Autor Thema: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?  (Gelesen 4379 mal)

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Offline maggie

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #15 am: 09.08.16, 10:01 »
Mehrgenerationenwohnen ist laut "neue-wohnformen.de" so definiert
Gemeinschaftliches Wohnen mehrerer Altersgruppen im Rahmen eines Wohnprojekts. Hauptziel des Mehrgenerationenwohnens ist es, Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenzubringen, unter anderem mit dem Ziel gegenseitiger Unterstützung (Stichworte: "Leih"-Oma, Unterstützung der älteren Bewohner durch die jüngeren etc.)

Und so sollte es doch auf einem Hof sein: unterschiedliche Generationen, gegenseitige Unterstützung

Kann sein, dass ich durch meine positiven Erfahrungen mit meiner Schwiegermutter dieses "unter einem Dach wohnen" anders betrachte, als jemand, der mit den Schwiegereltern mehr schlecht als recht "hausen" muss.
Aber lieber mit der Schwiegermutter als mit gänzlichen Fremden, so meine Meinung
Doris

liebe Doris,
dein letzter abschnitt zeigt genau die wunde stelle - ich hätte das nicht nocheinmal mitmachen wollen - 8 jahre mit se haben genügt (die 7 jahre mit sm allein waren dann besser, bis auf den platz der uns fehlte )

und wie heisst es so schön " mit der Verwandtschaft ist man gesegnet, die freunde kann man suchen" -

und se sind für (fast) jeden einheiratenden Partner - fremde - und die kannst du dir nicht mal aussuchen ... -
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline annelie

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #16 am: 09.08.16, 10:03 »
Doris, jeder setzt halt seine Prioritäten anders und ja es ist anders, wenn man mit "fremden" Menschen zusammenlebt, als wie mit den eigenen Eltern, da bleibt man immer das Kind und wird teilweise nicht als erwachsen angesehen, egal wie alt man ist.

In ein Mehrgenerationenhaus ziehen Menschen die sich bewußt dazu entschieden haben, passt es nicht, können sie wieder ausziehen und sich was anderes suchen.
Liebe Grüße
Annelie
Die größte Entdeckung meiner Generation ist, dass der Mensch nur durch Änderung seiner Einstellung sein Leben ändern kann
W. J

KATHRINA H:

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #17 am: 09.08.16, 10:15 »
@Doris: Du könntest Dich gerne mal mit meiner Mutter unterhalten, wie sehr sie unter dem Zusammenleben mit meiner
Oma, ihrer SM gelitten hat!
Meine Eltern hatten als Privatraum "nur" ihr Schlafzimmer, alles andre gemeinsam, ich habe als Kind oft die Streitereien
mitbekommen, bzw. Omas teils "gehässiges" Verhalten...

Oma ging sogar immer als letzte ins Bett, das sie ja nichts verpaßte, was meine Eltern redeten usw....
Das prägt einen als Kind!
Also, jedem seine Meinung, aber ich steh zu getrennten Räumen. Und ich schäme mich auch nicht, falls ich mal den Pflegedienst
einschalte, wenns zum äußersten käme...

Aber das gehört woanders hin...

Kathi

Offline maggie

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #18 am: 09.08.16, 10:22 »
. Und ich schäme mich auch nicht, falls ich mal den Pflegedienst
einschalte, wenns zum äußersten käme...

Aber das gehört woanders hin...

Kathi

kathi,
das hätte ich auch nie gemacht, vor allem bei sv, bei sm wäre die Belastung zu gross gewesen, da war von anfang an klar, dass ich das nicht tun werde (war z.g. schon damals - vor 40 jahren, kein Thema mehr, in den übergabevertrag aufzunehmen - ich hätte das nicht akzeptiert, da wir da schon grosse Probleme mit sv gehabt haben)
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Mucki

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #19 am: 09.08.16, 11:38 »
@ Doris70, schön das es bei euch so geklappt hat ,freut mich für dich .

Nur läuft es nicht über all so , bei uns war die beste Entscheidung das wir das Nachbarhaus Kauften , trotzdem waren wir hir am Hof nie frei, immer unter Beobachtung, wann wir wo hinfuhren ,wiederkamen, immer die fragen um das warum , wieso, weshalb nicht nur bei den arbeiten nein auch in der Freizeit.

Weg wollen wir damit unsre Jungen die auf dem Hofwohnen frei sein können, und wir nicht alles mitbekommen.
Da wir aufhören giebt es keine grund auf dem Hof zu bleiben um mitzuhelfen.
Unser haus altersgercht umzunauen würde auch kosten .
Der Standort für unser neues Haus ist im nächst größeren Ort aus folgenden gründen ,Ärzte ,Einkaufsmöglichkeit, Apoteke, und auch gute Busanbindungen in die Nächten umliegenden Stätdte ist seher gut,
wir haben uns eien Bauplatz ausgesucht der an die Natur angrenzt, um das Alt werden in ruhe zu geniesen (so Gott will haben wir noch ein paar Jahre)

Frieden ,Harmonie funktioniert nicht immer miteinandern oft ist es besser man trennt sich , und zum Frieden gehören beide seiten.

