Autor Thema: Was kommt nach der Hofaufgabe  (Gelesen 10407 mal)

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Online gammi

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #45 am: 23.09.16, 12:06 »
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass es bei Doris darum ging, dass sie nun keine Ausrede mehr für unliebsame Aufgaben hat.
Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch

Offline Rohana

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #46 am: 23.09.16, 13:10 »
Wenn du keine "Ausreden" hast musst du eben lernen dich abzugrenzen, wo es nötig ist. Schaffst du bestimmt :)

Offline mary

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #47 am: 23.09.16, 13:21 »
Hallo Doris,
wie möchtest du es denn gerne haben? Sicher hast du jetzt mehr Zeit, aber mehr als 24 Stunden werden es jetzt auch nicht werden. Der Tag ohne Milchkühe hat ein anderes Zeitraster. Und wenn du nicht aufpasst, dann verfügen andere über deine Zeit, schneller als du nur denken kannst. ;)
Am Anfang war es für mich sehr gewöhnungsbedürftig, nicht mehr zur Stallzeit heimfahren zu müssen, einen Ausflug machen zu können, ohne den Stress, passend nach Hause zu kommen. Kein in der Nacht mehr aufstehen und wegen Abkalbung oder kranken Kälbern ständig zu laufen.
 Aber  eben leider auch nicht mehr diesen Augenblick erleben, wenn so ein kleines Kalb auf die Welt kommt- dieses Zusammenspiel von Kuh und Kalb, das einem so ein ganz besonderes Gefühl im Herzen schenkt.
Aber auch das Gefühl, welche Mühe und welchen Einsatz die Tiere gebraucht haben, die Erkenntnis, was da alles schief läuft in der Landwirtschaft und vor allem auch, wie lange man so manchen Mist geglaubt hat. Und vor allem, erst wenn man ein wenig ausserhalb steht, dann sieht man vieles aus einer anderen Sichtweise.
Wenn ich im Geschäft sehe, wie die Milch und ihre Produkte verramscht werden, da könnte ich heute noch in die Luft gehen, wo überall Palmöl statt Butter oder Sahne steckt.
Das Gewöhnungsbedürftigste war für mich beim Einkaufen an die Milch zu denken,
hole sie entweder auf dem Markt oder von einer Milchtankstelle- saubere  Milchflaschen habe ich immer im Auto dabei. Unsere Katzen wollte ich auf H-Milch umstellen, sie weigern sich. Aber Katzenmilch werden sie bestimmt keine bekommen. Finde ich auch schräg, dass die Milch für die Katze teurer ist als hochwertige Milch für den Menschen.

Offline Ossi22

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #48 am: 26.08.17, 08:53 »
Ich habe letzten 2 Jahre viel aufgegeben . Meine Ehe ( und da dies ein öffentlicher Bereich ist , schreibe ich da nicht weiter zu )
und meine Landwirtschaft . Ich habe von 150 Prozent auf nahezu Null runtergefahren .
Meine Flächen sind im Paket an einen örtlichen Milchviehhalter verpachtet , ein Hektar verkauft , weil es gerade passte .
Maschinen , Tiere so gut wie alles weg .
Finanziell ist die Abwicklung ne harte Nummer , denn man arbeitet als Landwirt mit Krediten . Nun muss die Finanzierung anders aufgestellt werden oder alles zu Geld machen , was geht . Ziemliche Gradwanderung ,wennman den Hof als Einheit so gut es geht erhalten will .

