Autor Thema: Das Jahr auf dem Acker  (Gelesen 17916 mal)

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Offline LunaR

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #75 am: 17.09.18, 10:29 »
Martina, dass ist für mich ganz ungewohnt, dass Rüben bei Hochsommertemperaturen geerntet werden. Aus Kindertagen ist mir noch sehr gegenwärtig, dass die Rübenzeit schon immer recht kalt war, feucht und neblig. Die Straßen in unserem Ort versanken dann immer für einige Wochen unter einer weichen Schlammschicht. Da die Fußwege damals auch noch nicht gepflastert waren balancierten wir als Kinder immer auf der Bordsteinkante, der einzige nicht glatte und nicht schmutzige Weg. Überhaupt war damals rundherum alles von der Rübenernte domniert. Die Straße zum Nachbardorf war der Anlieferweg zur Zuckerfabrik für mehrere Orte, und von daher von sich stauenden Treckern mit Rübenwagen blockiert. Heute fällt für Normalbürger die Rübenernte kaum noch auf.

LG
Luna
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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #76 am: 17.09.18, 10:33 »
Die Zeit passt aber schon, Mitte September ist eine normale Zeit für Kampagnenbeginn. Nur die Temperaturen sind halt etwas ungewöhnlich, wobei wir im September schon oft noch warme Tage hatten. Warm, nicht heiß ;D
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Offline Tina

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #77 am: 17.09.18, 13:31 »
Zum Thema Wärme:
meine Cousine hat am 01.10. geheiratet, da haben wir abends gegen sechs den Empfang draußen gehabt, so warm war es. Am anderen Tag haben wir eine Weserfahrt unternommen, mit kurzen Hosen. Ich glaube, das war 2012 *grübel*
LG
Tina

Offline Nanne

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #78 am: 17.09.18, 15:23 »
Hallo,
hab mich grad mit einem ZR-Roderfahrer unterhalten. Läuft anscheinend nur eine Maschine und das mit Mühe. Die Abfuhr der Biorüben läuft auch sehr schleppend, da große Rodeprobleme. Mal schauen wie sich das noch entwickelt.

lg
Nanne

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #79 am: 14.11.18, 09:06 »
Unser Jahr auf dem Acker ist fast zu Ende.

Die Rüben sind alle gerodet und für die Spätlieferung mit Vlies abgedeckt. Da muss dann irgendwann die Mietenstelle noch gesät werden, aber das geht ja erst nach der Abfuhr.

Unser Sohn wartet noch auf kühleres Wetter für eine Pflanzenschutzmaßnahme und dann kann es Winter werden. Hoffentlich mit viel Schnee, welcher die Saaten zudeckt und vor Frost schützt.

Die Zuckerkampagne läuft auf vollen Touren. In unserem Naturraum sind die Erträge und Zuckergehalte überdurchschnittlich, wir hatten wohl doch immer noch etwas Wasser zur rechten Zeit zwischendurch und die Rübe kann sich lang machen, wenn sie Wasser sucht.

Die Phacelia der Zwischenfrucht blüht jetzt nach 4 Wochen langsam aus, dafür sieht man gelbe Senffelder.
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Offline Internetschdrieler

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #80 am: 14.11.18, 09:21 »
Wir haben letzte Woche die Pflanzenschutzspritze mit Frostschutz (Auto-Scheibenwaschmittel) gefüllt und mit dem einwintern des Pfluges die Ackersaison 2018 beendet.
Der Weizen ist schön aufgelaufen und die Wintergerste sollte durch einen jahreszeitlich angepassten Wetterumschwung einen Wachstumstopp hinlegen.
Die Zwischenfrucht-Greeningflächen wurden Ende Oktober mit der Camrbidge-Walze platt gemacht,

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #81 am: 02.02.19, 13:56 »
Gestern war Güllesilvester ;)

Da wir keinen Schnee, aber leichten Frost haben, sind heute Nacht auch schon einige Fässer mit Gülle unterwegs gewesen.
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Offline Internetschdrieler

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #82 am: 02.02.19, 15:10 »
Gestern war Güllesilvester ;)

Da wir keinen Schnee, aber leichten Frost haben, sind heute Nacht auch schon einige Fässer mit Gülle unterwegs gewesen.

