Autor Thema: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II  (Gelesen 28519 mal)

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Offline AnniH

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Ich komme von einen landwirtschen Betrieb (Hopfenbau ), ich fand es schon immer sehr interessant , wir hatten Saisonkräfte und wir Kinder mußten frühzeitig bei der vielen Handarbeit mithelfen.
Mein Vater war sehr streng und kommunal politisch unterwegs, unsere Mutter hat das ausgeglichen , wir durften alle in weiterführende Schulen ( Internat ) gehen . Für mich stand fest ich will Bäuerin werden, ich machte die Meisterprüfung, dazwischen lernte ich meinen Mann kennen, der leider kein Hopfenbauer war, sondern Milch- und Ackerbauer.
Ich fand mich schnell in meiner Rolle , habe viele Jahre Lehrlinge ausgebildet, es hat mir einfach Freude gemacht auf den Hof zu arbeiten, etwas Neues aufzubauen, unabhängig zu sein.
Natürlich hatte wir auch so manche Rückschläge, ich hatte eine sehr schlimme Generationsgeschichte, doch die Freude an der Arbeit am Hof, die Freiheit unserer Kinder die sie auf den Hof hatten, aber auch die frühe Mithilfe unserer Kinder , nicht immer freiwillig , hat unsere Kinder geprägt , zum Positiven für die Landwirtschaft.
Ich muß aber auch zugeben, der Bürokratismus war nicht so beherrschend wie heute, hat nicht soviel Zeit in Anspruch genommen
Ja ich würde den gleichen Weg wieder einschlagen, das Generationsproblem würde ich in der Form nicht mehr mittragen , aber sonst bin ich zufrieden und dankbar für das Leben, dass ich auf unseren Hof hatte, nur den Hopfen trauere ich manchmal noch nach.

Offline FlottelotteTopic starter

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Hallo!

@gini:
Der Facharbeiterkurs findet in Tirol statt - heute ist die Infoveranstaltung, bin schon gespannt und freu mich schon!!  :D Offensichtlich wurde das ganze Ausbildungskonzept ja komplett umgekrempelt, damit nicht jeder alles lernen muss uns sich auf seinen Schwerpunkt konzentrieren kann. Mal schauen! :)

Ich versuche einfach, immer interessiert zu sein und alles mal selber zu probieren, wenn ich darf! ;) Gestern "durfte" ich die Egge putzen, nicht ohne vorher damit den halben Weidezaun abzulegen, da ich das Ausscheren etwas unterschätzt habe!  ;D Naja... das kostet meinem Freund gottseidank einen Lacher!

Schöne Woche 8)

Offline gundi

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Der Facharbeiterkurs findet in Tirol statt -
....in St.Johann??
Es ist kein Herr so hoch im Land, der nicht lebt vom Bauernstand!

Offline silberhaar

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Hallo Flottelotte

da waren wir im Mai bummeln.

Schöne Gegend!

Grüessli
silberhaar

Offline silberhaar

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Für mich war es von Anfang an klar, dass ich zu Arbeiten nein sage, die über meine fraulichen Kräfte gehen! (Wir durften so aufwachsen.)

Muss meinem Mann ein Kränzchen widmen. Er hat für solche Arbeiten den Nachbarn oder SV um mithilfe gebeten. Heute Sohnemann oder Nachbar.
Was mir aber sehr wichtig war und heute noch ist, dass ich bei einem Notfall ich betrieblich informiert bin.

silberhaar

Christel Nolte

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Hallo Flottelotte,
Dein Engagemeint in allen Ehren, aber bist Du möglicherwise zu "flott"?

Du hast  doch einen Beruf, den Du hoffentlich nicht aufgeben wirst. Der Betrieb Deiner Schwiegermutter besteht Ackerbau und Mutterkuhhaltung, verstehe ich das richtig? Wieviele Mutterkühe? Wieso fällt da jetzt im Sommer Stallarbeit an, sind die nicht auf der Weide? Was ist für den Betrieb geplant, wenn Dein Partner den übernehmen wird, wann wird das sein?

Es spricht überhaupt nicht dagegen, wenn du aus Interesse den Facharbeiter machst.
(Ob es nötig ist??? stht auf einem anderen Blatt)
Und, soweit Deine"SM" das wünscht,sie in der Büroarbeit unterstützt, die Dir liegt, aber bitte nach Absprache.
Ansonsten lass es langsam angehen, sonst fühlt sich SM überrannt/übergangen, das gibt dann Ärger:

Zitat
Es wird nämlich eher als lästig empfunden, als dass sie froh sind, dass ich Interesse zeige. Deshalb mache ich gewisse Sachen halt so wie ich sie mache und hol mir dann hinterher entweder Lob ab oder Unverständnis ab.