Ich hatte zu der Zeit Frust und habe gesagt , nie wieder was mit Tieren .
Ich bin bei einem größeren Lohnunternehmer ( Dettmer ) angefangen in der Disposition   , vorher hatte ich mich für einiges beworben  . Bandbreite war weit . Favorit war eigentlich die Pflege und Führung eines kleineren Museumshofes . Beworben aber auch bei der Feuerwehr , Golfplatzpflege , Stadt usw ) .
Beim LU war ich dann ein gutes halbes Jahr . Büroarbeit , aber sehr schwer . Verhandeln mit dem Kunden und der Chef kommt und ändert gerade iweder .Zudem war das Anlernen in der Hauptstelle in 60 km Entfernung , ich kannte Land und Leute nicht .
Ich habe gewechselt zu Bekannten von mir , die Firma kennen auch einige von euch ( Achtung Werbung : Melktechnik Discount . Findet Google sofort ).
Zuerst mehr im Versand , da ich aber ldw Produkte ganz gut kenne , mehr PC und Telefon Verkauf und Abwicklung Reklamationen ) .
Ein eigentlich sicherer Jon , morgens 8 Uhr anfangen , 8 h Job erledigen , Geld und Urlaub ok . Hätte ich bis zur Rente machen können , aber ........
Ich bin immer unzufriedener geworden ( zwar auch bedingt durch meinen Vorgesetzten etwas ) . Aber ich sitze in einem winzigen Büro am Fenster und sehe , wie draußen meine ehemaligen Berufskollegen mit dne Treckern rauf und runter fahren . Ein tolles Leben . Wenn man Geld und Risiko nicht sieht .
In der ganzen Zeit  , wo ich so im Arbeitsverhältnis stand . hat der Pächter meiner Flächen immer gesagt , das wird dir nicht schmecken , du hast anders gelernt , bist für was anderes geschaffen - komm zu mir .
Nun wechsle ich zu ihm Anfang des nächsten Monats , großer Überbegriff als Herdenmanager . Holstein Züchter kennen den Namen #Bunge#. Ist auch bei mir vor der Haustür und die Arbeitsorganisation für mich wird gut geregelt sein .

Auch ich bin derjenige , der ein mehr als 800 jährige landwirtschaftliches Hofleben an die Wand fährt . Ich glaube auch das Reaktivieren des "Hofes" wird nicht wieder funktionieren .
Mein Sohn hat letztes Jahr die ldw Ausbildung erfolgreich beendet , war nicht glücklich über den Ablauf , aber versteht es . Er holt das Abi nach , wenn er es schafft .
Meine Eltern nagen da sehr dran , sind nun aber wieder recht stabil . Das Private ist mehr das Problem .
Ich nage an der Aufgabe  schon dran , besonders aktuell bei den steigenden Milchpreisen . Hätte man durchhalten sollen , weiterkämpfen usw ?
Eins ist sicher , selbständiger Landwirt ist ein ganz anderes paar Schuh als wie angestellt zu sein . Vielleicht auch noch ganz branchenfremd , da muss man schon sehr stark sein .
Ich bin jedenfalls froh , nicht mehr mit Kunden am Telefon kämpfen zu müssen , mich für meine Entscheidungen bei Kd beim Chef rechtfertigen zu müssen und auch wieder etwas für mich arbeiten zu können und weniger in einem Team . Das scheint mir nicht zu liegen  . Im kleinen Stil muss ich es zukünftig wieder , aber das ist überschaubar .
Der Wechsel zur Arbeitsstelle zu meinem Pächter der Flächen hat auch noch den Grund , das ggfls meine Gebäude irgendwann genutzt ( und dann auch bezahlt ) werden .
Denn hier auf dem platten Land sind die Chancen , diese erfolgreich zu vergeben , nicht einfach .

Offline martina

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #49 am: 26.08.17, 09:18 »
Ossi, DANKE für diesen ehrlichen Bericht.

Die Entscheidung zur Aufgabe ist nicht einfach. Und der Wechsel von der kompletten Selbstständigkeit in ein Arbeitsverhältnis mit doch fremdem Arbeitsfeld und Aufgaben sicher auch nicht.

Ich wünsche Dir, dass es Dir nun in Zukunft wieder besser geht. Du arbeitest als das, was Du gelernt hast.


Wir haben die Tiere auch weggegeben, als es mit dem Milchpreis absolut nicht mehr ging und statt dessen eine Acker-GbR gegründet. Da lagen aber andere Vorraussetzungen vor und die Milch war nie unser wichtigstes Standbein. Die Kühe waren eben da, aber in einer kleinen Einheit, die schlichtweg viel zu viel Arbeit machte und wir haben sie immer als auslaufend gesehen.
Meiner SM ist das extrem schwer gefallen zu akzeptieren und sie lamentiert heute noch oft darüber herum, dass wir alles falsch machen, wenn es ihr nicht gut geht.
Wie man es macht, ist es falsch. Macht man es gleich verkehrt, ist es auch nicht richtig.