Auf unsren Hauskauf bestand damals mein SV , er kannte seien Frau und mir blieb damit viel erspart ( nicht alles).

lg Mucki
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Offline hildy

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #20 am: 15.08.16, 19:37 »
Nun in Kürze noch unsere Lösung: Als wir den Stallumbau planten, planten wir im zweiten Stock eine kleine Wohnung für die Schwiegereltern. Die waren nicht begeistert - wir hatten uns aber schon überlegt, dass wir unbedingt zwei Wohnungen brauchen würden, falls unser Sohn ebenfalls in der Landwirtschaft bleiben sollte, und liessen uns nicht davon abbringen.
Inzwischen haben die SE mehrere Jahre dort gewohnt und nun bin ich in den oberen Stock gezogen! Es ist nicht so, dass wir uns gegenseitig aus dem Weg gehen, aber wir stehen uns auch nicht im Weg!
Am Anfang musste man durch die Betriebsleiterwohnung in die kleinere im zweiten Stock. Doch inzwischen habe ich sogar einen eigenen Eingang bekommen und wenn ich nicht möchte, muss ich niemanden sehen. Aber ich kann jederzeit unten "zu Besuch" gehen.
Damit bin ich, und auch die junge Familie ganz glücklich!
Heisst nicht, dass wir nicht zusammen arbeiten, ich koche dreimal die Woche das Mittagessen, mache einen Teil der Wäsche und helfe wenn nötig auch auf dem Betrieb mit.
Hildy
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Offline martina

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #21 am: 15.08.16, 19:53 »
Seniorenwohnungen würde ich aber nicht in der erste Etage oder noch höher einplanen.

Als wir hier das Haus etagenmäßig aufteilten, sagten SE, sie gingen lieber ganz nach unten, so brauchen wir nur ihr Schlafzimmer verlegen und haben uns oben mit Küche und allem anderen neu eingerichtet.
Letztendlich war das die richtige Entscheidung, weil SV eine kaputte Hüfte hatte und SM jetzt mit 88 auch keine Treppen mehr steigt, ausser ab und an in den Keller, falls kein Enkelkind zum Schicken greifbar ist. Unten ist alles ebenerdig, so dass man auch mit Rollator gehen kann.
Zum Wichteln 2017 bitte hier entlang.

Offline frankenpower41

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #22 am: 15.08.16, 20:19 »
Das sehe ich genauso. Ich kann absolut nicht nachvollziehen wie sich SM, seit über 50 Jahren gehbehindert, die oberen Räume hat schreiben lassen können. Unsre Treppe nach oben ist sehr steil und jetzt jammert sie, dass sie ihre Einkäufe nicht hoch bringt. Irgendwann hatte sie ja mal die Idee wenn sie nicht mehr hoch kommt, dann will sie unten ins Büro rein, aber ohne mich.

Offline geli.G

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #23 am: 15.08.16, 20:28 »
Hallo,

meine SE haben vor 25 Jahren ein Austragshaus neben dem Hof gebaut. Die Wohnung ist also ebenerdig, allerdings nicht behindertengerecht....daran hat damals niemand gedacht  ::) Sollte meine SM einen Rollstuhl o.ä. benötigen, muss halt nochmal was nachgerüstet werden.

Irgendwann werden wir wohl auch mal rüber ziehen  ;)

Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline Tina

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Re: Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?
« Antwort #24 am: 15.08.16, 20:39 »
Bei uns wohnt Oma auch oben und wir schlafen oben. Wir haben einen Treppenlift einbauen lassen, damit die Treppe bewältigt werden kann. Wurde von der Pflegekasse bezuschusst.

Aber: Für mich kommt als Altenteiler nur eine eigene, abgeschlossene Wohnung in Frage!!!!!!!!!!
Was ich hier erlebt habe, und andere von Euch haben bestimmt noch mehr erlebt, das möchte ich keinem mehr zumuten. Meine SM meint mit ihren 91 Jahren mir heute noch zu sagen, was ich zu tun und zu lassen habe. Und arbeiten tu ich sowieso nicht genug und nicht das richtige.

@Doris: freu dich, das du es so gut getroffen hast!!!

Und was die Finanzen betrifft, wenn keine zwei Wohnungen möglich sind, dann sollte man/frau mal das Betriebsergebnis hinterfragen, ob sich das ganze noch lohnt. Und da zählt nicht nur ein Jahr. sondern mehrere.
LG
Tina

 


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