleicht wenn ich mal mehr Zeit habe.


Online mary

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #245 am: 28.10.17, 07:57 »
Was ich mich schon öfters gefragt habe, wer oder was entscheidet, ob man eine Leseratte, ein Bücherwurm wird?
@bertine, vielleicht ist es Einbildung, aber ich muss ein Buch in der Hand haben, die Seiten umblättern, hab vor vielen Jahren ein tolles Geschenk bekommen, man kann das Buch in diese Buchstütze- Lesehilfe oder wie man es auch nennt- reinlegen, unter der Hülle ist ein kleines Kissen drangenäht und damit kann man auch ganz gemütlich im Liegen auf dem Sofa das Buch lesen.

Offline annelie

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #246 am: 28.10.17, 10:33 »
Meine Schwester und ich lesen sehr gerne. Ihre Söhne mögen überhaupt nicht lesen und bei uns liest die Tochter sehr gerne, sie hat wie ich, immer ein Buch dabei, unser Sohn ist Legastheniker er hat es sehr geliebt von klein auf Vorgelesen zu bekommen, aber selber lesen war ihm eine lange Zeit zu mühsam, erst als er ca. 12 Jahre alt war hat er Bücher richtiggehend verschlungen, scheinbar hat er da den richtigen Lesestoff gefunden gehabt. Auf seinem 1. Lehrbetrieb gabs keinen TV, da hat er abends immer Radio gehört und gelesen, am 2. Lehrbetrieb hat er auch noch viel gelesen, aber mittlerweile hat er "keine Zeit" mehr zum Lesen... kann ja wieder mal kommen.

Mein Mann liest sehr selten Bücher, meist nur wenn er im Kh ist.
« Letzte Änderung: 28.10.17, 11:37 von annelie »
Liebe Grüße
Annelie
Die größte Entdeckung meiner Generation ist, dass der Mensch nur durch Änderung seiner Einstellung sein Leben ändern kann
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Offline Bergli

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #247 am: 28.10.17, 12:08 »
In unserer Familie lesen die Frauen sehr viel, dicke Bücher, (manchmal lesen wir alle die Gleichen, aber oft sehr verschiedene). Bei den Herren "nur" einer, die Andern nur das nötigste, Zeitung, Wats app, mehr sicher nicht..... (Bücher sind so Dick).
Habe allen Kindern immer oft vorgelesen, sie haben es sehr genossen.

Ich glaube es kommt nicht drauf an, ob vorgelesen wird oder nicht, dass jemand eine Leseratte wird oder nicht. Meine Eltern haben nie viel gelesen.

Bei einem Junior, er "war" sehr schlau, bis wir merkten, das er ist zu "faul" zum lesen ist. Er fragte uns, besonders mein Mann; was ist das und zeigte auf das Bild. Der stolze Vater erklärte es ihm. Bis wir merkten, es stünde als Bildunterschrift! So musste er nicht lesen  ;D.

Offline Doris70

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #248 am: 12.11.17, 12:46 »
Bruder liegt derzeit im KH, nichts ernstes, aber dennoch..weil plötzlich.
Demnächst meine Mutter ins KH, am Tag nach ihrer (hoffentlichen) Rückkehr meinen Sohn.
Momentan geht es mir mit Arbeit, Arztbesuchen, Freizeitbeschäftigungen der Kinder (Fußball, Musik, Nachmittagsunterricht ohne Busverbindung) Besuche im KH usw viel zu dick rein!
Und wenn dann noch einer -gut gemeint- fragt, ob es mir wohl nicht gut geht.. entweder brech ich in Tränen aus, was den anderen irritiert oder ich werd agressiv, was noch schlechter ist.

Offline Mathilde

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #249 am: 12.11.17, 14:49 »
Hallo,

Vorsicht Doris, das könnte in einer Depression enden. So sind die ersten Anzeichen.... .

LG Mathilde
Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Marie von Ebner-Eschenbach

Offline pauline971

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #250 am: 13.11.17, 15:29 »
Uiuiuiuiuiui Doris, da schließe ich mich Mathilde an. Pass auf Dich auf und such Dir Deine Inseln, wo Du Auszeiten nehmen kannst. Die Inseln können ganz winzig sein, aber hilfreich müssen sie sein. Das kann eine regelmäßige Beschäftigung, die Dir Spaß und Freude macht sein, das kann der tägliche und fest eingeplante Spaziergang in den Wald sein, das kann eine Zeit sein, wo Du lesen oder basteln oder was auch immer machst. Aber es muss DEINE Zeit sein. Dafür ist Zeit, ganz sicher. Schaff Dir diese Freiräume. Wenn es Dich umbeamt sagt niemand: "Super, das hast Du toll gemacht, bekommt einen Orden"
Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.
Antoine de Saint-Exupéry

Offline mogli

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #251 am: 13.11.17, 22:26 »
Ich bin heute auch gefrustet.
Mein  (M...le) Ablufttrockner, hat 27 Jahre ohne jegliche Macken seinen Dienst getan.
Jetzt schliesst der elektrische Magnetverschluß nicht mehr.
Das wird sein "Todesurteil" sein, denn die Firma garantiert 20 Jahre Ersatzteile.
Wenn er jetzt gravierend kaputt wäre - klingt evtl. blöd, z.B. Heizung, Lager der Trommel oder so, aber nein, nur weil die Tür nicht mehr schliesst soll ich mich von ihm trennen?  ::) ??? ::)
Was für eine Materialverschwendung.
Weil der Elektriker schon mal da war, wechselten wir gleich 2 Röhren von der Melkstandbeleuchtung. Trotz sorgsamer Entfernung der Plexiglasabdeckung zerbrach sie weil die Dichtung fest geklebt war. Der Elektriker brachte eine neue Abdeckung d.h. gleich die ganze Lampe, weil die ganze Lampe nur 4 € mehr kostet als die Abdeckung!  :o :o
Allerdings müsste da das Kabel neu angeschlossen werden.
Das kann ja wohl nicht sein oder?
Liebe Grüße Helga

Offline Maja

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #252 am: 13.11.17, 23:25 »
ein Trockner 27 Jahre alt. Der halt sein Geld doch mehr als verdient.
Vielleicht bekommst du das Ersatzteil ja noch.

Online gatterl

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #253 am: 14.11.17, 04:01 »
Genau. Ausserdem sind die neuen Trockner wesentlich sparsamer  im Stromverbrauch.
Siehs positiv.   :-*

Aber eventuell gibt's das Teil wirklich noch.
Manchmal auch gebraucht.
« Letzte Änderung: 14.11.17, 04:06 von gatterl »
Barbara

Man beachte, daß nicht jeder, der die Meinung anderer hören möchte, auch eine andere Meinung hören will.

© Maz Bour

Offline goldbach

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Re: der kleine oder große Alltagsfrust
« Antwort #254 am: 14.11.17, 09:52 »
@mogli, Dein Verärgern kann ich gut verstehen!
...das ist wie mit unserem alten Fernseher - der hat doch tatsächlich nach 27 J. den Geist aufgegeben: vollkommen unerwartet!
Mein Bruder war entsetzt, als ihm der Elektriker erklärte, dass es keine Ersatzteile mehr gäbe.
Und weil man kurz drauf sowieso nicht mehr "mit Antenne" fernsehen konnte, wurde kein Fernseher mehr angeschafft.


 


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