Offline frankenpower41

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #50 am: 26.08.17, 10:38 »
Danke Ossi für diesen sehr ehrlichen Bericht.
Ich grüble ja von Haus aus sehr viel und mache mir Gedanken wie es hier mal weiter gehen wird.
Junior ist da ähnlich, aber noch viel euphorischer als mein Mann und ich und sieht manches anders, was auch richtig ist. Mit den Jahren (und wenn man nicht mehr so kann) ändert sich auch die eigene Sichtweise wie ich immer öfters merke. Andererseits steckt man oft in seinem eingefahrenen Trott und hinterfragt vieles nicht. Für Dich hast Du jetzt sicher das Richtige gefunden. Grad wenn man nie Arbeitnehmer war ist es nicht einfach und an ganzen Tag ins Büro setzen und seine Entscheidungen begründen müssen ist auch gewöhnungsbedürftig.
Grad im Moment ist durch den Ausstieg aus der Landwirtschaft eines Schulfreundes von Sohn das Thema wieder vorhanden.
« Letzte Änderung: 26.08.17, 11:00 von frankenpower41 »

Offline Tina

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #51 am: 26.08.17, 10:52 »
Danke für deinen Bericht, es ist bestimmt nicht einfach, darüber zu schreiben. Hut ab.

Bei Bekannten von uns ist es vor Jahren ähnlich gewesen, hat mit dem Betrieb aufgehört und dann bei einem Landhändler angefangen, gefiel ihm überhaupt nicht. Nach ein paar Monaten wurde ihm eine Verwalterstelle ca. 30 Min. von zu Hause entfernt angeboten und er hat zugegriffen und ist zufrieden.
LG
Tina

Offline annelie

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #52 am: 26.08.17, 11:42 »
Hallo Ossi,
schön wieder von Dir zu lesen.
Danke für Deinen Bericht. Unser Sohn hat heuer seinen Landwirtschaftsmeister gemacht und wird nächsten Donnerstag seinen letzten Arbeitstag bei uns haben. Ab Freitag beginnt er eine Ausbildung im Bürobereich. Göga hat noch 8 Jahre zum Renteneintrittsalter, die Kühe machen wir so lange wir wollen und es gesundheitlich passt, momentan haben wir 11 freie Kuhplätze, also melken wir schon weniger,  dann werden -so es gesundheitlich geht- nur noch die Flächen bearbeitet und wahrscheinlich Pachtflächen zurückgeben. Später werden die Eigentumflächen verpachtet. Aber der Mensch denkt und Gott lenkt, mal sehen was auf uns zu kommt. Natürlich steht es einem von unseren 2 Kindern frei doch noch Ackerbauer oder -bäurin zu werden, dann aber wohl im Nebenerwerb, aber erwarten tun wir das nicht und wahrscheinlich ist es auch nicht. Es ist auch schön, wenn man Pachtzahlungen erhält.  ;)

Ich gehe nicht davon aus, dass wir den Hof an die Wand fahren, dazu gehört mehr und es hört sich nicht so an, als hättest Du Euren Hof an die Wand gefahren. An die Wand fahren bedeutet alles an Fläche verkaufen müssen oder Zwangsversteigerung.
Liebe Grüße
Annelie
Die größte Entdeckung meiner Generation ist, dass der Mensch nur durch Änderung seiner Einstellung sein Leben ändern kann
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Offline Mucki

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #53 am: 26.08.17, 15:44 »
Ja es ist nicht leicht aber mein Mann hat für sich entschieden auch schneller aufzuhören als geplant, und er sagt danach fängt das Leben an
LG Mucki
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Offline Marina

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #54 am: 26.08.17, 16:14 »
... und er sagt danach fängt das Leben an
LG Mucki

"Lebt" dein Mann jetzt noch nicht  ??? Dann fristet er aber ein armseeliges Dasein  :-\  :-X

Ossi, schön wieder von dir zu lesen. Und danke für deinen Bericht.
Es ist interessant, wie du schilderst, dir ein neues Leben einzurichten. Das hört sich nicht einfach an.
Alles Gute für deinen Weg.

Gruß
Marina

Offline Mattea

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #55 am: 26.08.17, 18:17 »
Hallo Ossi22,

vielen Danke für deinen offenen Bericht.

Als ich die Zeilen gelesen hatte,.. war ich zunächst betroffen,.... mir tut jeder Betrieb irgendwie leid, der aufhört oder aufhören muss.  ich hab ales deine Beiträge gelesen und war überzeugt, dass du ein überzeugter Vollblutbauer und Milchviehhalter bist.   Und auch da dein Sohn ja eine landwirtschaftliche Ausbildung machte, in einem Post hattest du mal geschrieben, wie sehr du dich darüber gefreut hast dass dein Sohn diesen Beruf gewählt hat und weitermachen möchte.