Offline FlottelotteTopic starter

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@Silberhaar:
Ich hab meinem Freund schon gesagt, dass ich mich nicht zu Tode schinden werde. Ich mache das, was ich kann und alles andere muss warten. Meine "Schwiegermutter" reißt alleine auf dem Bigpack herum... das mach ich sicher nicht. Da starte ich vorher den Traktor und versuche es mit dem Frontlader! ;)
 ;D

@erika2:
Hallo Erika!
Das mit dem "lästig" sein ist eher darauf bezogen, dass gewisse Vorkenntnisse vorausgesetzt werden bzw. für meinen Freund und die SM selbstverständlich sind und "das ja Hausverstand ist". Wenn ich also frage, wie man am Besten die Egge an den Traktor anhängt, dann wäre ich froh, wenn ich es einmal gescheid gezeigt bekomme anstatt dass es einfach erledigt wird, damit sie dann halt angehängt ist.

Derzeit ist fast keine Stallarbeit, ich sehe es ja auch als Unterstützung und nicht als "Einmischen", wenn ich am Wochenende meinen Stalldienstversehen will. Ich mache den Facharbeiter für mich, damit ich mir ein Basiswissen aneigne. Die Büroarbeit überlasse ich voll und ganz der SM - die übernehme ich erst, wenn mein Freund der Pächter oder Übernehmer ist, was anscheinend recht bald sein soll, da die SM bald in Pension geht.

LG

Offline Sternschnuppe

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@Silberhaar:
Ich hab meinem Freund schon gesagt, dass ich mich nicht zu Tode schinden werde. Ich mache das, was ich kann und alles andere muss warten. Meine "Schwiegermutter" reißt alleine auf dem Bigpack herum... das mach ich sicher nicht. Da starte ich vorher den Traktor und versuche es mit dem Frontlader! ;)
 ;D


Ich mache auch fast immer nur das was ich körperlich kann - aber manchmal bleibt einem nix anderes übrig und man packt entweder mit hin oder der Mann schafft sich alleine auf.............ich solchen Situationen waren bestimmt alle Bäuerinnen schonmal

Offline Heti

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Die Büroarbeit überlasse ich voll und ganz der SM - die übernehme ich erst, wenn mein Freund der Pächter oder Übernehmer ist, was anscheinend recht bald sein soll, da die SM bald in Pension geht.

LG

Wird sie 65 oder kann sie´s wirkich nicht mehr ?
Pension gibt es meist in der LW nur auf dem Papier nicht wirklich, oder ?
Gruß Hedwig

Offline silberhaar

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Ich mache auch fast immer nur das was ich körperlich kann - aber manchmal bleibt einem nix anderes übrig und man packt entweder mit hin oder der Mann schafft sich alleine auf.............ich solchen Situationen waren bestimmt alle Bäuerinnen schonmal

Sali Sternschnuppe

da hast du schon recht! Wenn mein Mann ruft, kannst du mir mal schnell helfen, stehe ich doch auch bei Fuss. (,-)) Ich meinte dabei, dass das nicht jeden Tag vorkommen soll, dass man sich so körperlich so verausgaben sollte,muss.

Es gibt arbeiten, die ein Mann wegen seiner körperlichen Statur eben besser erledigen kann.

Mein Motto ist schon etwas Gutes gibt wieder etwas Gutes auf dem Hof ist es auch wie überall es ist ein Geben und Nehmen.

Grüessli

silberhaar

Offline Steinbock

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Hallo Flottelotte,
ich weiß nicht, wie lange Du auf Durchzug schalten kannst, was SM in spe betrifft.

Was mich wirklich wundert ist, dass Deine SM mit 56 in Rente gehen würde. Wenn
sie nicht wirklich krank ist, ist das doch kein Alter für so einen Schritt. Vermutlich hat
sie wenige Interessen - musste ja den Hof erhalten - was sollte sie dann tun?