Gülle_Neujahr

Tochter hat erzählt, im Herrschinger Grundkurs hat der Franzl  eine nächtliche Auszeit genommen und am 1. Februar von 0:00 Uhr an bis zum Morgengrauen Gülle gefahren.

Offline Luxia

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #83 am: 02.02.19, 19:17 »
Unser Lohnunternehmer hat auch die Stunden gezählt bis Mitternacht. Die Tage vorher hatte er Mühe seine drängelnden Kunde in eine für alle zufriedenstellende Reihenfolge zu bekommen. Leider war nach einem Tag wieder Schluss, denn heute nacht hat es geschneit und die nasse Pampe ist liegengeblieben. 😕
Liebe Grüsse

Offline Paule

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #84 am: 02.02.19, 21:07 »
Wenn das Güllefahren so anliegt, wird wohl nicht Lagerraum vorhanden sein.

Offline Paule

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #85 am: 02.02.19, 21:13 »
Gülle nun auf dem Acker? Wo geht das denn?

Offline Frieder

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #86 am: 02.02.19, 21:52 »
Gülle_Neujahr

Tochter hat erzählt, im Herrschinger Grundkurs hat der Franzl  eine nächtliche Auszeit genommen und am 1. Februar von 0:00 Uhr an bis zum Morgengrauen Gülle gefahren.

Aber noch nicht überall. In etlichen LK wurde ja die Sperrfrist verschoben um zwei Wochen. Zudem wäre Güllefahren hier gar nicht möglich, da durch die Niederschläge die Wiesen nicht befahrbar sind und Minusgrade nicht un Aussicht sind (aktuell noch +6°C).

Aber trotzdem habe ich im Nachbar-LK am 31.01. abends einen fahren sehen - das geht gar nicht  >:(

Offline Internetschdrieler

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #87 am: 02.02.19, 22:37 »

Aber noch nicht überall. In etlichen LK wurde ja die Sperrfrist verschoben um zwei Wochen. Zudem wäre Güllefahren hier gar nicht möglich, da durch die Niederschläge die Wiesen nicht befahrbar sind und Minusgrade nicht un Aussicht sind (aktuell noch +6°C).

Aber trotzdem habe ich im Nachbar-LK am 31.01. abends einen fahren sehen - das geht gar nicht  >:(

Ab 1. Februar dürfen nach Ablauf der Sperrfrist wieder N-haltige Düngemittel auf Ackerland ausgebracht werden,
vorausgesetzt, der Boden ist aufnahmefähig. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass eine Ausbringung
nicht zulässig ist, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist. Eine
Ausbringung auf gefrorenem Boden ist bis max. 60 kg/ha Gesamtstickstoff unter folgenden Punkten möglich:
- wenn der Boden durch Auftauen am Tag der Ausbringung aufnahmefähig wird;
- wenn ein Abschwemmen in oberirdische Gewässer oder benachbarte Flächen auszuschließen ist;
- wenn der Boden durch Einsaat einer Zwischenfrucht oder Winterkultur im Herbst eine Pflanzendecke hat;
- wenn die Gefahr einer Bodenverdichtung und Strukturschäden durch Befahren ausgeschlossen werden kann
Grünland, Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau, durchwachsene Silphie und Szarvasi kann erst ab
dem 15. Februar bzw. ab dem 01. März wieder gedüngt werden. Hier ist zu beachten, ob die Sperrfrist im
Herbst 2018 auf Landkreisebene um 2 Wochen oder 4 Wochen verschoben wurde!;



Quelle: LKP ER-Südbayern

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #88 am: 03.02.19, 11:06 »
Gülle nun auf dem Acker? Wo geht das denn?


Bei uns teilweise.

Wir haben weder Dauerfrost noch geschlossene Schneedecke und es gibt durchaus Tage an denen es nicht regnet, geschweige denn dass der Boden gesättigt oder gar überschwemmt ist.

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Re: Das Jahr auf dem Acker
« Antwort #89 am: 18.02.19, 11:05 »
Herrliches Wetter mit Sonne und Tagestemperaturen von über 10°C die letzten Tage, da sieht man erste Mücken und andere Insekten fliegen. Das können auch Rapsstängelrüssler sein, also heißt es früh genug Gelbschalen aufstellen, um einen möglichen Befall des Rapsbestandes feststellen zu können.

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