Ich selbst musste meine Kühe und Tiere auch aufgeben,.. schon ein paar Jahre her,... es tut immer noch weh. Den Ackerbau hab ich noch,... oft wurde mir angeraten die Flächen zu verpachten,.. dann hätte ich es doch leichter.   Kann sein.  Doch innerlich würde es mich zerreissen,.... würde mich schämen, den Hof aufgegeben zu haben,.. was Generationen aufgebaut haben.   

Ich könnte es mir schwer vorstellen, wenn andere dann auf meinen Flächen herum fahren würden und diese beackern. Der leere Stall ich schon quallvoll.  Die Person zu sein,.. die eine lange Hofgeschichte beendet. Das Buch schliesst, für immer.    Man fühlt sich schuldig. 

Es ist schwer zu sagen was ist richtig oder falsch. Als Selbstständiger Landwirt tut man sich schwer in ein Angestellenverhältnis über zugehen.


Ob das Leben erst nach der Hofaufgabe anfängt, so wie Mucki schreibt,...mag vielleicht für sie und ihren Mann stimmen. Obwohl ich mir schwer vorstellen kann, das er jetzt kein Leben hat, er hatte sich ja mal irgendwann entschieden den Hof zu machen, weiter zuführen,.... er hätte schon damals eine andere Entscheidung treffen können,... hat er aber nicht.  Ich bin mir auch sicher, dass Muckis Mann auch gerne Landwirt ist und war,...  sonst hätte er doch schon vieelll früher alles hingeworfen. 


Das es nicht leicht ist, heute als Landwirt mit eigenem Hof zu bestehen,... weiß ich nur zu gut,.... und auch noch schwerer werden wird.  Doch ganz so schlecht möchte ich das Bauer sein, mit eigenem Hof nicht sehen. 

Allen eine gute Zeit und viel Glück für jede Entscheidung, dass diese die Richtige gewesen sein mag. 


Offline Mucki

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Re: Was ko nömmt nach der Hofaufgabe
« Antwort #56 am: 26.08.17, 19:15 »
Hallo Marina, nein Mein Mann hat bisher lieb leben , er wurde zum Landwirt erzogen, hatte als Jugendlicher so gut wie keine Freizeit, nach unserer Ehe standen wir unter dauerbeobachtung jede freie Sünde ,jeden Urlaub wurde ihm vorgeworfen, er hat nie genug gearbeitet, nein des war kein Leben wie er (wir) es wollen , nach der Hof Aufgabe werden wir uns nach 30 Jahren endlich befreien, tun was wir wollen habe blöde Sprüche zu hören.
LG Mucki
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Offline Margret

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #57 am: 26.08.17, 19:51 »
Ich wünsche mir sehr,  dass nach der Hofaufgabe, die  bei uns aber schon noch dauert, weniger Druck ist in unserem Leben.
Bei uns ist es so,  dass wir sehr diszipliniert sein müssen, um unserer Pensum zu stemmen  und arg in Sorge und Anspannung sind wenn einer von uns mal krank ist. 
Darauf freue ich mich ehrlich,  wenn im Falle einer Erkrankung nicht mehr die Vertretungssorge ist.

Margret

Offline Wiese

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #58 am: 26.08.17, 19:59 »
Wir sind auch Auslaufbetrieb, zumindestens mit den Kühen, Tiere.
Die ständigen Auflagen lassen einem keine Wahl und groß investieren
damit die Jungen weitermachen, ist auch keine Lösung. Und im Nebenerwerb
reicht die Doppelbelastung und mitnehmen kann man sich auch nichts.
Und wer krank ist, weiß wie wichtig die Gesundheit für jeden ist der einen Betrieb führt.
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
                     " Pestalozzi "

Offline Marina

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Re: Was kommt nach der Hofaufgabe
« Antwort #59 am: 26.08.17, 20:34 »
@ Margret: genau so hätte ich es auch formuliert. Nicht: danach beginnt mein Leben!

Ich kenne einige Leute, die haben ihr Leben lang auf die Rente hin gelebt - und sind kurz nach
Renteneintritt plötzlich gestorben.
Mucki, in einem Dorf (und in der Familie) steht man vermutlich immer unter Beobachtung. Egal, ob du einen Hof bewirtschaftest oder ob du aufhörst.

Wir sind auch ein auslaufender Betrieb und freuen uns mal auf beschaulichere Zeiten. Aber "leben" tun wir
deshalb heute auch schon.


 


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