Elisabeth
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)

Offline maggie

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und wie geht das mit dem "überleben" -
kann ihr schon in diesem alter eine rente bezahlt werden - oder hat sie soviel vermögen angesammelt ??

wir in der schweiz haben ja eine verlgeichsweise riesige rente (in der landw, da es bei uns nur eine Altersrente gibt - für alle die selben ansätze, einfach etwa 5  - je nach einbezahlten beiträgen ...) dabei kommt dann bei den angestellten noch die Pensionskasse die von angestelltem und Arbeitgeber gem. "gefüttert" wird, selbständigerwerbende müssen da selbst schauen - entweder bei einer bank oder bei einer Versicherung !!!

aber ich hätte vor 10 jahren nie die Möglichkeit gehabt zu überleben !!!!
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline frankenpower41

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@Flotte Lotte, den Hof übergeben kann sie ja mit 56, aber ihre Rente bekommt sie ja deshalb noch lange nicht.
Von was will sie denn dann leben, oder hat sie so viele Ersparnisse um die Zeit bis dahin, immerhin noch fast 10 Jahre zu überbrücken.?
Stellt sie sich das nicht etwas zu einfach vor?
Wir haben einen guten Bekannten, Landwirt, der wird demnächst 60. Er hat wirklich gesundheitliche Probleme, sein Hof geht auch nicht weiter. Vor gut 4 Jahren hatte er Schlaganfall. Der muss auch weiter wursteln bis er 65 ist.
Vor einigen Jahren war das vielleicht einfacher, aber jetzt nicht mehr.


Marianne

Offline gini

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Na, das fängt ja schon gut an, bei euch :-[
Kann schon sein dass es mit dem Rentegehen klappt. Ein paar Jahre ist es in Österreich noch möglich, bald in Rente zu gehen, wenn man eine gewisse Anzahl von Versicherungsmonaten beisamen hat. Wirkt sich halt auf die Höhe der Rente negativ aus.
Schade, das du den Facharbeiter nicht machst. Ob sie will oder nicht, müsste sie anerkennen, dass du interessiert bist. Dir würde sie das wahrscheinlich nicht auf die Nase binden.
Wenn dein Freund Besitzer und Bewirtschafter ist, macht das Entscheidungen einfacher, aber die emotionale Seite kann einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen.
Übergeben muss auch im Kopf geschehen.
Es grüßt Euch alle
                           gini

Clara

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Hallo FlotteLotte,

was willst du von uns Bäuerinenn denn eigentlich wirklich wissen?

Was ist dein wahres Ziel am Hof deines Freundes? Was ist dein wahres Ziel hier im Bäuerinnentreff?

Wenn ich dich lese, dann scheinst  du ein Kommunikationsproblem zu habenund zwar ein ziemlich gewaltiges.

Deine Sprache ist alles andere als klar und abgegrenzt. Ich lese von dir Sätze wie: Ich freue mich, aber...  *Das bedeutet nix anderes, als eine Negierung= Verneinung deiner Freude in dem Falle.*

Und wenn ich deinen Eingangsbeitrag zum hiesigen Thema lese, dann lese ich daraus, dass es sich wohl eher um einen ldw. Nebenerwerbsbetrieb handelt, denn um einen ldw. Haupterwerb. Da stellt sich mir die Frage, womit willst du deinen Lebensunterhalt am Hof erwirtschaften? Was sind deine Interessen ausser Tiere streicheln und "öffentlich abkotzen" über Schwiegermutter, um es mal ganz einfach auszudrücken?

Und echt, ich mag es nimmer lesen- wie voll krass schlimm und schrecklich Schwiegerleute sind und vor allem Schwiegermütter. EINE Sache ist wohl auch der allerkrassesten Schwiegermutter gelungen- sie hat einem (oder auch mehreren) Kind(ern) das Leben geschenkt, erzogen und ins Lebens begleitet, was von einem anderen Menschen so  geschätzt (und geliebt?) wird, dass sie sich vorstellen (können) ihr Leben gemeinsam zu meistern. 

Die meisten Frauen, der Generation Mitte 50 plus, die ich kenne (und oft aus dem ldw. Umfeld kommen) sind gestandene, warmherzige, arbeitsame, familienorientierte Frauen-  vor denen ich mich verneigen kann. *Ja, mir sind auch feuerspuckende Flugobjekte in menschlicher Form bekannt... branchen-, generations- und regionenübergreifend und doch sind sie die Ausnahme.*

Und ihr Frauen hier, die ihr zur Generation der SM  Mitte 50 plus gehört, überlegt euch bitte, wie ihr über eure eigene Generation redet und auch (ver)urteilt... Stellt euch nur mal vor, es wäre eure ST in spe, die euch kaum kennt und  über euch hier schreibt und eure andere Seite nach aussen trägt....

Wie würdest du, du und auch du an andern Ende der Leitung dann reagieren?

Sehr nachdenkliche Grüße,

Anja

 


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